Können ALLE Drogen helfen?

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Praxx
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3203

BeitragVerfasst am: 19. Jul 2015 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Chaosqueen,
dass alle Opioide bei Daueranwendung zu Toleranzentwicklung führen, ist leider völlig normal. Das liegt an der Struktur des "µ-Opioidrezeptors".
Bei Schmerzpatienten lässt sich die Toleranzentwicklung durch eine "Opioidrotation" überlisten, d.h., man verwendet immer andere Opioide, die an unterschiedlichen Untereinheiten des Rezeptors binden.
Im Gegensatz zu Schmerzpatienten, für die nur drei Substanzen zur Verfügung stehen, ist die Auswahl bei Schmerzpatienten bedeutend größer.
Opiate mit Morphin als Wirksubstanz (Morphin, Codein, Heroin), Oxycodon, Hydromorphon, Fentanyl, Buprenorphin, Levomethadon...
Also bei nachlassender analgetischer Wirkung das Präparat wechseln... und sich auf keinen Fall an der Euphorie orientieren, die verschwindet bei allen Opis sehr schnell und die Gier danach führt zu rasanten Dosissteigerungen!

LG

Praxx
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Poppy59
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 08.07.2015
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 19. Jul 2015 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, ich bin ein sog. Ex Junkie,m56,Alleinerziehend u. HepC (noch)infiziert Eigentlich egal, aber ich möchte nicht das mir irgendeiner dies um d.Ohren haut Wels für ihm nicht mehr schlüssig ist.

Viel Glück!
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QyX
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.07.2013
Beiträge: 1270

BeitragVerfasst am: 19. Jul 2015 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx hat Folgendes geschrieben:
Hi Chaosqueen,
dass alle Opioide bei Daueranwendung zu Toleranzentwicklung führen, ist leider völlig normal. Das liegt an der Struktur des "µ-Opioidrezeptors".
Bei Schmerzpatienten lässt sich die Toleranzentwicklung durch eine "Opioidrotation" überlisten, d.h., man verwendet immer andere Opioide, die an unterschiedlichen Untereinheiten des Rezeptors binden.
Im Gegensatz zu Schmerzpatienten, für die nur drei Substanzen zur Verfügung stehen, ist die Auswahl bei Schmerzpatienten bedeutend größer.
Opiate mit Morphin als Wirksubstanz (Morphin, Codein, Heroin), Oxycodon, Hydromorphon, Fentanyl, Buprenorphin, Levomethadon...
Also bei nachlassender analgetischer Wirkung das Präparat wechseln... und sich auf keinen Fall an der Euphorie orientieren, die verschwindet bei allen Opis sehr schnell und die Gier danach führt zu rasanten Dosissteigerungen!

LG

Praxx


Ich weiß nicht ob das mit der Toleranzentwicklung bei Schmerzpatienten pauschal so stimmt. Kommt doch immer drauf an, um was für eine Erkrankung es ursächlich geht. So kann eine notwendige Dosissteigerung als Ursache auch eine Verschlimmerung der Grunderkrankung haben.

Bei meinem RLS kann ich sagen, dass ich vor allem bei Oxycodon eine Dosissteigerung erlebt hatte und ich da alle 2-3 Monate die Dosis erhöhen musste.

Bei Morphin und Hydromorphon hatte ich diese Effekte nicht. Ich nehme jetzt schon seit über einem Jahr praktisch die selbe Dosis Hydromorphon. Da scheint sich nichts mehr zu tun.

Ich kann mir aber gut vorstellen, dass bei Rückenschmerzen es immer relativ schnell zu Dosissteigerungen kommt.

Alles in allem würde ich einfach nicht so pauschal urteilen.

Würde als Schmerzpatient auch niemals Methadon / Levomethadon nehmen wollen.
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Chaosqueen
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 14.05.2015
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 21. Jul 2015 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Zuallererst muss ich mich berichtigen:

Natürlich nehme ich NICHT 18 ml Methadon, sondern 1,8 ml; respektive 1,5 ml am heutigen Tag.

@ Praxx

Danke für Deinen Beitrag. Und nein, Euphorie ist gar nicht mein Ziel. Ich möchte nur möglichst unbeeinträchtigt am Leben teilnehmen, ohne abhängig zu sein - und damit meine ich die Abhängigkeit vom Schmerz, der mich einschränkt. Lieber bin ich von einem Medikament abhängig, wenn sich dadurch meine Lebensqualität deutlich bessert.

@ Qyx

Auch Dir lieben Dank für Deinen Beitrag und Deine persönlichen Erfahrungen zum Thema. Hydromorphon werde ich auf jeden Fall bei meinem Doc ansprechen, würde es damit gerne einmal probieren.


Liebe Grüße

Chaosqueen
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