Kratom gegen Depressionen und Sozialphobie?

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Frog
Anfänger


Anmeldungsdatum: 20.04.2012
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 20. Apr 2012 21:26    Titel: Kratom gegen Depressionen und Sozialphobie? Antworten mit Zitat

Hallo ich bin ganz neu hier im Forum und das ist auch mein erster Thread hier *g*
Zu meiner Person, ich bin m 22Jahre alt, momentan arbeitslos aber das wird sich auch bald ändern, komme aus Deutschland und bin seit etwa dem 14. Lebensjahr am Drogen nehmen.
Ich habe schon seit langem eine starke soziale Phobie und mittelmäßige Depressionen.
Anfangs war es nur Thc, später kamen dann Amphetamine, Benzos, jegliche AD´s, Pilze, syntehtisches Cannabis und nartürlich Alkohol.
Vor kurzem entdeckte ich Kratom was mich positiv sehr überrascht hat. Ich habe mich damit auch schon gute 2 Monate befasst und bin nach ein paar Test´s zu dem Entschluss gekommen das diese auch als AD´s und abends als Schlafmittel eingesetzt werden kann. Klar ist das kein Dauerzustand da sie i-wann genauso abhängig machen wie Opiate wie Tillidin, Tramal usw. aber ich denke doch das dies um einiges gesünder ist als die bunten Pillen vom Arzt?
Ich muss dazu sagen, ich war schon öfter beim Arzt, in Therapie uvm. aber es wurde nie gezielt das behandelt was mein Problem ist und dann hieß es ich solle Tabletten nehmen.
I-wann hab ich es geschafft die Tabletten eigenhändig abzusetzen, zwar langsam runterdosiert aber ich hab es geschafft und das nur mit Hilfe von Thc. Nun kiffe ich aber seit ca. einem Jahr nur noch ohne andere Drogen aber ich will auch davon wegkommen. Und bevor ich wieder zum Arzt renne und mir Pillen verschrieben werden dachte ich daran anstatt Thc erstma Kratom zu nehmen um den Entzug zu unterdrücken und gleichzeitig meine soziale Phobie zu nehmen.
Vor kurzem hab ich eine Arbeit angeboten bekommen, von einem Bekannten der mich gut leiden kann und mich auch einstellen würde. Meine Angst ist das wenn ich jetzt sofort anfangen würde es vlt nach hinten losginge, aber ich vlt erstmal mit Kratom schaffe ein normales Leben zu führen? Was haltet ihr so davon? Wielange denkt ihr ist die Entzugszeit wenn man 8 Jahre jeden Tag gekifft hat? Und denkt ihr das mit der Arbeit ist noch zu früh oder genau richtig? ( bedenkt ich habe eine starke Sozialphobie )
Noch hinzufügen muss ich das ich keinen Kontakt mit meinen Eltern habe und eine super Freundin habe die mich dabei unterstützt wo sie nur kann ( da sie leider vor längerem weiter weggezogen ist wegen ihrer Eltern sind wir am überlegen zusammen eine eigene Wohnung zu suchen ).
Und ich will einfach das mein neuer Start ins Leben nich nach hinten losgeht denn ich will endlich richtig leben können und nicht ständig auf Droge oder ne Phobie zu haben...
Falls Fragen sind einfach drauf los schnattern :p
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 20. Apr 2012 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Frog, herzlich willkommen im Forum!

Zitat:
Wielange denkt ihr ist die Entzugszeit wenn man 8 Jahre jeden Tag gekifft hat?

Es gibt eigentlich gar keinen Entzug. Ich habe über 20 Jahre gekifft (täglich) und habe vor ziemlich genau neun Monaten aufgehört. In der ersten Nacht hatte ich einen leichten Schlaf und bin vier, fünfmal aufgewacht. Schon in der zweiten Nacht habe ich durchgeschlafen. Ansonsten hatte ich keine nennenswerten Probleme. Man sitzt halt da und würde kiffen, aber man kifft ja nicht mehr. Dadurch entsteht eine gewisse Leere, die es auszufüllen gilt.

Was die Arbeit angeht: Wenn Du eine Sozialphobie hast, solltest Du halt nicht gerade z.B. im Verkauf arbeiten sondern z.B. eher als Gärtner. Was für ein Job ist das denn?

Grundsätzlich ist es meiner Ansicht nach ein Denkfehler, eine Substanz durch eine andere ersetzen zu wollen. Wenn Du das auf diese Weise mit Kratom versuchst, wirst Du eine enorme psychische Abhängigkeit entwickeln. Ich kann schon verstehen, dass Du eine Sicherheit brauchst, aber die Lösung ist das auch nicht. Wenn überhaupt, würde ich das nur für eine sehr kurze Übergangszeit von höchstens zwei Wochen oder so nehmen und dann auch nicht täglich.
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Frog
Anfänger


Anmeldungsdatum: 20.04.2012
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 20. Apr 2012 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hey veilchenfee, erstmal danke für das schnelle Antworten Smile

Zum Entzug:
Ja ich weiß was du meinst da ich einmal gute 6-7 Monate aufgehört hatte zu kiffen es damals aber leider nach ein paar Wochen anfing Alkohol zu trinken um meine Phobie zu unterdrücken ( ich weiß nicht sehr schlau xD ) der Punkt ist auch das mit der Leere füllen..
Ich wusste damals nicht womit und dazu kam der damalige Stress mit meinen Eltern. Und genau vor dieser Leere hab ich halt Angst..
Ich versuchs aber mit Sport, Spaziergängen usw. anfangs auszugleichen.

Zur Arbeit:
Ich hab es gestern von einer Bekannten erfahren, was genau weiß ich nicht aber es handelt sich um eine riesige Halle wo ich nur i-welche Metalle anstreichen muss, also denke ich nicht viel Kontakt mit andern Menschen ( was ganz gut ist ).

Zum Kratom:
Ja eine Suchtumlagerung hatte ich auch kein 2tes mal vor, da ich das Problem damals mit dem Alkohol und den Tabletten hatte.
Ich dachte auch an 2 Wochen maximal und dann auch nicht so übertrieben viel das ich nur in der Ecke liege ( hab sehr potentes Kratom da reichen 2-3g um schon ne sedierende Wirkung zu erzielen wo andere gute locker 5-7g brauchen ) Also dachte ich an 1-1,5g morgens und abends halt 3g oder etwas mehr.
Dies aber auch nur mit viel Sport usw. das ich es vlt auch mal gar nicht brauche.
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Raver
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 25.02.2012
Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2012 05:59    Titel: Antworten mit Zitat

Gebe veilchenfee völlig Recht: Wirkliche "Entzugserscheinungen" wirds nicht geben, wenn auch Empfindungen sich verändern. Täglich kiffen bedeutet "ein Leben mit angezogener Handbremse". Wenn man nun die "Handbremse löst" erscheint einem die ganze Welt etwas anders -dem einen mehr, dem anderen weniger. Am schwierigsten fand ich den Verzicht auf den "Aus-Schalter" zum Schlafen, hatte die letzten Jahre fast ausschliesslich abends`n Jolli geraucht. Ebenso 20 Jahre Dauerkonsum. Wie sagte mein Psychotherapeut damals: Willkommen zurück in der Realität.

Das mit dem "ohne" Einschlafen pendelt sich zumeist in 2-3 Tagen komplett ein. Sehr angenehm beim Aufhören empfand ich die Intensität meiner Träume (deutlich verstärkt), und dass ich mich wieder regelmäßig an meine Träume erinnern konnte. Fluch oder Segen: Viele Situationen, die ich früher mit einem Schulterzucken abgetan habe, hgabe ich nun reflektiert. Ich hab nicht mehr alles so hin genommen. Statt zu denken "Vollidiot...aber Menschen wie Dich muss es auch geben" habe ich mich nun Konfliktsituationen gestellt, und mich auf Diskussionen eingelassen um meinen Standpunkt klipp-und-klar darzustellen. Wie gesagt: Fluch oder Segen?!

Die potentielle Gefahr der Verlagerung auf eine (oder mehrere) andere Droge(n) kenne ich auch nur zu gut: Mein Zigarretten-, Alkohol- und Kaffeekonsum stieg deutlich. Aber auch das hat sich nach kurzer Zeit wieder eingependelt...ausser mein Zigarrettenkonsum. Aber das ist reine Willenssache.

Beim Psychotherapeut war ich übrigens nicht wegen des Kiffens, dass ich damit aufgehört habe war, weil ich in meiner damaligen Situation (Burnout mit Angstneurose) keine Medikamente nehmen wollte. Das Kiffen tat mir damals sogar gut, aber es wäre zu paradox gewesen, keine Medikamente nehmen zu wollen aber weiter zu kiffen.

Die Psychotherapie hat mir damals verdammt gut getan. Mal darüber nachgedacht? Ist keine Schande, bei Angstneurosen, Sozialphobieen und ähnlichem professionelle Hilfe anzunehmen, um damit sein Leben wieder in die gewünschten Bahnen zu lenken. Ich hab zwei Mal/Woche`ne Stunde mit ihm über meine Ängste (es war so schlimm, dass ich Angst hatte einkaufen zu gehen, habe mir drei Mal überlegt ob ich in den Supermarkt rein gehe, wenn ich davor stand, und hab es bevorzugt trockenes Brot oder Kekse zu essen statt mir "den Stress des Einkaufens" zu geben...mit sowas Einfachen war ich völlig überlastet und überfordert!), über meine Vergangenheit, über das, was ich damals erlebt hatte zu reden. Habe dann "Hausaufgaben" bekommen, und er hat mich dann ganz behutsam nach und nach dadurch wieder in eine normale Schiene gebracht.

Über das Kratom äussere ich mich später...muss erst mal los.
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jeanchalice
Anfänger


Anmeldungsdatum: 08.01.2013
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2013 11:04    Titel: etwas spät, aber Antworten mit Zitat

liebe veilfee

etwas spät, aber mich würde interessieren, wie dir die Kratomtherapie bekommen ist,
ich habe seit etwa 5 monaten probleme mit depressionen und schlafstörungen, hatte es mit 2 verschiedenen Derivaten probiert, aber konnte diesen nicht viel abgewinnen. Nach Rechereche bin ich wie du an das Kratom geraten und seit dem her sehr überzeugt von dem Produkt, es wirkt bei mir hervorragend beim angstattacken bremsen, hilft beim schlafen (ich konsumiere immer nur direkt vor dem Schlafengehen) und hat für mich keine Nebenwirkungen, die ich von anderen Stoffen kenne, auch kriegt mann mit der Pflanze seine Alkoholprobleme in den Griff,

Leider erzählte ich bei meiner letzten Sitzung meinem Therapeuten von meinem Konsum, diesem war die Substanz unbekannt, worauf er kurz den völlig "dämlichen und einseitigen" Wiki Eintrag las, und mir eine Standpauke hielt, dies war für mich sehr verletzend, da ich mit Hilfe dieser Pflanze, ein reines Naturprodukt und legal, wirkliche Fortschritte mache und meine Ängste und Leiden mindern kann, gelernt habe ich daraus nur, wenn dir etwas hilft, das dir nicht schadet, dann mach es, und hör nicht auf andere (weiss schon, das man damit auch falschen Konsum beschönigen kann, aber ich nehme öfters kein Krat , manchmak Wochen, Tage, aber wenn es mir schlecht geht, weiss ich, ich habe etwas das mir hilft, und das kommt nicht in 0,7 liter Glasflaschen,

Also erzähl, falls du dies noch liest, wie s dir bis jetzt ergangen ist, beste Grüße, JC
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newlife
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 30.11.2011
Beiträge: 1844

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2013 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Alk durch Benzos ersetzen geht. Wenn es dann bei mir nicht Alk und Benzos auf einmal gewesen wären...

Kratom hab ich auch schon genommen, hatte auch ne recht potente Sorte, aber es war nicht mein Fall. Bei mir isses aber auch so, dass ich mich immer abschießen will, wenn ich konsumiere. Mit dem ekelhaften Kratom hatte ich da so meine Probs. Hab mir da 15 g reinziehen wollen, die erste Tasse mit rund 7 g ging ja noch, die zweite hatte ich auch dann unten und dann gings mir sowas von dreckig, Schweißausbrüche wie bekloppt und das fast ne ganze Woche lang. Hab den Mist nach ca. 14tägigem Konsum wieder entsorgt. Ich muss halt immer übertreiben und kann nicht normal konsumieren.
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2013 01:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
etwas spät, aber mich würde interessieren, wie dir die Kratomtherapie bekommen ist

Shocked Welche Kratomtherapie? Wo habe ich das geschrieben? Shocked Habe Kratom genau ein Mal in sehr geringer Menge genommen, weil ich wissen wollte, womit man es da zu tun hat. Es hat gewirkt, aber sonderlich gefallen hat es mir nicht.
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tuutsweet
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 22.05.2012
Beiträge: 929

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2013 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

moinsen,
Kratomtherapie[quote]wikipedia.org/wiki/Kratom[\quote]hört sich doch gut an, ausserdem unterliegt es nicht dem BtmG, doch würde ich gerne mal wissenschaftliche Studien z.B. über die Zubereitung lesen. Hast du da Infos ,frog?
Die herkömmlichen Therapien sind nach 3 Jahrzehnten wohl gescheitert, bei der Rückfallquote.Da muss mal frischer Wind rein,vllt sowas wie ne Suchtdruckglocke, wo dann der "Klient" erstmal einen kiffen kann ( muss ja nicht gleich die RV wissen ), abbrechen kann er/sie immer noch, aber kiffen mindert den Suchtdruck auf harte Sachen,wie Heroin und Koks und wer macht schon wg. kiffen eine Therapie? Oder das spontan mal die Freundin /der Freund vorbeikommen kann. Es müssen neue Wege gegangen werden, aber die Karre steckt im Dreck. Wenn ich etwas labil bin nach einer heftigen Entgiftung voll normal, komme ich nichtsahnend zur Therapie mit den besten Vorsätzen,weil, ich mach das ja freiwillig und was sehe ich , muskelbepackte 35er, die allein durch ihr Auftreten meinem Resthirn sagen , Misstrauen und lass sie labern. Klar, das das keine Verallgemeinerung ist, so ein jemand kann mein bester Freund werden, doch es liegt doch auf der Hand, dass , wer wg §35/36 die Therapie macht das Knastverhalten schwer ablegen kann. Den Massen an jungen,netten,hübschen,hilfsbereiten Soz.Pädagoginnen, denen fehlt die nötige Praxis und Durchsetzungskraft um da zu intervenieren, die sollten erstmal 2 Jahre Praktikum im Druckraum machen oder mal bei ner Amputation beiwohnen und aufpassen , das der Oberarzt , der eh kein Bock auf Junkies hat, nicht sein Schlitzbesteck im Körper vergisst,weil er psychisch mit dem Kopf schon in der Muschi von Schwester Simone steckt. Warum bekommen nicht mehr Ex Junkies die Chance auf diesem Weg wieder in den 1.Arbeitsmarkt eingegliedert zu werden,warum nicht? Die kennen sich bestens aus und die lassen auch nicht gleich verarschen
lg
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