wie kann ich mit meinem freund sachlich übers kiffen reden?

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jenny777
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 11.02.2012
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2012 22:32    Titel: wie kann ich mit meinem freund sachlich übers kiffen reden? Antworten mit Zitat

hallo leute!
Ich bin mit meinem freund seit sechs jahren zusammen,seit ich 16 bin. Und er kifft,schon bevor wir uns kannten...zunächst hats mich nicht gestört,aber im laufe der jahre gabs immer wieder streits und probleme deswegen...hat sein führerschein verloren,genau wie alle seine kifferfreunde,ist nur noch passiv,zu nix zu bewegen und tierisch aggressiv...oft habe ich versucht mit ihm zu reden,ohne vorwürfe,ohne alles...hab ihm gesagt,ich mach mir sorgen um ihn und dass mich das extrem belastet,wenn er jeden tag kifft und dass er anders ist dann. Hab mit engelszungen geredet,aber jedes mal reagiert er so aggressiv,wird laut,richtig cholerisch,fängt an zu schwitzen vor aufregung,beschimpft mich,nur um seine abhängigkeit zu rechtfertigen. Seine ganze familie ist super enttäuscht,weil alle ihn immer unterstützt haben,dass er mit seinem leben klarkommt und er schätzt es nicht,provoziert weiter probleme und streit durch seinen konsum. Vor einer woche hatten wir wieder einen streit,weil seitdem ich auf der psychatrie gearbeitet habe und gesehen habe,was für heftige psychosen marihuana macht,versuche ich öfters mit ihm zu reden...er flüchtet sich dann in ausreden oder sagt,das ist seine sache und wenn ich mich nicht damit abfinde,wird er aggressiv,schlägt mit der faust gegen türen,sodass dellen enstehen,sagt,was ich mir rausnehme,ihn damit zu belästigen und kriegt sich nicht mehr ein,als wäre er aufm trip oder so...
Er versteht nicht,dass ich ihm helfen möchte,sondern fühlt sich permanent angegriffen,auch von anderen. Ivh habe ihn dann direkt gefragt,was ihm wichtiger wäre,das kiffen oder ich und ohne zu zucken meinte er dann das kiffen und wenns mir nicht passt,muss ich ihn halt verlassen. Ich war geschockt,weil ich ihn jahrelang unterstützt hab und es war echt nicht einfach,hab so viel in die beziehung investiert. Wie kann ich ihm mit dem kiffen die augen öffnen?unc glaub ihr,dass diese aggressivität auch vom kiffen kommt?
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2012 22:41    Titel: Antworten mit Zitat

Die Aggessivität deines Freundes kommt nicht vom Kiffen, sie kommt daher, dass DU ihn permanent nervst. Noch vor einigen Monaten hätte auch ich mir von keinem Menschen der Welt das Kiffen verbieten lassen, in dieser Hinsicht war auch ich total humorlos.

Die Entscheidung, das Kiffen aufzugeben, muss aus ihm selbst kommen, es hilft alles nichts! Wenn Du ihm weiter auf die Nerven gehst, wird er sich früher oder später eben eine ebenfalls kiffende Freundin suchen.

Insofern ist es ein Jammer, dass Du schon so viele Jahre in den Typen investiert hast.
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2012 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ach ja, zu Deiner Frage: Sachlich übers Kiffen reden kannst Du mit ihm sicherlich jederzeit, jedoch wird es nicht zu dem von Dir gewünschten Ergebnis führen! Deine Meinung zu der Angelegenheit kennt er ja schon, insofern kannst Du Dir das sparen.
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jenny777
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Anmeldungsdatum: 11.02.2012
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2012 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

ich glaube,ich habe mich mit der aggressivität falsch ausgedrückt...klar,dass man genervt ist,wenn man manche sachen nicht hören möchte,aber oft habe ich ihn nicht drauf angesprochen. Er ist auch in anderen situationen aggressiv,kann sich nicht beherrschen,sei es seinen eltern gegenüber,seinen lehrern,anderen leuten... Er steigert sich in sachen,kommt nicht mehr runter,als wäre er auf einem cholerischen trip und das hat unterschiedliche auslöser...wenn er mal einen tag nicht gekifft hat,ist er so reizbar,dass er einen zusammenschreit,auch wenn nix ist,nur weil er spannung abbauen muss
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2012 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ja und, willst Du einen Partner, der cholerisch ist und der Dich immer mal wieder zusammenbrüllt? Ich lebe in einer harmonischen Beziehung und es wird überhaupt nicht gebrüllt. Kein Mensch muss sich anbrüllen lassen oder als Blitzableiter oder Beschwichtiger herhalten, ob mit oder ohne Kiffen. Es sei denn, es würde Dir die "Würze" in der Beziehung fehlen, wenn immer alles friedlich abläuft. Ich könnte mir schon vorstellen, dass Dein Freund unter sich selbst leidet und versucht, mit dem Kiffen gegenzusteuern um gelassener zu werden. Aber es nützt ja nichts...
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jenny777
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Anmeldungsdatum: 11.02.2012
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2012 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

nein,wer will sowas schon? Deswegen haben ihn auch alle unterstützt,wo es ging(ausbildung finden,etc..),damit er sein leben auf die reihe bekommt und er ruhiger wird. Nun haben wir uns den arsch aufgerissen und er tritt uns mit füßen. Ich denke,manche seiner verhaltensweisen gehen in richtung psychose: er denkt,viele hätten etwas gegen ihn,obwohls nicht stimmt etc...

Seine eltern und ich werden wohl nix ändern können,wie auch. Es ist traurig,aber er muss erstmal auf die schnauze fliegen,ehe er überhaupt was merkt
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2012 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist immer schön, wenn man einen anderen Menschen unterstützt. Jedoch solltest Du daran denken, was es mit Deinem Freund macht, wenn andere sich um sein Leben, Ausbildung etc. kümmern. Er wird sich noch mehr als Versager fühlen und in Opposition gehen. Er ist ein Mann, er sollte einmal eine Familie ernähren können, also muss er sich auch seinen Job selbst suchen! Bringt er das nicht fertig, ist er noch nicht erwachsen und braucht noch ein paar Jahre. Vielleicht fällt der Groschen eines Tages und er startet durch, vielleicht aber auch nicht. Darauf warten würde ich jedenfals nicht.
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jenny777
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Anmeldungsdatum: 11.02.2012
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 11. Feb 2012 23:44    Titel: Antworten mit Zitat

unterstützt in dem sinne,dass ich mich mit ihm hingesetzt habe,um zu lernen,obwohl ich selber abi gemacht habe. Hab ihn 100 km weiter weg zum blockunterricht gefahren,da er ja durchs kiffen kein führerschein hat usw...alles abgenommen hab ich ihm nicht,aber ihm geholfen,wenn ich konnte. Seine ganze familie( und die ist sehr groß) wünschen ihm das beste,denken jedoch auch,dass er abrutschen wird alleine.
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Felidaea
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.11.2011
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 12. Feb 2012 09:31    Titel: Antworten mit Zitat

@ Jenny...


Wenn er abrutscht, sollte er alleine sein, dann rutscht er ab... und so wie Du im Moment die Situation beschreibst rutscht er auch mit Hilfe ab, nur zieht er viele Leute mit sich in den Abgrund.

Frage Dich doch einfach, ob Du in dieser Beziehung noch glücklich bist...

Du, und nur Du... kein Seitenblick zu ihm.

Er ist kein kleines Kind mehr, er weiss was er macht und wenn er nicht weiss, dann kannst Du ihm nicht helfen... denn Du kannst ihm nichts wegnehmen oder verbieten.

Fühlst Du Dich eigentlich noch als Freundin neben Deinem Freund oder schon eher wie seine Mutter?


Solange jeder ihm alles "für den Arsch macht", braucht er sich selber um nichts zu kümmern und das Tolle an Sache, er kann nach den Menschen die ihm helfen wollen noch treten und sie scheiße und aggressiv behandeln und sie sind immer noch da.

Ist doch an sich ein wirklich tolles Leben für ihn.
Warum sollte er daran was ändern, wenn sein Verhalten keine Konsequenzen hat?

Du fährst ihn sogar noch durch die Weltgeschichte, statt dass er selber einen Weg finden muss um zum Unterricht zu kommen...wenn er so leichtfertig seinen Lappen verliert.
Bus und Bahn wäre nicht so angenehm gewesen wie Dein Beifahrersitz.

So wie es im Moment scheint, denkst Du wirklich, dass Du mit diesem Mann an Deiner Seite Dein Leben verbringen möchtest?
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prawda
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 361

BeitragVerfasst am: 12. Feb 2012 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sehe das auch wie Felidaea. Er schreit möglicherweise auch rum, weil das bisher die effizienteste Methode ist, die er kennengelernt hat, um Diskussionen zu beenden. Vor allem solche, auf die er keine Lust hat.
Für mich hört er sich an wie jemand, der gelernt hat, wie man möglichst wenig eigene Verantwortung übernimmt.
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jenny777
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 11.02.2012
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 12. Feb 2012 11:44    Titel: Antworten mit Zitat

zu dem unterricht kann man leider nur mit dem auto kommen,da es sehr abgelegen ist und es keine verbindung gäbe außer 5mal umsteigen,eine stunde warten und noch ne stunde mit gepäck zu fußlatschen...nur deswegen habe ich es gemacht und den führerschein hat er gar nicht erst bekommen,weil er kurz vor der prüfung mit gras erwischt wurde,das ist nun auch schon 6 jahre her...

Klar möchte ich nicht die mutter sein,sondern als freundin respektiert und geschätzt werden und nicht zusammengeschrien werden. Aber wie das häufig so ist,habe ich mich auch immer selber gefragt,ob ich nicht doch schuld habe und er mit manchen sachen nicht recht hat...hab ihm dann auch einiges verziehen,weil ich weiß,dass er schwierig ist,was wohl die falsche entscheidung war.
Er sagt,auf seine kifferfreunde könne er sich verlassen und sie hätten ja schon viel mehr für ihn getan als ich...was totaler quatsch ist und unfair.

mittlerweile schreit er mich manchmal,wenn wir uns streiten so heftig zusammen,dass bei mir automatisch die tränen laufen,ohne dass ich es will...das macht ihn noch wütender,weil er meint,ich würde das extra machen,um ihn zu nerven und ich solle doch ins fernsehen gehen,weil ich so gut schauspieler...das verletzt mich noch mehr und
alles wird schlimmer,bis er mich dann vor die tür setzt...

Ich wundere mich mittlerweile,was er alles als normal empfindet. Auch dass bei kollegen gekifft wird,obwohl ein kleines kind anwesend ist,dass er sich so abhängig von gras macht.
Ich habe zu ihm gesagt,wenn er jederzeit aufhören könne,so wie er es sagt,dann soll er es doch einfach mal machen und es sich selber beweisen und dass es bestimmt ein gutes gefühl wäre. Aber er meinte wozu und dass kiffen und autofahren sich nicht ausschließen,schließlich wär das ja nicht wie alkohol...

Bin einfach nur entsetzt über seine ansichten mittlerweile...er lässt kein schlechtes wort auf das kiffen kommen.
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Felidaea
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.11.2011
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 12. Feb 2012 12:13    Titel: Antworten mit Zitat

jenny777 hat Folgendes geschrieben:
zu dem unterricht kann man leider nur mit dem auto kommen,da es sehr abgelegen ist und es keine verbindung gäbe außer 5mal umsteigen,eine stunde warten und noch ne stunde mit gepäck zu fußlatschen


Siehst Du...man kommt also doch ohne Auto hin...

ist eben ein wenig beschwerlicher, aber wer meint, dass er den anderen mit Füßen treten muss, der kann dann auch seine Füße benutzen um zum Unterricht zu kommen.
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Sina435
Anfänger


Anmeldungsdatum: 20.03.2012
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 20. März 2012 13:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo. Also ich wollte dir dazu auch mal was schreiben. Ich habe lange Zeit in der selben Situation wie du gesteckt. Ich kann dir eins sagen. Er wird sich nicht ändern. Wieso sollte er auch. Bis jetzt läuft doch meistens alles nach seinen Vorstellungen. Er kifft weiterhin, kann jeden behandeln wie den letzten Idioten, trotzdem stehen alle noch zu ihm. Das wird dir genauso wenig bringen wie ihm. Bei uns war es genauso. Ich war der Depp und hab alles für ihn gemacht. Irgendwann hat es mir gereicht, da er sich nicht um seinen Führerschein gekümmert hat. Was deiner anscheinend auch nicht tut, wenn das ganze schon 6 Jahre her ist?! Naja ich habe auf jedenfall Schluss gemacht, mich dann aber wieder überreden lassen es nochmal zu versuchen, da er sich ja jetzt 100% ändern wollte. ich war wirklich guter Dinge, wurde aber auch wieder schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Er hat weiterhin gekifft, mich versetzt, belogen etc. Kein Führerschein in Aussicht. Ich habe Schluss gemacht. Jetzt, wo es zu spät ist, kümmert er sich drum. Geht zum Psychologen und bereitet sich auf seine MPU vor. Will das ich zurückkomme, da er sich ja geändert hat. Aber eine Änderung dauert länger als nur ein paar Wochen und ich weiß genau, wenn ich zurückkomme, lässt er es wieder schleifen. Es ist ein Teufelskreis, aber solange ihr zusammen seid, wird er nicht darüber nachdenken sich zu ändern, dass wird er auch erst tun, wenn es zu spät ist. Aber tu dir selber einen gefallen und denke drüber nach wann du zum letzten mal richtig glücklich gewesen bist. und ich meine damit nicht nur einen Moment sondern eine längere Zeit? Ich hab mir die Frage auch gestellt und ich konnte mich nicht mehr dran erinnern. Da wusste ich, dass ich gehen muss. Im Moment ist es keine gute Zeit, weil er mir sehr fehlt und alles auch sehr kompliziert macht mit 1000sms am tag, aber da muss man dann drüber stehen. Ich bin mir sicher, dass es mir bald besser geht und falls du dich zu diesem Schritt entscheiden solltest, wird es dir auch irgendwann besser gehen, da bin ich mir ganz sicher!
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