Koks spritzen - Abhängigkeit/alleiniger Entzug ?

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brauchehilfe
Anfänger


Anmeldungsdatum: 25.05.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 25. Mai 2012 10:10    Titel: Koks spritzen - Abhängigkeit/alleiniger Entzug ? Antworten mit Zitat

Hallo ihr,
ich weiß nicht ob ich mit meinem Anliegen hier richtig bin aber ich versuche es einfach mal...
Ich interessiere mich ein wenig für das Spritzen von Koks, nicht weil ich es machen will, sondern weil meine Schwester es macht Sad
Ich würde gern wissen wie das mit der Abhängigkeit aussieht nach ca. 3 Wochen regelmäßigem Konsum? (ich weiß die ersten 7 Tage waren es ca. 3g am Tag, das endete im KH) danach hat sie 2 Tage später wieder damit angefangen, wie schlimm es nun aktuell ist weiß ich nicht...
Aber wie stehen die Chancen auf einen alleinigen Entzug nach 3 Wochen kosnum?
Wie sieht es überhaupt mit der Abhängigkeit von Koksspritzern aus?
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Sie hat eine Tochter, die momentan bei mir ist... Habe sie dort "weggeholt" als ich erfahren habe, dass sie sich das auch spritzt während ihre Tochter im Nebenzimmer ist...
Wird Koksspritzern auch sowas egal? Also das eigene Kind?
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Das Spritzen ist auch heftiger von der Abhängigkeit als das Ziehen oder ?

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Ich denke das sind erstmal genug fragen, würde mich freuen wenn sich jemand meldet der sich da ein bisschen auskennt, ich mache mir wirklich unheimliche Sorgen um meine Schwester Sad
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prawda
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 22.07.2011
Beiträge: 361

BeitragVerfasst am: 25. Mai 2012 10:53    Titel: Antworten mit Zitat

Naja kenn mich mit Koks nicht gut aus, aber soweit ich das bisher mitbekommen habe, kann man so ein hartes Konsummuster nicht abrupt absetzen, da die Entzugserscheinungen zu krass werden. Ein stationärer Aufenthalt in einer Entzugsklinik ist absolut notwendig.
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Mia30
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 07.02.2012
Beiträge: 263

BeitragVerfasst am: 25. Mai 2012 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nund Willkommen,

Dein Name ist Program, wa ?

So wie ich das jetzt einschätze ist deine Schwester schon an einem Punkt wo das einfache umkehren nicht mehr möglich ist.
Ich denke nicht das du von 3 Wochen ausgehen kannst. Die meisten nehmen ihre Droge erst auf anderen wegen. (durch die Nase ziehen,rauchen) Erst wenn das "high" nochmal gesteigert werden soll wird zu der Spritze gegriffen. Das ist zwar nur eine Vermutung aber ich schätze das deine Schwester schon länger konsumiert als du davon weißt.Darauf weisen auch die Mengen (3g Kokain pro Tag ) hin.
3 Wochen die Menge an Koks iv machen völlig durch. Ich denke nicht das sie in dem Zustand auch nur annähernd ihr Kind versorgen kann.
Du machst dir zurecht Sorgen.
Ich würde trotzdem nicht soweit gehen zu sagen das ihr ihr Kind egal wäre. Sie sieht es in ihrem rausch aber nicht.

In meinen Augen sollte sie sich zur Entgiftung in eine Klinik melden. Wenn sie das denn will ?

Wenn sie das nicht will, hast du leider ganz schlechte Karten Crying or Very sad

Lieben Gruß Mia
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Stehaufmännchen
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2011
Beiträge: 356

BeitragVerfasst am: 25. Mai 2012 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Eine der harmloseren Realitäten bei i.v. Kokskonsum ist, "die meisten Frauen schaffen dafür an". Bei Männern gibt es noch einen kleinen Anteil die dealen, abzocken oder schlicht hochkrimminell sind. Die Mähr vom "erfolgreichen Yuppie" der Kokst und den Konsum mit erarbeitetem Geld finanziert, mag es unter den Nasenkonsumenten geben, aber ansonsten ... eher nicht.
Eine andere Realität ist der "drückende Kokser", der herbal krasse Paranoia schiebt, sich nach nem Druck die Pumpe mit Blut aufzieht und diese sammelt, später in der Hoffnung auf nen Kick den Scheiß nochmal junkt.
Nein, ich schreibe das ohne jegliche Wertung, aber es führt auf ein erbärmliches Leben, dahin siechen, hinaus. Nein, ich hole meine Weißheiten nicht aus dem Net, ich habe Freunde nicht nur an H verloren, auch an Koka. In Punkto Junk kann ich nicht sagen welche Droge mehr kaputt macht, gefühlsmässig ist es bei i.v. Koka, meist ists eh Mischkonsum.
Völlig Kaputt.
3 Wochen ist nicht so lang als das mann nix tun kann. Die Frage ist nur wie. Da habe ich leider keinen Tip ausser konsequentes Handeln und doch gefühlvollen Umgang mit Deiner Schwester.

PS: Erwähnte ich das mein i.v.koksender Jugendfreund, der immer der Womanizer war, mit 35 aussah wie der Tod, daß er offene Wunden bis zu den Knochen hatte? Er hat keine Unfälle gehabt, er hat sich mit der Pinzette die kleinen Tierchen aus dem Fleisch geholt. Ich hab da nie ein Tierchen gesehen, nur Fleisch oder Schorfstücke die er aus den Wunden riß. Um die zu ersäufen hat er auch regelmäßig seine Wohnung unter Wasser gesetzt.
Seine komplette Familie ist an Ihm Zugrunde gegangen ..., seine Mutter hat Ihm immer wieder geholfen, bis zur Selbstaufgabe. Ob das richtig war? Ich denke nicht. Ihr langjähriger Freund trennte sich von Ihr, er konnte einfach nicht mehr. Das Elend, des Abhängigen, wie der Coabhängigen Mutter hat auch Ihn fast zerstört.
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brauchehilfe
Anfänger


Anmeldungsdatum: 25.05.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 25. Mai 2012 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Erst einmal vielen Dank für eure Antworten
@Mia du hast Recht, meine Schwester hat sich vorher auch schon regelmäßig Koks durch die Nase gezogen, ab und an wirklich nur auf Feiern, dann mal ne ganze Zeit gar nicht, dann mal wieder mehr aber vom Ziehen kam sie immer wieder allein weg...
Meine Schwester hat nun seit November letzten Jahres einen Tiefpunkt, sie ist psychisch krank, Borderline, Depressionen...
Seit einige Monaten kokst sie auch wieder regelmäßig (durch die Nase) dass mit dem Spritzen ist halt erst seit ca. 3 Wochen...
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Schön zu hören, dass es wahrscheinlich wirklich "nur" an der Droge liegt, dass ihr ihre Tochter scheinbar langsam gleichgültig wird...
Ob sie einen Entzug machen will? Ich weiß es nicht, ich bezweifel es aber...
Am Telefon meinte sie, es sei ihr unangenehm, dass sie das macht und im nächsten Moment erzählt sie mir wie geil (wörtlich wiedergegeben) es doch sei wenn sie die SPritze im Arm hat und ihr Blut dareinzieht, diese Beschriebung hat mich schaudern lassen, sie hat sich so total begeistert angehört, mir wurde ganz anders...
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@stehaufmännchen meine Schwester ist schon seit ca. 3-4 Jahren Prostituierte auch ohne sich davon Drogen zu beschaffen, also denke ich liegt es auf der Hand, dass sie es nun auch für die Droge machen wird...
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Das mit den Tierchen habe ich schon im Internet gelesen, schrecklich!
Ich hoffe, dass es gar nicht erst soweit kommt bei ihr, aber meine Hand würde ich da momentan nicht für ins Feuer legen... ... ...
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Speedfreak
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 06.05.2012
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 25. Mai 2012 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mit Koks nicht wirklich viel Erfahrung, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass man
a) direkt mit spritzen anfängt
b) zu Beginn gleich 3 Gramm am Tag konsumiert

Ich würde sagen das geht schon viel länger, vll Monate oder auch Jahre.

Wenn es wirklich nur 3 Wochen waren, dann sehe ich kein Problem darin aufzuhören. Wird zwar ein paar Tage nicht lustig werden aber sollte echt kein Problem sein. In der kurzen Zeit ist man noch nicht wirklich abhängig.

Wenn es, wie ich annehme, schon länger dauert dann wird es schwer bzw schwerer. Leider gibts zu Koks meines Wissens auch keine Substitutionsbehandung wie zB bei Heroin.

Das wichtigste ist, sie muss aufhören wollen. Wenn sie das nicht von sich aus sagt dann hilft da garnichts. Du könntest sie zwar einsperren, aber sobald sie raus kann wird sie weitermachen. Sie muss es für sich entscheiden damit aufzuhören. Ein dahergesagtes "Ja ich höre eh auf" ist da nichts wert wenn sie es nicht selbst so meint.

Ich würde sagen, sei für sie da wenn sie dich braucht. Aber gebe ihr kein Geld und hilf ihr nicht bei Problemen die sie durch die Drogen hat auch wenn es ihr mal dreckig geht. Nur so lernt man es... leider. Sie muss erkennen, dass es so nicht weitergehen kann, da sie sonst alles verlieren würde.
Aber sei trotzdem da für sie als Schwester.

Ist sicherlich ein steiniger Weg und ich wünsche dir alles Gute.
Aber wenn sie erstmal den Bogen raushat und sagt "Ich brauche das nichtmehr!" dann geht es bergauf.

Alles Gute!
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brauchehilfe
Anfänger


Anmeldungsdatum: 25.05.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 25. Mai 2012 16:03    Titel: Antworten mit Zitat

@speedfreak Danke für deine Antwort und wie schon einen beitrag vor dir geschrieben, kokst sie nicht erst seit 3 Wochen aber sie spritzt es sich erst seit dem Zeitpunkt...
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Und vielen Dank für den Tipp (was das Umgehen mit ihr angeht), allerdings ist da ja auch noch ein Kind im Spiel, das macht die ganze Sache nicht leichter, ich kann die Lütte nicht länger als 2-3 Wochen behalten, habe 400km in der Woche mehr, dadurch dass ich sie nun zur Schule fahren und abholen muss...
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Aber das gehört ja gar nciht hier rein, wollte etwas über das Spritzen von Koks wissen und ich habe nun schon ein paar Infos lesen dürfen, für weitere bin ich nach wie vor dankbar...
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tuutsweet
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 22.05.2012
Beiträge: 929

BeitragVerfasst am: 27. Mai 2012 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

@brauche hilfe,
ich habe selbst 10 jahre koka i.v. geballert und hoffe deine schwester ist noch in der Lage sich immer ihre eigenen Spritzen zu besorgen und ihr eignes Wasser zu nehmen, in Gesellschaft macht es nämlich mehr spass und man verwechselt oft im Wahn sein eigenes Wasser bzw. seine eigene gun.Das geht mal eben rucki zucki und schon ist man infiziert mit den schlimmsten Krankheiten , wie Hepatitis C oder HIV. Ich will ja nicht die Pferde scheu machen, aber mit dem Risiko muss man sich auch und erst recht nach 3 wochen auseinandersetzen.
Man verdrängt gerne die Möglichkeit einer Infektion,so nach dem Motto "ich doch nicht,ich pass schon auf", ich weiss ,wovon ich rede , denn ich habe mich beim koks ballern mit HepC infiziert, Anfang der 90er,weil das Virus sich ziemlich lang an der Luft hält und damit das Risiko einer Infektion sich potenziert.Es kam dazu ,weil ich dasselbe Wasser eines Mitkosumenten benutzte. Ich habe 2004 von einem tag auf den anderen damit augehört, da Kokain ja "nur" eine psychische Abhängigkeit hervorruft.Die Interferontherapie gegen das C Virus habe ich von 2009-2011 gemacht,14 monate lang,weil ich den miesesten Genotyp hatte, ich glaub Genotyp III, bin mir da aber nicht sicher.
Auf jeden Fall hat dein schwestercherchen Lunte gerochen, denn Koka ballern i.v. macht total hemmungslos und lässt sich nicht mit Nase ziehen vergleichen,es ist einfach der ultimative kick, aber auch der gefährlichste.Du kannst wenig tun ,ihr zu helfen,vielleicht besorgst du ihr immer sauberes Besteck, aber die Entscheidung treffen aufzuhören, hat sie nur selbst in der Hand, ich meine , schliesslich hat sie ein kind ,das ihr schnell vom Amt abgenommen wird ,wenn die ganze Sache auffliegt,dann ist das kind weg , das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. viel Kraft ,du redest ihr am Besten mal ins Gewissen,mehr kannst du nicht tun,du bist co-abhängig und musst dich selber schützen.lg
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 27. Mai 2012 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo brauchehilfe,

habe Anfang der 90er über ca. 2 Jahre Kokain gespritzt, also kenne ich mich leider damit aus.
Zitat:
Aber wie stehen die Chancen auf einen alleinigen Entzug nach 3 Wochen kosnum?

Was meinst Du mit "alleinigem Antzug?" Wahrscheinlich willst Du wissen, wie hoch die Chance ist, dass sie ohne Hilfe von außen damit aufhört. Nun, solange sie irgendwie an Geld bzw. Material und Pumpen kommt, wird sie nicht aufhören. Kein Koksjunkie hört freiwillig auf. Erst wenn sie körperlich, geistig, finanziell, seelisch und sozial völlig "im Arsch" ist und ihre Tochter längst im Heim oder bei Pflegeeltern lebt, wird sie vielleicht allmählich ins Nachdenken kommen.

Die psychische Abhängigkeit ist ganz enorm, wenn man sich den ganzen Tag (so alle halbe Stunde) Kokain spritzt. Man isst und trinkt nicht mehr und irgendwann wird man so paranoid, dass man sich im Zimmer einschließt und vor allem Angst hat. Müsste man nicht irgendwann mal raus um frische Pumpen und Material zu holen, man würde diesen Raum lebend nicht mehr verlassen.

Die Gefahr einer Überdosis ist enorm hoch. Die Folge sind Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit. Meist wacht man aber nach wenigen Minuten wieder auf und kann sich an nichts erinnern. Leider endet das Ganze aber auch gerne mal im Sarg.

Am besten macht man sich von dem Material eine feste "Mischung", indem man präzise wiegt und dann eine festgesetzte Menge Wasser hinzufügt. Von dieser Lösung spritzt man sich dann soundsoviel "Striche". Bei neuem Material bzw. bei jeder neu angesetzten Lösung muss der erste Druck mit besonderer Vorsicht erfolgen. Der Grat zwischen "war zu wenig" und Überdosis ist so schmal ... Rolling Eyes

Jedenfalls wünsche ich von Herzen, dass Deine Schwester rasch wieder zur Vernunft kommt, schon wegen dem Kind.

Der Entzug vom Kokain ist grausam, weil man ein eine tiefe Depression und Verzweiflung fällt. Körperliche Probleme hat man keine, im Gegenteil. Sobald man anfängt zu essen und zu schlafen, geht es einem rasch besser. Aber psychisch ... es kann Monate dauern, bis man wieder halbwegs normal ist. Der akute psychische Entzug ist nach einigen Stunden überstanden, aber die Gier ... diese unbeschreibliche, grausame, alles andere vergessen lassende Gier ... trägt man noch lange mit sich herum.
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gast01
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 14.04.2011
Beiträge: 231

BeitragVerfasst am: 27. Mai 2012 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

du hast beim entzug nur schlechte laune bist am schwitzen wie ein schwein und dein kopf fickt dich die ganze zeit aber einen körperlichen entzug hast du nicht,also damit meine ich knochen schmertzen und so
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