Wie war eure 1. Heroin Erfahrung?

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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2708

BeitragVerfasst am: 20. März 2019 08:42    Titel: Antworten mit Zitat

P.S. der Entzug vom Plattenstoff ist heute nicht mehr soo heftig. Da ist es wohl das Steckzeug, das zusätzlich noch Schwierigkeiten macht. Jemand, der auch länger hier schrieb, hat Monate Heroin genommen - der Entzug ist anders. Ich lag nach nem halben Tag Entzug bereits flach, Erbrechen, etc. Morgens aufwachen und schnell affig Geld beschaffen, weil man wusste, bald kann ich gar nix mehr tun, wenn nicht schnell der nächste Schuss ran kam. Härter, geht´s eigentlich kaum noch. (wenn auch kurz im Vergleich zu Pillen) Schau Dir doch Christiane F. an -> ist recht gut getroffen, also sehr an die Realität angelehnt von damals.
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1335

BeitragVerfasst am: 20. März 2019 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

Mir hat Heroin überhaupt nicht "gefallen".
Auf Blech rauchen oder Paste auf Zigaretten ging noch einigermaßen, aber i.V. war einfach nur scheiße.
Mir wurde so schlecht davon, dass ich nur kotzte und in der Ecke hing.
Keine Ahnung, warum, aber das hat mich wohl vor dieser Sucht bewahrt.

Später dann der Einstieg auf Koks ging fix. Wow! Endlich so topfit, wie ich sein wollte. Trotz Studium und Nachtarbeit auf Knopfdruck fit und wach.
Bei Speed dann dasselbe.
Kurze Zeit später nur noch "Muss", Zwang und Elend. Leider war dann die eigenen Wahrnehmung schon so sehr verschoben, dass es dauerte, bis ein Absprung möglich wurde.

Und dann der Alk, der eigentlich schon immer da war.
Eigentlich waren ja nur die ersten ...paar Minuten bis eine Stunde schön damit. Die milde, langsame Einlullung in Watte und die wachsende coole Leck-mich-am-Arsch-Stimmung.
Kann ich heute auch haben, ganz ohne Drogen. Musste nur viel dazu ausprobieren und üben, üben, üben. Dafür ohne Nebenwirkungen immer abrufbar und nachhaltiger, weil's im Gesamten wirkt.

Egal welche Droge: Das Schöne, Erhebende daran ist verdammt kurz - das Leid dafür umso länger und schlimmer ...
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mikel015
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 3688

BeitragVerfasst am: 20. März 2019 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Dakini,
es ging "Gesuchtundgefunden" ja nicht um die Qualität des Stoffes sondern was so ne Heroinsuch beinhaltet.

Klar war zu meiner Zeit das H weitaus besser als der Dreck heutzutage aber trotzdem wenn du eine mörderische Toleranz entwickels und dir fast ein Gramm auf den Löffel hauen musst,
(zum Schluss kam noch ne Rohypnol dazu)um halbwegs abgebreitet zu sein.Die Venen sich langsam verabschieden und als einzige Option nur noch der Hals bleibt dann ist das alles nicht mehr so lustig.Ganz zu schweigen von der Angst im Nacken nur bloß nicht in den Entzug zu rutschen.Ein Bekannter von mir hat sich noch im PG weggehangen!
Und wer glaubt, heute würde alles anders sein als damals, der irrt. Heute reden die Junkies noch den gleichen Mist wie damals. "Ich hab alles unter Kontrolle. Ich werd nicht süchtig. Ich kann jederzeit aufhören...

Drück dich Süsse
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Los Fritzos
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Anmeldungsdatum: 08.09.2015
Beiträge: 976

BeitragVerfasst am: 20. März 2019 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Das stimmt wohl, dass der Stoff an H-Reinheit immer mehr und mehr nachgelassen hat. Trotzdem ist das H von heute nicht zu unterschätzen. Um den Stoff von der Wirkung gut erscheinen zu lassen, werden da schon mal verschiedene Tabletten mit untergemischt, die das fehlende H ersetzen sollen. Natürlich erreicht man auch auf diese Weise einen Rausch, der vielleicht auch dem Rausch vom H sehr ähnlich ist und man deswegen sogar glaubt, guten Stoff im Beutel zu haben.
Doch wenn man dann irgendwann damit aufhören möchte und muss feststellen, dass man nicht nur 3 Tage sondern Wochen entzügig ist, kann man sich das nur dann erklären, wenn man bei der Kontrolle eine Vielzahl von Mitteln im Urin, Blut oder Speichel findet.

Ich persönlich finde es eine riesengroße Sauerei, wenn so etwas gemacht wird. Das ein paar Morphin- oder Codeintabletten ihren Weg in die Shore finden, kann ich ja noch verstehen und sogar tolerieren, aber sonstige Psychopharmaka, Schlaf- und Schmerzmittel haben da nichts drin zu suchen.
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QyX
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.07.2013
Beiträge: 1263

BeitragVerfasst am: 21. März 2019 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Meine erste Heroinerfahrung war nix besonderes. Ich hab hatte zu dem Zeitpunkt schon einige Jahre pharmazeutische Opioide (Hydromorphon, Oxycodon, Morphin) bekommen.

Eine Freundin die von Heroin abhängig ist hatte mich mal besucht und da hab ich die Gelegenheit wahrgenommen es mal zu probieren.

Hat letztendlich auch nicht anders gewirkt als die Opioide aus der Apotheke. Einen Rausch hatte ich nicht. War auch sonst noch nie irgendwie "high" von Opioiden, obwohl mir ein befreundeter Arzt auch mal Morphin-Ampullen zur i.V. Anwendung besorgt hat.

Persönlich hab ich nie richtig nachvollziehen können, warum manche Menschen so sehr auf Heroin und Co. abfahren. Muss bei denen wohl völlig anders wirken als bei mir.
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QyX
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.07.2013
Beiträge: 1263

BeitragVerfasst am: 21. März 2019 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ach ja, und was andere mit einem "schön warmen Gefühl" beschreiben, ich hab von Opioiden immer nur eklig geschwitzt, egal welcher Wirkstoff ... und es hat bestimmt 2 Jahre gedauert bis das verschwunden.

Mal abgesehen von der analgetischen Wirkung hab ich alle anderen Aspekte von Opioiden und Opiaten nie als positiv erlebt.

Besonders nervig war diese leicht stimulierende Wirkung von Opioiden, die meine schon extremen Schlafstörungen nur noch schlimmer gemacht haben.

Ansonsten habe ich in den ersten Jahren immer wieder mal versucht von Opioiden high zu werden. Hatte im Grunde Zugriff auf alles was man sich nur wünschen kann.

Hat aber nie funktioniert, unabhängig von der Dosis und unabhängig vom Aufnahmeweg.

Z.B. haben mich 20 mg Morphin i.V. schön sediert und meine Beine, in denen ich sonst immer die Schmerzen habe, haben sich großartig entspannt und relaxt angefühlt ... aber ich war kein bisschen breit, euphorisch oder dicht, auch nicht in den ersten Wochen als ich Oxycodon verschrieben bekam. Und abgesehen von einigen Tagen Tramadol zuvor hatte ich zu dem Zeitpunkt keinerlei Toleranz.

Und mittlerweile weiß ich, dass es viele Menschen gibt, die von Opioiden nicht high werden. Meinem Bruder geht es auch so und ein guter Freund und eine gute Freundin von mir können mit Opioiden auch nix anfangen.

Ich nehme jetzt bald 7 Jahre Opioide und meine Dosis ist in etwa noch immer die selbe wie die, die ich nach etwa einem halben Jahr nach Beginn erreicht habe.

Bevor ich mit Opioiden in Kontakt kam dachte ich irgendwie immer das es doch das geilste sein muss als Schmerzpatient Opioide zu bekommen. Ständig dauerbreit, euphorisch und high. Pustekuchen. Was für ein dummer und naiver Gedanke.

Koffein hat bei mir eine stärkere psychotrope als Opioide.
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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2708

BeitragVerfasst am: 24. März 2019 09:14    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ja, es ist doch auch so, dass die Suchtstoffe, die sich ein Mensch aussucht, eben auch "genau" seine Bedürfnisse befriedigen. Ich wurde von Kokain auch nie abhängig. Andere haben alles verloren durch diese Sucht. Es macht mich pur auch nicht sonderlich an. Ist das nicht völlig "normal", dass mancher Stoff bei unterschiedlichen Menschen gar nicht richtig wirkt?

Ich erlebte von Oxycodon auch kein warmes Anfluten, wie das manche beschreiben. Hier, scheint es um Enzyme zu gehen, bez der Umwandlung in der Leber. Und zudem, wirken Opiate/Opioide in Medi Form doch auch anders, als Heroin, völlig anders. Ich finde den "Turn" uninteressant, das war von Beginn an so. Tramadol, etc macht mich auch nicht high, die Liste ist unvollständig. Aber die Medis geben Kraft, haben die Fähigkeit, einiges zu deckeln - als "Hoch -Gefühl" jedoch? -> eher nicht zu beschreiben. Es sind und bleiben auch für mich: Notfallmedis. (auch bei längerer Einnahme)

Im Krankheitsfalle wird alles "verbraucht", im Kopf kommt da nix mehr an. Versucht man, sich dann zu dopen, gelingt es schlicht nicht. Natürlich gibt es Menschen, die auch von diesen Substanzen "mehr" haben. Aber das war nie ein Thema, weil sie einen Zweck haben. Und das ist nicht der, high zu sein. Wink
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