Pola Metha Subutex usw Wofür braucht man das ?

Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Neues Thema eröffnen   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.    Drogen-Forum Foren-Übersicht -> Fragen und Antworten
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
mesut76
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.03.2012
Beiträge: 1238

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 16:45    Titel: Pola Metha Subutex usw Wofür braucht man das ? Antworten mit Zitat

Ich komme irgendwie nicht dahinter, wenn man doch Clean von Drogen ist, wieso man dann noch zig Jahre Pola Metha Subutex usw nehmen muss.

Ist das nur eine Bequemlichkeit oder braucht man das wirklich, ich meine ein paar Monate ist ja Ok, aber ich lese hier das einige das schon über längere Zeit nehmen.
Nach oben
Rory
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 13.11.2011
Beiträge: 68

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

es geht da um Suchtdruck... ich denke die betroffenen brauchen das um das Gefühl von Konsum zu bekommen.. um ruhig zu bleiben und keine Entzugserscheinungen zu bekommen..vielleicht auch um zu verhindern das man schlechten Stoff nimmt oder anschaffen geht oder sonstwie kriminell werden muss.


Meine persönliche Meinung dazu: Ich finde es sinnlos sich dauerhaft auf solche Ersatzdrogen einstellen zu lassen.. Sucht bleibt Sucht und auch von dem Zeugs muss man entziehen...
Ich finds gut wie das flippy macht... clean ohne wenn und aber auch wenns hart ist!

Gruß Rory
Nach oben
veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Sucht bleibt Sucht und auch von dem Zeugs muss man entziehen...

Goldne Theorie, aber ganz so einfach scheint das nicht zu sein. Es gibt offenbar Menschen, die ohne ihr Opiat nicht mehr sein können, nicht mehr sein wollen. Diese Leute bleiben dann dauerhaft in Substitution, im Extremfall bis zum Lebensende.

Es ist ja auch das kleinere Übel: Die Alternative sähe so aus, dass ein Langzeitabhängiger letztendlich an den Folgen des Drogenkonsums stirbt. Es ist für viele schon eine enorme Leistung, stabil auf einem Subsitut eingestellt zu sein und keinen Beikonsum zu haben.
Nach oben
Rory
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 13.11.2011
Beiträge: 68

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

das mag jetzt vielleicht krass sein aber dann sollen diese leute die es nicht schaffen von "ihrem" opiat runter zu kommen eben auch daran sterben... das ist dann auch eine art selektion...
ich habe genug leute durklatschen gesehen die heute in der klappse oder im knast sind... ich wäre nicht traurig wenn diese leute einfach das zeitliche segnen würden statt meine steuergelder zu verplempern...
Nach oben
veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 20:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ist jetzt nicht Dein Ernst, Rory, oder etwa doch? Ich fürchte es fast. Selektion - na dann gäbe es noch mehr Methoden, den Menschen zu selektieren. Wozu Krebs behandeln, das Schwache geht eben ein und stirbt. Und kann sich dann schon nicht fortpflanzen. Wozu Frühgeborene in den Brutkasten stecken, wozu einen Kaiserschnitt durchführen - wenn Frau ein zu schmales Becken hat, ist sie halt nicht fähig zu gebären und soll unter Qualen krepieren. Und der Balg gleich mit.

Das Totschlag- Gegen- argument ist aber: "Aber die Sucht nach Opiaten ist selbstverschuldet". Dann dürfte man aber auch dem Alkoholiker nicht helfen. Und dem Raucher dürfte keine Krebsbehandlung zuteil werden. Und dem Extremsportler dürfte man die gebrochenen Knochen nicht auf Kosten der Allgemeinheit zusammenflicken.

Die menschliche Gesellschaft beinhaltet halt so einiges und da gehören auch Schwache, Süchtige, Behinderte, Kriminelle, Autisten, psychisch Kranke oder was auch immer einfach dazu. Damit die anderen, die "Gutmenschen" was haben, wo sie mit dem Finger draufzeigen können.

Zeig mir einen, der ohne Fehl und Tadel durchs Leben kommt und nie die Hilfe der Solidargemeinschaft in Anspruch nehmen muss. Wir sind Menschen, und dazu gehört es auch, dass man einander hilft.
Nach oben
Rory
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 13.11.2011
Beiträge: 68

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

dein todschlag- gegenargument find ich gut.. damit hast du dir deine frage ob das mein ernst ist gleich selbst beantwortet...
natürlich soll man frühgeborene in nen brutkasten stecken, sportler können sich gegen groben unfug versichern und bei den krebskranken kann man ja leicht die ursachen rausfiltern.. ich schließe mich da nichtmal aus... ich rauche ja auch...

ich meine nur man sollte vielleicht im einzelfall mal genauer hinschauen. wie kann z.bsp. eine substituirte frau ein kind bekommen?
dieses arme würmchen kommt mit schlimmen entzugserscheinungen zur welt.. und noch viel schlimmer ist das so ein kind dann mit der drogensucht aufwachsen muss... da haben wir gleich neue potenzielle kundschaft oder dealer für die zukunft produziert...

ich bin auch kein engel, mache fehler und hab mit meinen ganz persönlichen dämonen zu kämpfen dennoch ist meine psyche stabil genug um kriesensituationen zu überstehen... die natur machts doch auch so... albinos werden gefressen und das schwächste tier aus einem wurf überlebt eben nicht... wenn das bei uns menschen auch so wär hätten wir sicher paar probleme weniger..
Nach oben
Rory
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 13.11.2011
Beiträge: 68

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

niemand sagt etwas gegen hilfestellung geben und auch annehmen, trotzdem, irgendwann ist auch mal gut.. man muss nicht sein leben lang eine droge durch eine andere ersätzen! irgendwann muss man mal klar kommen oder eben nicht... keiner kann eine ewige last tragen!
Nach oben
sabata
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 01.11.2011
Beiträge: 64

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

veilchenfee hat Folgendes geschrieben:
Ist jetzt nicht Dein Ernst, Rory, oder etwa doch? Ich fürchte es fast. Selektion - na dann gäbe es noch mehr Methoden, den Menschen zu selektieren. Wozu Krebs behandeln, das Schwache geht eben ein und stirbt. Und kann sich dann schon nicht fortpflanzen. Wozu Frühgeborene in den Brutkasten stecken, wozu einen Kaiserschnitt durchführen - wenn Frau ein zu schmales Becken hat, ist sie halt nicht fähig zu gebären und soll unter Qualen krepieren. Und der Balg gleich mit.

Das Totschlag- Gegen- argument ist aber: "Aber die Sucht nach Opiaten ist selbstverschuldet". Dann dürfte man aber auch dem Alkoholiker nicht helfen. Und dem Raucher dürfte keine Krebsbehandlung zuteil werden. Und dem Extremsportler dürfte man die gebrochenen Knochen nicht auf Kosten der Allgemeinheit zusammenflicken.

Die menschliche Gesellschaft beinhaltet halt so einiges und da gehören auch Schwache, Süchtige, Behinderte, Kriminelle, Autisten, psychisch Kranke oder was auch immer einfach dazu. Damit die anderen, die "Gutmenschen" was haben, wo sie mit dem Finger draufzeigen können.

Zeig mir einen, der ohne Fehl und Tadel durchs Leben kommt und nie die Hilfe der Solidargemeinschaft in Anspruch nehmen muss. Wir sind Menschen, und dazu gehört es auch, dass man einander hilft.


hallo veilchenfee ,

genau meine meinung kann ich voll zustimmen ja genau meine meinung kann ich voll zustimmen , wann kommt endlich diese dämliche zeichenregelung weg ...

lg

saba Razz
Nach oben
veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
und bei den krebskranken kann man ja leicht die ursachen rausfiltern.. ich schließe mich da nichtmal aus... ich rauche ja auch...

Also wärst Du damit einverstanden, dass Du im Fall, dass Du Lungenkrebs kriegst, nicht bzw. nur auf eigene Rechnung behandelt wirst?

Andererseits, wenn Du rauchst, aber gleichzeitig einen staubigen, schadstoffbelasteten Arbeitsplatz hast, könnte man diskutieren, ob Dein Lungenkrebs nicht auch dann entstanden wäre, wenn Du nicht geraucht hättest. Oder vielleicht einige Jahre später.

Alles nicht so einfach.
Nach oben
Rory
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 13.11.2011
Beiträge: 68

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

für solch einen fall habe ich eine raucherlebensversicherung.. also für den fall das ich an krebs aufgrund des rauchens erkranke und versterbe zahlt diese versicherung eine summe x an meine familie... und ganz ehrlich bevor ich mit nem schwarzen vergammelten bein einen rollator mit athemgerät vor mir her schieb nehme ich mir lieber das leben...
ich will nicht 80 jahre alt werden und am existenzminimum leben oder jemandem zur last fallen...

also, ja, ich wär einverstanden!
Nach oben
Pimpinelle
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 30.03.2012
Beiträge: 1367

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Nunja, es gibt auch Alkoholiker und Kokser etc., die den Rest ihres Lebens auf ihre Drogen nicht verzichten möchten. Deshalb bekommen sie sie aber noch immer nicht bezahlt. Da haben Opiatabhängige eine Sonderstellung eingenommen. Auch in Bezug darauf, dass sie ggf. langfristig substituiert werden können Hingegen wird von allen anderen Abhängigen wie selbstverständlich erwartet, dass sie entgiften. Und während man von jedem Menschen hier im Forum Toleranz für Opiatabhängige erwartet, vermisse ich deutlich die Toleranz gegenüber z.B. Alkoholikern.

Eine Begründung für Substitution ist die Beschaffungskriminalität, die man dadurch eindämmen möchte. Die gibt es aber auch da, wo andere Drogen im Spiel sind, bestes Beispiel ist hier Koks, aber auch Alkoholiker werden kriminell.
Nach oben
veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Rory schrieb:
Zitat:
und ganz ehrlich bevor ich mit nem schwarzen vergammelten bein einen rollator mit athemgerät vor mir her schieb nehme ich mir lieber das leben...


Ja, und wenn es um die Wurst geht, winseln die meisten dann doch um ihr Leben und kämpfen um jeden einzelnen Tag ... habe beruflich mir sowas zu tun. Einige sehr wenige hatten das Rückgrat, sich tatsächlich umzubringen.

@ Pimpinelle: Für Alkohol und Kokain gibt es halt kein Substitut, was dem Abhängigen ein unauffälliges, gesellschaftskonformes Leben ermöglicht. Bei Opiaten ist das der Fall. Der substiuierte Süchtige läuft ja nicht im Rosa Rausch durch die Gegend, er fühlt sich einfach nur normal. Zudem ist es nicht möglich, sein Leben lang zu koksen, weil man damit auf jeden Fall irre wird.

Doch jetzt werde ich mich mal hier ausklinken und den Substituierten unter uns das Feld überlassen.
Nach oben
mesut76
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.03.2012
Beiträge: 1238

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Aha, jetzt habe ich das auch kapiert.

Jetzt habe ich noch ne Frage: Geht denn der Suchtdruck dann komplett weg davon ? Ich hab auch mal ne Zeit Antidepressiva (Venlaflaxin) genommen, aber den Koks ersetzt hat es auf keinem Fall.


Ich kann deine Einstellung schon nachvollziehen Rory, ich hab auch einige Runden mit Kokain drehen müssen, bis ich endlich ein Weg da raus gefunden habe. Aber wenn man da mal drin steckt, ist es für einen Unbeteiligten sehr schwierig es nachzuvollziehen, wieso jemand einfach nicht die Finger davon lässt.

Ich denke wenn du erstmal alt bist und dir über den Tod ernsthaft Gedanken machst, glaube ich das du deine Meinung ändern wirst. Und über jeden einzelnen Tag Froh sein würdest, den du leben darfst.


ich fand die Beispiele gut, das bringt das ganze auf den Punkt, besonders das mit den Zigarettenrauchern hat mir gefallen. Die kosten auch einiges an Geld, sind ja nicht nur Krebs sondern auch Gefäß, Herz usw das ist schon eine ganze Menge an Patienten die versorgt werden müssen.
Nach oben
BlancheNeige
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 22.10.2011
Beiträge: 694

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2012 23:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leute,

ich bin gerade etwas "geschockt", was sich hier manche Menschen anmaßen.
Rory, kurzes Exemple:

Deine Mama würde - selbstverschuldet - opiatabhängig werden. Ihre einzige Hoffnung wäre Methadon oder Buprenorphin. Was dann?
Natürliche Selektion? Klar, ist weit, weit hergeholt und deiner mama würde das mit Sicherheit nie passieren- aber was wenn doch?
Jeder ist seines Glückes Schmied, da gebe ich dir Recht aber wir leben in einem Sozialstaat, hier werden Menschen aufgefangen, wenn sie fallen.
Darüber können wir uns freuen. Nur weil DU es gerade nicht nötig hast, kannst du nicht verlangen, dass man es einstellt.
Ich habe deine Beiträge jetzt nicht gelesen, wieso bist du hier angemeldet?
Angehörige oder Konsumentin?

Falls du selbst Drogen konsumierst, dann würde ich dich noch weniger verstehen.
Viele Opiatabhängige, die substituiert werden, sind ein Teil der Gesellschaft.
Haben einen Job und zahlen Steuern. Demnach bezahlen sie ihr Substitut selber.
Klar, es gibt noch diejenigen, die nach der Vergabe auf der Scene herumspringen und fröhlich weiter konsumieren. Was geht es dich an?
Du mit deinem Nikotinkonsum und seinen Spätfolgen kostest auch.
Du hast eine Versicherung auch dafür? Rolling Eyes

Es zeugt nicht von Intelligenz und Empathie, solche "Friss-oder-stirb" Forderungen ( in einem Drogenforum ) zu stellen.
Man verletzt damit Leute, die eh schon mit dem Leben zu kämpfen haben.
Halte dich nicht für etwas Besseres, weil du nicht opiatabhängig bist.
Denke nicht, du hättest mehr Recht zu leben. Das ist Unfug!

Ganz nebenbei, mich nerven auch viele Menschen, beispielsweise die, die in einem Forum weder die Deutsche Rechtschreibung beherrschen noch die Grammatik oder die Groß- und Kleinschreibung Wink

Das sind irgendwie selten die Substituierten hier...hm.

Gute Nacht,

Blanche
Nach oben
Januzs
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 14.04.2012
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 30. Apr 2012 05:20    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich hab ja jetzt ca 10 Jahre Substitution hinter mir, bis auf das erste Jahr, ohne Beikonsum von harten Drogen.

Viele Jahre hat es mir den Suchtdruck nach H genommen und hab damit auch lange Zeit meine Psychoeffekte stabil halten können, durch welche ich erst beim Heroin hängen blieb.

Konnte in der Zeit arbeiten, Abi machen u studieren (u.v.m.) gehen. Also ein relativ normales Leben führen.

Denke bei mir war das auch ne gewisse Gewohnheit/Beqemlichkeit u die Angst vor dem Entzug und wie es danach aussieht, was mich so lange dabei blieben ließ.

Manche brauchen halt Jahre um den Mut u die Voraussetzungen für ein Sub-freies Leben zu führen.

J.


Zitat:
aber dann sollen diese leute die es nicht schaffen von "ihrem" opiat runter zu kommen eben auch daran sterben...



Selten so einen Schwachmaten-Schwachsinn gehört. Mit so einer Aussage disqualifizierst du dich eigentlich für dieses Forum.
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.    Drogen-Forum Foren-Übersicht -> Fragen und Antworten Alle Zeiten sind GMT + 2 Stunden
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2
Gehe zu:  
Impressum & Rechtliches
ForenübersichtIndex   SucheSuche   FAQFAQ   LoginLogin