Wie lange und wie viel Opioide nach schwerer Schulterfraktur

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Kamikaze1970
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 396

BeitragVerfasst am: 16. Jun 2018 22:15    Titel: Wie lange und wie viel Opioide nach schwerer Schulterfraktur Antworten mit Zitat

Meine Mutter ist an Pfingstsamstag beim Hundi ausführen gestolpert und dabei mit der li. Schulter auf einen großen Stein gefallen.
Resultat ist 4- Zertrümmerung des Oberarmknochens.
Das ganze wurde den Mittwoch darauf operativ mit 8 Schrauben und weiteren Metalleilen versorgt.
Im Krankenhaus hat der behandelnde Arzt 5mg Targin, jeweils morgens und abends
verordnet.
Zusätzlich auf Bedarf 5mg Oxygesic akut.
Jetzt ist sie seit einer Woche wieder zu Hause und hat ständig heftige Schmerzen.
So heftig, dass sie kaum schlafen kann, und, wie ich gerade erfahren habe das sie sich viele Übungen (an einem elek. Therapiestuhl der bei ihr zu Hause steht) nicht mehr zu machen traut.
Sie hat noch das gleiche Einnahmeschema, also 2x5 mg Targin am Tag.
Dazu nimmt sie höchstens 2x die 5mg Oxy akut am Tag, bzw. meist irgendwann Nachts um vielleicht doch noch schlafen zu können.
3-4,5 Stunden klappt das dann auch meist.
Aber sie hat immer eine 6-7 auf der Schmerzskala bis 10.
DAS ist meines Erachtens total kontraproduktiv, denn sie nimmt doch Opioide, damit sie diese Übungen machen kann, und halbwegs schmerzfrei ist.
Und nach 3-4 Wochen hat sie natürlich schon eine Toleranz aufgebaut.
Ich habe ihr gesagt das sie die Medis sowieso ausschleichen muss, und es
ok wäre, auch einmal 2 Targin oder wenn der Schmerz auf 9-10 geht soll sie auch 2 von den Oxy akut nehmen.
Vor allem soll sie Anfang der Woche mit ihren behandelden Arzt sprechen, weil
die Frau geht bald um vor Schmerzen.
Und Medikamente hat sie immer verabscheut.
Bevor sie mal eine Aspirin gegen Kopfschmerzen nimmt, muss es richtig schlimm werden.
Sorgen das sie psychisch Gefallen an den Opis findet, mache ich mir wirklich nicht.
Die Meinung von Praxx würde mich natürlich besonders interessieren.
Aber natürlich gerne die Meinung (fast)aller ...
Wink
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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2624

BeitragVerfasst am: 18. Jun 2018 08:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Kamikaze,

klar ist, dass der Schmerz nachlassen muss! (Hat der Arzt sich geäußert? Es gibt für alles durchschnittliche Heilzeiten..wenn nicht, dann frag doch mal nach!) Der Mehrfachbruch heilt vllt langsamer, als bei jungen, aber trotzdem müssen Schmerzen irgendwann wesentlich besser werden. MRT zur Abklärung kann man da empfehlen.

Einen Fehler unterstellt man dem Arzt am liebsten am letzten - so war es aber, wenn der Schmerz nicht nachlässt in der Stärke. Und WANN er nachlassen sollte - hier schreibt ja niemand, der als Chirurg jobt, oder als Orthopäde - was ist mit Andy, macht der nicht so einen Knochenkram?

Wie auch immer, schnelles Abklären kann in der Med oft sehr hilfreich sein!

Und wenn es um die Gesundheit Deiner Mutter geht, darfst Du ruhig massiver werden Wink

P.S. wir haben SEHR schlechte Erfahrungen. Nie vertrauen, immer nachhaken!
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Kamikaze1970
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 396

BeitragVerfasst am: 18. Jun 2018 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, dakini.
Und Deinen letzten Satz kann ich leider so unterschreiben.
Es ist unglaublich traurig, was im deutschen Gesundheitssystem abgeht.
Nur so als kleine Anekdote am Rande: Meine Mutter (Privatpatient) lag mit einer Kassenpatientin in einem Zimmer.
Nachmittags bekam meine Ma so ein blödes Milchbrötchen mit Rosinen.
Die Dame neben ihr wollte auch eins haben, worauf die Krankenschwester sagte, dass diese nur für Privatpatienten sind... Shocked OHNE WORTE
Da ich sowieso fast täglich bei meiner Ma war, habe ich ihr dann öfter welche mitgebracht, aber das ist ja wohl ein (weiteres) Armutszeugnis für dieses Land.
Meine Mutter war heute bei ihrem Hausarzt und er sah das ganze Gott sei Dank genauso.
Also das sie lieber hoch gehen soll mit der Dosierung, weil eine Schulterfraktur wohl wirklich sehr schmerzhaft sein soll...ist ja auch ein sehr kompliziertes Gelenk.
Und evtl. sollte ich mich für meinen letzten Satz entschuldigen, dass war saublöde ausgedrückt.
Ich interessiere mich selbstverständlich für nahezu alle Meinungen, wollte damit nur blöden Kommentaren vorbeugen, die es zum Glück nicht mehr so oft gibt, hier im Forum.

Kam wohl nicht so gut rüber... Confused Wink
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perl
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 10.07.2016
Beiträge: 1100

BeitragVerfasst am: 19. Jun 2018 07:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hahaha... solche Rosinenbrötchengeschichten könnte ich vielerlei zum besten geben.

Traurig und lächerlich.


Besseres und abwechsungsreicheres Essen gabs für Privatpatienten in der Klinik auch, Einzelzimmer natürlich, eine bessere Enrichtung der Zimmer...ob Chefarztbehandlung aber immer wünschenwert und besser ist, lass ich mal dahingestellt...
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Kamikaze1970
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 396

BeitragVerfasst am: 19. Jun 2018 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Und das, wo "unsere" Politiker nicht müde werden uns zu erzählen, wir hätten keine 2-Klassen Medizin... Twisted Evil
Es wird ja auch sehr oft Chefarztbehandlung abgerechnet, obwohl dieser kaum gesehen wurde. Laughing
Dieses Land ist wirklich relativ reich, aber die gerechte Verteilung klappt immer weniger Exclamation
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