Zu lange im pola-Programm ?!

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Malte_kr
Anfänger


Anmeldungsdatum: 25.01.2012
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 25. Jan 2012 08:39    Titel: Zu lange im pola-Programm ?! Antworten mit Zitat

Hallo ihr lieben...



Kurz zu meiner Person:

Ich bin 36 Jahre alt und seit ca. 18 Jahren drauf.

Ich komme mal direkt zu meinem Problem bzw Sorge, Angst.
Bin mittlerweile 6 Jahre in Substitution.

Erst 2 Jahre Subutex, dann polamedon.

Habe es nie wirklich ohne beikonsum geschafft. Wenn ich es versucht habe war der Tag die reine Qual. Hab nie länger als 2 Wochen durchgehalten.
Habe immer wieder das Gespräch zum Doc gesucht. Meißtens wurde die Dosis erhöht. Eingestellt wurde ich damals auf 5 ml Pola. Nach kurzer zeit war ich auf 12. Und mir ging es einfach nicht besser. Da der Arzt nicht höher gehen wollte lief es erstmal so weiter. Nach 3 pola Jahren bin ich in eine andere Stadt gezogen.
Hatte mir im Vorfeld auch da einen Arzt gesucht... Ich Kürze das jetzt mal ab...

Bin nun seit einem Jahr ohne beikonsum, habe sogar take home.
Aaaaaaaaber!

Bin auf 15 ml polamedon...und das macht mich i-wie fertig.
Ich finde das so krass. Wieso Brauch ich soviel ? Wie soll ich jemals davon runter kommen? Hab es immer wieder in kleinen Schritten versucht. Leider ohne grossen Erfolg.

Wie gesagt ... Ich bin jetzt endlich ohne beikonsum, gehe arbeiten, habe Take home. Aber bin trotzdem i-wie am Ende. Habe Angst vor dem was kommt.
Ich will nicht den Rest meines Lebens Pola nehmen.
Ich weiß einfach nicht wie ich diesen Riesen Berg (abdosieren etc) besteigen soll.

Weiß einfach nicht weiter. Bleibe auf der stelle stehen. Will weiter gehen.
Vielleicht hat der ein oder andere Erfahrungen mit hoher dosis und dem davon runter-kommen.

Danke euch und lieben Gruß
Wink Wink
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Oxy123
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 12.01.2012
Beiträge: 79

BeitragVerfasst am: 25. Jan 2012 10:49    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Malte,

habe mit Pola zwar keine Erfahrungen jedoch mit sehr starken Schmerzmitteln wie Oxycodon, Hydromorphon etc..
Also 15ml müssten ja 75mg Polamidon sein.. Echt ne krasse Dosis Smile
Wirklich Polamidon und kein Methadon?
Meiner Meinung nach hängt das sehr stark von der jeweiligen Persönlichkeit und den derzeitigen Lebens-Umständen ab..
Das heiß das bei manchen irgendwann der Zeitpunkt kommt an dem es klick macht und Sie einfach keinen Bock mehr haben. Wenn das Eintritt ist es noch wichtig das zu dieser Zeit keine Lebenskrisen vorhanden sind, wie z.B. eine schwere Krankheit oder Beziehungsstress ( bei manchen wirkt das aber auch paradox, soll heißen das Sie dadurch erst richtig aufhören wollen )
Dann wird es zwar immer noch kein Kinderspiel sein aber auf jeden Fall machbar.
Setze Dich nicht so unter Druck.. Solange Du Dich einigermaßen gut fühlst bleibst Du bei der Dosierung, dazu ist die Substitution ja da.
Oder gehe wenn es möglich ist in ein Diamorphin Programm, hast Du Dich über das mal Informiert?

Greetz
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 25. Jan 2012 11:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Malte,
den wichtigsten Schritt bist Du schon gegangen, finde ich. Du willst Dich weiterentwickeln und hast keinen Bock mehr, ewig auf dem Pola festzuhängen. Trotzdem wird der Weg nicht bequem werden und vielleicht brauchst Du auch noch einige Zeit, bis es Dich wirklich derart ankotzt, dass Du bereit bist, den langen Weg bis zum nüchternen Leben zu gehen. Hast Du eher Angst vor den körperlichen oder den seelischen Schmerzen?
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Nero
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 08.07.2010
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2012 14:30    Titel: yeap auch schönen tag.. Antworten mit Zitat

tja, schwierig. So gingz mir auch. bin 40 und seit 17 Jahren drauf, mit paar Unterbrechungen. (2 mal 12 mon. Therapie, 20 mal Entgiftung a 4-7 Wochen und 5 mon. haft und 6 mon clean in freiheit) ansonsten seit 12 Jahren auf metha (anfangs 2 1 jahr codein, 2 jahre pola). Jetzt bin ich sozusagen Schmerzpatient, weil chronische Rückenschmerzen und hab 11 ml take home. trinke auch 3 bier tägl. und rauche 1 joint die woche. fertig.
problem: hab auch immer 1000 ideen, will arbeiten, skifahren oder irgendwas aber die sucht hat mich so im griff dass ich selten die zeit, das geld und die energie dafür hab.
Jetzt bin ich gläserner Staatspatientjunkie und leb von H4 und nebenjobs. hurra - solls das gewesen sein. hahahah
na mal sehen
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Yolande
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 01.06.2011
Beiträge: 1438

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2012 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nero,

ich hoffe, das es das nicht für dich gewesen ist, aber ohne dich ärgern zu wollen, du hast dich doch selbst dahin gebracht, wo du jetzt bist?
Und wenn du nun substituiert ganz gut leben kannst, dann ist für dich vielleicht der richtige Weg. Es gibt genug Menschen, die keine Drogensucht haben und auch H4 bekommen. Nicht schön, ist aber so. Also, steck den Kopf nicht in den Sand und mach das Beste aus der Situation, Du bist derjenige, der dein Leben gestaltet. Wenn du nunmal süchtig bist, wirds vielleicht nicht einfacher, aber nicht unmöglich.

LG
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CrazyMan
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 15.01.2010
Beiträge: 2108

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2012 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

Du kannst wirklich stolz auf dich sein! So lange ohne Beikonsum, das schaffen nicht viele! Du hast den ersten Schritt geschafft, all das hinter dir zu lassen. Und ich kann gut verstehen, dass du ganz davon weg willst.

Ob 15ml Methadon ("Ox123" berechnete daraus zum Vergleich 75mg Polamidon) viel sind, hängt von jedem individuell ab, wie der Körper auf Methadon anspricht. Ich selber beispielsweise komme mit Methadon sehr schlecht zurecht, dagegen haut mich eine vergleichsweise geringere Menge Polamidon in den Schlaf. Methadon hat obendrein mehr Nebenwirkungen, habe ich festgestellt. Ich habe bemerkt, dass ich damit "vergiftet" bin, habe einen richtigen Brummschädel davon bekommen, mir ging es insgesamt nicht gut.

Du bist berufstätig, hast du erwähnt. Das ist gut, aber auch schlecht, wenn es darum geht, eine stationäre Therapie zu machen. Hättest du die Zeit, wäre es nämlich zu überlegen, ob du nicht einen Entzug in einer dafür spezialisierten Klinik, mit u.a. Psychotherapie, machst.

Du meinst also, sobald die Dosis weniger wird, merkst du das sehr deutlich und du hast Sorge, wieder Rückfällig zu werden? Wenn die Dosis geringer wird, könnten Depressionen eintreten. Ich würde hier mit AntiDepressiva vorsorgen. Wenn du tatsächlich abdosierst, würde ich jeden Drang, die etwas zu besorgen, sehr ernst nehmen und sofort den Knopp für die "Alarmglocke" drücken, worauf sich jemand um dich kümmert, auf dich achtet.

Wie wäre es mit 2 Wochen Urlaub? In dieser Zeit sollte es doch möglich sein, dich runter zu dosieren? Ein Versuch wäre es wert. Auf jeden Fall würde ich, wie du es derzeit tust, darauf zielen, von diesem Metha loszukommen, um aus dem Einfluss von derartigen Substanzen zu entkommen.
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Oxy123
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 12.01.2012
Beiträge: 79

BeitragVerfasst am: 26. Jan 2012 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

@ Nero

Wie kommst du mit der schmerzlindernden Wirkung des Polas aus?
Reicht das zusammen mit den Bieren damit Du einigermaßen zurecht kommst?
Frage deswegen, weil ich auch ein Schmerzi bin..
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Nero
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 08.07.2010
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 28. Jan 2012 12:52    Titel: at oxy Antworten mit Zitat

ja, im großen und ganzen komm ich zurecht. ich bekomm aber z.Zt. metha 11 ml und mit den bieren und hin und wieder ein joint das geht eigentlich. würde aber gerne umstellen. nur hab angst dass es dann wieder mit den schmerzen losgeht. dachte an tramaldol oder oxycodon oder so was. vor allem eigentlich wegen dem nervenaufreibenden Btmg-Regeln. Urlaub, jede Woche hingehen, Kontrolle etx. - aber das Methadon ist von der Wirkung bei mir echt okay. tx
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Raziela
Anfänger


Anmeldungsdatum: 28.01.2012
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 29. Jan 2012 03:27    Titel: Re: Zu lange im pola-Programm ?! Antworten mit Zitat

Malte_kr hat Folgendes geschrieben:


Bin auf 15 ml polamedon...und das macht mich i-wie fertig.
Ich finde das so krass. Wieso Brauch ich soviel ? Wie soll ich jemals davon runter kommen? Hab es immer wieder in kleinen Schritten versucht. Leider ohne grossen Erfolg.

Wie gesagt ... Ich bin jetzt endlich ohne beikonsum, gehe arbeiten, habe Take home. Aber bin trotzdem i-wie am Ende. Habe Angst vor dem was kommt.
Ich will nicht den Rest meines Lebens Pola nehmen.
Ich weiß einfach nicht wie ich diesen Riesen Berg (abdosieren etc) besteigen soll.

Weiß einfach nicht weiter. Bleibe auf der stelle stehen. Will weiter gehen.
Vielleicht hat der ein oder andere Erfahrungen mit hoher dosis und dem davon runter-kommen.

Danke euch und lieben Gruß
Wink Wink


Hey,

mach Dir doch nicht so einen Kopf! Ich wurde auch sehr hoch eingestellt. Angefangen mit 40mg bis auf 80mg hoch. Und ich sage auch ich habe am Anfang so eine hohe Dosies gebraucht, genau wie gerade schon gesagt wurde ist jeder Mensch unterschiedlich. Und ich habe mich nach etwa einen halben Jahr angefangen mich runter zu dossieren. Mein Arzt ist da aber auch voll auf mich eingegangen. Erst zwei mal 10mg runter und dann ein paar mal 5 und dann nur noch in 2,5 mg Schritten. Und auch manchmal mit zwei, drei Wochen Pause dazwischen. Jetzt bin ich schon eine ganze Weile auf 25mg stabil.

Also das schaffst Du bestimmt genauso. Wenn Du eine guten Arzt hast und vielleicht noch Familie, Freunde etc. die Dir den Rücken stärken wird das schon!

Ps Also hier in NRW sagen wir alle Grundsätzlich immer die mg Zahl, eigentlich nie die ml Zahl, deshalb musste ich schon ein paar mal überlegen, wieso 5 ist ja voll wenig Very Happy
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koko
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 27.01.2012
Beiträge: 137

BeitragVerfasst am: 29. Jan 2012 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

high
Ich denke auch, du solltest dich auf keinen Fall unter Druck setzen.
Wichtig ist doch erst mal, das es dir körperlich soweit gut geht,
und du von der Psyche her stabiel bis.
Hy, du hast bereits kein Beigebrauch mehr, ist doch super Wink
Die Menge des Polas und auch die länge dieser Einnahme,
sollte da doch er zeitrangig sein. Wenns hilft, ansonsten clean zu bleiben Wink
Ich kann deine Sorge- auf ewig Pola nehmen zu müssen, aber sehr gut verstehen.
Ich bin bereits seit 18 Jahren im Programm und habe meist um die 15 ml genommen.
Erst vor einigen Monaten entschloß ich mich dann, mich auszuschleichen- gaaanz langsam.
Das brauch eben alles seine Zeit- nimm sie dir.
Von einem Diamorphin Programm oä., würde ich dir aber abraten.
Damit reißt du dich nur noch tiefer rein.
LG



A
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Nero
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 08.07.2010
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 2. Feb 2012 15:00    Titel: hhhhhhhhhhhhhaaaaaaaaaaaaaalllllllllllllllllllllllllllllooo Antworten mit Zitat

Cool Cool Cool Cool Cool Cool
hhhhhhhhhhhhaaaaaaaaaaaaaalllllllllllllllllllllllllllooooooooooooooooo herr oder frau themeneröffner.
was ist los. bist Du auf Therapie oder gestorben ?
schade dass Du nicht antwortest obwohl Dir schon so viele Leute geantwortet haben
hmmm
was geht ab
ciao
peace
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Malte_kr
Anfänger


Anmeldungsdatum: 25.01.2012
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 3. Feb 2012 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr lieben,

Vorweg möchte ich mich für die vielen Antworten bedanken.

Warum ich nicht zeitnah geantwortet habe, und hier kommen wir zu einem weitern negativen Aspekt meiner hohen Medikation:

Ich möchte Antworten und stell dann resignativ fest, das die Gedanken nicht schnell und frei fließen, ich kann mich nicht aufs Thema konzentrieren so das oftmals dann der Eindruck entsteht das ich kein Interesse am Thema mehr hätte, unhöflich bin u.s.w

Zu den von euch gestellten fragen:


Was die Dosis Bzw das Medikament angeht bekomme ich polamedon 75 mg.wobei zu erwähnen ist das es das 0,5 % ist.

Was die Leib/Seele frage betrifft ... Dass eine ist vom anderen nicht zu trennen, sie bedingen einander, gehören zusammen. Crying or Very sad

Ich erhoffe mir Tipps Ratschläge von Leuten die ähnliche Erfahrungen mit hohen Dosen in Verbindung mit langzeitsucht gemacht haben.
Was sie auf geistiger ebene getan haben. Außer eben nur langsam die Dosis zu verringern ( wie mit aufkommenden Ängsten , Schuldgefühlen umzugehen.
Wie habt ihr eine geistige Distanz zur Droge aufgebaut?
Wie habt ihr euch neue Rituale erschaffen, und welche?

Ganz lieben Gruß

Malte Very Happy
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gema1509
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 14.04.2010
Beiträge: 522

BeitragVerfasst am: 4. Feb 2012 05:42    Titel: Antworten mit Zitat

vorab: mir geht es ähnlich!

ich schaffe es mit einer relativ hohen dosis metha beigebrauchsfrei und recht erfolgreich durch´s leben zu gehen. sobald ich nen versuch starte abzudosieren (normal genau so wie bei verdeckter medikation) bricht das ganze mühsam in jahre langer schwerer arbeit aufgebaute leben ganz schnell in sich zusammen wie ein kartenhaus und ich gleite innerhalb kürzester zeit wieder ab in einen teufelskreis aus konsum, beschaffung, kriminalität, sucht, etc. ... - ihr kennt das!

ich denke, da muß man einfach bodenhaftung bewahren und die realität einfach akzeptieren und sich damit arrangieren!

...klar wär es schön, ohne die krücke substitution klar zu kommen und es so zu schaffen - doch scheinbar ist dieser zug leider abgefahren. zu lang den körper und die psyche drangsaliert mit täglichem mischkonsum aus harten (körperlich & psychisch stark abhängig machenden ) drogen!

dann muß man wohl in den sauren apfel beißen und sich den rest seines lebens mit wöchentlichen vorstellterminen beim arzt, wöchentlichen apothekengängen und ewigen kontrollmechanismen und verpflichtungen abfinden und dafür eine gesicherte, konstante medikation erhalten, die einem trotz seiner vergangenheit die basis bietet sein leben geordnet und recht lebenswert & entspannt zu leben!

ganz, ganz sicher nicht das gelbe vom ei aber immernoch besser als alle alternativen.

so versuche ich mit der situation umzugehen - einfach versuchen realiat zu bleiben und es pragmatisch zu bestrachten - ich denk mir dann oft "könnte doch schlimmer sein!" & "bin ja auch selbst schuld - also "fresse halten!" & manchmal vielleicht sogar dankbar sein für die hilfe, die man in diesem land hat!

in diesem sinne!

peace!

g.
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Malte_kr
Anfänger


Anmeldungsdatum: 25.01.2012
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 4. Feb 2012 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

Tachen



Natürlich gebe ich dir in manchen Punkten recht. Denke auch oft darüber nach.
Halte mir auch oft vor Augen wie es wohl gekommen wäre wenn es nicht bzw nie die Möglichkeit gegeben hätte substituiert zu werden.

Von daher bin ich natürlich auch sehr dankbar über diese möglichkeit. Dankbar das ich mein leben halbwegs lebenswert füren kann.

Und ja... Die Alternative wäre bei weitem schlimmer und überhauptnicht lebenswert.


Ich wünschte ich könnte das , aber in den sauren apfel beißen und die situation so für den Rest meines Lebens zu akzeptieren könnte ich einfach nicht. An diesem Punkt bin ich einfach noch nicht.

Das kann's doch nicht gewesen sein...die Vorstellung mit (wenn ich so alt überhaupt werde) 70 noch zur Apotheke, Urin Kontrollen etc ... Kann ich mich einfach nicht mit anfreunden.

Ich hab noch den Wunsch drogenfrei zu leben. Selbst wenn es immer nur ein Wunsch bleibt, ich halte daran fest.
Würde ich den Kampf gegen die Droge aufgeben, würde ich mich verlieren. Davor habe bzw hätte ich Angst.

Ja, kann natürlich sein, das ich in ein paar Jahren anders rede. Hoffe es aber nicht.



Ganz lieben Gruß
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frau holle
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 24.09.2010
Beiträge: 1723

BeitragVerfasst am: 4. Feb 2012 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Mir geht es auch so.
Ich nehme jetzt seit über einem Jahr konstant meine Dosis und bin seitdem beikonsumfrei.
Ich denke auch sobald ich runter geh, dass ich Suchtdruck bekomme und so dann nicht mehr beikonsumfrei leben kann.
Deshalb nehme ich nun dieses Substitut so ein, als wenn ich dieses Medikament zum leben brauche.
Ich vergleiche dies mit einem Insulinpatienten, der braucht schließlich auch sein Insulin jeden Tag und muss sich damit abfinden.
Man kann sich sehr wohl auch mit der Substitution arrangieren.
Wem dieses zu anstrengend ist, der soll ruhig sein beikonsumfreies Leben aufgeben, Suchtdruck oder rückfällig werden, nur weil es ihm zu blöd ist, zur Substitution zu gehen.
Solange der Kopf nicht "klick" macht, hat das alles sowieso keinen großen Sinn, denn sonst spürt der Kopf, jeden ml.
Warum also dann nicht einfach mit der Situation zurechtkommen und zu dem stehen was man zum "normalen" leben halt braucht. Auch wenn es manchmal nervt.
Aber lieber so, als wenn ich dauernd mit Suchtdruck zu kämpfen habe.
Also ich bin auch froh, dass es so eine Behandlung gibt, für etwas was man selber an sich verbockt hat.
Auf jeden Fall das wichtigste an einer Abdosierung ist folgendes: sich Zeit lassen, viel Zeit!
LG
Frau Holle
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