Extasy und Niereninsuffizien

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politicalyIncorrect
Anfänger


Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 17:10    Titel: Extasy und Niereninsuffizien Antworten mit Zitat

Hallo an alle da draussen,
Ich habe einige Fragen bezüglich Extasy und Dialyse die ich gern beantwortet sähe. Ich bin 25 Jahre alt und habe erblich bedingte beidseitige Schrumpfnieren und bin seit 3 Jahren dialysepflichtig sprich meine Nieren sind derart verkleinert dass sie die nötigen 10% der normalen Nierenfunktion nicht mehr leisten können.
Jahre zuvor habe ich 3 mal in ziemlich langen Abständen ein paar Extasy-Tabletten probiert. Nun würde ich gern wieder einmal eine oder 2 Pillen nehmen bin mir aber nicht sicher wieviel sich dadurch verändert hat dass meine Nierenfunktion noch weiter zurückgegangen ist. Konkret hab ich vorallem zwei Fragen:

1. Wie lange wird die Wirkung anhalten? Wird es länger sein da, die Entgiftungsfunktion meiner Nieren so gut wie nicht mehr gegeben ist? Vor allem wie lang werden meine Pupillen geweitet bleiben. Ich würde nur ungern mit Riesentellern bei der Dialyse reinschneien da das möglicherweise meine Chance auf ein Spenderorgan verringern könnte (aus offensichtlichen Gründen).
2. Muss ich mir Sorgen wegen Wechselwirkungen mit meiner Dialysemedikation machen? Ich nehme viele verschiedene Präparate ein unter anderen: Blutdrucksenker,Beta-Blocker,Magenschutzmittel etc.

Bis auf die eingeschränkte Nierenfunktion bin ich bei einigermaßen guter Gesundheit und nehme auch keine anderen Drogen bis auf gelegentlich (1-2 mal die Woche) Cannabis und das scheint sich ganz normal abzubauen wie vor der Diagnose. Ich werde wenn ich die Ectasy(s) nehme nicht tanzen gehen oder so sondern gemütlich mit Freunden chillen und reichlich trinken. Was meint ihr ist das noch zu vertreten oder geh ich ein nicht kalkulierbares Risiko ein?

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
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Dalv94
Anfänger


Anmeldungsdatum: 17.01.2012
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 17:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde das Risiko nicht eingehen. Sagen wir mal kriegst dein Spendeorgan. Vorher werden die aber bestimmt einen Bluttest machen oder etwa nicht? Also wenn ja, dann lass mal schön die Finger davon. Very Happy Niere ist nämlich wichtiger.
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politicalyIncorrect
Anfänger


Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 18. Jan 2012 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm selbst wenn sie so einen Test machen würden (was ich nicht glaube hab dazu auch nichts gefunden...) ist das für mich eine einmalige Sache und da es noch nicht abzusehen ist dass ich ein Transplantat in näherer Zukunft bekomme würde so ein Test ja auch nichts bringen denn meistens sind die Wirkstoffe im Blut nur so lange nachzuweisen wie die Wirkung anhält aber auch wenn doch länger spätestens bei der nächsten Dialyse werden sie rausgewaschen und das sie mich zum haartest auffordern glaube ich auch nicht da das ziemlich teuer ist und von mir nie was in dieser Richtung bekannt ist. Ich kiffe auch schon seit über 10 Jahren und hab's nie so übertrieben dass man von Suchtverhalten sprechen könnte und auch nach den Teilen hatte und habe ich kein so großes verlangen. Wollt mich nur informieren im Netz findest du zu dem Thema nicht allzuviel.
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politicalyIncorrect
Anfänger


Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2012 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab jetzt lang und ausgiebig über dieses Thema nachgedacht...mir ist klar geworden dass hier wahrscheinlich keiner eine Auskunft geben kann die über "Drogen zu nehmen ist immer ein Risiko" geht geben wird und wie gesagt so wichtig ist mir der Rausch auch gar nicht also werde ich es einfach lassen. Betrachtet diesen Thread als geschlossen...
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2012 18:38    Titel: Antworten mit Zitat

Oh je, Du gibst aber schnell auf! Ich persönlich denke, dass es ziemlich wurscht ist, da Deine Nieren eh nicht mehr ausreichend arbeiten und Du ja sowieso zur Dialyse gehst. ALLERDINGS hatten wir hier vor Jahren schonmal einen Dialysepatienten, der hat Speed genommen. Dem ging es gar nicht gut, er war froh, als sein nächster Termin anstand und er das Zeug wieder los war. Insofern: Ja, Du musst damit rechnen, dass die Wirkung so lange andauert, bis Du wieder an der Maschine hängst. Und Du brauchst im Zweifel eine gute Ausrede, warum es Dir so schlecht geht.

Wenn mir jetzt noch der Name des Betreffenden einfallen würde, könntest Du Dich ja mal durch seine alten Beiträge lesen. Vielleicht geht mir ja noch ein Licht auf. Idea
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2012 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

So, fallst Du das noch liest: Hab jetzt hier die halbe Teilnehmerliste durchforstet nach einem Namen, der bei mir eine Asszoziation weckt und bin tatsächlich fündig geworden: Der Typ hieß SkyAndSand und das ist sein Thread:

http://forum.suchtmittel.de/viewtopic.php?p=41313&highlight=#41313

Nein, Du brauchst mir nicht zu danken Rolling Eyes
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prawda
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 361

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2012 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

So ganz einfach ist die Problematik nicht zu beantworten.

Also MDMA wird zu ca. 65% über den Urin ausgeschieden. Der Rest wird metabolisiert und dann auch wieder größtenteils über den Urin ausgeschieden.

Würde MDMA jetzt zu über 99% ausgeschieden werden und kaum metabolisiert werden, dann wäre die Sache einfacher zu beantworten. Du würdest MDMA viel länger in deinem Körper haben, der Abbau würde lange dauern. Das heißt aber nicht, dass der Rausch länger hält. Denn es ist nachgewiesen, dass MDMA nicht so schnell den Körper verlässt, wie der Rausch abklingt ( meistens sind die Wirkstoffe im Blut nur so lange nachzuweisen wie die Wirkung anhält ist demnach falsch). Das liegt daran, dass deine Rezeptoren desensibilisieren und auf die Reize nicht mehr anschlagen. Trotzdem ist MDMA auch ein Serotonin-Releaser und kann unter Umständen ein Serotonin-Syndrom auslösen. Da du MDMA nicht mehr so gut abbaust, wird das bei viel geringeren Dosen passieren, als sonst.

Die Abbauprodukte des MDMA würden viel stärker entstehen und in deinem Körper auch viel länger verweilen. Die typische Schlaffheit am Tag nach MDMA liegt allerdings daran, dass der Serotoninhaushalt erschöpft ist und die Rezeptoren zusätzlich noch desensibilisiert sind. Andere Nebenwirkungen variieren stark. Manche haben auch Kopfschmerzen, manche haben gar keine etc. etc.

Naja nun wird MDMA eben in viele andere Stoffe metabolisiert und das sind einige, die werden auch weiterverarbeitet... Es ist also kaum möglich dazu eine gute Einschätzung abzuliefern. Kann gut gehen, muss es aber nicht. Das ganze ist ein komplexer dynamischer Prozess, den man nicht herunterbrechen kann auf Einnahme von Menge x, Halbwertszeit von y Stunden und pro Minute pro Menge x wird Menge z and Serotonin ausgeschüttet. Dann könnte man es abschätzen. Das ist hier aber überhaupt nicht möglich. Sicher ist nur, dass dein Blutbild nach Konsum, vor Dialyse, auch Tage später noch wiedergeben wird, was du genommen hast.

Hinzu kommt noch, dass du nie genau weißt, was in den Tabletten drin ist. Manche haben vielleicht noch Stoffe drin, die du viel schlechter verträgst. Außerdem bin ich kein Arzt und kann hier deshalb nur ganz waghalsige Schätzungen abliefern. Aufgrund des komplexen Metabolismus von MDMA ist da vieles möglich. Der Vergleich mit dem THC ist nichtssagend, da THC überwiegend in der Leber abgebaut wird.

Zitat:
1. Wie lange wird die Wirkung anhalten? Wird es länger sein da, die Entgiftungsfunktion meiner Nieren so gut wie nicht mehr gegeben ist? Vor allem wie lang werden meine Pupillen geweitet bleiben. Ich würde nur ungern mit Riesentellern bei der Dialyse reinschneien da das möglicherweise meine Chance auf ein Spenderorgan verringern könnte (aus offensichtlichen Gründen).


Da habe ich ja schon versucht drauf einzugehen. Der Rausch wird in seiner Dauer nur gering zunehmen. Die MDMA Nachwirkungen werden wahrscheinlich deutlich länger und intensiver sein. Woher geweitete Pupillen kommen, weiß ich nicht. Ich kenne da auch keinen Zusammenhang. Manche kriegen bei geringen Dosen schon krasse Pupillen, andere überhaupt nicht. Ich kriege nichtmal bei LSD erweiterte Pupillen.

Zitat:
2. Muss ich mir Sorgen wegen Wechselwirkungen mit meiner Dialysemedikation machen? Ich nehme viele verschiedene Präparate ein unter anderen: Blutdrucksenker,Beta-Blocker,Magenschutzmittel etc.


Kann natürlich sein. Die Wirkung der Blutdrucksenker wird wahrscheinlich aufgehoben.

Fazit:
Keine kluge Idee.
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Bummer
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 20.08.2009
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2012 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich lese jetzt nicht alles durch, dafür hab ich keine Zeit, Sorry.
Aber frag doch einfach mal deinen Doc, auch wenn ich mir schon denken kann dass er es dir "verbieten" will. Frag einfach mal nach dem realistischen Folgen und lass dich nicht mit der normalen Ablehnung der Ärzte gegenüber Drogen vertrösten... Ohne eine Experten Meinung würde ich es nicht riskieren!
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politicalyIncorrect
Anfänger


Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 19. Jan 2012 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

@veilchenfee: Ich hab den Thread durchaus gesehen aber da war die Rede von "Chemie" das ist aber ein ziemlich weit gefächerter Begriff daher hab ich ein neues Thema erstellt. Trotzdem danke Razz

@pravda: das mit den Wirkstoffen im Blut hab ich mal so ganz pauschal gesagt ich glaub dass hab ich mal über THC gelesen. Über die anderen Inhaltsstoffe mach ich mir weniger Sorgen die Pillen sind Lab-tested.
In einem anderen Thread (http://forum.suchtmittel.de/viewtopic.php?t=595) hier gings um mdma und Blutdrucktabletten und da habe ich gelesen dass es mit Betablockern zu Nebenwirkungen gekommen ist daher hab ich mich entschieden es sein zu lassen denn absetzten will die Tabletten sicher nicht. Ich danke auch dir für deine ausführliche Analyse.
@Bummer:
Würde ich nie machen kannst nie wissen ob die dass nicht an das Transplantationszentrum durchsikern lassen.

Tja für DIESES mal gewinnt wohl die Stimme der Vernunft Laughing
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Bummer
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 20.08.2009
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2012 00:28    Titel: Antworten mit Zitat

Theoretisch hat der doch Schweigepflicht...
Aber im Grunde ist es besser du lässt es sein, denn selbst wenn das Risiko nur gering wäre besteht immer eine Gefahr dass du es verschlimmerst, und das würde ich auch nicht riskieren...

Machs gut
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AliceInWonderland
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 13.01.2012
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 20. Jan 2012 03:20    Titel: Antworten mit Zitat

Als Pflegefachkraft kann ich davon nur abraten.
Das du eh schon krank bist und es damit nicht unbedingt schlimmer machst ist Schmarn.

Deine Nieren haben nicht einmal mehr 10% Leistungsfähigkeit, heißt, sie sind insuffizient, das Gewebe was nicht mehr arbeitet ist tot, sie können alle Gifte, die im Körper produziert werden (auch ohne Droge) nicht optimal ausscheiden.
Sicher hast du die Verordnung nicht sehr viel pro Tag zu trinken?
Dein Körper leidet also so schon unter Flüssigkeitsmangel und ist unterversorgt.
Wenn du dazu noch mehr oder weniger entwässernde Drogen konsumierst, ist die restliche minimale Funktion, die deine Nieren noch leisten, völlig überlastet und wird sich irgendwann einstellen.

Ich kann davon nur abraten.
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