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EKöln Anfänger
Anmeldungsdatum: 02.02.2015 Beiträge: 5
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Verfasst am: 27. Mai 2015 21:23 Titel: Pep/Speed sucht |
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Nach ca. 20 Jahre fast tägliche Speed Konsum, hat mein Freund geschafft statt fast jeden tag Pep zu benutzen, ´´nur ´´ 1 mal die Woche. Laut seine Ansage , ca. 8 gr. Er hatte Extrem Verfolgungswahn ( obwohl er ist sich 100% sicher ist das es mit dem Drogen nichts zu tun hatte) . Er behauptet er wird abgehört, in seinen Auto ist Wlan und GPS, ich hätte Ihn ein Chip in dein Lippen implantiert, seine Wohnungen sing überall Kameras. Meine Frage: Ich habe gesagt, nach 7 Jahre zusammen, das wir nur eine Chance haben wenn er zu eine Therapie geht. Und jezt versucht er mir zu überzeugen das ein mal die Woche Speed zu nehmen wäre harmlos und ich übertreibe voll, und sollte locker lassen. In seine Umfeld fast jeder ( und das Stimmt ) nimmt es , ob es abzunehmen oder Party machen.
Wie harmlos ist dieser Stoff wirklich? Mit dem Verfolgungswahn ist ein bisschen besser geworden aber der Gedanke mit jemanden zu sein , der schon 40 ist, 2 Kinder hat, und immer noch , wie er sagt, ein KICK braucht, ekelt mich. Oder bin ich zu Spiessig? |
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Haschgetüm Platin-User


Anmeldungsdatum: 26.03.2015 Beiträge: 2502
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Verfasst am: 28. Mai 2015 00:56 Titel: |
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Naja, fällt dir aber früh auf, oder? Das Verfolgungswahn nix mit Drogen zu tun haben soll ist natürlich bei Drogensüchtigen eine weit verbreitete Annahme. Sonst müsste man ja auch aufhören mit Drogen und das kann und darf nicht sein.
Woran soll´s denn dann liegen? Wahrscheinlich isses gar kein Wahn sondern die Realität. Das hat Wahn so an sich.
Nein du bist nicht zu spießig, Drogenkonsum muss man nicht akzeptieren und sollte man nicht unterstützen. Andererseits frage ich mich natürlich, warum du das 7 Jahre lang mitmachst und es dich nun anekelt?
Ein mal pro Woche und dann 8 ! Gramm? Da dauert der Tag dann aber von Donnerstag bis Sonntag. Ich kenn ja schon viele Druffis, aber 8 Gramm haut sich da keiner am Tag in die Birne, eher in der Woche.
Tjoar... was da hilft?
Akzeptieren - oder trennen.
Ich glaube ich hatte dir in deinem alten Thread schon mal geantwortet... dein Freund braucht in zualler erst Mal nen Psychiater. Vorher bringt ne Therapie gar nix - Patienten mit Wahnvorstellungen werden nämlich nicht therapiert.
1. Entgiftung
2. Symptomfreiheit
3. Therapie |
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Praxx Foren-Guru

Anmeldungsdatum: 25.07.2014 Beiträge: 3203
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Verfasst am: 28. Mai 2015 01:01 Titel: |
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Harmlos ist dieser Stoff überhaupt nicht, und die geschilderte Paranoia ist typische Folge des Langzeitkonsums.
Dagegen hilft nur ein kompletter Stopp, nach ein paar Wochen sollte ein Psychiater klären, ob der Wahn abgeklungen ist oder eine antipsychotische Behandlung notwendig ist.
Auch wenn es schon mal eine ordentliche Leistng ist, den Konsum soweit zu reduzieren - da ist noch kein Entschluss, es mal "ohne" zu versuchen.
Ob du damit klarkommst, musst du entscheiden - das ist überhaupt nicht spießig, sonder sehr vernünftig.
Glaub bloß nicht "davon krieg ich ihn auch noch weg" - das muss er schon selber wollen.
LG
Praxx |
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mesut976 Gold-User

Anmeldungsdatum: 15.02.2015 Beiträge: 930
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Verfasst am: 28. Mai 2015 01:32 Titel: |
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Hallo,
Haschgetüm hat die wichtigen Dinge schon angesprochen, also ich hab auch ähnliche Filme gefahren wie dein Freund. Und ich sag dir wie es ist, im Normalfall liegt vor euch noch ein ganz ganz langer Weg. Es sei denn es geschieht ein Wunder und er hört von heut auf morgen auf, selbst dann würde es noch viele viele Monate, vielleicht sogar Jahre dauern, bis er halbwegs alltagstauglich und normal wird. Viele hören auch ne Zeit mit Drogen auf und kompensieren das ganzte dann erstmal mit Alkohol, weil das reißt schon ein riesen Loch in den Schädel und den versucht man dann zu stopfen, das uist sehr häufig der Alkohol. Denn: Kriegt man ja überall, macht ja jeder und is ja legal usw...
Wenn er aufhört mit Speed, so entsteht da erstmal ein RIESEN loch. Man fängt ernsthaft an das Leben zu spüren, die Gefühle spielen verrückt, lustlos, antriebslos, miese laune, selbst das Lachen musste ich wieder neu lernen. Alles andere war einfach nur gespielt usw und ich war in den 8 Jahren meiner Sucht auch ganz normal arbeiten, manche konnten das gar nicht glauben, das ich mit Drogen was am Hut hatte. Und ich bin gelernter Kaufmann
Ich hab knapp 8 Jahre jeden Tag ähnliches genommen und dein Freund geht gerade "dauerbetäubt" durch die Welt. Wenn der aufhört, dann fängt der erst an alles richtig und real wahrzunehmen. Und ich denke sein Konsum zieht schon ein Rattenschwanz mit sich, z b Kriminalität, Kinder vernachlässigen, Job, Finanzen, Führerschein usw all diese unschönen Dinge kann man jetzt in aller Ruhe mit den Drogen verdrängen und wenn man damit mal aufhört, dann spürt man erst was wirklich angerichtet wurde und was wirklich Sache ist. Jetzt denkt man immer nur bis zum nächsten Konsum, weil wenn die Birne dicht ist, dann scheint ja alles in Ordnung, vorerst zumindest !
Dir persönlich kann ich nur den Rat geben, das du dich nicht zu sehr da rein steigerst. Du machst dich sonst verrückt, du musst auch an dein eigenes Leben denken. Und sein Leben ist sein Leben, er kann damit machen was er will, wenn es dir zuviel wird, dann musst du dich zurückziehen und dich abgrenzen können.
Um Ihn zu einer Therapie zu bewegen, kannst du nur ab und an "kleine Nadelstiche" setzen...z b Fragen wie sollen die nächsten 5 Jahre aussehen ? Willst du das mit ins Grab nehmen ? Nachteile erwähnen usw
Seine Psychoeffekte werden immer schlimmer werden, gerade durch Speed ! Vielleicht meldet sich Sienna noch, die hat das auch excessiv genommen und kann etwas dazu beitragen.
Je eher er aufhört, umso größer sind seine Chancen wieder halbwegs fit im Kopf zu werden...
Du kannst eine wichtige Rolle als Helferin einnehmen, die auch benötigt wird, alleine schafft man sowas eher weniger...man braucht schon jemanden, der auch zuspricht und Mut macht, auch während der ganzen Therapiezeit usw
Gruß |
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Revo Gold-User

Anmeldungsdatum: 28.11.2014 Beiträge: 698
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Verfasst am: 28. Mai 2015 22:56 Titel: |
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Wenn du nicht damit klarkommst, dass er seinen Kick braucht, trenn dich von ihm. Solche Menschen gibt es eben. Der wächst da nicht mehr raus. |
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