30 TagesRezept METHADON, ab Juni bekomm ich es

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musikera
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Anmeldungsdatum: 07.11.2013
Beiträge: 922

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2018 16:51    Titel: 30 TagesRezept METHADON, ab Juni bekomm ich es Antworten mit Zitat

Hallo Folks,

Ich hatte ja mal erzählt das mein Substidoc ab Juni aufhört und weit und breit kein Ersatz da ist.
Nun bleibt mir nix anderes übrig als weit zu fahren, um ehrlich zu sein SEHR weit.
Das geht aber nicht wöchentlich. Es ginge aber monatlich. Also hab ich mal den Doc angerufen bei dem ich früher mal substituiert wurde als ich noch in Südbaden wohnte. Der hat mich eingeladen, ich ihm Arztbrief mitgebracht. Situation erklärt und er hat gesagt das ich ja superfest und seit Jahren ohne Beikonsum bin und wöchentlich nicht kommen kann, wird er er es vertreten das ich zu dem ( noch kleinen Kreis ) der Patienten gehöre der das MonatsRezept bekömmt.

Wenn ich nun noch in meinem Wohnort einen Konsilarius fände hätte ich eine außergewöhnlich komfortable Situation. Ich bekäm das MonatsRezept am Wohnort und brauch nur einmal im Quartal dann zu ihm gurken.

Wichtig für mich iss das Monatsding. Kein Streß bei Urlaubsplanung und endlich auch mal die Möglichkeit wenn man auf Besuch irgendwo ist, zu verlängern, spontan. Immer abhauen weil man ja zum Doc muss um das Rezept zu holen fand ich immer voll bescheuert.

Hat hier noch jemand das MonatsRezept?
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Gregory
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Anmeldungsdatum: 15.03.2010
Beiträge: 626

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2018 18:01    Titel: Antworten mit Zitat

Nein leider nicht aber ich hätte selbst Interesse daran.
Wie würde das genau laufen?
Du bekommst 1X im Monat ein Rezept und holst dann 4 Wochen in Folge, ohne weiteren Arztbesuch dein "Zeug" in der Apo oder rennst Du dann nur noch 1X monatlich zur Apo und erhälst dann 30/31 Tagesdosen auf einmal?
Diese Frage würde sich mir da stellen.
Gruß Greg Cool
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musikera
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Anmeldungsdatum: 07.11.2013
Beiträge: 922

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2018 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Greg,

Also da gibt's zwei Abläufe. Ganz wie der Doc es verantwortet.
Einmal Rezept, einmal Medi holen, einmal RezeptGebühr...

oder

Einmal Rezept, wöchentlich holen, jedesmal Gebühr...

mir wurde zugesagt:

Einmal per Monat holen und auch ganze Ration holen.

Bei dem ganzen Procedere kommt es wohl auf den Arzt an. Er muss es verantworten bzw. der Patient muss topstabil sein, ohne Beigebrauch ( auch Alkfrei ) Drobse kann positiven Bericht schreiben und es kann eine wöchentliche Vergabe dem Patient nicht zugemutet werden ( Arbeit, Schicht, ländlicher Raum usw. )

Ich hoffe das die Substituierten das sehr verantwortungsvoll handhaben und keinen Unsinn treiben. Die Ärtzeschaft und Vereinigungen,und sonstige Stellen sollen sehen das es geht. Ich befürchte ja das einige durchdrehen wenn sie
Stoff für einen Monat zuhause haben...Oje, Oje, hoffentlich geht das gut.

Die ordentlichen Substituierten büßen ja immer die Kacke der Suchtbolzen.

Ich plädiere seit langem Unterschiede zu machen von Leuten die auf der Gasse sind und in GassenSchwerpunktPraxen behandelt werden und eben die Patienten die Arbeiten, Sozial integriert, Familie, kein Beikonsum usw.

Leider ist es so das sich unter den Ärzten halt nur die Horrornachrichten verbreiten. So kommt es das im ländlichen Raum keiner mehr substituiert. Aus Angst das:

Eingebrochen wird
Sich eine Szene vor Praxis bildet
Normale Patienten abschrecken
Gewalt
Und vor allem das einer krepiert und die Bullen dann im Dorf dem Arzt die Bude auf den Kopf stellen...



Wie auch immer. Seht es als Vertrauensbeweis wenn ihr ein 30 er bekommt.

Versuch es Greg, es lohnt sich. Kein Streß mehr und endlich bissel persönliche Freiheit.

Gruß
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Quasimodus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1393

BeitragVerfasst am: 26. Apr 2018 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

jetzt mal ganz ehrlich.
Bringt dich das soweit nach Vorne, diesen billigen Scheiss jetzt 30 Tage am Stück zu bekommen.Ich mein , ist ja alles schön und gut, ich für meinen Teil versuche seitdem ich das Zeug kriege( ca.20 Jahre ) davon runterzukommen, mit Substitut 6feet under wäre keine Option für mich.
Das sind doch alles nur Brocken, die unsereins hingeschmissen werden, damit wir die die Fresse halten letztendlich.
Aber vielleicht ist es dir ja wirklich eine Hilfe.
Für mich wäre es quasi so , als lässt mich der doc am ausgestreckten Arm verhungern, weil Pola /Metha = Lebensqualität gleich null.
Klar, besser als jeden Tag auf Achse gehen um sein Affentöterpäckchen zu organisieren, aber weiss auch nicht, klar , den Jakobsweg kannst du jetzt gehen, insofern neue Einschläge garantiert.
Aber gibt es dir den Anreiz iwann mal abzuturnen oder zieht es alles nur unnötig in die Länge.?
Sofern du überhaupt mal runter willst, ich kenn viele , die wollen garnicht mehr ohne.
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Schlaumeier
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 1349

BeitragVerfasst am: 27. Apr 2018 04:52    Titel: Antworten mit Zitat

Quasi, da stellt sich doch die Frage wer am Ende den besseren Film faehrt. Derjenige der seit 20 Jahren mit seiner Sub hadert, sie nicht akzeptiert und aus der dadurch enstehenden inneren Zerissenheit mehr und mehr verbittert, oder derjenige der seine Situation als solche annimmt und das beste draus macht.
Eins sollte doch klar sein, nur alle 30 Tage zum Arzt zu muessen hebt die Lebensqualitaet, vor allem aber die Moeglichkeiten um ein Vielfaches.
Ich denke im die Entscheidung die Sub als Teil Deines (restlichen) Lebens zu akzeptieren waere weniger Selbstaufgabe als die Moeglichkeit endlich neue Wege zu bestreiten.
Anyway, hau rein
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nebukadnezar
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3833

BeitragVerfasst am: 27. Apr 2018 08:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Quasi,

es ist nicht das Pola oder jedwelches Substitut, das dein Leben bestimmt, sein Leben bestimmt man selbst. Gerade mit dieser 30 Tage Regelung, eröffnen sich einem Möglichkeiten, das in die Hand zu nehmen. Ich hatte das Glück einen fairen Arzt zu haben, der schon mit Einführung der Methasub und notwendigen Umstellung von DHC S. auf Methadon einen Weg fand, dass ich 4 Wochen versorgt war, sonst hätte ich nicht die Möglichkeit gehabt mich beruflich etc. zu entwickeln.
Man sollte nicht bei allem und jeden die Verantwortung suchen, wenn man die eigenen Baustellen vernachlässigt. Ist nicht fiel führend, sogar extremst hinderlich!
Die 30 Tage Regelung war für entsp.Patienten längst überfällig...so ungefähr 30 Jahre!

LG N
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Cariote
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 905

BeitragVerfasst am: 28. Apr 2018 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Neb, hi Quasimodus,

bei uns gibt es 2 Wochen Rezepte. zb wenn die Praxis Urlaub macht. In der Apotheke bekommt man dann das Take Home fuer 2 Wochen ausgehändigt.4 Wochen habe ich noch nicht gehört aber ich habe auch nicht danach gefragt.
Ein 2 oder 4 Wochen Rezept macht es schon einfacher und gibt mehr Freiheiten. Vorausgesetzt man kann es sich einteilen.

Abdosieren möchte ich schon lange nicht mehr. Es ist mir viel zu anstrengend einen ewigen Kampf zu führen und es ist mir auch zu gefährlich mein Erreichtes für einen ungewissen Ausgang aufs Spiel zu setzen.
Ich entscheide jeden Tag ob ich Pola nehmen will oder nicht. Falls ich die Wirkung nicht gebrauchen kann setze ich halt aus oder nehme weniger. Einen Entzug bekomme ich so schnell nicht.

Führst du immer noch den Kampf Quasi? Wie warte es wenn du erst anfängst mit Arbeit, Hobbys, Leben etc und wenn das stabil ist kannst du immer noch abrasieren. Nicht umgekehrt, erst clean werden und dann Leben...das kann ja frustrierend lange dauern!

LG Caro
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musikera
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 07.11.2013
Beiträge: 922

BeitragVerfasst am: 28. Apr 2018 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich versteh Quasi seht gut. Wie oft hatte ich genau das Gefühl Sklave der Ärzte zu sein. Abhängig und voll in der Hand von launischen Weißkitteln und untervögelten Sprechblasen...aber es ist auch so wie Cariote, Nebukatnezar und Schlaumi sagen. Ich habs auch aufgegeben abzudosieren. Vor zwei Jahren hab ich angefangen von 80 mg Metha bis auf 25 mg zu kommen. Dann hatte ich einen Arbeitsunfall und brach mir einige Lendenwirbel. Im Provinzkrankenhaus nur Ärzte mit Gnadenbrotstatus, keiner blickte durch...Schmerzen wie Sau...ein Anästhesist
Entschied mir kein Opiat zu geben sondern die Methadosis auf 100 mg und zwei bis dreimal täglich Einnahme zu verordnen. Ich kam wieder hochdosiert aus der
Klinik.
Umsonst Monatelang abgekickt...da sagte ich: Schlußikowski, ich werd das bis zum Sensenmannbesuch nun nehmen. Affentheater.

Nun...wie erwähnt, ich geh lieber einmal im Monat einen langen Weg zum Doc als jeden Freitag einen halblangen.

Kein Geraffel mehr wegen Urlaub, endlich auch mal spontan ne Reise machen oder spontan den Urlaub verlängern...

Es war höchste Zeit und ich hoffe sehr das alle die in den Genuss von dieser 30 er Regelung kommen dies verantwortsvoll handhaben ( ich weiß ich verlange viel ).

Wenn ich nun noch nen Konsilarius finde wäre es perfekt

Bis denne
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Penny
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 03.04.2012
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 12. Mai 2018 15:56    Titel: Bundesland? Antworten mit Zitat

Ich gratuliere, Musiker, das wird wahrlich ne prima Besserung der Lebensumstände. Jeder der arbeitet und Familie hat, weiß wieviel das Wert sein wird...
Ich wusste allerdings auch nicht, dass das überhaupt möglich ist. Das höchst der Gefühle sind bei uns in Bayern 1 x 4 Wochen Urlaub pro Jahr, die aber gestückelt werden können. Aber 12 x 4 Wochen sind undenkbar bei uns.

Sind denn die Vorschrifgten für die methadonabgabe in jedem Bundesland anders?

Ich habe mich auch mit meiner Situation abgefunden - mein Arzt wird es allerdings auch nicht mehr ewig machen und dann ist absolut Sense in meiner Umgebung. Es gibt nur noch einen Substi-Arzt, bei dem bekommen aber nur einige seiner uralt eingesessenen Patienten TH, die neuen können es seit Jahren komplett vergessen.

Fragen: in welchem Bundesland lebst du?
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Quasimodus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1393

BeitragVerfasst am: 25. Mai 2018 06:42    Titel: Antworten mit Zitat

hi musikera,

Zitat:
Ich plädiere seit langem Unterschiede zu machen von Leuten die auf der Gasse sind und in GassenSchwerpunktPraxen behandelt werden und eben die Patienten die Arbeiten, Sozial integriert, Familie, kein Beikonsum usw.


es ist leider Gottes nicht immer Selbstverschulden auf der " Gasse " zu landen und nicht alle die sich diesen blues geben müssen handeln unverantwortungsvoll.

Das passiert in Deinem Kopf, das du so urteilst.

Oft sind es diejenigen, die ja soo gerade laufen, die die meiste kacke am Hacken haben.
Und ich denk mal , man kann deine badenwürttembergische Idylle, nicht mit Drogenszenen in Hannover, NRW, Berlin, Bremen , HH etc vergleichen.
Da laufen ganz andere Schicksale rum.

Ich gönn dir dein 30 Tage Th, aber das ist halt nur da möglich, wo keine Zustände herrschen wie in Sodom und Gomorrha.
Hier wurde gerade ein älterer Bürger der Stadt Opfer eines brutalen Verbrechens zB , das meine ich damit.
Die Cops machen Kontrollen noch und nöcher , aber es gibt einfach zuviele Konsumenten, das ist wie Perlen vor die Säue.
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