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cosister75 Anfänger
Anmeldungsdatum: 19.02.2013 Beiträge: 3
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Verfasst am: 28. Aug 2013 06:19 Titel: Substitutution bei Subutexabhängjgkeit |
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Hallo, seit meinem letzten Beitrag in April, wo der Konsum von Subutex noch unregelmässig war, bin ich jetzt bei 8 mg täglich und hab auch schon erste Entzugserscheinungen erfahren. Da ich berufstätig bin und auch mein Mann und meine beiden Kinder nichts von der Sucht wissen, habe ich unheimlich Angst vor einem erneuten Entzg. Ich bekomme die Tableten vom Svhwarzmarkt und kann es finanziell nicht mehr verantworten. Heroin habe ich allerdings nie genommen. Meine Frage: Was erwartet micch brim Entzug? Wie dosiere ich mich vorher runter? und werd ich ärztlich ins Programm aufgenommen obwogl ich kein Heroin konsumiere? Für jede Antwort und Ideen bincich dankbar.
Liebe Grüsse |
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tuutsweet Gold-User


Anmeldungsdatum: 22.05.2012 Beiträge: 929
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Verfasst am: 29. Aug 2013 15:57 Titel: |
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hallo erstmal,#
ich bezweifle , dass deine geplante "heimliche" Abdosierung auf eigene Faust erfolgreich sein wird.
Subutex ist ein starkes Opiat, runter bis o,8 mg meinetwegen haut vllt gerade noch hin, aber dann gehts los.
Du wirst unter diesen Umständen die Sache nicht über die Bühne bringen, weil der Entzug nagt an deinen Nerven, du bist fahrig und nicht bei der Sache und du wirst den Entzug spüren, mehr als dir lieb ist, je weniger du nimmst.
Die Alternative:1)Karten auf den Tisch, sag es ihm, wenn er dich liebt , steht ihr das durch.
2) Geh zu einem Subdoc, nach vorheriger Empfehlung, und mach das auf, das du seit längerer Zeit auf Subutex bist, da brauchst du kein Heroin im Blut zu haben, Schwachsinn.
Erklär ihm deine Situation und mache deutlich , dass du auf keinen Fall mehr Schwarzmarkt Subutex kaufen willst, sondern ins Programm aufgenommen werden willst und du dir das finanziell nicht mehr leisten kannst und willst.
Es sollte an sich dann kein Problem sein , das das Ding dann offiziell abläuft.
Ausserdem hast du als Abhängige ein Recht auf Substitution.
Wenn du in einer grösseren bis Grosstadt wohnst, wirst du in Ambulanzen immer eine gute Chance haben, doch die Regeln und Vergabezeiten in Ambulanzen sind manchmal echt beschissen.
Am Besten du suchst dir einen niedergelassenen Arzt, der substituiert und versuchst da unterzukommen.
Um nochmal auf Alternative 1 zurückzukommen, sag ihm die Wahrheit, er sollte es verstehen, wenn er nicht gerade ein totaler Antidrogenfreak ist, der nicht blickt, das Sucht in unserem Land eine Krankheit ist.
Ich wünsch dir ,wie auch immer eine konstruktive Lösung, rumgeeiert hast du genug. |
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Leviathan Gold-User


Anmeldungsdatum: 30.03.2013 Beiträge: 983
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Verfasst am: 30. Aug 2013 17:22 Titel: |
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Hi Cosi,
Bei mir ist es ähnlich. Habe mich zunächst über den Schwarzmarkt versorgt. Habe auch nie H genommen. Bin auch - aktuell - auf 8 mg/Tag. Werde auf Privat substituiert.
Allerdings wußte meine Familie von Anfang an Bescheid.
Auch ich empfehle Dir zwei Dinge:
1. Spreche zumindest mit Deinem Mann. Zeig ihm, dass Du ehrlich zu Deinem Partner bist. Dann hast Du eine Chance, dass er Dir beisteht. Irgendwann kommt es sowieso raus.
2. Nehme, aber unter Mithilfe Deines Hausarztes, Kontakt zu einem Substiarzt auf.
Wenn Du Dich privat substituieren läßt, rechne mit Kosten von ca. 200,00 bis 250,00 EUR/Monat. Ins von der Kasse finanzierte Programm zu kommen, ist hingegen nicht einfach!
Berichte, was Du machen wirst.
Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg.
LG, Leviathn |
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Sophisticated Silber-User

Anmeldungsdatum: 06.12.2012 Beiträge: 244
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Verfasst am: 30. Aug 2013 18:05 Titel: |
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Ich denke nicht, dass man generell sagen kann, dass es schwierig ist, in ein über die Krankenkasse abgerechnetes Substitutionsprogramm zu kommen.
Da wo ich derzeit wohne, gibt es genug Plätze, da gibt es überhaupt kein Problem. In größeren Städten und Großstädten ist es sicher nicht allzu schwierig.
Welcher Arzt in der Nähe substituiert und noch freie Plätze hat, ist über die für das Gebiet zuständige KV (Kassenärztliche Vereinigung) zu erfahren. Einfach die Nummer übers Internet raussuchen, dort anrufen und nachfragen, welche Ärzte in der Umgebung für Substitution in Frage kommen und ob dort noch Platz ist. Das ist ein Erfahrungswert von mir, dass das so funktioniert, nichts was ich nur vom Hören-Sagen weiß.
Und ich würde den Mann auch einweihen. Ein Ehepartner sollte doch schon offen über seine Probleme mit dem anderen sprechen können. Ich würde schon Ehrlichkeit erwarten. Außerdem sollte er es auch erfahren, denn es kann ja immer mal passieren, dass die Versorgung nicht klappt oder man für zwei Wochen in Urlaub will. Wenn er Subutex hört, denkt er nicht gleich an Junkies und Spritzen und so, Subutex ist nicht so verrufen, und das wirkt dann auch anders auf jemanden, der eigentlich keine Ahnung hat von der Materie. Ich würde ihn dann auch zum Arzt mitnehmen, sobald es einen gibt, denn der kann die ganze Problematik um Sucht sicher am besten erklären - sofern Dein Mann sich nicht schon vorher mit der Thematik beschäftigt.
Selbst runterdosieren ist nicht ganz einfach, es gehört viel Disziplin dazu und es geht auch nicht im Hoppla-Verfahren. Im Internet gibts auch so Schemata, wie man vorgehen sollte. Am Anfang maximal 2mg weniger nehmen, die neue Dosis dann immer mindestens 10 Tage halten, ab einer Dosis von 4mg würde ich nur noch 1mg-Schritte machen, ab einer Dosis von 2mg dann nur noch 0,2mg Reduktionsschritte. Ich hab das aber noch nicht ausprobiert.
Viel Glück und berichte doch nochmal, wie es so weiter geht bei Dir. |
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cosister75 Anfänger
Anmeldungsdatum: 19.02.2013 Beiträge: 3
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Verfasst am: 1. Sep 2013 16:09 Titel: |
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Vielen Dank erstmal für die wirklich hilfreichen Antworten Werde auf jeden Fall kommende Woche zur Drogenberatung gene. Denn das muss ich wohl zuerst mache. Habe nämlich Freitag bei einem Sub-Doc gesprochen bzw mit der Sprechstundenhilfe.. und die sagte mir dass die Beratungsstelle das entscheidet. Werde natürlich berichten wie es weitergeht. Und meinen Mann werd ich wohl auch einweihen. Aber der passende Augenblick.. is schwierig.. |
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