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cora22 Anfänger
Anmeldungsdatum: 08.03.2015 Beiträge: 2
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Verfasst am: 8. März 2015 13:11 Titel: Sucht in der Familie (Chrystal) |
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Hallo liebes Forum,
brauchte bitte eure Meinungen bzw Erfahrungen:
Mein Schwiegersohn nimmt seit einigen Jahren Chrystal, eine ambulante Therapie hat nichts gebracht. Vor kurzem hat meine Tochter wieder Stoff und Gebrauchsgegenstände zum Konsum gefunden. Mein Schwiegersohn hat schon fast den gesamten Jahresurlaub für 2015 genommen, weil er teilweise nicht arbeitsfähig war.
Er hat Stimmungsschwankungen, hat sich auch schon gedroht, etwas anzutun. Meine Tochter hat mit seinen Eltern gesprochen, die meinen nur, die beiden seien alt genug. Meine Erkundigungen bei der Suchtberatung bzw der Polizei haben nicht viel gebracht, so lange keine Gewalttätigkeit bzw akute Gefahr ausgeht, können die nichts machen bzw ihn auch nicht zwangseinweisen.
Ich mache mir solche Sorgen, stehe im ständigen Kontakt zu meiner Tochter aus Angst, er könne entweder unter Drogen oder aus Entzugserscheinungen heraus ihr etwas antun.
Habe meiner Tochter angeboten,vorübergehend zu mir zu ziehen oder sich eine eigene Wohnung zu suchen, um ihn unter Druck zu setzen. Zu beidem kann sie sich (noch?) nicht überwinden. Sie hat ihm Handy und Geldbörse und EC-Karte entzogen, um ihn unter Kontrolle zu halten und den Konsum und die Beschaffung zu verhindern. Gehe aber davon aus, dass das kein Weg ist. Wenn die Sucht da ist (und es ist meiner Meinung schon weit schlimm!), ist der Sprung zu Beschaffungskriminalität und Geldborgen (bei wem auch immer) nicht mehr weit.
Das Arbeitsumfeld weiß übrigens auch über die Sucht Bescheid. Ungünsigerweise arbeiten beide in der gleichen Firma. Kann man denn nicht mit dem Arbeitgeber sprechen, dass dieser Druck ausübt und einen stationären Entzug bzw eine Therapie verlangt?
Wer hat ähnliche Erfahrungen bzw Ansätze für Lösungen?
Lieben Dank!
Mama |
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Praxx Foren-Guru

Anmeldungsdatum: 25.07.2014 Beiträge: 3203
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Verfasst am: 8. März 2015 14:01 Titel: |
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Hallo Cora,
eine Therapie, zu der jemand gedrängt oder gar gezwungen wird, ist in der Regel nutzlos. In solchen Fällen verweigern die Therapieeinrichtungen auch die Aufnahme - wegen "Aussichtslosigkeit".
Bei Suchtkrankheiten wird auch längst keine Zwangseinweisung mehr vorgenommen, aus dem gleichen Grund.
Ausnahme ist lediglich die vom Gericht angeordnete Unterbringung in einer Entzugsanstalt wegen suchtbedingter Delikte, für die der Täter wegen seiner Sucht schuldunfähig ist ("§64")
Dein Schwiegersohn muss schon selbst darauf kommen, dass er Hilfe braucht oder was ändern muss.
Je mehr du und deine Tochter ihn bedrängt, um so größer wird sein Widerstand dagegen - da müsste er sich ja unterwerfen und seine Autonomie aufgeben!
Du und deine Tochter - IHR solltet euch in der Suchtberatung beraten lassen, wie ihr euch verhalten sollt, nicht, was ihr mit ihm oder er mit sich machen sollt!
Tut das, was FÜR EUCH richtig und wichtig ist, er ist erwachsen und kann sich um sich selber kümmern!
LG
Praxx |
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cora22 Anfänger
Anmeldungsdatum: 08.03.2015 Beiträge: 2
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Verfasst am: 9. März 2015 19:32 Titel: |
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Hallo,
erstmal vielen Dank für das Interesse.
Ist natürlich einfacher gesagt, eigene Beratung, klar können wir das machen.
Trotzdem fühlt man sich hilflos der ganzen Sache. Selbst kann man auf ihn ja nicht nur Druck ausüben und versuchen, ihn zu einer Therapie überreden.
Ich hab wirklich keinen Schimmer... |
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musikera Gold-User


Anmeldungsdatum: 07.11.2013 Beiträge: 928
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Verfasst am: 9. März 2015 21:34 Titel: |
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Ja nun haben wir eine "besorgte Schwiegermutter"...
Ich hatte zunächst heftig überlegt ob ich antworten soll...
Nun egal...
Warum sorgst Du Dich? Warum bist Du hier aufs FORUM gekommen und nicht Deine Tochter? Warum setzt ihr oder Deine Tochter dem Treiben kein Ende?
Deine Tochter könnte doch eine Auszeit nehmen und zu Dir ziehen...und dem Typen ne Ansage machen...manchmal hilft so was...auf jeden Fall sieht es nicht sooo rosig aus. Deine Tochter kann daran zugrunde gehen. Sie ist noch jung und hat so nen Typen an der Backe. Wie soll die Zukunft aussehen?
Klingt hart was ich da sage. Aber offensichtlich geht das ja schon ne Zeit und gut zureden und Verständnis haben ist auch nix. Nun hast du Angst das er Aggro ist ohne Stoff? Übel übel übel...
Eine Lösung gibt's nur wenn ER es einsieht und diese Beziehung auch retten will und vor allem sich selbst retten will. PRAXX hat das wesentliche gesagt...der ist Arzt und weiß so einiges aus Erfahrung.
Mein Rat: deine Tocchter soll ausziehen oder noch besser er soll ausziehn...sozusagen eine Auszeit für beide. Harter Tobak mein Rat?
Viel Kraft
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Domenico Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 19.04.2013 Beiträge: 3089
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Verfasst am: 10. März 2015 05:47 Titel: |
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Hallo Cora!
Ja praxx hat recht eine therapie bringt nichts wenn man das unter zwang macht.
es muss klick machen bei deinem schwiegersohn.
nur wenn er selbst einsieht das er suchtkrank ist und das er hilfe braucht hat das
ganze einen sinn!
Ich bin selbst suchtkrank,Ich bin abhängig von opiaten aber trotzdem denke Ich
das die beziehung so auf dauer keinen sinn mehr macht!
deine tochter ist mit sicherheit co-abhängig.o hört Ich jedenfalls so an.
sie sollte sich dringend selbst hilfe suchen.sie sollte zur suchtberatung gehen.
Entweder zur diakonie oder zur caritas.
Es gibt auch selbsthilfe-gruppen für angehörige oder co-abhängige.
Deine tochter muss mit ihm klartext reden.er wird nur aufwachen wenn sie
Ihm nicht mehr länger hilft und unterstützt!
so sachen wie die ec karte einbehalten geld wegnehmen oder sonst was führt nur
dazu das er kriminell wird oder sich überall geld leiht oder sich hinterher noch
einen kredit nimmt oder so.er hat ja einen job und kann durchaus kredit nehmen.
und mit seinem chef reden bringt erst recht nichts denn hinteher verliert er noch
seinen job!
Das alles hat keinen sinn!er muss selbt hilfe wollen sonst wird es nichts bringen.
Ich weiss das bringt dir nichts du macht dir trotzdem sorgen.du kannst dir wenn
dir das alles zu viele sorgen macht dir auch selbst hilfe suchen!
bei eiem therapeuten oder bei der suchtberatung.die können dir auf jeden fall helfen
und auch tipps geben wie du mit der situation umgehen sollst!
Auf jeden fall ist eins klar dein schwiegersohn muss selbt hilfe wollen sonst bringt das
alls nichts!
Ich wünsche dir auf jeden fall alles gute und hoffe das dein schwiegersohn aufwacht
und noch die kurve bekommt.alles gute!LG Vittorio |
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