Erneuter Entzugsversuch !

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Gaucho
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.08.2015
Beiträge: 1022

BeitragVerfasst am: 17. Aug 2017 01:44    Titel: Erneuter Entzugsversuch ! Antworten mit Zitat

Wie der ein oder andere sicherlich bemerkt hat, habe ich mich hier in diesem Forum seit geraumer Zeit nicht mehr eingebracht. Ich meine, wozu auch?

Es gab ja ohnehin nichts Neues zu berichten und außerdem habe ich mich für mich selber geschämt. Ich habe all meine ehemals aufgestellten "goldene Regeln" gebrochen und teilweise sogar mehrmals am Tag konsumiert (kurze Episode), anstatt nur alle 24 Stunden.

Meine niedrige Toleranz, auf die ich früher immer so stolz war - der ein oder andere wird sich sicher noch von meiner Schwärmerei über 60-90 mg DHC Laughing erinnern - ist inzwischen total durch die Decke gegangen und ich brauchte zuletzt knapp 300 mg Tramadol bzw. 270mg DHC um die ursprüngliche Wirkung zu erreichen und doch war es nicht mehr das Selbe wie früher, da die Wirkungsdauer stark verkürzt war.

Also habe ich mich mit Opiumtee eingedeckt, weil dieser trotz hoher Dosierung von etwa 10 Gramm Kapselpulver immer noch sehr billig ist (50 Cent pro Turn) und vergleichsweise lange anhält (knapp 24 Stunden)

Das funktionierte auch ganz gut, doch bekam ich vom Opium quälende Verstopfungen, welche meine Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen. Im Vergleich zu anderen Opioiden ist Opium deutlich obstipierender und daher nicht für den täglichen Gebrauch geeignet, sofern man keinen lebensbedrohlichen Darmverschluss riskieren will.

Vor genau 5 Tagen habe ich dann unter Tränen "den Allmächtigen" um Hilfe gebeten, auf das er mir bei meinem erneuten Ausstieg von der Sucht beistehen möge und meine Qualen lindern möge.

Eine gute Nachricht vorweg: Ich habe meinen Job noch und sogar die Probezeit bestanden. Meine Kollegen wissen von meiner Darmkrankheit und der damit verbunden "Opioidverschreibung". Kurzum, sie akzeptieren mich so wie ich bin, auch wenn ich manchmal total neben der Spur stehe und mit einem Tunnelblick durch die Gegen laufe, weil ich gedanklich mit ganz anderen Dingen beschäftigt bin.

Jedenfalls weiß man meine Qualitäten als "Verkäufer" durchaus zu schätzen, da ich dem Unternehmen solide Umsätze beschere.

Ich bin jetzt schon 5 Tage clean und das ist für mich schon eine tolle Leistung, wenn man bedenkt, dass ich die letzten drei Monate seit Mai täglich durchkonsumiert habe.

Nur meine Opioidrotation (DHC, Codein, Tramal, Bupre und Opium im Wechsel) konnte wahrscheinlich verhindern, dass ich körperlich draufkomme, was ich nämlich "Gott sei Dank" auch nach 3 Jahren nach wie vor nicht bin.

Ich schummel zwar derzeit noch ein Bisschen und nehme nebenbei ein wenig Clonazepam, Loperamid, Phenibut, Coffeintabletten, NAC und bei extremen Craving ein wenig Kratom.

Nächste Woche möchte ich aber den Mist komplett absetzen und nur noch bei extremen Craving Phenibut oder Kratom verwenden. Jedenfalls keine Benzos mehr, da ich Benzowirkung einfach nur verabscheue. Mit Alkohol habe ich ohnehin schon seit langem abgeschlossen. Das war nur eine sehr kurze Phase von wenigen Monaten. Seitdem ekelt mich das Zeug einfach nur noch an.

Aber ich bin fest entschlossen, dass ich es diesmal schaffen werde, wenn auch nur für 6 Wochen. Nur um meinem Ego zu zeigen, dass ich es immer noch drauf habe und mein Wille stärker als die Droge ist.

Mein Stolz würde es allein nicht zulassen, dass ich eine hohe Summe (mehr als 50€ im Monat) für Drogen ausgebe, da ich ja weiß wohin das führen würde - nämlich zum finanziellen Ruin und Verlust von Wohnung und Arbeit). Ich könnte mir eine neue Großpackung DHC bestellen, werde aber einen Teufel tun - weil ich dafür zu geizig bin und meine finanzielle Sicherheit bzw. Ersparnisse über den Drogen steht.

Abgesehen von wenigen getrockneten Mohnkapseln und ein wenig Kratom, habe ich jedenfalls nichts mehr da und mein Geld ist mir dafür auch einfach zu schade. Ich hoffe es mit Gottes Hilfe diesmal zu schaffen.

Ich hoffe mein Post klingt nicht wieder zu arrogant. Leider kann man der psychischen Abhängigkeit nur so trotzen. Selbstmitleid würde alles nur verschlimmern. Ich muss das mit mir allein ausmachen, denn nur ich allein kann mich von der Sucht lösen. Kein Arzt oder Hilfe von Außen kann mir dieses Laster abnehmen. Ich habe mir diese Sucht wissentlich eingehandelt, denn informiert war ich ja gut genug, und nun muss ich die Suppe eben auslöffeln.

Die Sucht ist für mich keine Krankheit, sondern eine Form der persönlichen Willensschwäche, sowie fehlender emotionaler/zwischenmenschlicher Verbindungen. Eine vorgeschobene Krankheit als Motiv für die Sucht zu benutzen, käme mir niemals in den Sinn.

Der Knackpunkt an der Sache. Ich muss mir etwas Neues suchen, etwas das die Sucht ersetzen könnte. Emotionale Bindungen und ein besserer Freizeitausgleich. Es gilt wieder zu lernen, dass man sich auch ohne die Droge mit sinnvollen Dingen beschäftigen kann und sich an den Dingen des Alltags zu erfreuen wie zb. ein warmer Sommertag.

Das sollte eigentlich ein Grund zur Freude sein, wird aber unter dem Einfluss von Opioiden zur Nebensächlichkeit bzw. der Sonnentag wird teilweise einfach überschlafen. Es gilt wieder mehr Wertschätzung für die Freiheit und das Leben zu finden.
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schattengewächs
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2185

BeitragVerfasst am: 17. Aug 2017 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

good morning, gaucho! Smile
schön, dass du uns "auf dem Laufenden hälst", was deine berufliche - und Drogen-karriere betrifft!
Das ganze ist ja quasi ein in sich selbst abgeschlossener Bericht aus dem kein Hilfeschrei hervorgeht, oder der Wunsch nach Tipps von unsereins,- Wink
Du hast selbst dein Konzept, die Idee mit der Opiat-Rotation ist nicht schlecht, - zumindest wird der physische Entzug dadurch wahrscheinlich erträglicher, nicht aber der PSYCHISCHE- !
Was mir persönlich nicht so zusagt, sind Begriffe, wie "für sich schämen" , "auf sich selbst stolz sein"- aber das sind nur so unwichtige Details, die mir beim Lesen auffielen. Da sind wir eben unterschiedlich.
Großes Lob auch dafür, dass du deinen Job wohl gemeistert kriegst, mit den Opiaten- nunja! da denke ich einfach, - es ist ne Persönlichkeitsfrage, ob man sich, wie z.B. caro, mikel (die ja auch arbeiten) aber mit ihrem Opiatspiegel!- arrangieren kann mit dem Stoff, oder nicht.
Die meisten leiden über kurz oder lang, so wie du, unter der Toleranzbildung!
Ich auch, aber das ist gerade nicht Thema.
Verstopfung ist echt übel! find ich selbst auch schlimmer als das "Gegenteil"-
Der Dreck muß schließlich raus... fühl mich schon, wenn ich einen Tag nicht auf dem Pott war, total "vergiftet" - also das signalisiert mein Köpfchen eben...

nunja, ich finde nicht, dass Krankheiten- speziell hier im Forum,- immer "vorgeschoben werden" als Grund für die Opiat-Einnahme. (du sagtest, dass du das nicht willst...)-
Aber Schilddrüsen-Ektomien, Morbus Crohn, Fibromyalgie und sonstige schwere orthopädische Erkrankungen sind immer "mit-einzubeziehen" in die Gesamtproblematik! Question Arrow Idea - auch in deinem Fall.
Das waren so spontan die Punkte, die ich ansprechen wollte, als ich dich las-
komisch, das hier niemand was dazu sagt.
Liegt aber eben daran, dass es mehr den Charakter eines "Zwischen-berichts" hat, der nicht nach Feedback schreit.
Alles Gute für dich! Kannst gerne weiterschreiben, - ich gebe dann meinen Senf dazu, wie immer... Cool
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Dr.Mabuse
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3202

BeitragVerfasst am: 17. Aug 2017 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Gaucho...

Wenn Sucht keine Krankheit ist,sondern "nur" Willensschwäche,dann bist du ja jetzt schon mit noch nicht mal 30 Jahren Willensschwach...

Dein Post liest sich wie ein Bericht aus der Apotheken Umschau...wie man Holunder Blütenree Zubereitet...null Leidensdruck dahinter...

Du bist immer leicht Arrogant,und meinst das Spiel mit dem Feuer "beherrschen" zu können...nope...

Mit 40 bist du komplett auf Hartz 4, wie Schatty und ich...da geb ich dir Brief und Siegel...
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Soltau
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1623

BeitragVerfasst am: 17. Aug 2017 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Sucht ist für mich keine Krankheit, sondern eine Form der persönlichen Willensschwäche, sowie fehlender emotionaler/zwischenmenschlicher Verbindungen. Eine vorgeschobene Krankheit als Motiv für die Sucht zu benutzen, käme mir niemals in den Sinn.


Sehe ich auch so, doch im Laufe der Jahre wird die Sucht dann zur Krankheit; das sind dann die, die es nicht mehr packen und ihren Körper bereits derart rouiniert haben.

Gaucho ich wünsche dir Durchhaltevermögen, 5 Tage sind schon eine Leistung!
Viele Anläufe hast du bereits gemacht, so gehts vielen - immer weiter dran bleiben und nicht aufgeben, auch wenns mal einen Rückschlag gibt.

Dr.Mabuse hat Folgendes geschrieben:

Mit 40 bist du komplett auf Hartz 4, wie Schatty und ich...da geb ich dir Brief und Siegel...


Mabuse, auch wenn Gaucho etwas arrogant ist, verwöhntes Einzelkind aus reichem Hause - er startet immer wieder aufs Neue der Sucht zu trotzen und ruht sich nicht auf dem Argument "Sucht ist Krankheit" aus - das ist eine einfache gemütliche Aussage für sich selbst, dass man bloß kein schlechtes Gewissen haben braucht (meine Meinung).

Jeder wählt selbst und jeder hat das Potential aus der Sucht auszusteigen, der eine will und tut - der andere aus seinen eigenen persönlichen Gründen nicht, wieso ist das wohl so Wink

Soltau
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Dr.Mabuse
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3202

BeitragVerfasst am: 17. Aug 2017 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Gut klar Soltau...

Hast recht...es gibt halt Menschen mit Extrem Starken Willen...

Ich verwechsel da immer was,..

Gruß...
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Soltau
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1623

BeitragVerfasst am: 17. Aug 2017 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

Dr.Mabuse hat Folgendes geschrieben:
Gut klar Soltau...

Hast recht...es gibt halt Menschen mit Extrem Starken Willen...

Ich verwechsel da immer was,..

Gruß...


Am Anfang muss der Wille stehn - wie sollte es denn sonst funktionieren Mabuse, wer nicht will wird nichts dafür tun.
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Yez
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2673

BeitragVerfasst am: 17. Aug 2017 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Goucho ,

auch wenn du es verneinst ,

ich kann mir nicht vorstellen, dass du nicht körperlich abhängig bist .

Es gibt auch die Quartaltrinker , so wie bei meinem Vater .
Ähnlich kann ich es mir auch bei anderen Drogen vorstellen.


Trotzdem viel Erfolg und Durchhaltevermögen

Yez
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Praxx
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3075

BeitragVerfasst am: 17. Aug 2017 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gaucho,

wenn du auf Gottes Hilfe baust, solltest du mal bei NARCANON aufschlagen, die delegieren das an eine höhere Macht mit dem Cleanwerden - Joey kann dich da sicher gut beraten, der ist sehr fit in den "twelve & twelve"

Was du viel nötiger brauchst, ist eine Psychotherapie, die dir hilft, dich selber in deinem Gestrüpp von Rechtfertigungen und Ausreden zu finden.

Wenn "Sucht" irgendwas mit "Willen" zu tun hätte, wäre ich wahrscheinlich arbeitslos... es ist ja wohl eher so, dass die Sucht den Willen (oder das Wollen?) steuert... du hast schon einen sehr starken Willen, leider vor allem den, unbedingt Opioide zu konsumieren

Gönn dir doch mal eine Thera - 16 Wochen Pause von deinem Konsum, fast 4 Monate Erholung für Körper und Geist, mal erleben, wie Hirn und Körper ohne den Sch... funktionieren

LG

Praxx
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Dr.Mabuse
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3202

BeitragVerfasst am: 17. Aug 2017 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Gaucho ist halt der Godfather of Opiate...

Vom Opium Tee bis zu Carfentanyl hatt der Kerl alles durch...

Dank Rotation wird man auch nicht Abhängig...

Dann noch den eigenen Selbstmord im Forum inszinieren...

Weis dann nicht mehr Troll? Oder nicht...auf jedenfall ein Mensch der dringend Hilfe

Gruß...
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Dr.Mabuse
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3202

BeitragVerfasst am: 17. Aug 2017 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Braucht...
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schattengewächs
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2185

BeitragVerfasst am: 17. Aug 2017 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Dieses Zitat aus Goethes Faust, kam mir beim Reflektieren über gaucho spontan ins Gehirn geflattert! Rolling Eyes

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,
die eine will sich von der andern trennen:
Die eine hält in derber Liebeslust
sich an die Welt mit klammernden Organen;
die andre hebt gewaltsam sich vom Dust
zu den Gefilden hoher Ahnen.

Faust 1, Vers 1112 - 1117; Vor dem Tor. (Faust)

find s nett, dass Praxx noch auf dich eingeht, zumal die ihn oft schon ganz schön "kritisiert hast", mein Lieber.
klar, absolut! In deiner Psyche muß ordentlich "aufgeräumt werden", und das schaffst du nicht alleine, gaucho! sehe das wie Praxx.
Sonst bleibt es ein Gerödel mit Opiaten und "Kurz-pausen"- die primär dazu dienen, dir kurz "selbst zu beweisen" dass du auch ohne Drogen klarkommst, und dem Toleranz-Abbau. Finit.

Die Frage nach dem "freien Willen" bzgl Sucht ist so elementar, dass sie einen eigenen Thread verdient.
Ich bin derzeit auch "hin und hergerissen"- aber wahrscheinlich hat Praxx, wie (fast) immer Recht!

Bonne nuit! Euer Schattengewächs, gerade auch im "Tief" somehow...
Embarassed
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Domenico
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 3086

BeitragVerfasst am: 17. Aug 2017 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

hi gaucho,freut mich das du dich mal wieder hier im forum einbringst und respekt das du uns die wahrheit erzählt hast das zeugt von grösse finde ich und jetzt bist du immerhin schon fünf tage clean!nur weiter so!LG Vittorio
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Gaucho
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.08.2015
Beiträge: 1022

BeitragVerfasst am: 18. Aug 2017 01:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ich stehe das momentan einfach nicht durch. Das Wetter ist wieder mies und der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad sehr lang (25 Km) + 8 Stunden anstrengende Verkaufsgespräche mit nervenaufreibenden Kunden.

Ich habe es wieder mal vermasselt. Danke, dass ihr so einfühlsam zu mir gewesen seid. Habe mir gerade einen Opiumtee aufgesetzt und in genau 30 Minuten, erscheint mir alles wieder in einem günstigerem Licht.

Ich sehe die Dinge dann wieder klar und geordnet vor mir und weiß genau was zu tun ist. Just for one day.
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Gaucho
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.08.2015
Beiträge: 1022

BeitragVerfasst am: 18. Aug 2017 02:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin eigentlich kein schlechter Mensch, nur jemand der sich nach zwischenmenschlicher Zuneigung sehnt. Niemals in meinem Leben habe ich so etwas wie Anerkennung erfahren. Auch meine Eltern sagen mir regelmäßig wie enttäuscht ich Sie (als einstige große Hoffnung) habe.

Ich bin ohne Frage der mit Abstand Schlaueste von meinen beiden Brüdern und hatte definitiv Potenzial. Meine Eltern haben mich verhätschelt und geliebt, doch ich habe nichts draus gemacht und mich von allem abgewandt.

Ich war einmal ein sehr glückliches und cleveres und aufgewecktes Bürschchen und der Liebling meiner Grundschullehrerin. Ich war bei meinen Mitschülern beliebt und konnte durch Wissen überzeugen. Verdammt, ich hatte damals sogar richtige Freunde mit denen ich mich jeden Tag getroffen habe.

Nach meiner Grundschulzeit, bin ich dann auf eine Art "Elitegymnasium" gekommen. Meine Eltern und Lehrerin wollten das so. Leider wurde ich dort nicht von den Lehrern bevorzugt und konnte auch nicht mehr durch besondere Leistungen glänzen, da ich mit dem Tempo in der siebten Klasse nicht mehr mithalten konnte bzw. wollte. (Pubertät) Trotzdem war ich auch dort bei den Mitschülern durch meine lustige und lockere Art sehr beliebt.

Danach wurde ich auf eine Asi-Gesamtschule geschickt, in der Hoffnung mein Abitur dort zu machen, was mir ja auch letztendlich gelungen ist.

In dieser Zeit ist etwas in mir kaputt gegangen, denn als Gymnasiast (respektive Streber), Neuling bzw. aufgeweckt und naiv wie ich war, wurde ich dort von Anfang bis zum Ende gemobbt, gemieden und ausgegrenzt.

Auch sieben Jahre nach meinem Abitur spüre ich noch immer die Auswirkungen des Mobbings. Ich werde nie wieder der sein, der ich einmal war.
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Gaucho
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.08.2015
Beiträge: 1022

BeitragVerfasst am: 18. Aug 2017 02:26    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist meine Antwort an dich Praxx !

Morphinbedürftigen geht es nicht gut. Es geht ihnen sogar in mancherlei Hinsicht weit schlechter als Ihnen. Schuld daran sind aber bei Weitem nicht die Morphine, die sie zu sich nehmen, sondern deren Prohibition, die Kriminalisierung ihrer Gebraucher und die rigoros ablehnende Haltung Ihrerseits, liebe Mitbürgerin und Mitbürger…

Nicht das „hohe Suchtpotential“ der Morphine ist die Ursache einer zunehmenden Zahl Morphingewöhnter, sondern eine immer ungesündere, lebensfeindlichere Umwelt, die Krankheiten verursacht, denen die Medizin zunehmend hilflos gegenübersteht, deren Symptome aber ausgezeichnet mit Morphinen gelindert werden…

Viele Morphinbedürftige leiden an einer emotional kompromitierten Vergangenheit, wie schmerzhafte Kindheits- und/oder Jugendtraumen, oder an Erkrankungen, die sie im Laufe ihres Lebens durch Nahrungsmittel- und/oder Umweltchemikalieunverträglichkeiten oder andere schädliche Einflüsse erworben haben…

Derlei schmerzhafte Störungen von Morphinbedürftigen, die ein gesundes und produktives Leben verhindern, werden von der etablierten Medizin kaum diagnostiziert, oder aus schierem Unverstande oder aus politisch/ideologischen Gründen falsch oder gar nicht behandelt. Wir vermuten, dass bei Vielen ein entregelter Dopamin – Endorphin Haushalt, oder entregelte ähnliche neurochemische Abläufe ursächlich sind für ihren Drang zum Morphin als wirksames Heilmittel…

In ihrer Not entdeckten Viele die heilende und lindernde Kraft der Morphine. Wie sie erfahren durften, sind Morphine nicht nur bloße Schmerzmittel. Sie sind darüber hinaus geeignet, eine Vielzahl von Leiden besonders psychischer Natur, wie Depressionen, Ängste, Schizophrenien, Psychosen und Manien zu behandeln. Viele Morphinbedürftige erhalten mit Morphin ihre geistige Gesundheit, ihre Lebenslust und ihr Leistungsvermögen…

Da Morphinbedürftige sich durch ihre Selbstmedikation mit Morphin weitgehend der etablierten Psychiatrie und deren verheerenden Methoden und Mitteln entziehen, nimmt diese machtversessene Zunft grausame Rache an ihnen. In Koalition mit Politik und Justiz beeinflusst sie Btm-Gesetzgebung und Btm-Rechtsprechung, um Morphinbedürftigen ein zufriedenes und produktives Leben zu verleiden und sie möglichst in ihre Anstallten zu sperren, wo sie mit abrupter Entwöhnung gefoltert werden…

Viele Morphinbedürftige mussten wegen diesen unmenschlichen Gesetzen und dieser sadistischen Rechtsprechung, einen beträchtlichen Teil ihres Lebens in Gefängnissen zubringen, oder mussten, um Gefängnissen zu entgehen, in sogenannten „Drogentherapien“ unsinnigste und grausamste soziale und psychologische Experimente über sich ergehen lassen…

Man sperrt Morphinbedürftige, nicht selten für viele Jahre, in Gefängnisse, oder liefert sie experimentierfreudigen Verrückten aus, die in sogenannten „Therapiestätten“ über sie herfallen, grausamsten Unfug mit ihnen treiben und damit noch die Rentenkassen plündern. Sie behaupten, solche „Behandlung“ sei „gut“ für morphinbedürftige Mitbürger. Wann, in der Geschichte der Menschheit, war Gefangenschaft und Gehirnwäsche jemals „gut“ für Menschen? Wacht auf, Leute! Wacht auf und helft mit, dieses verbrecherische, eigennützige Lügengewebe zu zerreissen!

Vermutlich dem Alkohol nicht unbedingt Abgeneigte in einflussreicher Position, entnehmen Morphinbedürftigen, aufgrund der bloßen Tatsache dass sie ihre Gesundheit mit der regelmäßigen Selbstmedikation durch Morphin pflegen, die Führerscheine, sie erteilen Berufsverbote und verbauen ihnen dadurch jede sinnvolle Teilnahme am gesellschaftlichen Geschehen. Chronische Schmerzpatienten, die wie andere Morphinbedürftige ebenfalls täglich zu Morphinen greifen, lässt man ohne weiteres ans Steuer, lässt sie ungehindert ihre Berufe ausüben und stört sie in keiner Weise an der Teilnahme am gesellschaftlichen Geschehen. Es ist zweifelsohne eine faschistische Praxis, die einen als gewöhnliche Menschen zu behandeln und sie in jeder erdenklichen Weise zu unterstützen, während man die anderen als Untermenschen sieht und sie in jeder Weise zu vernichten trachtet…

Man zwingt Morphinbedürftige in gesetzliche Rahmenbedingungen, betäubungsmittelrechtliche Ghettos, in denen sie nahezu täglich um ihr Überleben kämpfen müssen und nicht wenige gehen dabei zugrunde, um posthum in den Blättern der Manipulatoren und den Statistiken professioneller Lügner und Betrüger als „Drogenopfer“ zu erscheinen…

Man schämt sich dieser Nation anzugehören, sieht man, wie viele, überwiegend junge morphinbedürftige Mitmenschen, aus purer Überlebensnotwendigkeit ihre Heimat verlassen, das Land ihrer Geburt, das Land in dem ihre Väter lebten und starben, um im Ausland im Exil zu leben, wo sie oft besser behandelt werden, als in der eigenen Heimat!

Im Stich gelassen oder gar bedroht von einer durch Politik, Ideologie, Finanz und Industrie korrumpierten Medizin, greifen Morphinbedürftige zu ihren Medikamenten, den Morphinen, als einer sinnvollen Selbstmedikation. Doch diese Medikation mit universell wirksamen und gut verträglichen Morphinen, ist ihnen per Gesetz verboten worden. Höchst gefährliche chemische Produkte der Industrie dagegen, mit einer Liste schrecklicher Nebenwirkungen die ein Taschenbuch füllen könnten, werden ihnen quasi eimerweise angeboten und nicht selten sogar zwangsweise gewalttätig verabreicht. Freilich, an diesen patentierten Giften verdient die Industrie ungeahnte Vermögen, wohingegen Morphine, als natürliche Produkte, nicht patentierbar sind und somit unrentabel bleiben. Doch auch hieraus fand die Industrie einen Ausweg. Sie retardiert die Morphinpräparate einfach und patentiert die Retardiermethode. Oder man fordert einfach kaltschnäuzig horrende Summen für billigste Stoffe, wie beispielsweise Buprenorphin in dem Schmerzmittel „Temgesic“, in dem ein Gramm dieses Wirkstoffes 5000 Euro kostet, obwohl Buprenorphin im Großhandel keine 50 Euro das Kilogramm kostet…

Es wird ein Verbot der Morphine aus verdeckten finanziellen und eugenischen Gründen aufrechterhalten. Aber Politik, Finanz, Industrie und Ideologie, haben in der medizinischen Behandlung von Menschen nichts zu suchen. Gerade Deutsche sollten wissen, wohin es führt, verschmilzt man Politik und Ideologie mit Medizin, hat diese Verschmelzung in ihrer Geschichte doch schon Hunderttausenden das Leben gekostet!

Da es sich bei dem, was man ihre „Sucht“ und ihre „Suchtkrankheit“ nennt, nur um eine Nebenwirkung ihres Medikaments handelt, nämlich die körperliche Gewöhnung, lehnen Morphinbedürftige es ab, weiterhin als „Süchtige“ oder „Suchtkranke“ bezeichnet zu werden. Mit diesen Bezeichnungen wird der Freiraum geschaffen, in dem sie straffrei unrechtmäßig außergerichtlich entmündigt werden, um ihnen die Entscheidungsgewalt über ihr eigenes Leben und ihre Person zu entwinden und sie Ärzten, Sozialarbeitern, Sozialpädagogen, Psychologen zu reichen und eigentlich jedem, der sich dazu energisch genug herandrängt. Mithilfe dieser Bezeichnungen, werden Morphinbedürftige zum Spielball machtversessener Sadisten, deren Maßnahmen alle darauf abzielen, ihnen ein wenig mehr Gesundheit und Selbstbestimmung zu rauben und sie ein wenig mehr zu knechten, zu unterwerfen, zu missbrauchen und auszubeuten…

Mithilfe solcher Bezeichnungen zwingt man Morphinbedürftige in die Behandlung der Psychiatrie, um sie dort mit den verheerenden Wirkungen diverser giftiger Psychopharmaka in die Knie zu zwingen, gefügig und betäubungsmittelgesetzestreu zu machen und dafür zu bestrafen, dass sie sind wie sie sind und sich in pharmakologischer Hinsicht selbst zu helfen wissen. Die Psychiatrie tarnt sich gerne als Zweig der Medizin, ist in Wahrheit aber ein politisches Zwangsinstrument mit der Aufgabe zu selektieren, welche Menschen am Leben teilhaben dürfen und welche davon abgehalten, unterdrückt und notfalls beseitigt werden müssen!

Morphinbedürftige wollen nicht in Substitutionsprogrammen als Patienten geringster Klasse von arroganten Ignoranten gezwungen werden, Medikamente fremder Leute Wahl zu schlucken. Sie wollen nicht länger, dass ihre Medikamente und deren Nebenwirkungen, schmerzhafte Entwöhnungssymptome, sowie die Symptome ihrer Grunderkrankungen, als Druckmittel gegen sie verwendet werden, um ihnen gewünschtes Verhalten abzupressen. Sie wollen nicht länger durch Vorenthalten ihrer Medizin und durch Bedrohung mit den Schmerzen einer abrupten Entwöhnung zu einem Spiel genötigt werden, worin ihnen die Rolle des Verrückten, des Entmündigten, des Unfähigen, des Untermenschen, des „Süchtigen“ aufgezwungen wird…

Morphinbedürftige sind Mitbürger und funktionieren ebenso wie andere Mitbürger, die zum Funktionieren Medikamente benötigen, wie etwa Diabetiker, solange sie nur ihre Medizin erhalten. Morphinbedürftige fordern deshalb ihr verfassungsmäßig zugesichertes Recht auf Leben, Gesundheit und Freiheit zur Entfaltung der eigenen Fähigkeiten und deshalb einen ungehinderten, bedingungslosen Zugang zum Medikament ihrer Wahl!

Das grausame, menschenverachtende Spiel des „Heroinsüchtigen“, wie es in unserem Lande schon seit Jahrzehnten mit gewaltigem finanziellen, sowie propagandistischen Aufwand und ungewöhnlich faschistoidem Eifer betrieben wird, hat bereits unzählige Menschenleben gefordert. Es ist an der Zeit, dieses Scheißspiel zugunsten der Menschlichkeit zu beenden!

Das Leben von Morphinbedürftigen ist in der Hand einer unmenschlichen Drogenpolitik, beeinflusst von der Pharmaindustrie und Mitspielern der Psychohygienebewegung, allen voran einige Familien aus Adel und Hochfinanz, die störende, eventuell genetisch vorbelastete Menschen profitabel eugenisch aus dem humangenetischen Pool entfernen wollen. Ein verfassungsmäßiges Recht auf Leben, Gesundheit, Selbstbestimmung und freie Entfaltung der eigenen Fähigkeiten, gibt es, auch für die meisten Normalbürger, längst nicht mehr…

Man trachtet Morphinbedürftigen mit geschickt verdeckten Maßnahmen regelrecht nach dem Leben. Ihre einzige Hoffnung besteht noch darin, ihre Mitmenschen, die Bevölkerung, aus Lethargie und Vorurteilen wachzurütteln und ihnen die Augen zu öffnen. Gelingt das nicht, wird bald die gesamte Bevölkerung durch dieses faschistische Spiel des Unterscheidens zwischen Menschen und Untermenschen bedroht sein !
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