Wie soll ich weiter vorgehen...Benzoentzug

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Ela1968
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2015
Beiträge: 345

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2018 18:11    Titel: Wie soll ich weiter vorgehen...Benzoentzug Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben, bin ja eigentlich im Alkoholforum...ich wusste nicht, ob ich es da oder hier reinstellen soll.
Also, lieber Praxx...auch an alle anderen lieben hier.
Erstmal wollte ich fragen, ob es tatsächlich so ist,dass die Medis abhängig vom Hersteller wirken.Ist ratiopharm oder AL z.B. zu empfehlen?
Ja, ihr kennt alle mein Benzoproblem...Und ich weiss grad nicht wer, aber es wurde gesagt, ich solle erstmal auf Diazeamtabletten umsteigen als auf die Tropfen.die .ja auch BTM pflichtig oder?Die Tabletten auch?
Wenn nicht, würde sie mir mein Hausarzt verschreiben.
Bin jetzt auf 0,65mg Tavor angelangt,habe das Frisium um 2,5 mg erhöht auf 32,5 mg jetzt und dann noch,schäme mich fast zu sagen...120mg Oxazeam.
Sollte ich auf Diazepamtabletten umsteigen?Bin so froh, dass das Tavor bald abdosiert ist.Aber wie soll ich jetzt weiter runterdosieren...da gibt es ja mehrere Meinungen hier.
Ich hoffe Ihr könnt mir helfen...praxx...wäre Dir und natürlich allen anderen dankbar.
Ganz lieben Dank Eure Ela
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schattengewächs
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 2236

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2018 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Ela,
ich nochmal.
Warum bist DU denn im Alk-Forum,- du hast doch gar keine Affinität zu dem Stoff, oder? (sei froh)...
Nunja, klar, - bei anderen Mitteln hab ich auch gemerkt, dass Generika oft "schlechter" wirken, oder eben anders, langsamer anfluten, wg. Überzug usw...
Diaz. krieg ich von ratiopharm. Früher hatte ich so "blaue Teile"- auch Diaz. - aber von der Wirkung stärker. Komisch.
Tropfen sollten erst im unteren mg Bereich eingesetzt werden. Macht sonst wenig Sinn, find ich,- außerdem schmecken sie recht bitter... Also ich hab hier ja noch zig Fläschen rumstehen gehabt, - bis auf eins habe ich alle "verschenkt"- so blöd, wie ich bin. Also ein Tropfen enthält bei meiner Flasche 0,5 mg Diazepam,- d.h.- unsinnig, jetzt auf darauf umzustellen, in deinem Fall.- du bräuchtest dann ca 120 Tropfen davon pro Tag.
Also - was mich schon wundert, ist, dass dein Arzt wohl weniger Checkung hat als wir im Forum, bzw. sich kein Mensch mal mit deinem Mix auseinandersetzt um zu mal ne Ausgangs-Dosis zu finden. Es ist einfach ein Kuddelmuddel, mit Clobazam, Oxazeapam und Lorazepam gleichzeitg hin und her zu dosieren- du könntest mal nach Tabellen mit Äquivalenz-dosierungen suchen- NUR! stimmen diese auch nur bedingt, meiner Meinung nach.
Ich denke auch Doxepin sollte drin bleiben. Der Einwand, dass trizyklische ADs die Krampfbereitschaft fördern können, stimmt- aber auch dies ist erst im unterschwelligen Bereich miteinzubeziehen.
Alle anderen "antikonvulsiv wirkenden Medikamente" wie Lyrica und Gabapentin- sind im Endeffekt nur "Zwischen-lösungen" die fast genauso abhängig machen, wie Benzodiazepine. Falls dir jemand den Mist "aufquatscht"- die Ärzte, die das Zeug einsetzen, um den Entzug "zu erleichtern" sind auch matschig in der Birne.
Entzug ist Entzug. Und yep, er ist ätzend! (kann davon ein Lied singen)-
Kraftpaket für dich, durch die Leitung! Idea
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Mohandes59
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 1653

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2018 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ela,

ob Alkohol- oder legale-Drogen-Thread ist egal - das Problem bleibt. Es nützt ja auch nichts, noch einen neuen Thread aufzumachen.

"Wie soll ich weiter vorgehen ... Benzoentzug" Sad

Das größte Problem bei Dir ist die Unübersichtlichkeit: 3 verschiedene Benzos mit unterschiedlichen Halbwertszeiten, da werden auch viele Ärzte kapitulieren. Es nützt Dir ja auch nichts, mit X runterzugehen um dann mit Y wieder hochzugehen.

Nach ungefähren Rechnungen ("Gibt es noch Hoffnung?") solltest Du ja bei umgerechnet 50-70mg Diazepam liegen. Das kannst Du nur selber herausfinden, jeder Körper reagiert anders. Den eigentlichen 'Entzug' würde ich in Deiner Situation erstmal verschieben.

Also:
1. Stabil bleiben, nicht ständig mit X runter, mit Y rauf, usw. Nicht den Hersteller wechseln.
2. Eine äquivalente Dosis mit EINER Substanz (Diazepam) finden & erstmal stabil halten.
3. Langsam abdosieren, z.B. in 5mg-Schritten alle 1-2 Wochen.
4. Am Ende, so ab 10-15mg mit Diazepam-TROPFEN ausschleichen (langsam).


So würde ich es machen, ich bin aber kein Arzt. Genau, wer verschreibt Dir eigentlich diesen ganzen unübersichtlichen Mix/Mist? Hast Du einen Arzt dem Du vertrauen kannst?

Die anderen Sachen wie Doxepin und AD laufen parallel. Und wie Schaddy schreibt, lach' Dir nicht noch eine Sucht an (wie z.B. Lyrica o.ä.)!

Verschiedene Hersteller, k.A. - wird Dir jeder etwas anderes erzählen und bei Deinem Mix gibt es da auch keine seriöse Antwort.

LG Mohandes
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Praxx
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3082

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2018 23:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ela.
Mohandes hat das schon richtig dargestellt. Das Durcheinander bei dir ist ja sehr groß. Das Frisum (=Clobazam) ist etwa halb so wirksam wie Diazepam, hat aber eine HWZ von bis zu 60 Stunden. Bei täglich 35mg Clobazam hast du ständig soviel davon im Körper, als hättest du 185mg auf einmal genommen! Zudem wird Clobazam über das "CytochromP450-Enzymsystem" abgebaut, das durch viele andere Azneistoffe und selbst Zitrusfrüchte (v.a. Grapefruit, aber auch Apfelsinen) gehemmt oder induziert werden kann.
Der wichtigste Schritt wäre, dir EINEN ARZT/ÄRZTIN zu suchen, der dir deine Benzos bzw ein einziges (zB Diazepam, ist auch am preiswertsten) aufschreibt und zusammen mit dir einen Plan zum Ausschleichen aufstellt und durchzieht, am besten jemand mit suchtmedizinischer Qualifikation

LG

Praxx
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Ela1968
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 30.05.2015
Beiträge: 345

BeitragVerfasst am: 22. Apr 2018 08:20    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen Ihr Lieben,es gibt hier leider KEINEN Arzt,der sich auskennt,sonst wäre ich ja schon da gewesen.
sorry...war falsch,hier nochmal einen neuen thread aufzumachen.
Es würde einen Arzt geben,einen Professor, aber der behandelt nur Privatpatienten.
Die Medis bekomme ich von meinem Hausarzt,der sich gar nicht auskennt, das Oxazepam von einem arabischen Arzt und den Rest also die meisten Tabletten von meiner Psychaterin.
Ich wünsche Euch allen einen schönen sonnigen Sonntag und nochmal danke.
Eure Ela
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Praxx
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3082

BeitragVerfasst am: 22. Apr 2018 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ela,
eigentlich ist dann die Psychiaterin die Ärztin der Wahl - die kennt sich aufgrund ihrer Weiterbildung am besten damit aus und muss auch eine gewisse suchtmedizinische Kompetenz erlernt haben. Immerhin müssen Psychiater den Kurs "suchtmedizinische Grundversorgung" nicht machen, weil das alles Teil ihrer Weiterbildung ist. Die kann auch als einzige die entsprechenden Leistungen abrechnen.

LG

Praxx
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bewa
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.08.2012
Beiträge: 881

BeitragVerfasst am: 3. Jun 2018 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Praxx
und hallo allen anderen
leider kennen sich viele Ärzte nicht wirklich gut aus,
die Drogis schon. Natürlich wird auch viel Mist erzählt,
aber manche Arzt kann sich vom Wissen der Drogenuser
durchaus noch 'ne Scheibe abschneiden.
Meine Erfahrung ist aber die Haltung:
Ich habe studiert und weiss besser über Deinen
Körper Bescheid als Du selber.
Meiner Meinung nach sollten Arzt-Patienten-Gespräche auf
Augenhöhe stattfinden und nicht
naja, wie soll ich sagen, der arzt hat immer Recht
und er entscheidet über das Substitut
und die Dosierung und man hat als
Substituierter nicht viele Möglichkeiten
anderer Meinung zu sein...
Speziell Du, lieber Praxx, hörst Dir ja viel an,
aber leider sind wenige Ärzte so aufgeschlossen.
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