Sorge um Mann wg. Speed/Pepp - Ahnungslose sucht Rat

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Anonyme_Tulpe
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.10.2016
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 5. Okt 2016 13:46    Titel: Sorge um Mann wg. Speed/Pepp - Ahnungslose sucht Rat Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
ich schreibe hier, da ich einfach nicht weiß, was ich tun soll bzw. wen ich ansprechen soll. Kenne niemanden im Bekanntenkreis, der sich gut mit Drogen auskennt.

Ich versuche mich kurz zu fassen.
Mein Mann und ich sind schon seit ca. 10 Jahren zusammen, seit 5 Jahren verheiratet und haben 2 Kinder. Wir kennen uns allerdings schon länger.
Er (44) hat längere Zeit nebenbei als Türsteher gearbeitet, ist aber gleichzeitig aber auch einen normalen guten Beruf nachgegangen. Das Türsteher-Dasein hat glücklicherweise seit ein paar Jahren ein Ende. Dafür hat er einen stressigen Job...
Ich weiß, dass er schon mit Mitte 20 ab und an Speed genommen hat, damals wohl vor allem für die Türsteherei. Er sagte damals, "Das Zeug würde nur wach halten".
Jetzt vor 4-5 Jahren hatte ich ihn dabei erwischt wie er wieder eine Line gezogen hat. Und sagte ihm wie unverantwortlich ich das finde (es war kurz nach der Geburt) unseres ersten Kindes. Und er hat mir versprochen, dass er es nicht mehr tun würde.

Jetzt habe ich vor einigen Monaten entdeckt, dass er nach wie vor das Zeug zieht. Morgens vor dem Arbeiten. Ich dachte es mir schon, da er ständig vom einen ins andere Extrem verfällt. Ich habe nix gesagt, weil ich es erst mal weiter beobachten wollte. Tatsache ist, er nimmt es in einer Woche öfter mal, arbeitet dann auch extrem viel und dann hängt er wieder voll drin, schläft nur, manchmal tagelang, isst unheimlich viel und wird depressiv. Und dann rappelt er sich wieder auf und alles fängt von vorne an. Diese 2 extreme Phasen werden irgendwie immer extremer noch... Um die Kinder kümmer ich mich quasi alleine. Für ihn ist es immer nur wichtig gut Geld zu verdienen.

Jetzt zu meinen Fragen. Ist er süchtig? Kommen die Depressionen durch das regelmäßigen Speed nehmen? Wie schädlich ist das Zeug für den Köper (wenn man davon ausgeht, dass jmd. sowas schon Jahre nimmt)? Und ganz dumm gefragt... wie viel kostet das Zeug überhaupt?
Und die wichtigste Frage überhaupt... wie kann ich ihm helfen? Bzw. kann ich ihn überhaupt helfen?

Schon mal Danke für Eure Antworten!
LG
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Praxx
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3064

BeitragVerfasst am: 5. Okt 2016 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tulpe,

ob dein Mann süchtig ist oder "nur" einen "Amfetaminmissbrauch" betreibt, ist aus der Ferne nicht beurteilbar, schon gar nicht aus zweiter Hand...
Amfetamin benutzt für seine Wirkung körpereigene Substanzen, die dann natürlich verbraucht werden und nach dem Trip - oder bei zu langer Einnahme - fehlen. Depression ist die natürliche Reaktion des Körpers auf diesen Raubbau. Wird zu lange ohne Pause konsumiert, kommt es zum "Crash", wie das die Konsumenten nennen: Totaler physischer und psychischer Zusammenbruch mit überlangem Schlaf, Depression, Dysphorie nach dem Aufwachen.

Natürlich ist ein chronischer Konsum von Pep mit körperlichen Risiken verbunden: Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt, erhöhtes Risiko einer frühen Parkinson-Krankheit.

Psychische Folgen sind Depressionen, aber auch psychotische Episoden und (manchmal) bleibende Wesensänderung. Hinzu kommen Probleme durch die Speed-induzierte Selbstüberschätzung: Gewalttätigkeit, Straftaten, Überschuldung...

Amfetamine verursachen kein körperliches Entzugssyndrom, können also recht einfach entzogen werden - das Problem ist die Konditionierung des Gehirns auf die Stoffzufuhr, die wie bei Alkohol oder Heroin zu Rückfällen auch nach langer Abstinenz führt.

Ich habe gute Erfahrungen mit Baclofen bei der Behandlung von Amfetaminabhängigkeit gemacht. Voraussetzung dafür ist aber, dass er etwas daran ändern will.

Geh zu einer Drogenberatungsstelle und lass dich informieren, wie du dich am besten verhältst. Nur er selber kann etwas tun, das kannst du ihm nicht abnehmen.

LG

Praxx
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