Von Metha zurück auf Shore

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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 10. Jul 2017 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

DayLight hat Folgendes geschrieben:
... weil ich doch noch so jung bin (23)

Recht hat er !
Auch weil Du so jung bist, solltest Du das Pola möglichst rasch hinter Dir lassen.
Geh' mal auf eine Szene, dort wo die Metha/Pola-Leute sind (oft gibt's da spezielle Grüppchen) und beobachte sie. Schau' sie Dir an, sie sind gelb im aufgedunsenen Gesicht und sie haben vielfältige Defizite im Kopf. Das Zeug weicht die Birne auf, sagt man wohl zu Recht.
Mitschuld daran ist oftmals der Alkoholkonsum. Interessanterweise fängt eine Vielzahl derer, die längere Zeit mit Metha/Pola substituiert werden, zu trinken an ...
Nein, erstrebenswert ist es nicht, wohin einen das Zeug bringt. Schon gar nicht für einen jungen Menschen.
So, gesagt/geschrieben hab' ich's. Nachdem Du, DayLight, es gelesen hast, wirst Du es bald vergessen haben. Aber, sei versichert, Du wirst später mal daran denken ! Bleibt zu hoffen, daß es dann nicht zu spät ist.
Cheers
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Kullerbunt
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 08.05.2012
Beiträge: 778

BeitragVerfasst am: 11. Jul 2017 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

rock hat Folgendes geschrieben:
DayLight hat Folgendes geschrieben:
... weil ich doch noch so jung bin (23)

Recht hat er !
Auch weil Du so jung bist, solltest Du das Pola möglichst rasch hinter Dir lassen.

Es kann doch aber nicht erstrebenswert sein, Polafrei ohne Rücksicht auf Verluste. Dann den Patienten lieber auf die Szene zurück schicken? Weil der mit seinen jungen Jahren noch so einen süßen Arsch hat? Also lieber erstmal noch paar Runden drehen lassen, inkl Jobverlust und Gefängnis?
Wenn der Arzt schon aufs Abdosieren pocht, müsste er auch über Alternativen (außer H) sprechen.
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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 11. Jul 2017 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Moment mal, Kullerbunt !
Es war nie die Rede davon, ihn eine Runde in die Szene zu schicken !
Ich habe schlicht und ergreifend der Meinung zugestimmt, daß DayLight so rasch als möglich weg vom Metha/Pola sollte. Dieser Meinung bin ich nach wie vor.
Alternative Substitution, Abdosieren, das steht alles auf einem anderen Blatt.
Mir ging es darum, daß Metha/Pola die meiner Erfahrung nach schlechteste Substanz zur Substitution ist. Die Nebenwirkungen, die sich auch bei Leuten ohne BK häufig einstellen sind schlimm.
Darum plädiere ich für Substitution mit einem Opiat - Morph, Bupre. Die sind, richtig dosiert, ohne Nebenwirkungen.
Cheers
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nebukadnezar
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3986

BeitragVerfasst am: 11. Jul 2017 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

Rock! Freund und Kupferstecher! Also zu deiner verallgemeinerten Beurteilung von Methadon muss ich doch etwas richtig stellen, sprengt aber meine kurze cappuccino Pause... also später,

see you!

LG N
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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 11. Jul 2017 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

nebukadnezar hat Folgendes geschrieben:
... verallgemeinerten Beurteilung von Methadon ...

Hm, verallgemeinert habe ich nicht. Ich kenne Leute, die sind auf Methadon seit es das Zeug hier in Ö gibt - 25 Jahre etwa ? Meine damalige Frau war eine der Allerersten. Sie bekam noch 28 Fläschchen für's Monat mit nach Hause ...
Und ich habe einen verdammt großen Bekanntenkreis.
So gut wie all jene daraus, die mehr als 5 Jahre Metha genommen haben, machen seltsame Veränderungen durch. Etwa 70% beginnen mit Alk zusätzlich, auch wenn sie zuvor nie getrunken haben.
Und nach mehreren Jahren Metha hat keiner mehr den Biß, aufzuhören. "Keiner" wird auch nicht ganz stimmen, aber die bei weitem überwiegende Anzahl derer, die ich so kenne, deren Schicksal ich verfolge, gehört zur Gruppe derer, die aufgegeben haben.
Jetzt habe ich lange überlegt, ob es eine Ausnahme gibt, so als Kontrapunkt, daß ich nicht mit einer ausschließlichen Ansage dastehe. Mir fällt niemand ein ... Sad

nebukadnezar - trinkst Du Cappuccino, also Café und nicht Káffee (= gefärbtes Wasser) genannt) wie in D-Landen üblich ?
Cheers
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Praxx
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3057

BeitragVerfasst am: 11. Jul 2017 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

Mal anders...
Substitute sind für Opitabhängige die einzige Möglichkeit, ihre Substanz legal zu erhalten. Dadurch sind sie weitgehend frei in ihrer Entscheidung, ob sie aufhören wollen oder nicht.
Der Preis für die sichere Versorgung ist hoch: Der Verzicht darauf, sein Selbst durch Substanzzufuhr nach eigenem Bedürfnissen zu regulieren...
Ohne eine ergänzende Therapie schlägt das in den meisten Fällen natürlich fehl
Also gehr es weiter mit BK - am einfachsten natürlich mit Alk: Billig, legal ... und erst ziemlich spät und in hohen Dosen auffällig...

Die Motivation für ein Abkicken kann ein guter Berater oder Arzt vielleicht wecken und fördern - umsetzen muss der Klient das selber.

Ich kenne die unterschiedlichsten Verläufe... x vergebliche Entgiftungen, ein Rückfall nach dem anderen... oder der Klient, der nach Jahren im Sprechzimmer steht, um sich zu verabschieden in die Therapie und nie mehr wiederkommt... oder diejenigen, die völlig überraschend erklären, sie würden jetzt abkicken und das voll und erfolgreich durchziehen... aber auch die, die 10, 15 Jahre clean waren und in einer Lebenskrise wieder draufgekommen sind... und die, für die ein Ausstieg einfach zu spät ist und die keinen Sinn mehr darin sehen... Substi bis ins Altenheim

Wo Daylight dazugehört - das weiß nur Daylight selbst

LG

Praxx
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nebukadnezar
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3986

BeitragVerfasst am: 11. Jul 2017 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

N`abend rock!

ich hatte die Sätze
Zitat:
...sie sind gelb im aufgedunsenen Gesicht und sie haben vielfältige Defizite im Kopf. Das Zeug weicht die Birne auf, sagt man wohl zu Recht.
Zitat:
Nein, erstrebenswert ist es nicht, wohin einen das Zeug bringt.
so als Verallgemeinerung verstanden, und mich etwas gewundert, so etwas von dir zu lesen. Aber ich verstehe , was du meinst und es trifft wohl für viele oder die allermeisten zu. Aber ist es das Methadon? Das kann ich nicht bestätigen, und ich habe ja wie du weisst 20 J Metha in einer hohen TD genommen. Ich war dadurch weder `gelb, aufgedunsen oder habe grosse Defizite im Kopf bzw. bin weich in der Birne`durchs Methadon. Da kann ich nur für mich sprechen und für ein mit mir befreundetes Ehepaar. Ich hatte durch die Sub und damit auch durchs Methadon die Möglichkeit berufl. Karriere zu machen, das erwähnte Ehepaar hat ihren Dipl.pädgogen gemacht und als solche in einer grossen Einrichtung erfolgreich gearbeitet. Gut, das sind nur 3 Beispiele, aber zeigt doch, dass Methadon nicht so schlecht ist, wie man bei den meisten sehen mag oder es von denen beschrieben wird.
Ich gehe viel mehr davon aus , dass diejenigen schon vorher weich in der Birne waren, weder einem Beruf nachgehen, ein sozial stabiles Leben, keine Tagesstruktur haben, sich miserabel ernähren, Beikonsum und Alk inclusive.
Nein! Nicht das Methadon macht die Leute kaputt, das besorgen sie selber und nehmen die Chance, die ihnen durch die Sub und das Metha geboten wird nicht an. So zumindest meine Erfahrung und eigentlich weiss ich beim Methadon, wovon ich spreche. Aber ich gebe dir recht, von allen zur Verfügung stehenden Submitteln sind Metha oder Pola wohl anscheinend die schlechtesten, wobei ich dabei sogar einschränken möchte- aus dem geschlossen, was ich über Bupre/ Substitol an Erfahrungen gelesen habe -, dass für einige Methadon evtl. das z.Z. beste Submittel seien kann.
Soweit meine Einschätzung.
Zitat:
nebukadnezar - trinkst Du Cappuccino, also Café und nicht Káffee (= gefärbtes Wasser) genannt) wie in D-Landen üblich ?

Yes, ich liebe einen richtig guten capuccino, oder Espresso, aber auch einen echten cafe au lait und auch Sad den deutschen Kaffee, allerdings mit einer guten Bohne, morgens in unserer alten ( von 1900) hölzernen, kleine Kaffeemühle handgemahlen und nicht brühendheiss( halt 2 min nach´m kochen) aufgegossen...aber in Sachen Cafekultur habt ihr ösis uns schon einiges vorraus. An die Zeiten im Hawelka, denke ich immer gern zurück. Ach war datt schön Very Happy ...muss unbedingt bald mal wieder nach Wien!

Schönen Abend!

LG N


P.s. ...habe heute noch gelesen: Kaffeetrinker leben länger! Very Happy
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rock
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 12. Jul 2017 08:47    Titel: Antworten mit Zitat

nebukadnezar hat Folgendes geschrieben:
P.s. ...habe heute noch gelesen: Kaffeetrinker leben länger! Very Happy

Ich auch Wink Es soll aber nicht am Koffein liegen ...

Zum Metha - ich dachte an Dich als eines der wenigen Beispiele, die längerfristig anscheinend ohne Defizite Metha konsumier(t)en.
Weißt Du, ich beobachte das Ganze ja ganz bewußt von Anbeginn der Substitution. Dazu gehört, daß ich eine Menge Kontakte zu Leuten pflege, mit welchen mich wirklich nur verbindet, daß wir alle Drogen nehmen. Pures Interesse also. Gehört zum Gesamtkomplex Sucht, dessen Entschlüsselung ich mir als Aufgabe gesetzt habe. Ob ich jemals den Durchblick erlange ist allerdings fraglich.
Was bei Dir eine Rolle spielen könnte, ist, daß Du beschäftigt bist, daß Du Deinen Job machst und nicht tagtäglich auf irgendeiner Szene herumlungerst. Das ist ein Faktor, der bei vielen derer, die ich beobachte, ganz bestimmt zumindest mitwirkt an ihrem Elend. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig BK. Erstaunlich viele nehmen nur, was sie vom Doc verschrieben bekommen. Und Alk halt vielfach. Verstörend, daß auch Leute, die nie tranken, plötzlich die Flasche in der Hand haben ...
Natürlich spielt auch die Dosierung eine Rolle. Manche sind ja so was von hoffnungslos überdosiert ...
Sei froh, daß es Dir gut geht mit dem Metha !
Cheers

PS: Italienischer Kaffee ist so ziemlich das Beste, was zu bekommen ist. In Ö wird abgekupfert, aber glücklicherweise nicht so viel Wasser verwendet, daß nur leicht bräunliches Gebräu herauskommt.
Zwei Tipps:
Café Jesi - wenn Du den mal irgendwo zufällig siehst, schlag' zu, ist mit einer der allerbesten.
Kaffee aus Kerala/Indien - zuschlagen, wenn Du über so was stolperst !
Das Zeug ist unglaublich gut, wirklich ! Damit kann man Kaffee machen, in dem der Löffel fast wirklich schon steckenbleibt und es ist trotzdem ein wunderbares Getränk. Fast alle Kaffees, die man so bekommt, sind entweder zu bitter oder zu sauer oder gar beides ... Der indische ist ein Hammer, eine trinkenswerte Ausnahme, speziell für jene, die gerne starken Kaffee trinken.
Ich mache niemandem mehr Kaffee (Gäste), weil mir immer wieder nachgesagt wurde, ich will die Leute umbringen mit meinem Gebräu. Dabei wollte ich nur Gutes tun. Sollen sie sich selbst bedienen ...
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DayLight
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.08.2016
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 13. Jul 2017 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

rock, du hast sicher in einigen Punkten recht. Auch wenn ich, so ich das bewerten kann/darf, deine krasse Ausdrucksweise etwas abschreckend finde.
Dennoch bin auch ich teilweise so.
Es gibt doch keine Alternative zwischen Methadon und Subutex. Subutex hab ich probiert und gar nicht vertragen.
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DayLight
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.08.2016
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 1. Nov 2017 16:33    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx hat Folgendes geschrieben:
Also mal gaanz einfach...

Methadon hat eine höhere "Affininät" zum Rezeptor als Heroin, bleibt dort länger und stärker "kleben". Wenn die Rezeptoren mit dem Metha weitgehend "gesättigt" sind, kann Heroin das Methadon nicht vom Rezeptor verdrängen und bleibt wirkungslos.
Unter einer Methadonbehandlung kann Heroin nur wirken, wenn die Methadondosis zu gering ist - aber dann natürlich nur in dem Ausmaß, wie Rezeptoren frei sind.

Klar kannst Naloxon verwenden, um deine Rezeptoren von Opiaten völlig frei zu machen... du müsstest dann Naloxon nasal oder intravenös anwenden (oder eine vielfache Menge oder Naltrexon schlucken).

Durch die Naloxonwirkung setzt natürlich schlagartig ein vollständiger Opiatentzug ein, "Turbo-Affe" ist da eine verharmlosende Beschreibung. Bei dem Experiment sollte dann eine Intensivstation in der Nähe sein

Warum sagst du nicht einfach deinem Arzt, dass du Suchtdruck und BK hast unter der jetzuigen Dosis und dass du eher mehr als weniger brauchst?

Abdosieren ist immer eine gemeinsame Entscheidung von Arzt und Patient (sollte zumindest so sein) und geht oft ne Weile rauf und runter, bis alles richtig passt.

Gegen deinen Willen darf dich der Arzt nur abdosieren, wenn die Substi disziplinarisch beendet werden muss und keine Ersatzplatz oder Entgiftungsplatz verfügbar ist.

Wenn du da Probleme hast - wende dich an deine PSB-Stelle, auch die können mit dem Arzt reden und dich unterstützen!

LG

Praxx


Hallo Praxx,

ich möchte nochmal kurz auf deine Antwort eingehen. Die Naloxon-Methode scheint dann wohl eher nicht in Frage zu kommen. Wie lange sind die Rezeptoren nach Einahme denn ungefähr besetzt?
Die Substi ist nicht diziplinarisch.
Nur wenn ich dem Arzt das sage, dann sagt er du musst ja nicht in meiner Substi bleiben und kannst jederzeit gehen. Also habe ich nicht wirklich eine Wahl. Dann nehme ich das bisschen was ich bekomme und hol mir den Rest Pola auf eigen "Rezept".
Was kann ich da machen? Vermutlich nicht viel. Der Doktor ist leider der zeimlich einzige auf dem Land bei uns.

Viele Grüße
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Quasimodus
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1507

BeitragVerfasst am: 3. Nov 2017 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Du bist doch der mit USA Einreise.
Ich musste jetzt echt zweimal den nick lesen ums zu glauben.

Mit solchen Ambitionen, wie Rotterdam shore kaufen und der Rattenschwanz der da dranhängt, kannst du USA doch vergessen , es sei denn du bist scharf auf 16 bars.

Mach Methadicct klar, das ist ein zugelassenes Substitut, damit fliegst du am Besten.
Substitol muss du erstmal einstellen, die Dosis muss passen, weil du kannst bei den Teilen nicht mal n Tag Pause machen, du brauchst es jeden Tag.
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DayLight
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.08.2016
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 3. Nov 2017 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Das H kaufen in den USA flach fällt steht wohl außer Frage.

Ich weise dich mal darauf hin, dass man die Aussagen von mir auch immer in dem Kontext lassen sollte. Ist nicht böse gemeint.

@An die Anderen: Vielen Dank für die doch sehr liebevoll gemeinten Ratschläge.

Vielleicht kann ich noch einmal die Frage stellen, wie das mit der Substitol Substitution ist. Ist das wirklich nur was für "hoffnungslose Fälle" á Therapieabrüche und mit zig Rückfällen? Oder besteht die Möglichkeit praktisch auch für mich?

Grüße an alle lieben die sich hier beteiligen Smile
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DayLight
Anfänger


Anmeldungsdatum: 12.08.2016
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 3. Nov 2017 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

rock hat Folgendes geschrieben:
DayLight hat Folgendes geschrieben:
... weil ich doch noch so jung bin (23)

Recht hat er !
Auch weil Du so jung bist, solltest Du das Pola möglichst rasch hinter Dir lassen.
Cheers


Meinst du mit Pola auch die Substitution oder nur das Opioid an sich?
Denn wenn ich gezwungener Maßen ohne Substitut dastehe irgendwann, dann weiß ich dass ich nach spätestens einem Monat wieder anfange zu naschen. Hinzu kommen dann noch qualvolle Schmerzen im LWS Bereich, die wirklich nicht erträglich sind. Ich bin bestimmt nicht nah am Wasser gebaut, aber mit den Schmerzen zu leben ist keine Option für mich. Tut mir Leid. Auch wenn das mein Exitus bedeutet.
Und dass meine ich sehr ernst.
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rock
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2481

BeitragVerfasst am: 4. Nov 2017 09:16    Titel: Antworten mit Zitat

DayLight hat Folgendes geschrieben:
Meinst du mit Pola auch die Substitution oder nur das Opioid an sich?

In erster Linie das Pola, in zweiter Linie Opiate generell.
Daß Du Schmerzpatient bist, wußte ich nicht. Aber für Schmerzpatienten ist Polamidon auch eher selten (wenn überhaupt) geeignet.
Als Schmerzpatient würde ich mich um eine kontinuierliche Versorgung mit meinem Stoff kümmern und alle Gedanken an Sucht vergessen. Da hat die Lebensqualität Vorrang und die ist halt ohne entsprechende Schmerzmittel nicht oder schwer auszuhalten. Warum sich also einen Kopf wegen der Sucht machen ?
Es gibt sehr viele Schmerzpatienten*), die ein ganz normales Leben führen. Sie sind süchtig, aber sie wissen auch, daß sie es zeitlebens bleiben werden und machen sich keinen Kopf deshalb. Das ist eine ganz andere Suchtwelt als die der Junkies.
Alles Gute !
Cheers

*) Hier im Dorf ist bei den alten Bauern so viel Opioid unterwegs, man glaubt, in einer der "Oxy-verseuchten" Gegenden in den USA zu sein. Aber wenn man's nicht weiß, bemerkt man es nicht. Alle haben anscheinend ganz gute Vorräte. Beim Doc am Schalter wird gefragt, ob eh genug Fentaplast, Tramal, Oxycontin etc zu Hause vorrätig ist. "Soll ich noch was aufschreiben ?" - das fragt die Sprechstundenhilfe !
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DIEONKELZ
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 21.02.2016
Beiträge: 153

BeitragVerfasst am: 16. Nov 2017 13:20    Titel: Antworten mit Zitat

Nach 48 Stunden sind die Rezeptoren größtenteils wieder frei. Aber da muss man schob diziplin haben. Ich habe 2 Tage auf Pola verzichten leider nicht geschafft.
Kann es sein, dass wenn man entzügig ist eine höhere Dosis benötigt als normal um die selbe Wirkung zu erreichen?
Wie kann es sein dass ich von der selben Dosis an dem einen Tag total gut drauf bin und an einem anderen Tag schon fast entzügig bin?
Grüße
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