Erneuter Entzugsversuch !

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shoreassel
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 09.12.2016
Beiträge: 79

BeitragVerfasst am: 2. Sep 2017 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

Gaucho hat Folgendes geschrieben:
Ihr seid doch alle bloß Neider, nur weil ihr es nicht packt auch nur mal für drei Tage nichts zu nehmen und trotzdem einer geregelten Arbeit mit viel Kundenkontakt nachzugehen.

Ich stehe trotzdem morgens auf, fahre 20 Km mit dem Fahrrad zur Arbeit und bringe meine Leistung, auch im Entzug. Jämmerliche Waschlappen und Neider seid ihr.

Typisch deutsche Spießbürger halt. Wie mich diese deutsche Mentalität sowas von ankotzt. Laut Umfrage sind wir das unfreundlichste und beschissenste Volk der ganzen Welt.


Hat der Entzug jetzt geklappt oder nicht? Übrigens stressen solche Mini entzüge andauernd mehr als ein richtiger. Musste ich vor nem Jahr auch durch. Ne Woche entgiftet und direkt wieder druff. Bis ich mir einstehen musste ich will noch nicht aufhören.
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ast
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2101

BeitragVerfasst am: 2. Sep 2017 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

shoreassel hat Folgendes geschrieben:
Übrigens stressen solche Mini entzüge andauernd mehr als ein richtiger.

da sprichst Du ein wahres Wort.
einfacher ist es, sich einmal zu entscheiden...egal für welche Richtung.
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2236

BeitragVerfasst am: 2. Sep 2017 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

right!
Ast ist ja ein wirklicher "Checker", meiner Meinung nach!
Am meisten leiden wohl die, die innerlich "nicht einverstanden sind" mit ihrem Konsumverhalten, und "irgendwie, irgendwo, irgendwann" wieder weg wollen, ständig mal kurz-entziehen, aber nach Wochen, Monaten oder so --- eh wieder auf ihrer Substanz / ihren Substanzen landen! Idea
Einfach deshalb, weil das Grundproblem nicht gelöst wurde. Völlig logisch.
sehe das absolut genau so.
Oder sich eben Lebensumstände schaffen, die den Gebrauch "rechtfertigen", notwendig machen, z.B.

Entweder man entscheidet sich, mit allen Konsequenzen, in den "sauren Apfel zu beißen" - meinetwegen mit Hilfe Methoden, die ein "RE-SET" herstellen- nicht mehr, nicht weniger.
Oder man kapituliert, und sagt: "es ist, wie es ist",- ich nehme die Substanzen (nebenbei), weil ich eben somehow "hirncränk" bin und willlens-schwach auch, und konzentriere mich aufs LEBEN.
Dieses hin- und her, ist einfach Kokolores hoch 3.
Bei Alk mag es noch sinnig sein, denn wenn jemand mal für zig Jahre abstinent ist, wird sich die Leber und zig andere Organe freuen...
Bei allen anderen Substanzen gilt das, was gesagt worden ist.
Liebe Grüße!
Cool
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honeygirl
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Anmeldungsdatum: 07.08.2016
Beiträge: 1267

BeitragVerfasst am: 2. Sep 2017 15:51    Titel: Antworten mit Zitat

schattengewächs hat Folgendes geschrieben:

Oder man kapituliert, und sagt: "es ist, wie es ist",- ich nehme die Substanzen (nebenbei), weil ich eben somehow "hirncränk" bin und willlens-schwach auch, und konzentriere mich aufs LEBEN.

Cool


Hallo Schatty,

Ja wie schafft man das denn, das einfach so anzunehmen?
Also ich schaff es irgendwie nicht, mir selber einzugestehen, dass ich nicht ganz normal bin...

Ist nun keine Scherzfrage,aber wie kommt man den an diesen Punkt?

LG ,Honey
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2236

BeitragVerfasst am: 2. Sep 2017 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

also, k.A., honey, - das ist ne schwierige Frage.
Genauso dubios ist, dass einige rapide unter der Toleranzbildung leiden, andere weniger oder gar nicht.
Ich zumindest bin ich jetzt (mit kleinen Ausrutschern) auf einer stabilen und okayen Dosierung mit allen Substanzen (Bier incl!-). Alk tendenziell weniger. Diazepam gleich.
und: ich habe eben keine Probleme damit, mir einzugestehen, dass ich "nicht normal bin"- von Natur aus "übersteuert"- "über-erregt" eben, und Benzos für mich die einzig lebbare Lösung sind. In dieser moderaten Dosierung allerdings. Ich schmeiße mir das Zeugs ja nicht rein wie smarties.
Alle Versuche mit anderen Mitteln sind bei mir kläglich gescheitert.
Ich sehe es nicht als Kapitulation oder Versagen,-

natürlich wäre es besser, wenn du auf O kommst, aber nicht! wenn du in 5 Jahren noch hier schreibst, dass du auf 1 mg bist, und sehr leidest, nichts machen kannst, das Haus quasi nicht verläßt, zig schlimmste Syndrome hast ... das wäre quasi "verplämperte Lebenszeit"- aber das wird schon nicht so sein!- hoffe ja arg, dass du eine Richtung einschlägst, - natürlich bin ich nicht "pro drugs"- ich will nur sagen, dass im Einzelfall genau hingeschaut werden muß- es gibt keine Universal-lösung- that s the problem.
So, heute will ich nicht zu viel texten, - hab ich mir vorgenommen...
Liebste Grüße! Cool
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Quasimodus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1580

BeitragVerfasst am: 2. Sep 2017 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

ich les das grad mal so durch , dass du Probleme hast, dir einzugestehen iwie nicht ganz normal zu sein.

Die Frage , die sich stellt, wer oder was ist normal.
Ich denk mal ein sehr grosser Prozentsatz der Bürger unserer Republik konsumiert Pillen, Medis etc damit es ihnen besser geht und vor allem damit sie ihren Tag auf die Reihe kriegen, mit Kind und Kegel, Arbeit, mit dem Geld klarkommen, in Scheidung leben etcpp.
Ein Grossteil geht regelmässig zum doc/Psychiater und lässt sich was verschreiben, von den heimlichen Alkoholikern und Drogis mal ganz abzusehn.

Du hast die Krankheit Sucht, ein Leben lang.
Das solltest du versuchen zu akzeptieren und einen Umgang damit finden, denn das ist nunmal fact und das unterscheidet dich von Leuten die nicht süchtig sind, aber weiss Gott was die für andere Probleme haben.
Mit Sucht bist du noch ganz gut bedient würd ich sagen, der Staat investiert Milliarden, um Menschen diesbezüglich zu helfen.
Man muss sich nur helfen lassen.
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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 3. Sep 2017 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

Quasimodus hat Folgendes geschrieben:
Du hast die Krankheit Sucht, ein Leben lang.

Krankheit wäre eine krankhafte Veränderung im Körper, in der Psyche.
Wäre Sucht eine Krankheit, sie beträfe 80% der Menschheit ? Mehr als 80% ? Vermutlich, denn Süchte sind oft sehr subtil und überall zu finden. Nicht nur Drogen machen süchtig ...
Schon einmal gierige Menschen beobachtet ? Die sind vielfach auch süchtig. Nach materiellen Werten, sagen wir mal Geld. Es gibt Viele, die rasten aus, wenn sie sich nicht "sicher" genug fühlen, weil das Konto schwächelt. Da entstehen die selben Ängste wie bei einem Junkie, dem das Zeug ausgeht.
Wieviele getriebene Gieralde gibt es auf unserer schönen Welt ?
Von der beschriebenen, extremen Sorte auf jeden Fall wesentlich mehr, als Süchtige nach illegalen Drogen. Das behaupte ich jetzt mal und ich lege Hände und Füße ins Feuer dafür - mir wird nicht einmal warm davon, so sicher ist die Aussage auch ohne entsprechende Statistiken.
In dem Moment, wo jemand getrieben wird, ist er süchtig. Was immer ihn treibt, hat die Kontrolle über die Richtung übernommen.
Demzufolge ist die "Krankheit" Sucht eigentlich der "Normalzustand" (geht man davon aus, daß die Mehrheit den Normalzustand vorgibt).
Eigentlich ist's mir egal, wie man's nennt. Nur finde ich, daß "Krankheit" entweder als Bezeichnung verwendet wird, um jemand niederzumachen - Du bist ja krank ! Oder sich über Andere hinwegzuheben, "besser" als diese zu sein, weil vermeintlich nicht süchtig ...
Es gibt noch ein paar andere Möglichkeiten, viele vermutlich.
In jedem Fall aber wird das negativ besetzte Wort Krankheit für etwas verwendet, was - siehe oben - völlig normal ist.
Ich habe beobachtet, daß jene am Besten mit ihrer Sucht zurande kommen, die sie entspannt sehen und nicht als krankhaftes Krebsgeschwür, das das Leben auffrißt. Viele leben mit ihrer Sucht auch ein Leben lang sehr gut (unter Drogenkonsumenten viele Schmerzpatienten, aber auch Substituierte und "freie" Giftler, die illegale Sachen konsumieren), sobald/wenn sie sich nicht das Leben schwer machen, indem sie vor sich herbeten, daß sie ja eigentlich krank seien.
Cheers

PS: Drogensucht wird erst dann zum echten Problem, wenn sie kriminalisiert wird. Eigentlich gibt es weltweit eine Tradition der Sucht. Wie schwer tut man sich heute noch, Alkoholismus als Sucht zu bezeichnen ? Da winden sich alle, sagen, mit meinen zwei Bier/d bin ich nicht süchtig.
Noch in den 1960er-Jahren wurde ein Doc ernsthaft angefeindet und fertiggemacht mit reißerischen Zeitungsartikeln, im Radio, er verlor seinen Job im KH, nur weil er Alkoholismus als Sucht und damit als Problem bezeichnet hat.
Damals wurde sogar im TV geraucht, man sah bei Diskussionsrunden manchmal richtig vernebelt durch den vielen Rauch. Sucht ? Hoho, hätte jemand gewagt, das zu sagen, er hätte Popoklatsch bekommen !

Liebend gerne würde ich folgenden Test machen:
1 - eine Woche lang gibt es in einem abgegrenzten Gebiet keine Opiate, gar keine (außer im KH für Unfälle etc bzw die Schmerzpatienten, die wirklich nie mißbräuchlich was nehmen!)
2 - eine Woche lang gibt es dort keinen Alkohol
3 - eine Woche gibt es weder Opiate, noch Alkohol

Variante 1 würde ganz bestimmt schon große Probleme bereiten, Variante zwei würde die Wirtschaft fast lahmlegen, spätestens Variante 3 würde ins Chaos führen.
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Quasimodus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1580

BeitragVerfasst am: 3. Sep 2017 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

ja, krank hört sich scheisse an, aber frag mal die Leute von Ämtern und Behörden, wie sie Drogensucht definieren.
Klar muss man das locker sehen, sonst kriegst du ja eine Krise nach der anderen.
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graham
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2205

BeitragVerfasst am: 3. Sep 2017 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

wäre sucht eine krankheit?

man gut, dass das nicht mehr diskutiert werden muss Laughing

graham
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3784

BeitragVerfasst am: 3. Sep 2017 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Interessanter Post Rock...

Das Problem so mancher süchtiger Menschen ist so wie ich finde die Tatsache das sie sich immer wieder gerne als Opfer der Umstände sehen. "Ich bin krank, ich kann nichts dafür und kann auch nichts ändern.Der häufige Vergleich mit Krebskranken treibt das ganze dann halt noch auf die Spitze. Doch wenn man sich selber als machtlos sieht kann man sich meist sehr gut von der Eigenverantwortung drücken
Alles hat seinen Preis, vergessen sollte man die Beispiele des Krebskranken der Morphium nimmt um seine Schmerzen zu lindern,der Krebskranke hat wohl ganz andere Sorgen, die Entscheidung für ein Suchtmittel ist oft eine Art kleiner Deal mit dem Teufel, man bekommt etwas, muss aber später oft viel bezahlen. Doch ist es angebracht sich als ein armes Schwein zu sehen und die Welt zu verfluchen nur weil man am Ende die Rechnung für die eigenen Entscheidungen zahlen muss
Natürlich gibt es Menschen die aufgrund ihrere Entwicklung und auch genetisch bedingt suchtgefährdeter sind. Dies triftt auch bei den meisten Fällen zu. Trotz allem kann es jeden treffen. Das Schicksal und die Umstände können es zulassen. Eine Sucht schleicht sich immer langsam ein, wird nicht wahrgenommen. Wenn es zu spät ist kann sich niemand davon entziehen.
Viele Menschen leben mit einer Sucht. Wahrgenommen, als Solches gesehen wird es aber nur bei den Menschen die abkacken und es missbrauchen. Aber was ist mit den anderen? So gesehen sind viele Menschen sehr schwach? Nein Schwäche ist das falsche Wort.
Es sind nur Menschen.


so long
Mikel
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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 3. Sep 2017 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

mikel015 hat Folgendes geschrieben:
Viele Menschen leben mit einer Sucht. Wahrgenommen, als Solches gesehen wird es aber nur bei den Menschen die abkacken und es missbrauchen. Aber was ist mit den anderen?

mikel, Du sprichst ein wahres Wort gelassen aus ! Es ist definitiv so !
Cheers
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