Apmorphin, suche Erfahrungsberichte oder ob es das noch gibt

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eizenhower
Anfänger


Anmeldungsdatum: 09.04.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 9. Apr 2012 13:31    Titel: Apmorphin, suche Erfahrungsberichte oder ob es das noch gibt Antworten mit Zitat

Hi Leute, ich habe im Buch Rohstoff von Jörg Fauser gelesen, dass er seine Sucht einfach mit Apomorphin wegbekommen hat damals. Okay, das war in den 70ern, daher: Gibt es das noch? Bin zwar jetzt schon auf 1,5 ml Metadon runter, habe aber leider -auch durch die wahrscheinlich zu schnelle Reduktion- mittlerweile ein Alkproblem. Saufe zwar nur Bier, habe aber gelesen, das Apomorphin sich auch zur Alkoholsuchtbekämpfung eignet. Bevor mir einer schreibt, wieso fragst du nicht deinen Arzt, ich muss jeden Arztbesuch selbst bezahlen und die langen richtig hin. Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar. Wenn es das Zeug noch geben sollte, gehe ich sofort zum Arzt. Hab einfach keinen Bock mehr auf Polytox. Ich hatte den Beitrag schon versehentlich im Willkommensforum gepostet, war aber falsch, deshalb hier nochmal. Jetzt habe ich auch noch gelesen, dass das Zeug potenzsteigernd sein soll. Das kann ich ja nun überhaupt nicht gebrauchen, da ich sowieso schon etwas auf Entzug bin und mit meiner Dauerlatte meine Frau wahnsinnig mache. Ich kann selbst kaum pennen, da mich ständig ein hartes fettes Ding weckt, könnte locker 10x am Tag. Gibt es denn überhaupt nichts, was man machen kann, ohne ins Krankenhaus zu gehen? Möchte Alk und Meta loswerden, am Besten gar nichts mehr nehmen. Das ist alles keine Lösung, für nichts. Mad Und bitte keine Verarsche, dann besser gar nichts schreiben.
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 9. Apr 2012 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich hatte den Beitrag schon versehentlich im Willkommensforum gepostet, war aber falsch, deshalb hier nochmal.

Hehe, und ich habe nicht genau hingeschaut und Dir auf Deinen anderen Beitrag geantwortet. Da ich jetzt auch noch hier antworte, mache ich das Chaos perfekt Laughing Deswegen: Bitte immer nur ein Mal posten, notfalls können die Admins den Thread verschieben!

Hier nochmal meine Antwort aus dem anderen Thread:

Ja, es gibt noch Apomorphin. Es wird heute hauptsächlich zur Behandlung von Parkinson-Patienten eingesetzt. Aufgrund seiner starken Anti-Parkinson-Wirkung wird Apomorphin hauptsächlich bei Patienten in der Spätphase als subkutane Injektion oder Dauerinfusion eingesetzt. Es wird in Deutschland und Österreich unter dem Handelsnamen APO-go® vertrieben.

Außerdem wird Apomorphin gelegentlich begleitend bei einem Drogenentzug in Verbindung mit dem Dopaminantagonisten Metoclopramid gegeben.

Die Wikipedia ist Dein Freund, schau mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Apomorphin
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tim
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.03.2012
Beiträge: 177

BeitragVerfasst am: 10. Apr 2012 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Vergiss es!

Ja, Apomorphin ist in Form von Lutschtabletten bei erektiler Dysfunktion verschrieben worden. Ist aber vom Markt verschwunden nachdem Viagra, Levitra, etc. auf den Markt kamen.

Apomorphin ist ein Dopaminagonist und wird bei Parkinson verschrieben. Du wirst aber sicherlich keinen Arzt davon überzeugen können, daß du Parkinson hast und einfach so wirst du das Zeugs sicher nicht kriegen, weil der Arzt das ja auch irgendwie bei der Krankenkasse begründen muß (Schätze ich jedenfalls mal).
Davon abgesehen führt das Zeugs dazu, daß du dir die Seele aus dem Leib kotzt. Es müßte also mit Mitteln gegen Erbrechen kombiniert werden.
Es ist ein sehr starkes Brechmittel. Wird aber wohl nicht mehr in der Humanmedizin zum Erbrechen eingesetzt. Bei Tierärzten ist es aber wohl immer noch die erste Wahl als Brechmittel, wenn ich richtig informiert bin.

Jedenfalls würde ich gar nicht erst versuchen, an das Zeugs ranzukommen.
Es gibt bei weitem Besseres, wenn du Entzugserscheinungen unterdrücken willst.
Ich würde erst versuchen, vom Metha loszukommen. Danach kannst du dann den Alk bekämpfen.
Naltrexon wäre auch eine gute Methode, um den Alk-Suchtdruck wegzukriegen bzw. zu mildern. Das kannst du aber nicht nehmen, so lange du noch opioidabhängig bist.

Du kannst dir GHB/GBL besorgen. Das killt fast alle Metha-Entzugserscheinungen. Du kannst sogar schlafen. Kein Affe bzw. nur ganz leicht - wirklich gut auszuhalten. Auch besser als Apomorphin. Natürlich solltest du es nur zum Entzug nehmen und danach wieder sein lassen, sonst fängst du dir dann noch die nächste Sucht ein.
Eventuell hilft es auch mit dem Alk.

Ansonsten hilft Kratom. Da mußt du aber alle 3-4 Stunden einen Tee trinken, wenn du heftig drauf bist. Kann deine Entzugserscheinungen aber um 90-95% reduzieren, wenn du Glück hast.
Breit machen wird dich das Zeugs vermutlich nicht, wenn du noch Opioidtoleranz hast und Metha gewöhnt bist. Aber es hilft halt gegen den Entzug.

Ansonsten könntest du die Methaentzugserscheinungen mit einer Mischung aus Imodium-akut (Loperamid), Ratiopharm Hustenstiller (DXM) und Grapefruitsaft fast vollständig unterdrücken. Allerdings sind nur 10-12 Stück in den nicht rezeptpflichtigen Loperamid-Packungen enthalten. Beim Entzug von 12ml Methadon habe ich am Tag 300 der Tabletten gebraucht. Das geht also gut ins Geld, wenn man das Zeugs nicht gerade aus den USA kriegt, wo man für ein 700-Stück-Glas nur 3 Dollar bezahlt.

Ja und dann gibt es noch eine ganze Reihe an anderen Dingen, womit man einzelne Entzugssysmptome abmildern kann.
L-Tyrosin gegen die Schlappheit beim Entzug, Imodium gegen den Durchfall- L-Acetyl-Carnitin und L-Asparaginsäure mildern beide die Entzugserscheinungen was ab. Frischer Ingwer hilft gegen Übelkeit. Melatonin dabei, daß sich der Schlafrhythmus nach dem Entzug schneller wieder normalisiert. L-Dopa (eventl. Juckbohnen-Extrakt) mit Decarboxylasehemmer (notfalls Grünteeextrakt EGCG in größeren Mengen), L-Tyrosin und Eisentabletten können Entzugs-RLS stoppen. Chinin hilft gegen Beinkrämpfe. Undsoweiter undsofort. Da gibt es wirklich eine ganze Menge an verschiedenen Dingen. Auch eine Menge verschiedener Kräuter, die (wirklich!) gegen verschiedene Symptome was ausrichten können.
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tim
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.03.2012
Beiträge: 177

BeitragVerfasst am: 10. Apr 2012 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Dann gibt es noch ein paar legale, verschreibungspflichtige GABA-Drogen, die den Entzug abmildern können.
Da wären: Baclofen, Gabapentin und Pregabalin.
Werden verschrieben als Schmerzmittel, Mulskelrelaxantien, Mittel gegen Krampfanfälle.
Solltest du aber recht einfach vom Arzt kriegen, wenn du sagst, daß du einen Entzug machen willst.
Besondern Baclofen könnte für dich interessant sein, weil es auch bei Alkohol hilft bzw. das Verlangen nach Alkohol mindern kann.
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eizenhower
Anfänger


Anmeldungsdatum: 09.04.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 11. Apr 2012 12:32    Titel: Apomorphin Antworten mit Zitat

Hallo, da kennt sich aber einer mal wirklich gut aus. Ich werd mir diese Ratschläge zu Herzen nehmen. Bin jetzt schon auf fast nur noch 1 Meter runter, aber ich habe diesen Affen schonmal durchgemacht und weiß, dass der letzte Rest das schwierigste an der Geschichte ist. Habe damals wochenlang gebraucht, war dann 10 Jahre lang clean. Saublöd, dann wieder draufzukommen, aber süchtig ist man eben sein Leben lang. Wenn noch jemand was außer Krankenhaus weiß, bin weiterhin für alles dankbar und werde mir daraus meinen Plan basteln.
Thx.
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roland1974
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 15.07.2011
Beiträge: 107

BeitragVerfasst am: 11. Apr 2012 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also tim hat schon recht es gibt wirklich super (Geheim-)mittel gegen den Affen.

Pregabalin (Lyrica) soll da echt super sein - in meiner Entzugklinik meinten die damals, dass sie das schon wüssten, aber sie wollen ja auch das uns der Entzug schmerzt, damit wir´s nicht nochmal machen Rolling Eyes Rolling Eyes
Man sollte aber schon anmerken, dass Pregabalin auch wieder vorsichtig abgesetzt werden muss, da es selber auch abhängig macht.

Auch noch super gegen Muskelschmerzen und Unruhe ist Clondin (Catapressan) - allerdings ist bei niedrigem Blutdruck Vorsicht geboten.

Zum Pennen hat mir Atosil sehr geholfen.


Viel Glück
Roland
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tim
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.03.2012
Beiträge: 177

BeitragVerfasst am: 11. Apr 2012 19:24    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Pregabalin (Lyrica) soll da echt super sein

Ja, aber auch andere GABA-Analoge können beim Entzug helfen: Pregabalin, Gabapentin, Baclofen.

Zitat:
Auch noch super gegen Muskelschmerzen und Unruhe ist Clondin (Catapressan) - allerdings ist bei niedrigem Blutdruck Vorsicht geboten.

Ja, Clonidin hilft wirklich gut beim Entzug. Das mindert ebenfalls die Entzugserscheinungen. Die meisten Ärzte werden es aber nicht für den Hausgebrauch/Entzug verschreiben wollen, weil es halt die Blutdruckprobleme gibt.
Aber in stationären Entgiftungen wird desöfteren Clonidin gegeben.

Aber noch besser als Clonidin wirkt Lofexidin (Medikament: Britlofex). Da gibt es auch nicht so starke Blutdruckprobleme. Für den Hausgebrauch besser geeignet und gegen Entzugserscheinungen hilft es ebenfalls besser. Leider kriegt man das Zeug in Deutschland nicht (aber im Vereinigten Königreich). Wenn man aber einen anständigen Arzt hat, sollte man ein Rezept bekommen können. Über eine internationale Apotheke/Online-Apotheke sollte es dann kein Problem sein, daß Zeugs aus England zu bestellen.

Zitat:
Zum Pennen hat mir Atosil sehr geholfen.

Mir nicht.
Wenn ich richtig affig war, dann hat mir so gut wie gar nichts mehr geholfen. Schlafstörungen sind bei mir aber auch ziemlich ausgeprägt.
Ich konnte dann Packungsweise Benzos futtern. Dann war ich so breit, daß ich nicht mehr alleine stehen konnte. Aber schlafen konnte ich trotzdem nicht. Ins Koma saufen hat auch nicht funktioniert.
Das einzige Medikament, was mir mal ein wenig Schlaf verschaffen konnte, war Doxepin.
Naja und ansonsten halt GHB/GBL oder Kratom. Aber das kann man ja nicht vom Arzt kriegen.
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eizenhower
Anfänger


Anmeldungsdatum: 09.04.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 12. Apr 2012 16:00    Titel: Apomorphin - Entzug von Polytoximanie Antworten mit Zitat

Hallo Leute, ich bedanke mich nochmals. Einige eurer Vorschläge kenne ich schon aus alten Entzügen. Ich habe ja schon viele Male entgiftet damals, habe es dann aber mit einer Langzeittherapie erst geschafft für fast 10 Jahre. Würde das jederzeit wieder machen, wenn ich nicht Familie und Job hätte. Catapresan kenn ich, wurde mir nach langem Jammern im kalten Entzug in der Klinik subkutan gespritzt, allerdings genau 1x. Es entspannt tatsächlich ganz gut. Da ich durch die Sauferei sowieso hohen Blutdruck habe, ist es wohl nicht schlimm, sollte dann aber die Betablocker absetzen. Ich werde mal einen Facharzt aufsuchen. Die Reihenfolge ist allerdings nicht, die 1,3 ml Metadon zuerst, sondern schnellstmöglich den Alk abzusetzen. Das ist mir wichtiger, da ich darunter mehr leide und meine Familie auch. Daher interessant die Sache mit dem Baclofen, da werde ich mich informieren. Doxepin kommt für mich nicht infrage, da ich sowieso eine Neigung zu Krampfanfällen habe und seit einer Ewigkeit schon Valproat dagegen nehme. Nicht jeder hat dieselbe Veranlagung was Anfälle angeht, so kann ich z.B. kein Tegretal nehmen, darauf bekomme ich erst recht Anfälle. Ist schon verzwackt.
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tim
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.03.2012
Beiträge: 177

BeitragVerfasst am: 12. Apr 2012 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Viel Glück bei deiner Entgiftung. Kannst ja mal posten, was dein Arzt gesagt hat, wenn du mit ihm gesprochen hast. Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, daß du das alles gut schaffst.
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Tripstar
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 20.12.2011
Beiträge: 150

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 15:11    Titel: Antworten mit Zitat

finde es generell immer wieder lustig, wie man mit medikamenten versucht seine sucht zu bekämpfen, aber dann suechtig von dem medikament wird.

mein motto war immer "wer nicht hoeren will muss fuehlen"

du hast mit deinem konsum ubertrieben dann braucht es zeit bis sich wieder alles eingependelt hat.
das ist alles nur interpretationssache, es sei denn du hast koerperliche nebenwirkungen die ev. zu tod fuehren. ansonsten ist alles aushaltbar.

ich hab mir immer gedacht "das kommt von den drogen, du bist selbst schuld" daraus dann "das vergeht dann auch wieder"

und bis jetzt war es immer so, egal bei welchem zeug und egal wielange ich es konsumiert habe und in welchem muster.

sich mit anderen drogen/medis "ablenken" ist doch in der theorie schon schmarn. diese dreckigen gefuehle muessen raus, da hilft ein unterdreucken nichts.

peas und viel erfolg
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