Komplett clean Leben geht das?

Gehe zu Seite Zurück  1, 2
Neues Thema eröffnen   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.    Drogen-Forum Foren-Übersicht -> Clean sein
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Seppel 4
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 1593

BeitragVerfasst am: 26. Apr 2016 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

@Mesut

Genau das ist es!

Sepp
Nach oben
nebukadnezar
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4292

BeitragVerfasst am: 26. Apr 2016 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Also das sehe ich etwas anders. Das Schlüsselwort in dem Zusammenhang ist wohl
- wie von surreal- angemerkt " können". Es gibt ja nun mal unzählige Beispiele von Usern, die
Alkohol, Cannabis, Kokain und evtl. auch H konsumieren, ohne das ihr Leben neg. beeinflusst wird. Der ausgewogene Umgang, eine stabile ausgebildete Persönlichkeit, intaktes soziales Umfeld u.a. müssen nicht durch Drogen zerstört werden. Ich würde sogar sagen, es sind nicht die Drogen, sondern man selbst zerstört ggf. sein Leben.
Natürlich entwickelt sich durch den Konsum eine gew. Labilität und Bewusstseinsveränderung, aber der Weg dahin wird nicht durch die Droge gesteuert, sondern man selbst lässt diese Veränderungen zu.
Ich würde eher sagen, wer kann ist besser dran, wenn er die Dinge nutzen kann, ohne das sie beeinflussen .

Naja, da bin ich wohl gescheitert Confused

LG N
Nach oben
mesut976
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 15.02.2015
Beiträge: 930

BeitragVerfasst am: 26. Apr 2016 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

So nach 20 Jahren Sucht ist das natürlich einfach gesagt, man muss hier glaube ich auch etwas differenzieren. So ein Jonny einmal im Monate, kann man jetzt nicht mit Exctasy, Speed, Kokain, Heroin oder Crystal vergleichen, bei diesen Drogen würde ich per se sagen, Finger weg ! ! !

Wenn einer noch nie ein Suchtproblem hatte, (soll es ja geben) und regelmäßig in Abständen sich mal was gönnt, dann ist das Ok.

Aber jemand der schonmal ein Suchtproblem hatte, wird das auf Dauer, eher weniger auf die Reihe bekommen. Zumindest ist meine persönliche Erfahrung so, auch haben das sehr viele in der Reha bestätigt. . . . . .
Nach oben
mikel015
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 4068

BeitragVerfasst am: 26. Apr 2016 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Das ganze Leben ist eine "Droge", ein hormoneller Trip, voller Glücksgefühle und Depressionen, voller "Ups" und "Downs", der Mensch ist süchtig nach Glücksgefühlen, der Körper produziert Serotonin und Dopamin, doch manchmal will er mehr und stimuliert diese mit externen Substanzen
Drogen können schön sein, sie können bei falscher Anwendung, falscher Dosierung und falscher Zusammensetzung auch zur Qual werden. Bei vielen Drogen bestimmt auch Set und Setting den Trip, man sollte als paranoider, ängstlicher Mensch niemals Drogen nehmen, schon gar nicht in einem völlig unpassenden Umfeld


so sehe ich das generell! Cool

so Long
mikel
Nach oben
dimoh
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 21.12.2015
Beiträge: 528

BeitragVerfasst am: 27. Apr 2016 06:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mesut,
finde ich gut erklärt.
Bei mir kommt es an: Durch das Zeugs haben wir regelrecht vergessen, wie sich "das Leben" ohne Chemie anfühlt. Und empfinden es eben als langweilig, schlecht oder wie auch immer, wenn "Normalität" sich einstellt.

Nur: Erstmal muss man dahin ja kommen.

Und ob ein "gelegentlicher Genuss" bei Sucht funktioniert, - fraglich...

Wäre schön, dakini, da mal hin zu kommen. Und "einfach so lebendig" zu sein.

Confused

Gruß dimoh
Nach oben
mesut976
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 15.02.2015
Beiträge: 930

BeitragVerfasst am: 27. Apr 2016 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

dakini hat Folgendes geschrieben:
Sehr subjektiv, aber schon immer meine Meinung:
Wer kann, ist besser "ohne alles dran"!
Der Körper als Tempel der Seele mag gern rein gehalten werden.

Stellt sich die Frage, nach den Substanzen, die wir heute Lebensmittel nennen...

P.S. Mesut, mein Lap Top hatte den Geist aufgegeben, Festplatte beschädigt. Vor mir ein neuer nun...Ich finde die Kontakte der mail adressen bislang nicht auf der rescue disk... Crying or Very sad


Ich hab dir eine Mail geschickt, somit müsstest du nur in deinem Email Eingang nachsehen

Gruß
Smile
Nach oben
surreal
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2239

BeitragVerfasst am: 27. Apr 2016 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das ist halt die Frage: kann ein Süchtiger irgendwann wieder moderat konsumieren, ohne die Kontrolle zu verlieren. Die Lehrmeinung ist ja ganz klar: nein. Ich persönlich bin da skeptisch (zu einem guten Teil aber bestimmt auch ganz einfach deshalb, weil ich auf die Drogen nicht ganz verzichten will, obwohl ich mal süchtig konsumiert habe...).
Was ich aber auf jeden Fall denke, ist, dass man die Drogen, von denen einer mal abhängig war, von denen unterscheiden kann, wo das nicht der Fall war. Jemand, der etwa Alkoholiker ist, muss nicht notwendig auch vom Gras abhängig werden, wenn er nun hin und wieder mal einen raucht.
Was mich angeht, kann ich fast sicher sagen, dass ich von Cannabis nie abhängig würde. Ganz einfach, weil es mir in den meisten Situationen gar nicht bekommt und mich immer mehr oder weniger anstrengt.
Alkohol trinke ich mittlerweile auch wieder, aber nicht mehr, um mich zu berauschen. Da habe ich gar kein Bedürfnis mehr danach. Ein Arzt hätte mich zu dem Zeitpunkt, als ich viel getrunken habe, aber bestimmt als Alkoholiker eingestuft. Wenn ich jetzt aber keine Gier auf mehr erlebe, wenn ich mal ein Glas trinke, dann muss ich auch nicht darauf verzichten. Nur aus Prinzip schränke ich mich nicht ein.
Nach oben
Sunny12345678910
Anfänger


Anmeldungsdatum: 15.04.2016
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 27. Apr 2016 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann deine Frage eigentlich nicht wirklich beantworten. Das einzige wovon ich mal abhängig war, war Nikotin. Ich habe es als extrem schwierig empfunden, nur ab und zu, zu rauchen. Man hat sich selbst immer wieder in Versuchung geführt. Nur der komplette Verzicht, hat es mir einfach gemacht. Die "Gespenster" im Kopf bleiben für eine Weile, manchmal werden sie etwas lauter aber irgendwann wird ihnen langweilig und sie sind weg Laughing
Nach oben
dakini
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3361

BeitragVerfasst am: 28. Apr 2016 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

Surreal,

mag sein, Du bist die Ausnahme, die es ja gibt, immer und überall.
Aber so haben wir alle mal angefangen, mit Phasen, in denen es gar keinen Suchtdruck gab, selbst nach längerem Konsum. Und moderate Dosen gelegentlich kein Problem waren, auch über Jahre...CAVE! Wink
Nach oben
surreal
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2239

BeitragVerfasst am: 28. Apr 2016 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sage nicht, dass ich die Ausnahme bin. Bei den Opiaten muss ich mich nach wie vor sehr beherrschen, um es nicht zu übertreiben (ich hoffe aber trotzdem, dass ich es hinbekomme, weil ich einfach nicht ganz darauf verzichten will). Nur beim Alk ist eben wirklich kein Bedürfnis nach Rausch mehr da. Bestimmt auch, weil ich dafür jetzt halt die Opiate verwende. Aber wenn süchtiges Verhalten wirklich durch eine Veränderung der Hirnchemie bedingt wäre und so immer eingebrannt bliebe und die entsprechenden Handlungen quasi automatisch ablaufen würden, wenn man den Stoff, von dem man süchtig war/ist, wieder zuführt, dann müsste eine solche Reaktion jetzt auch bei mir ablaufen, wenn ich mal etwas Alkohol trinke. Ansonsten wäre es durchaus etwas, das man auch wieder verlernen kann oder das sich sozusagen wieder auswachsen kann. Und da ich wirklich kein Bedürfnis nach mehr spüre, wenn ich mal was trinke, gehe ich davon aus, dass eine solche Reaktion da nicht abläuft. Von daher sehe ich auch keine große Gefahr darin, mal ein Glas Wein zu trinken.
Nach oben
mesut976
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 15.02.2015
Beiträge: 930

BeitragVerfasst am: 30. Apr 2016 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab mir mal den einen oder anderen Gedanken gemacht, so nachdem Motto ; Gibt es wirklich Leute die damit umegehen können und bin ich nur der Depp ? Smile Smile

In meinem Umfeld gibt/gab es nur sehr wenige die wirklich nur "Ab und An" mal gekifft haben. Aber es gibt sie, muss man zugeben und auch anerkennen.

Es ist aber wiklich nur ein ganz ganz kleiner Teil davon, die meisten haben es dann im nachhhinein doch alle übertrieben wie tägliches Kiffen, weitere Experimente mit neuen Drogen usw ...

Es sind wirklich nur die wenigsten diszipliniert geblieben, die meisten davon haben es einfach übertrieben...

Jetzt im nachhinein mit einer gewissen Reife als Mensch und mit 20 Jahren Suchtmittel Erfahrung, bekommt man das sicherlich besser hin als ein jähriger.

Dennoch besteht dann auch wieder die Gefahr,dass wenn es ne Zeit gut geht mit dem Kiffen, dass man dann dazu neigt leichtsinnig zu werden und irgendwann mal ne Line Pep auf'n Geburtstag kommt oder ähnlich . . . .

Beste ist, die Finger von lassen und gut ist.
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.    Drogen-Forum Foren-Übersicht -> Clean sein Alle Zeiten sind GMT + 2 Stunden
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
Seite 2 von 2
Gehe zu:  
Impressum & Rechtliches
ForenübersichtIndex   SucheSuche   FAQFAQ   LoginLogin