an praxx wegen Mehtadon

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wolfenstein
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.01.2016
Beiträge: 257

BeitragVerfasst am: 26. Apr 2018 14:32    Titel: an praxx wegen Mehtadon Antworten mit Zitat

Lieber praxx,
mein Hausarzt (auch FA für Anästhesie) hat mich vor 14 Tagen von Hydromorphon long, auf Methaddict umgestellt. Die erste Dosis sollte 10mg morgens und 10 mg abends sein, weil ich ein "fast metabolizer" bin. Die Dosis war mir viel zu hoch und ich habe nach Rücksprache dann auf 2x7,5mg und dann auf 2x5mg reduziert. Die 2x5mg sind aber leider zu wenig. Ich bin Schmerzpatient und kein Substi, muss ich dazu sagen.
Das Hydro musste ich aufhören, weil schlagartig die Dosierung nicht mehr hinhaute.
10 Tage ging jetzt alles gut, Schmerzen absolut niedrig, Lebensgefühl plus 100%, top.
Gestern hat mich dann voll der Entzug erwischt und ich musste wieder 10mg nehmen.
Habe aber insgesamt massiv Kopfschmerzen und kann nicht schlafen.
Alternative wäre ab nächste Woche Polamidon zu testen.
Frage: macht es Sinn z.B. 3 kleinere Dosierungen a 5mg zu nehmen, so alle 8 Stunden?
Mein Doc und ich wissen nicht mehr weiter. Fentanyl habe ich schon durch. Oxy und Buprenorphen vertrage ich nicht. Mir gehts wirklich mies, mein Kopf ist wie Watte und ich hatte so große Hoffnung, dass ich endlich mal was vertrage.
Danke für deine Antwort hier.
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Lillian
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 3755

BeitragVerfasst am: 26. Apr 2018 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hey, Wolfenstein,

schön endlich mal wieder was von Dir zu lesen, auch wenn's leider negativ ist.

Als ich Pola bekam, war ich alle 40 Minuten wach und jede NAcht klitschenass. Ich habe gar nicht so viel Bettwäsche gehabt, wie ich sie wechseln musste.

Ich bin ja auch wieder auf Hydro und zwar nur noch 2x8 mg . Die erste Schachteln waren Tabletten. Die kamen aber nicht so gut. Die neue Schachtel sind wieder die Kapseln, die schneller anfluten und der schmerz im Vergleich zu den Tabletten ruck zuck weg ist.
Kannst ja mal im Thraed" Wie geht es euch heute" lesen.

Ich denke wenn Du Abends auch och Pola nimmst, wirst Du gar nicht mehr schlafen.

Andere wieder rum pennen davon 12-14 Stunden Rolling Eyes

Warst du jetzt lange Zeit ohne Schmerzmedikamente ( Opiate)?

Ich habe seit meinem Koma erst vor ca. 70 Tagen wieder angefangen mit dem Hydro.
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Praxx
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 2994

BeitragVerfasst am: 26. Apr 2018 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wolfenstein,
woher weißt du, dass du ein "Fast Metabolizer" bist? Das kannst du überhaupt noch nicht wissen, wenn du gerade erst mit der Einnahme angefangen hast. Ich weiß nicht, wieviel Hydromorphon du genommen hast - der Umrechnungsfaktor zu Methadon liegt bei ungefähr 1:2 für eine einzelne Dosis bzw bei etwas über 1:1 für die Tagesdosis - allerdings wirkt Methadon sehr unterschiedlich und die Dosis muss immer "titriert" werden.
Methadon bzw Levomethadon bauen über Tage erst einen gleichmäßigen Wirkspiegel auf, es dauert ungefähr eine Woche, bis das ganze stabil ist.
Ob du "fast metabolizer" bist, kann nur eine Blutuntersuchung vor und nach Einnahme deiner Dosis ergeben.
Methadon wird über CYP450 metabolisiert, einige Arzneimittel können den Abbau beschleunigen oder hemmen - da gibt es Tabellen zum Nachprüfen.
Starkes Schwitzen lässt sich meist durch Umstellen auf Levomethadon (L-Polamidon, L-Poladdict) reduzieren.
Methadon kann sehr tückisch sen - obwohl die Wirkung innerhalb von 30-60 Minuten einsetzt, wird das Maximum erst ca 7 Stunden nach der Einnahme erreicht. Wenn du zu früh "nachlegst", kannst du schnell bei einer Überdosis landen.
Schlaflosigkeit auf Opioiden ist eigentlich völlig normal - zumindest bei Behandlungsbeginn lässt sich oft wach, träumend und schlafend kaum unterscheiden.
Wenn die Probleme bei dir mit der sonstigen Medikation zusammenhängen, könntest du auf retardiertes Morphin wechseln, das nicht über CYP450 abgebaut wird.

LG

Praxx
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wolfenstein
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.01.2016
Beiträge: 257

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2018 09:28    Titel: Antworten mit Zitat

danke praxx und Lilian!

Sämtliche Schmerzmittel wirken bei mir nicht so wie angegeben. Ich musste immer eine Einnahme mehr als geplant vornehmen. So z.B. Hydromorphon long:
Einnahme alle 24 Stunden, bei mir alle 12 Stunden, dazu dann wieder Palladon. Immer, wenn ich dachte die Dosis langt jetzt aber, dann hatte ich das Gefühl, es läuft durch wie Wasser.

Das Methaddict habe ich 16 Tage genommen, 2x5mg, dann urplötzlich Entzug. Dann Steigerung auf 3x täglich. Entzug war weg, aber Nebenwirkungen, wie Kofschmerzen ungleich höher.

Am Freitag Umstieg auf 3x5 Tropfen Polamidon. Heute morgen um 08.15 wieder schlagartig Entzug.

Die Schmerzen sind mit beiden Mitteln sehr gut verträglich geworden, besser als wie mit dem Hydro.

Es muss doch irgendwie, irgendwann mal passen? Die Kumulierung von Metha habe berücksichtigt, dadurch war ich der Meinung, der Pegel sei hoch genug.

Ich bin wirklich keiner der schnell aufgibt, aber ich weiss nicht mehr weiter. Gerade nach 10 Tagen Methaddict hatte ch gehofft, endlich mal richtig zu liegen.
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wolfenstein
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.01.2016
Beiträge: 257

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2018 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hydro:
habe mit 4mg angefangen, dann 2x4g, dann zusätzlich bis zu 2x1,3mg Palladon.
Gesamt etwa 11mg Hydro.

Mit dem Metha spare ich mir aber sämtliche Antidepressiva usw. Nehme sonst nur noch Clopidogrel wegen Stents.

3x5mg Metha war bisher die verträglichste Dosis, schmerzmäßig gesehen.
Vom Pola habe ich mir weniger Nebenwirkungen erwartet.
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Gregory
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 15.03.2010
Beiträge: 629

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2018 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

...die Hydromorph mit dem OROS-Systhem waren wohl keine Option?
Ich mein wenn Du das Hydro sonst, gut vertragen hast...die OROS Teile gibts auch mit 24, 36, ich glaube sogar bis um die 84mg pro Tab. Die sollten min.24 Stunden wirken.
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Gregory
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 15.03.2010
Beiträge: 629

BeitragVerfasst am: 30. Apr 2018 15:15    Titel: Antworten mit Zitat

Das OROS-Systhem, nur falls nicht bekannt, ist eine Kunststofftablette welche nicht verdaut oder aufgelöst wird. In dieser Tab ist eine Mikrobohrung, ein kleines Loch durch welches der Magensaft (Säure und Wasser) eindringt und den darin enthaltenen Wirkstoff gaaanz langsam auflöst, aufquillt und durch die so entstehende Volumenvergrößerung der Wirkstoffmatrix den Wirkstoff langsam und zeitlich genau formuliert, freisetzt. Die Tab selbst wird über den Stuhl, unverändert wieder ausgeschieden
Im Grunde wird so ähnlich wie genau im Matrixpflaster, die ganze Zeit über Wirkstoff zur Verfügung gestellt.
Oder käme das so nicht für Dich in Frage?
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wolfenstein
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.01.2016
Beiträge: 257

BeitragVerfasst am: 1. Mai 2018 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

das sind die Hydromorphon ARISTA long. Die hab ich ja genommen. Es geht mir ja nicht um die Tablette, sondern um die Dosierung.
Während bei Metha, wenn der RICHTIGE Pegel erreicht ist, die Dosierung bleibt, kann sie bei den Hydros ohne weiteres weiter ansteigen.

Wenn ich zuerst wochenlang mit einer Tablette mit 4mg super auskomme, aber dann urplötzlich auch 8mg nicht mehr reichen, dann stimmt doch was nicht? Und zwar nicht wegen Suchtdruck, das möchte ich dazusagen.

Ausserdem habe ich alles ausprobiert was es gibt und meine Frage zielte auf Metha ab, weil ich da keine Erfahrung habe.

Heute um 04.00 in der Früh habe ich meine 5mg Methaddict verpennt und erst gegen 08.00 die Tablette genommen. Prompt kommen Entzugserscheinungen, ich meine meine Herz rast und die Schmerzen sind wieder am ansteigen. Und das, obwohl EINE Dosis ja bis zu über 40 Stunden halten sollte. DAS ist mein Problem!
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Praxx
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 2994

BeitragVerfasst am: 1. Mai 2018 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wolfenstein,
bei allen retardierten Präparaten - ob Morphin, Oxycodon oder Hydromorphon erzielen ihre "Langzeitwirkung" durch pharmazeutische Tricks, die eine verzögerte Wirkstofffreisetzung über 12-24 Stunden gewährleisten sollen. Veränderungen der Darmmotilität oder der Resorption können da schlagartig zum Versiegen des "Nachschubs" und damit Entzugserscheinungen führen. Bei (Levo-)Methadon ist das anders - da ist die "Kinetik" so langsam, dass sich ein gleichmäßiger Wirkpegel aufbauen kann. Allerdings ist 2x5mg eine sehr niedrige Dosis, die diesen Vorgang unterlaufen kann. Natürlich kann auch ein beschleunigter Stoffwechsel daran schuld sein, aber das kann man durch eine Blutuntersuchung feststellen ("Talspiegelbestimmung").

LG

Praxx
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Yez
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2339

BeitragVerfasst am: 2. Mai 2018 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Praxx,

also könnte es an meinem zu „ schnellen „ Stoffwechsel liegen ,
dass das Oxy bei mir nur 8 Stunden richtig wirkt .
Höchstens 9 Stunden, wobei die schon grenzwertig sind .

Muss dann öfter auf den Tag verteilt eine Blutentnahme getätigt werden ,
oder reicht eine ?

Liebe Grüße

Yez
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wolfenstein
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.01.2016
Beiträge: 257

BeitragVerfasst am: 2. Mai 2018 17:19    Titel: Antworten mit Zitat

danke praxx!
Ich probiere jetzt 3x 7,5mg Methaddict aus.
Die Schmerzen sind hier wirklich erträglich und im Prinzip ist dies ja eine Titration, weil ich mich von unten an die bestmögliche (geringste) Dosis herantaste.
Ich habe als Schmerzpatient halt keine Referenz, ob dies viel oder wenig ist.
Was ich nicht verstehe, ist die kurze Wirkdauer, weil Metha ja nur 1x täglich eingenommen wird. Bloss 10mg auf einen Schlag ist mir zu viel.
Schlimm ist es besonders nach dem Aufstehen, diese Benommenheit ist schlimm. Auch das "Wachliegen" ist heftig.
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wolfenstein
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.01.2016
Beiträge: 257

BeitragVerfasst am: 10. Mai 2018 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Bin jetzt seit ein paar Tagen auf 2x10 Tropfen Pola und das vertrage ich ganz gut. 20 Tropfen sind 1ml, verteilt auf 2 Einnahmen pro Tag. Das sind 5mg Metha, oder etwa 2,6mg Hydro. Bin ganz schön weit runter. Schmerzen sind soweit gut, Übelkeit viel besser, Kopf absolut klar.
Etwas Entzug, wegen abdosieren, wenns sobleibt wäre das ok. Bloss die körperliche Leistubgsfähigkeit ist am Boden, aber ich muss da meine Prioritäten setzen. Erstmal richtige Medikation, dann Erholung, der Rest kommt dann hoffentlich.
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wolfenstein
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.01.2016
Beiträge: 257

BeitragVerfasst am: 11. Mai 2018 09:39    Titel: Antworten mit Zitat

heute wieder mit brutaler Angst aufgewacht! Keine Ahnung wo diese Attacken immer herkommen. Ein paar Tage gehts gut - dann wieder ein Einbruch.

Fahre mittags in die Klinik zum Schmerztherapeuten. Vielleicht hat der ein paar Antworten!
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wolfenstein
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.01.2016
Beiträge: 257

BeitragVerfasst am: 14. Mai 2018 10:03    Titel: Antworten mit Zitat

10 Tropfen x3 Pola plus CBD Öl, sagt der Schmerzdoc.
2x täglich sei zu wenig und die Menge ist ziemlich weit unten.

Heute gehts mir dreckig, weil ich gestern erfahren habe, dass meine Tochter geheiratet hat. Wir wussten von nichts, haben ja seit Jahren keinen Kontakt.
Naja, liege hier und heule wie sonst was. Keine Ahnung, was sie meint, was wir ihr angeblich getan haben. War sogar in Hypnose um herauszufinden, ob irgendwas war, nichts!
Jeder sagt, sie spinnt und ist durchgeknallt. Ich kenne sowas ja nur von den RTL Sendungen, wo es drunter und drüber geht. Seine Familie hat nie versucht mal mit uns zu reden, habe keine Adresse oder Nummer. Man fühlt sich richtig scheisse und wertlos.
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Lillian
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 3755

BeitragVerfasst am: 14. Mai 2018 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

wolfenstein hat Folgendes geschrieben:
heute wieder mit brutaler Angst aufgewacht! Keine Ahnung wo diese Attacken immer herkommen. Ein paar Tage gehts gut - dann wieder ein Einbruch.

Fahre mittags in die Klinik zum Schmerztherapeuten. Vielleicht hat der ein paar Antworten!


Ich wache auch immer mit Angst auf, das ist ( habe ich festgestellt) das Zeichen das Opiat zu nehmen und nach 30 Minuten ist bei mir wieder alles im Lot.



Zu dem Thema das sie geheiratet so erging es meinem mittleren Bruder ( auch Alk-und Dorgenabhänhig, aber keine Shore oder Nadel) und mir

Unser ältester Bruder hat auch geheiratet ohne uns, weil er ich für uns schämt.

Tja, was soll man dazu noch sagen. Als wären wir die Hochzeits-Crasher Laughing
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