Eilt : Operation - Polamidon/Heroin

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Mohandes59
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 1654

BeitragVerfasst am: 29. Nov 2019 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

nebukadnezar hat Folgendes geschrieben:
Ich erinnere mich noch gut an den Chefarzt, der meinen Vater (zu dem Zeitpunkt fast 90 J.) vor gut 2 Jahren im Krankenhaus nach Sturz und Rippenbrüchen behandelte und ihn, der nach Wirbesäulenfraktur vor einigen Jahren auf Targin eingestellt wurde, also zu jenem Zeitpunkt ein tgl. Bedatf von 60 mg Targin gewohnt war, einfach auf 5 mg setzte, mit dem Ergebnis das mein Vater natürlich in einen heftigen Entzug geriet!... obwohl ich diesen Arzt auf den Sachverhalt hinwies!

Macht Opium nicht total süchtig? [/ironie=off]
Ganz besonders wichtig bei Patienten die auf die 100 zugehen. Bei meiner Oma wurde im KH auch plötzlich das Buprenorphin abgesetzt - sie rauschte in einen Entzug, ohne zu wissen was mit ihr los war! Scheint also nicht unbedingt ein Einzelfall zu sein.

LG مهندس
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Nooria 24
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 12.03.2016
Beiträge: 636

BeitragVerfasst am: 29. Nov 2019 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

Von der Ignoranz der Ärzte im KH kann ich auch ein Lied singen. . . Twisted Evil Twisted Evil Twisted Evil

Mein Mutter lag mit 90 Jahren, leichter Demenz und diversen osteoporose-bedingten Wirbelbrüchen letztes Jahr wegen anderer Gründe auf der Geriatrie des örtlichen Krankenhauses. Sie bekommt Bupre-Pflaster und Gabapentin.

Ich hatte die Ärzte beim Aufnahmegespräch auf beide Medikamente hingewiesen und mich auch bereiterklärt, sie beizustellen bzw. das Pflaster bei meiner Mutter zu wechseln. Wurde mit dem Hinweis abgelehnt, dass man ein Krankhaus wäre, welches durchaus und regelmäßig Btm-Medis einsetze und auch beide Medikamente bevorrate. . .

Nach ein paar Tagen bekam ich mitten in der Nacht einen Anruf der Klinik, ich möge SOFORT kommen, da es meiner Mutter sehr, sehr schlecht gehe, sie ständig nach mir rufe und sie nicht zu beruhigen wäre. . .

Nun ja, meine Mutter befürchtete, jeden Moment sterben zu müssen und konnte vor Schmerzen kaum Luft holen. Ich prüfte sofort den Sitz des Schmerzpflasters, weil es sich bei falscher Applikation schon mal ablöst. Keines zu finden! Die Nachtschwester, die völlig überfordert war, konnte in der Akte meiner Mutter keinen Eintrag dazu finden, dass meine Mutter irgendwelche Schmerzmedikamente bekam, also weder Bupre-Pflaster noch Gabapentin!

Ich habe ihr dann angedroht, das ICH mal SEHR LAUT würde, wenn nicht in FÜNF MINUTEN der diensthabende Arzt auf der Matte stünde! Twisted Evil Twisted Evil Twisted Evil Der Nachtschwester muss man zugute halten, dass sie meine Androhung keine Sekunde in Zweifel gezogen und nicht einmal ansatzweise versucht hat, mir meine Forderung auszureden!

Die Diensthabende hat es dann ihn viereinhalb Minuten geschafft. . . Gut für sie und die Nachtruhe der anderen Patienten - war sogar zufällig die Ärztin, mit der ich das Aufnahmegespräch geführt hatte - und man konnte wirklich nicht behaupten, dass sie jung und unerfahren war! Rolling Eyes

Sie stotterte dann herum, dass man meiner Mutter deshalb keinerlei Schmerzmedis mehr gäbe, weil diese auf Nachfrage gesagt hätte, dass sie keine Schmerzen habe. Auf meine sehr akzentuiert gestellte Frage: "Könnte es nicht möglicherweise sein, dass meine Mutter gerade WEIL sie Schmerzmedis bekommt und sehr gut eingestellt ist, keine Schmerzen hat?" sah man sehr deutlich, dass sie darüber tatsächlich nachgrübelte. Schien ein völliger neuer Blickwinkel zu sein, der sich da auftat!

Tja, und da man auf der Station beide Medis nicht bevorratete, "durfte" ich dann - als großzügige Ausnahmeregelung - tatsächlich meiner Mutter die mitgebrachten Sachen geben. . . und den Rest der Nacht und noch länger bei ihr sitzen, bis sie sich beruhigt hatte.

Am nächsten Morgen bat mich der Oberarzt direkt zum Gespräch: Die Papiere für meine Mutter wären fertig und ich möge sie bitte mitnehmen. Ein Patient, der nach eigener Auskunft keine Schmerzen hätte, bräuchte keine entsprechenden Medis - und schon gar nicht Btm. Da meine Mutter ganz offensichtlich entzügig war, ließe das den Schluss zu, dass sie die Medikamente schon seit längerem missbrauche. Man wolle sich nicht der Beihilfe zum Drogenmissbrauch schuldig machen. . . gerne wäre er aber bereit, mir Adressen für eine Entgiftung heraussuchen zu lassen. . . Und meine Behauptung, dass ich die gesundheitlichen Probleme meiner Mutter kenne und auch die dafür notwendige Medikation, bezweifele er mal stark an. . . ich hätte keinerlei fachliche Qualifikation, die diese Anmaßung rechtfertige.

Selbstredend hatte meine Mutter an dem Tag keine Schmerz-Medikamente bekommen und das Pflaster hatte man - sicherheitshalber - wieder entfernt.

Ich hatte mir ernsthaft überlegt, das Krankenhaus zu verklagen - Mutters Schmerztherapeutin, der Orthopäde und die Hausärztin hätten mich entsprechend unterstützt. Unser Rechtsanwalt riet allerdings ab und ich habe es dann auch nicht gemacht, da meine Mutter als Zeugin hätte aussagen müssen. Das wollte ich ihr nicht zumuten, zumal sie sich nicht einmal mehr erinnern konnte, überhaupt im Krankenhaus gewesen zu sein. Crying or Very sad

Nooria Twisted Evil
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