Meine 6 jährige Abhängigkeit mit Kokain

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mesut76
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Anmeldungsdatum: 04.03.2012
Beiträge: 1238

BeitragVerfasst am: 4. März 2012 21:13    Titel: Meine 6 jährige Abhängigkeit mit Kokain Antworten mit Zitat

Hallo liebe Leser,

ich bin 35 Jahre alt und habe das erste mal mit 23 auf Gran Canaria Koks genommen, wir haben die ganzen 2 Wochen mit meinem Kollegen durchkonsumiert und das war richtig Klasse und hat auch spass gemacht. Wir waren gut drauf, konnten mal so richtig Abschalten und Party machen, zu diesem Zeitpunkt hatten wir eigentlich immer nur gekifft, aber die Neugier diese angeblichee "Star und Edeldroge" wollten wir schon immer ausprobieren und waren neugierig.

Als wir wieder zurück waren, dann ging es hier weiter. Wir nahmen es erst 1 - 2 mal im Monat, und hörten dann einfach irgendwie auch auf. Ich habe es dann ca 5 Jahre gar nicht mehr genommen. Habe dann eine Freundin gehabt und wir konsumiert ab und zu mal.

Nach der Trennung die ich nicht verarbeitet habe da war ich 27 Jahre alt, konsumierte ich allein weiter. Und Zwar jeden Tag, meine Freunde waren zudem dann alle verheiratet und hatten Familie und ich war den ganzen Tag arbeiten und Abends halt immer allein und einsam. Also was machte ich, ich Kokste jeden Tag, 6 Jahre lang wirklich jeden Gott verdammten Tag.

Es machte schon nach 2 - 3 Monaten überhaupt keinen Spaß mehr. Aber ich machte einfach immer weiter, ich war dann völlig Isoliert verschloss mich Zuhause ein, Handy aus, Sicherung von der Schelle aus, Telefon aus usw...

Ich habe Verfolgungswahn bekommen schon ca nach einem Jahr, ich dachte die ganze Zeit immer ich werde beobachtet und von der Polizei observiert. Ich bin verrückt geworden durch diese Droge, von wegen Edeldroge und die Stars nehmen das Alle, ich hab meine Ferbedienung auseinander gebaut, weil ich dachte die sei manupuliert, dann dachte ich meine Nachbarn wären Drogenfahnder und haben mein ganzes Haus unter Kontrolle. Ich wollte schonmal jemanden mir in der Nacht 2 Uhr an Gurgel, weil ich wirklich glaubte, es wäre ein Fahnder. Am nächsten Tag wenn ich wieder Wach wurde war dann alles weg und ich hab dann gedacht man bist du bescheuert, du bildest es dir ein, Hör endlich auf damit, aber es hielt immer nur bis zun Feierabend, dann war ich wie vom Teufel besessen und wollte nur noch Koks.

Jeden Tag ging das so, es sind noch soviele Kleinigkeiten passiert, aber die kann ich hier nicht alle schreiben. Wie gesagt, ich war total Isoliert, hab keinen Kontakt mehr zu irgendjemanden gehabt, keine Hobbys, keine Freizeitgestaltung, GAR NICHTS ! Bin nur noch arbeiten gegangen und Koksen, Mehr Nicht !

Im Januar 2011 war die Psychose dann schon soweit, das ich wirklich geglaubt habe, das mein Älterer Bruder mich schon seit Jahren beobachtet und das Elend nicht mehr erträgt, ich habe wirklich geglaubt er will mich vergiften. Hab Zuhause alle Lebensmittel weggeschmissen und nur noch draussen gegessen, das war so der Höhepunkt meiner Drogenkarriere.

Ich bin dann in die Psychiatrie voll verpeilt und die haben gesagt, das es schonmal sein kann, unter Koks das man so abdreht, ich solle nach hause gehen und mich hinlegen. Dann bin ich zur Polizei und hab den das genau so erklärt und die haben mir dann geholfen und einen Krankenwagen geholt. Bin dann 6 Monate in der Eschenberg Wildpark Klinik in Hennef gewesen. Jetzt gehts mir Gott sei Dank echt gut, ich trinke nicht mehr und nehme auch keine Drogen mehr.

So ist das bei mir geendet (hoffe ich).

Also ich glaube man wird nicht abhängig weil es Spaß macht, sondern bei den meisten hat es ganz tiefe Seelische Kränkungen gegeben. Man kann echt nur sehr sehr schwer davon wegkommen, es ist ein teufels Zeug und wer gerade damit anfängt sollte sich schnell bewusst werden das es ganz schlimm Enden wird. Man muss sich schnell bewusst werden das man abhängig ist und das es eine Ursache dafür gibt. Wenn ich lese Wochend Konsumierer usw, sind das einfach nur Ausreden.

Ach ja und ich finde das Alkohol auf jeden Fall die Abstinenz extrem gefährdet. Cola und Cappucino tun es auch Smile
Falls es hier jemand aus dem Raum Dortmund lesen sollte und vielleicht ne Gute Selbsthilfe Gruppe kennt kann sich gerne melden.

Gruß
Mesut 76
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 4. März 2012 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo mesut, herzlich willkommen!
Oh ja, diese kokainbedingten Paranoias kenne ich zu gut.

Zitat:
Ich habe Verfolgungswahn bekommen schon ca nach einem Jahr,

"Schon"? Wenn man das Kokain intravenös konsumiert, kriegt man diese Paranoias schon nach wenigen Tagen. Wundert mich, dass Du so lange durchgehalten hast. Wann hast Du eigentlich geschlafen? Wenn Du erst nach Feierabend angefangen hast, dürftest Du in all den Jahren nicht viel Schlaf abbekommen haben.

Jedenfalls gut, dass es vorbei ist!
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mesut76
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.03.2012
Beiträge: 1238

BeitragVerfasst am: 5. März 2012 11:14    Titel: Antworten mit Zitat

veilchenfee hat Folgendes geschrieben:
Hallo mesut, herzlich willkommen!
Oh ja, diese kokainbedingten Paranoias kenne ich zu gut.

Zitat:
Ich habe Verfolgungswahn bekommen schon ca nach einem Jahr,

"Schon"? Wenn man das Kokain intravenös konsumiert, kriegt man diese Paranoias schon nach wenigen Tagen. Wundert mich, dass Du so lange durchgehalten hast. Wann hast Du eigentlich geschlafen? Wenn Du erst nach Feierabend angefangen hast, dürftest Du in all den Jahren nicht viel Schlaf abbekommen haben.

Jedenfalls gut, dass es vorbei ist!


Da sagst du was, ich habe wirklich in all den Jahren täglich ca. 3-5 Stunden geschlafen und dem entsprechend war dann auch die Leistung auf der Arbeit.

Ich habe es immer gezogen, weil das irgendwie gereicht hat. Ich bin echt froh das es mir jetzt besser geht. Die innere Unruhe ist weg und ich komme jetzt einfach besser klar, wie lange das so sein wird, werden wir dann noch sehen.

Bist du denn jetzt Claen, wenn ja mit Therapie ?
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 5. März 2012 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, bin schon sehr lange clean und zwar ohne Therapie. Vor einigen Wochen habe ich zum krönenden Abschluss sogar noch das Rauchen von Zigaretten aufgegeben. Ich möchte mein Bewusstsein nicht mehr verändern, ich bin froh, bei klarem Verstand zu sein. Möge das noch lange so bleiben!
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carpuncel
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 13.02.2012
Beiträge: 267

BeitragVerfasst am: 7. März 2012 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Erstmal großen Respekt das du es geschafft hast und auch veilchenfee. Ich bewundere dich sehr habe auch schon viel von dir gelesen. Darf ich fragen was einem die Kraft gibt beziehungsweise was euch die Kraft gegeben hat aufzuhören? Ganz lieben Gruß
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 7. März 2012 23:18    Titel: Antworten mit Zitat

Kraft ... es hat keine Kraft gekostet. Bin kein Mensch, der sich quält. Das Aufhören geht mehr oder weniger automatisch, wenn die Zeit gekommen ist. Natürlich bleiben immer noch Gewohnheiten, die es zu durchbrechen gilt und das Aufgeben von Gewohnheiten ist nicht ganz leicht, schon klar. Wenn ich aber merke, mir geht es schlecht, bin unzufrieden, eine Sache tut mir nicht gut, dann ziehe ich die Konsequenz daraus. Das kann allerdings Jahre dauern! Hatte zum Beispiel Nackenschmerzen, fast täglich, ganz furchtbar. Manchmal verbunden mit Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Habe täglich Ibuprofen gefuttert. Seit ich keine Zigaretten mehr rauche, ist das fast komplett weg. Seit ich nicht mehr kiffe, sind die Panikattacken so gut wie weg.

Die Motivation, Drogen zu nehmen, war ursprünglich, dass es mir besser gehen sollte. Das hat anscheinend/scheinbar jahrelang funktioniert. Als es mir nicht mehr gut ging damit, habe ich wieder aufgehört. Eigentlich ist das ein ganz logischer Vorgang.

Nur leider weigert sich der Mensch oft, einen Zusammenhang herzustellen zwischen Missempfindungen und dem Drogenkonsum. Weil man sich ja so schön eingerichtet hat mit seinem Konsum und es so gewohnt ist. Da werden die Beschwerden dann auf alles Mögliche geschoben, die naheliegende Konsequenz wird aber nicht gezogen!

Das einzige, was ich ganz selten mal noch nehmen könnte, ist eine ganz geringe Dosis Tramal. Und ab und an mal ein kleines Bier. Auf alles andere hab ich wirklich keine Lust mehr, ich hätte sogar richtig Schiss vor den früher so heiß geliebten Drogen!
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carpuncel
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 13.02.2012
Beiträge: 267

BeitragVerfasst am: 8. März 2012 01:11    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt schon irgendwie Plausibel. Ich frage mich manchmal auch warum ich das mache. Ich habe alles was man sich nur vorstellen kann und trotzdem halt die doofe Angewohnheit hin und wieder was zu nehmen. Und das Grauenhafte ist dieses schlechte Gewissen was mich immer quält. Ich weiß nicht ob du das auch kennst aber immer diese Gedanken die einen manchmal den Kopf zerreißen... weil ich eigentlich weiß das es nicht richtig ist. Und dann wenn man drauf oder halt auch in anderen Zuständen ist sind die Gedanken einfach weg. Wenn man doch alles hat brauch man doch eigentlich keine Drogen? Wahrscheinlich brauche ich noch ein paar Jahre um mir das selber beantworten zu können. Und es ist ja auch kein extremer Konsum halt nur hin und wieder...
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mesut76
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.03.2012
Beiträge: 1238

BeitragVerfasst am: 10. März 2012 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich hätte das ohne Therapie nie hinbekommen, Ein Kollege von mir hat auch von sich aus aufgehört. Das ist eine Leistung die mich bewunder lässt. Ich wäre da nie raus gekommen allein, es hat ca 3 Monate in der Klinik gedauert, bis die innerliche Unruhe weg war. Danach ging es eigentlich ganz gut voran und der Bedarf war eigentlich nicht mehr da.

Also bei mir hat es Klick gemacht, als ein Therapie Kollege mir sagte:

Was bringt dir das eigentlich ? Die Antwort war natürlich nicht so schwer zu beantworten, nämlich gar nichts !

Ich hatte zudem Zeitpunkt den Entzug hinter mir und konnte dann viel Klarer im Gedanken an die Sache gehen. Und das habe ich dann verinnerlicht und die Entscheidung war dann für mich gefallen. Es bringt doch überhaupt ichts Drogen zu nehmen. Mir hat es ja auch überhaupt kein Spaß mehr gemacht und deshalb war für mich die Entscheidung und die Erkenntnis einfacher.

Bei dir ist das Problem das du die Konsequenzen nicht spürst die nicht da sind und wer weiß vielleicht auch nicht kommen.

Aber es geht auch ohne alkohol und Drogen, man baucht das nicht.
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no chance
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 10.09.2010
Beiträge: 77

BeitragVerfasst am: 3. Apr 2012 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo mesut76,

finde ich echt super, dass du es geschafft hast(momentan). Wie du auch sicherlich weisst, kann man nach Jahren wieder rückfällig werden, jedoch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg Smile

Ich bin auch 35 und war viele Jahre Heroin- und Alkoholabhängig. Habs Gott sei Dank alleine geschafft (kalter Entz.) aufzuhören. Mich bestärkte mein Willen, dass ich zu diesem Zeitpunkt als ich schon mit einem Bein im Grab stand, alles verlor was ich liebte und hatte, mehrere Freunde an Überdosis starben, zu sagen neee das wars. Es sind seitdem fast 7 Jahre vergangen und ich habe auch kein Verlangen danach. Im Gegenteil, ich verabscheue es und hätte kein Bock mehr auf so ein Leben wie früher. Die geilste Droge ist einfach clean zu sein.

Wünsche Dir viel Glück
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mesut76
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.03.2012
Beiträge: 1238

BeitragVerfasst am: 4. Apr 2012 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo No Chance,

echt Respekt davor dass du es allein geschafft hast, ich bewundere die Leute die es allein geschafft haben und dich natürlich auch. Ich weiß nicht ich wusste auch immer das ich scheiße baue und das ALLES den Bach runter geht. Aber ich habe es nicht einen Tag geschafft keine Drogen zu nehmen. Egal was ich mir vorgenommen hatte, es ging einfach nicht, mir hat die Therapie soooo gut getan, das glaubt mir kein Mensch ! Ich wäre da allein nie und nimmer raus gekommen.

Ich hab großen Respekt davor Rückfällig zu werden, im Moment gehts mir echt gut, ich mache immer weiter Fortschritte und bin mit mir endlich im Reinen. Bin jetzt 11 Monate Clean und zwar richtig Clean.

Man muss auf jeden Fall vorsichtig sein und immer auf sich aufpassen. Dann kann man auch ohne Drogen und Alkohol Super Leben und bekommt wenigstens alles rchtig mit und kann mit einem ganz anderen Ich auftreten, wenn man kein schlechtes Gewissen haben muss.
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no chance
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 10.09.2010
Beiträge: 77

BeitragVerfasst am: 4. Apr 2012 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo mesut76,
jetzt mach dir mal nicht so viel Gedanken über die Vergangenheit, ziehe einen Abstrich und fang einfach neu an. (Was du ja mittlerweile seit 11 mon. auch machst. RESPEKT)

Wollte nur andeuten dass du dir andere Ziele im Leben setzten kannst und wenn du es willst schaffst dus auch. Das Leben besteht nicht nur aus Drugs (in der Vergangenheit) sondern schau dich mal um dich herum, was passiert. Manche Leute gehen zB. Angeln, Mountenbiken, Bergklettern, Sport jeglicher Art oder einfach mal in ein neues Restaurant ...usw...

Doch die Leute sind zufrieden und das ist Leben!
Sie suchen nicht nach einer "Gehirnwäsche", sondern nach dem, was jeder für sich selbst entdeckt.

Du bist echt ok. und ich glaub an dich!

MfG
n.c.
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mesut76
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.03.2012
Beiträge: 1238

BeitragVerfasst am: 5. Apr 2012 00:47    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die netten und aufmunternden Worte, da bringst du es auf den Punkt indem du schreibst das man mal eine Haken setzen muss und jetzt nach vorne schaut. Als ich das meiner Therapeutin so gesagt habe, da kam die Antwort: Das ist ein Teil Ihres Lebens und wird es immer bleiben und ich muss damit Leben können und mich damit auseinandersetzen Smile

Das hat ne Diskussion gegeben, Oh Backe !

Ich sehe es ähnlich wie du, irgendwann muss man da auch ein Strich machen und sich neue Ziele setzen, die auch realistisch sind und erreichbar sind. Und wenn es mal nicht gut geht, dann gehe ich zu meinem Therapeuten und Quatsch den ne Stunde zu und dann gehts auch schon wieder besser Smile

Gruß
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 5. Apr 2012 01:12    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das ist ein Teil Ihres Lebens und wird es immer bleiben und ich muss damit Leben können und mich damit auseinandersetzen

Zitat:
irgendwann muss man da auch ein Strich machen und sich neue Ziele setzen,


Sowohl als auch! Deine Therapeutin hat schon recht. Das Dumme ist, Du kannst zwar einen Strich ziehen und Dir neue Ziele setzen und diese auch erreichen aber EINES TAGES HOLT ES DICH EIN, bei mir hat es 15 Jahre gedauert. Man kann das nicht wegwischen und zur Seite schieben, als wäre es nicht passiert. Ich habe gut gelebt all die Jahre aber DANN hab ich die Quittung gekriegt. Treffe ich heute Leute von "damals" kann es passieren, dass ich psychisch total zusammenklappe. Das hat übrigens nichts mit Suchtdruck etc. zu tun.

Die Psyche vergisst nichts! Mein Unterbewusstsein kriegt jetzt die Todesangst, die ich damals vor 20 Jahren hätte haben sollen. Und daher muss ich mich heute wieder damit auseinandersetzen, ob ich will oder nicht. Bin da übrigens kein Einzelfall.
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Zora
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 10.04.2012
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 10. Apr 2012 23:19    Titel: meine 6 jährige abhängigchkeit mit kokain Antworten mit Zitat

Hallo erstmal ich war schon mal ein paar monaten hier in forum unter den namen Cleo 28 wurde gesperrt & habe mich nun wieder regestriert komplett neu versteht sich
das problem mit koks hatte ich schon vor ein paar jahre,& war schon zwei mal abhängig diesmal ist es aders kann mir nicht vorstellen das ,man nach 6 monate unregelmäsigen konsum schon abhängig ist aber intraviniös schon,jeden zweiten tag oder jeder vierte tag.
nun habe ich probleme weg zu kommen obwohl ich weiß das es nicht gut ist & es viele nachteile hat als vorteile,,, was

,meint ihr denn dazu
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mesut76
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.03.2012
Beiträge: 1238

BeitragVerfasst am: 11. Apr 2012 08:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zora,

wenn ich das richtig verstanden habe, dann warst du schon 2 mal davon richtig abhängig und nun hast du es reduziert und nimmst es 2-3 mal die Woche ?!

Aber wie du schon schreibst und erkannt hast, stellt es schon ein Problem da. Und wenn du es eigentlich nicht willst und auch nicht gut findest, machst es aber trotzdem, dann bist du offensichtlich davon abhängig. Und meine Meinung und Erfahrung ist : Gerade Kokain kontrolliert zu konsumieren ist für mich persönlich einfach unmöglich und das betrifft den größten Teil von Kokainkonsumenten. Die Wirkung und der Entzug am nächsten Tag (schlechtes Gewissen "ich kann ja gar nicht mehr ohne") sind zu heftig.

Aber ich glaube es ist nur ne Frage der Zeit bis es wieder aus der Kontrolle geraten ist. Kokain wirkt ja nicht lange und du brauchst meist schon nach kurzer Zeit die nächste Ladung. Ich mein ich kenne nur Kokain, aber auch viele andere Abhängige sagen das es vom Suchtpotential kaum was übleres gibt.

Aber das möchte ich dir noch sagen, ich weiß im großen und ganzen wie du dich fühlst und ich kann dir nur mitgeben :

Es gibt da ein Weg raus und diesen miesen Gefühle (Suchtdruck) die man damit weg macht, gehen auch weg.

Du musst das nur wollen und deinen Weg da wieder raus zu kommen auch finden wollen.

Und hier kannst du lesen wie der ein oder andere das überwältigt hat.
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