HA hat vor mich zur 3 wöchigen Entwöhnung zu schicken

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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2694

BeitragVerfasst am: 5. Apr 2019 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ne Frau, die alle 4 Wo mal ne IBU nimmt, weil sie Menstruationsbedingt Krämpfe hat, ist gut versorgt,m.M.n., insofern es vertragen wird. (mir hat das lange geholfen, eine Pille am ersten Tag und gut...dass es all die Jahre ne gescheitere Lsg gegeben hätte, wusste ich damals ja noch nicht - damit mein ich aber keine Opioide) Täglich auf Wochen, kann nun mal zu Magenprobs führen. Und seltenere NW weisen viele Medis auf. Ich bekam leichte Halluzinationen von Cystofink.(auch bei der zweiten "Probeeinnahme") Der Goldrute, wobei es oft die Zusatzsubstanzen sind, die ich offensichtlich nicht vertrage...

Solange noch mit der ersten Stoffgruppe gearbeitet werden kann, ist man doch froh, nicht der Gefahr von Sucht ausgesetzt zu werden als Patient. Die meisten, die ich kenne, würden ne Gastritis vorziehen... Wink
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Dr.Mabuse
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3073

BeitragVerfasst am: 5. Apr 2019 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab von 2016 bis Ende 2018 ca 500 Ibus genommen...und in der Zeit noch 150 Metamizol Natrium 500 mg

Und ich lebe noch...

Wenn also Schattengewächs mal 2 Ibus nimmt während ihrer Mens sollte das (ich denke mal) kein Prob sein...

Für den Threadstarter der mit 2 Kaputten Hüften durchs Leben geht ist Ibu als Langzeit Medi natürlich nichts ...

Lieben Gruß in die Runde...

Wink
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Lillian
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Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 3894

BeitragVerfasst am: 6. Apr 2019 02:38    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Antwort, Mabuse.
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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2694

BeitragVerfasst am: 6. Apr 2019 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Wie Dr. Mabuse schreibt, als Langzeiteinnahme wird es u.U. contra produktiv, weil die NW den Nutzen übersteigen können.

Dann sind Opioide gefragt. Zunächst Tilidin, Tramadol...dem folgen dann die stärkeren Schmerzmittel, die zwar den Magen-Darm weniger belasten, als nichtsteroidale Antirheumatika, aber dafür bereits bei den schwächeren Opioiden, die nicht unter BTM stehen, eine Abhängigkeit erzeugen können. Man wägt ab.

Und der Patient selbst, hat da ein Wörtchen mit zu reden. Denn er ist es, der bestimmt, wann der körper diese Stoffgruppe nicht (mehr) verträgt. Ich bin ganz sicher keine Vertreterin von NSAR, aber solange sie wirkten und keine NW erzeugten, habe auch ich sie genommen. (nach einem Motorradunfall nahm ich Diclo 3 Wo am Stück -> Ergebnis: Die Entzündung ging zurück und dabei blieb es auch, die Heilung setzte ein. Doch konnte ich mich dann mit ner krassen Gastritis rumschlagen. Die bei mir seither rezidivierend ist. Aber das ist ein "Familienerbe", ein Schwachpunkt. Hatte ich auch schon zuvor gel, aber nicht so heftig. Mutter & Großvater sind ebenfalls betroffen)

An dem Tag, als ich sie nicht mehr vertrug, kann ich mich noch gut erinnnern. -> Fieses Zeugs! Aber ich sehe es heute aus ner Perspektive, die mehr Objektivität inne hat, als früher. Immerhin wirken sie tatsächlich auch gegen Entzündungen. Davon konnte ich mich selbst überzeugen.

Manch einer hat schon brennende, stechende Schmerzen im Verdauungstrakt und futtert seine Tabletten immer noch -> das ist natürlich Unsinn, nur weil der Arzt sie verordnet! Da muss man halt was sagen und wie bei jedem Medi, das nicht (mehr) vertragen wird, ist es selbstverständlich, dass etwas anderes verordnet wird.

Dazu möchte ich anmerken, dass in USA offensichtlich ein großes Problem auftrat bez Opiaten/Opioiden, was bei uns NICHT der Fall ist in dem Ausmaß! Warum? Ich habe mir die Frage beantwortet. Ob das so stimmt, sei mal dahin gestellt -> anscheinend können unsere Ärzte damit doch besser umgehen! Und auch der Patient scheint "mündiger" und "aufgeklärter". Wink
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1316

BeitragVerfasst am: 6. Apr 2019 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

Dakini hat Folgendes geschrieben:
Zunächst Tilidin, Tramadol...dem folgen dann die stärkeren Schmerzmittel, die zwar den Magen-Darm weniger belasten, als nichtsteroidale Antirheumatika, aber dafür bereits bei den schwächeren Opioiden, die nicht unter BTM stehen, eine Abhängigkeit erzeugen können.

Ich meine, als Schmerzpatient, der darauf angewiesen ist, entsprechend potente Medikamente gegen die Schmerzen einnehmen zu müssen, ist mir kein einziges Mittel bekannt, das nicht aufgrund der Dauer der notwendigen Einnahme keine Abhängigkeit erzeugt.
Oder gibt es da eines?
Und Tilidin oder Tramadol-Entzug ist auch was Feines Wink

Ehrlich geschrieben: Ich weiß bis heute nicht, ob ich jetzt eher einem Tilidin-Entzug oder einem Alkohol-Entzug den Vorzug geben würde … Beide waren heftig ...
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allesinderwaage
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 01.08.2014
Beiträge: 134

BeitragVerfasst am: 6. Apr 2019 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Könnt Ihr mal von Euren Erfahrungen berichten, falls Ihr zu denen gehört, die schon so einen Entzug oder eine Entwöhnung von Opioiden Schmerzmitteln hinter sich haben; das man sich man ungefähr ein Bild von machen kann, was evtl. eines Tages mal auf einen zu kommt (wenn nichts dazwischen kommt..) Habt Ihr zu Hause ohne ärztl. Aufsicht oder in der Klinik, wie lange hats gedauert und wie erging es Euch dabei und wie war die Zeit danach usw. usf... fänd ich sehr spannend ..
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xylocain
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 29.09.2015
Beiträge: 136

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2019 00:59    Titel: Antworten mit Zitat

Einmal Tramadol entzogen, war nur 100mg, aber das hat mich für paar Tage so lustlos gemacht, konnte mich außerdem kaum bewegen, Tramadol ist aber auch besonders fies.

Aktuell auf Oxy, aber das werde ich wohl nie absetzen, da ich dauerhaft Schmerzen habe, welche nicht behandelt bzw. geheilt werden können. Aber ich komme damit gut zu recht und man merkt es mir auch nicht an. Im echten Leben weiß davon auch niemand.
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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2694

BeitragVerfasst am: 7. Apr 2019 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist doch recht einfach (im Vergleich zu kalt), mit abdosieren, Unterstützerlis und co. Ich organisierte das zwar im Ausland, im Sommer am See, aber die Abdosiererei von höheren Bupre Dosen lief so nebenher zu nem vollen Alltag. (da muss dann alles andere stimmen, also keine Krankheiten, ect)

Eine Userin begann im Opiatbereich mit Tilidin. Sie schrieb auch hier ne Weile. Der Entzug war milde nach 1,5 Jahren, 800 mg, oder so... Später dann, mal ein Hydroentzug - der war schon heftiger! Und nun Heroin. "Klassisch" für heute? Da fängt man erst mal mit Pillen an und steigert sich dann bis zum Pulver? Wäre schön gewesen, sie hätte sich das gespart, aber Sucht bekommt nun mal ein Eigenleben...und je länger man drin hängt, desto schlimmer werden die Entzüge.

Ich war körperlich recht aktiv auf Metha damals, aber der Entzug war nach 6 Jahren alles andere, als ein Spaziergang (ich hab nur bis 20 mg kurz abdosiert, dann kalt raus). Fit rein in die Entgiftung, völlig gecrasht raus nach ner Woche, den Rest, hab ich allein gemacht. Manchmal, benötigt man halt ne "Motivationsspritze" zu Beginn. Ich kam aber erst in Gänze auf die Beine, als ich körperlich zu arbeiten begann (nach ca 8 Mo). Vorher, hatte ich noch psychische Einbußen, auch wenn das Körperliche, schon was früher ok war, ich meine, nach 5-6 Mo normalisierte sich allmählich das Veg NS... Trotz, dass ich ansonsten gesund und gut trainiert war, hat mir das wenig gebracht, als der Entzug einsetzte.

Im Krankheitsfalle ist es noch mal anders, das wollte ich lange nicht einsehen. Mit der "Brechstange", kommt man da nicht weit. Man hat die Möglichkeit, erst mal alles zu regeln, auch zu Gesundheit zu kommen (manche haben chron Zustände, sind hohem Leid ausgesetzt, das nicht so ohne weiteres in den Griff zu bekommen ist.)

Sucht verlagt immer einen ganzheitlichen Ansatz. Das wird heute allzu oft vergessen, im Zeitalter der Pillenberge. Man kann (meist) nicht einfach die Substanz weg lassen und der Rest möge sich allein geben - > auch, wenn ein Entzug in Gänze gelingt, kommen häufig Rückfälle zustande, weil darauf zuweilen kein Augenmerk liegt. Ich finde, das ist schon ein Thema.

Tramadol wird von vielen als hart beschrieben. In einer Entgifte musste eine Geschäftsfrau auf Subutex eingestellt werden, um sie langsam abzudosieren, nach 20 Jahren Einnahme. Man schickte sie erst mal nach Hause, war wohl ein Langzeitprojekt... Wink

P:S: ich habe eine "Korrektur" vorzunehmen: meine Freundin Hanna nahm nun ca 5-6 Jahre Lyrika zum Opioid (Bupre) dazu. Dosisbreiche, bis 150 mg/Tag, so meine letzte Info. Irgendwann war sie jedoch auf 300 mg/Tag - DAS entging mir, ich erfragte das kürzlich noch mal, weil ich hier schrieb darüber und mich dann doch noch mal vergewissern wollte... Und nun, ist auch Entzug spürbar, aber sie dosiert doch bisher problemlos ab, ist von 300 mg innerhalb kurzer Zeit auf 3x 75 mg und so, geht sie weiter vor: 3 Tagesdosen, die alle paar Tage reduziert werden. Bislang, läuft es. Aber meine Aussage, es wäre in dem einen bekannten Fall, zu keinem Entzug gekommen, über Jahre, TROTZ vorliegender Opiatabhängigkeit, ist damit hinfällig. Nun ist es doch so weit gekommen.
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Lillian
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 3894

BeitragVerfasst am: 11. Apr 2019 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ja,

es kommt auch oft vor, wenn man das erste mal Opiate /Opioide nimmt sagen wir mal einige Monate und man setzt es dann ab, das viele Menschen auch bei H keinen Entzug spüren.

Nimmt man es aber erneut, sieht das Ganze schon weieder vollkommen anders aus.

Wie genau das funzt habe ich vergessen, hat mir aber mal ein Suchtarzt erklärt.

Allen noch einen schönen Abend.
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