Codein und Leber

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Praxx
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 2870

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2018 00:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mikel,
denkbar ist das schon. Der anhaltend erhöhte Druck in den Gallenwegen kann einen "Hydrops", also eine massive Überdehnung der Gallenblase, hervorrufen, wie das auch bei einem Pankreaskopfkarzinom passieren kann. Da Opiate den warnenden Schmerz unterdrücken, könnte tatsächlich eine Perforation passieren

LG

Praxx
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Jolina40
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Anmeldungsdatum: 28.12.2015
Beiträge: 358

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2018 06:07    Titel: Antworten mit Zitat

Kenn mich damit zwar nicht gut aus, aber Frage mich nach den Aussagen von praxx schon warum kein Arzt diese Möglichkeit in Betracht gezogen hat?
Ist doch zumindest eine Erklärung und hört sich logisch an.
Komisch, komisch, zumal ja mehrere Ärzte da involviert waren sowohl in der Klinik als auch der Arzt in der Vergabe...
Es grüßt Jolina die nicht schlafen kann und um halb sieben schon Kind wecken muss und um halb neun arbeiten...
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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3524

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2018 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Eigentlich, jolina, folgt man den Erläuterungen von praxx, ja dann nicht. Denn durch die erwähnte Schmerzunterdrückung durchs Methadon - und das kann da ja was Wink - fehlt dem Arzt die Initialzündung durch den Patienten , in Form von " ...hier tuts mir weh", " ... ich habe ' hier' so ein komisches Gefühl ..." etc., so dass der Arzt noch die Möglichkeit hat, rechtzeitig eine entsprechende Diagnose zu stellen.
Da liegt m.M.n. auch eine der größten Gefahren bei uns Substis, habe das u.U. ja auch so erlebt, dass die Scheisse erst entdeckt wurde, als es fast zu spät war, weil nix weh tat!
Man könnte jetzt fragen, "ja warum führen die Ärtzte denn nicht entsprechende Vorsorgeuntersuchungen durch?" Aber zum einen leben wir nicht Utopia, zum anderen muss auch jeder " normale" Patient derartige Untersuchungen/ Checkups beantragen bzw. anmelden. Aber besser wärs! Wobei, fällt mir gerade ein, mein Arzt meinte öfter zu mir, " ...wir sollten mal ne Darmspiegelung machen!", hab's aber immer aufs nächste Quartal verschoben😣

LG N
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mikel015
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3007

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2018 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Tja Jolina,fand ich auch komisch das kein Doc mir eine zufriedenstellende Antwort geben konnte,aber Neb hat das schon richtig dargelegt!
Was aber noch viel komischer oder kurioser war das ich nach 2-3 Jahren Gallensteine bekam obwohl ich keine Galle mehr hatte!
Des Rätsels Lösung:Mir wurde zwar die perforierte Gallenblase entfernt aber die Gallengänge waren ja trotzdem noch vorhanden und dort entwickelten sich eben Steine... Shocked


greets,
Mikel
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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2273

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2018 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx hat Folgendes geschrieben:
Da Opiate den warnenden Schmerz unterdrücken, könnte ...

Daß Opiate den Schmerz unterdrücken kann ich aus leidvoller Erfahrung bestätigen. Auch Galle, aber Gallensteine bis kurz vor dem Platzen ...
Als Selbstversorger war ich zumeist extrem hochgeschossen. Und kam in den Knast. Dort gab's nichts, ich bin beinahe krepiert, so hat der Affe mich traktiert.
Das dicke Ende kam zwei Wochen nachdem ich mich etwas erholt hatte, also nach etwa zwei Monaten.
Die Schmerzen waren kaum auszuhalten, ich habe die gesamte Wachmannschaft auf's Übelste beschimpft, bis einer kam, der meinte, "der drückt sich normalerweise gewählter aus". Wirklich, das sagte er so, mir ist das Lachen nur wegen der Schmerzen vergangen Laughing Jedenfalls hatten sie nun bemerkt, daß etwas nicht stimmt. Daraufhin bin ich ins KH und dort meinte der Doc, ich sei ein "steinreicher" Mann. Notoperation, Galle weg.
Große Verwunderung seitens der Ärzteschaft, warum ich zuvor nichts gespürt hatte. Das ging ihnen nicht in den Kopf, obwohl sie wußten, daß ich Junkie war. Es wurde bei der Visite immer wieder besprochen. Vor mir, unter den Ärzten, ohne mich was zu fragen oder so ...
Wenigstens haben sie die OP ohne Fehler und ohne Nachwehen hingekriegt.
Das hätte ins Auge gehen können !
Seid also vorsichtig, liebe Kollegen.
Cheers
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3007

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2018 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Rock,der größte Horror war das man mir durch meine vernarbten Venen bedingt keinen Zugang legen konnte und lange herumgekasperte bis man endlich auf die "glorreiche "Idee kam mir in der Halsvene einen Zugang für einen Schmerztropf zu legen...ich kann dir flüstern...da machste einen Streifen mit... Shocked .
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rock
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2273

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2018 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

mikel015 hat Folgendes geschrieben:
Rock,der größte Horror war das man mir durch meine vernarbten Venen bedingt keinen Zugang legen konnte und lange herumgekasperte bis man endlich auf die "glorreiche "Idee kam mir in der Halsvene einen Zugang für einen Schmerztropf zu legen...ich kann dir flüstern...da machste einen Streifen mit... Shocked .

mikel, Leidensgenosse, das Venenproblem hatte ich ganz vergessen. Ärzte stechen idR ja ganz gut, aber das Theater das die damals - mit Sprüchen wie: "Da ist dann hoffentlich auch noch Blut im Heroin" etc - wegen eines Butterfly gemacht haben, war wirklich unglaublich ! Ein Tiefpunkt ärztlicher "Kunst", wahrhaftig !
Aber wir haben sogar das überlebt, das muß doch etwas bedeuten. Vielleicht sind wir was Besonderes ?
Na klar sind wir als Überlebenskünstler etwas Besonderes in einer Welt, in der ein trumparsch sich als "stabiles Genie" bezeichnen darf, ohne umgehend in der Klapse zu landen. Er gehört übrigens zu der Kategorie jener, die ein wahrhaftiges Problem damit haben, daß niemand außer ihnen selbst von ihrem Genius überzeugt ist Laughing
Cheers
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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3524

BeitragVerfasst am: 8. Jan 2018 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Immer dies Gehampel der Ärzte, wenn es um solche Situationen geht! Dabei können sie sonst die Messer nicht schnell genug schärfen. Es gibt ja am menschl. Körper unzähl. Stellen, die man anzapfen könnte und die uns junks zum Glück verborgen bleiben, zur Not - gerade bei Op/ stationärer Versorgung - halt nen Port setzen. Aber nein, erstmal die Laienkräfte dran rumprokeln lassen, dann die Erstsemestler und irgendwann dann den Profi holen, oder was?

LG N

...der froh ist noch reichlich Auswahl zu haben...oder wieder Rolling Eyes
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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2273

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2018 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

nebukadnezar hat Folgendes geschrieben:
...der froh ist noch reichlich Auswahl zu haben...oder wieder Rolling Eyes

DAS dachte ich vor ein paar Tagen auch. Meine Venen sind schon wieder fast ZU gut ... Verlockend irgendwie Laughing
Cheers
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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3524

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2018 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

...kribbel... Wink

LG N
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Mohandes59
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 844

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2018 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

Verlockend ... kribbel ... na toll. Nein, ich habe NULL Suchtdruck Evil or Very Mad.

Ich war mal mit einem Russen im Knast. Beide waren wir affig und in den schlaflosen Nächten Geschichten. Er erzählte, daß in dem Tal im Kaukasus (er war ein 'Schwarzarsch') wo er herkam, praktisch alle süchtig nach Opium waren. Großvater, Vater eh, auch Mutter und Schwester. Eltern schon längst tot, weil sie sich das O i.v. gegeben hatten.
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rock
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2273

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2018 14:14    Titel: Antworten mit Zitat

Mohandes59 hat Folgendes geschrieben:
... weil sie sich das O i.v. gegeben hatten.

Damit habe ich angefangen. Damals - 1967 - gab es gar nichts anderes. Gelegentlich Morph-Ampullen mit 10/20 mg ... Ware von Apo-Einbrüchen war blitzartig vergriffen, Tinktur war im Alltag das höchste der Gefühle. Pharmazeutische gab's in der Türkei gut zu kaufen, in D wurde Berliner Tinke gebraut und in Polen kochten die "roten Junkies" ihre "Suppe" aus Mohnkapseln. Ging alles iv 'rein !
Opium kostete in Istanbul 50US$/kg. Shit das Doppelte ... Wirklich ! Ein Stück landeinwärts haben sich die Preise fast halbiert.
Aber Heroin gab's keines, nicht mal in Marseille ... Dafür in Vietnam Sad
Suchtdruck hab' ich übrigens trotz des Schwelgens in den "guten alten Zeiten" (die jeweiligen, heftig negativen Kehrseiten relativieren das Ganze allerdings ...) keinen.
Irgendwann wird's passen, dann geb' ich mir eine Kleinigkeit, aber ich werde nicht danach suchen, das bestimmt nicht !
Cheers
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Mohandes59
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 844

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2018 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Rock, echten Suchtdruck habe ich auch nicht ... nur gelegentlich meldet sich der Tiger im Keller, kurz aber unüberhörbar ...
Läuft mir nicht weg, irgendwann wenn es paßt! Mit dieser Einstellung komme ich ganz gut zurecht.

LG Mohandes
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azlem
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 23.12.2014
Beiträge: 185

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2018 16:35    Titel: Codein und Leber Antworten mit Zitat

Codein und Leber, auch Tillidin.

Schmerzen habe ich trotzdem noch. Habe einen empfindlichen Magen und würde sofort spüren, wenn was mit der Galle wäre. Da wird es einem doch auch übel.

Kann ich mir das so vorstellen, dass die Galle von den Opies zu geht? Oder wie geht das? Das müsste man doch auch in den Blutwerten sehen. Ich lasse mir alle 6 Monate ein großes Blutbild machen.

Hatte auch 2015 ne Magen/Darmspiegelung. MAgen war entzündet, muss nun Magenschutz nehmen. Das wurde gemacht, weil ich Bauschmerzen hatte. Damr war völlig OK. Bekomme auch regelmäßig Ultraschall. Nehme diese Vorsorgeuntersuchungen echt ernst.
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3007

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2018 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

rock hat Folgendes geschrieben:


Damit habe ich angefangen. Damals - 1967 - gab es gar nichts anderes. Gelegentlich Morph-Ampullen mit 10/20 mg ... Ware von Apo-Einbrüchen war blitzartig vergriffen, Tinktur war im Alltag das höchste der Gefühle. Pharmazeutische gab's in der Türkei gut zu kaufen, in D wurde Berliner Tinke gebraut und in Polen kochten die "roten Junkies" ihre "Suppe" aus Mohnkapseln. Ging alles iv 'rein !



Man, Man Rock das waren noch Zeiten... Wink
1974/75 ,mein erster Schuß war Berliner Tinke.Da standen die O-Ticker auf der Platte in den Ecken,unter der Jacke ne Cola Pulle mit Tinke..." Pssssst...1 Meter Tinke für 10 Mark,ab 3 Meter kriegste nen halben umsonst"! Jau,die Pumpe hervorgekramt und direkt aus der Pulle gezogen...Very Happy
Tja und über Apo Junk habe ich ja hier in der Vergangenheit schon einiges geschrieben...
Hatte damals O in allen Variationen,angefangen von O Kristalle, O-Powder,O-Tinktur (Vorsicht,immer erst den Alk abkochen sonst brennen die Venen wie Hölle)
bis zu Ampullen (Pantopon)...
Suchdruck kommt beim Schwelgen in Erinnerung auch bei mir nicht auf,war eben eine ganz andere Zeit die nicht wieder kommt!

Greets,
Mikel
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