Tod durch Überdosis

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ast
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2337

BeitragVerfasst am: 23. Jul 2020 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

hi Doc,

ich habe leider keinen Kontakt zu Schattengewächs mehr, denke aber mal, es geht ihr ähnlich wie mir, gerade bei ihrer Wahrheitsliebe.

letztens habe ich mal in einem YT Kommentar von ihr gelesen, dass sie quasi zwischen Wut und Metaebene hin und her switcht, lol...ich finde, das trifft es ganz gut.
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Dr.Mabuse
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3476

BeitragVerfasst am: 23. Jul 2020 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

Oh shit...schade das ihr kein Kontakt mehr habt...ich glaub Schattengewächs ist schon ne Einzelkämpferin...die vorallem Männer nie mehr vertrauen würde...

Sie hat ja immer gesagt sie wäre Eremit,aber allein sein ist schwer...man redet sich ein daran gewöhnt zu sein aber der Mensch ist glaube ich dafür nicht geschaffen...

Nicht einfach alles...ich was jetzt und ab ins Bett...Gehirn muss abschalten...

Wünsch dir ne gute Nacht ast...

Gruß...
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iopiod
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2014
Beiträge: 353

BeitragVerfasst am: 28. Jul 2020 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Leute, ich wollte euch mal fragen, ob ihr Alkohol vertragt, wenn ihr Oxycodon genommen habt. Ich lese immer wieder, das manche diese Kombi gerne zum feiern verwenden, aber in meinem Fall, wenn ich denn mal Alkohol trinke (ich nehme am Tag 60- 80 mg), dann hab ich absolut kein angenehmes Gefühl davon, es geht schon nach den ersten Schlücken los, da fühlt sich mein Kopf schon komisch und der Körper fühlt sich verkrampft an, genauso wie mein Bauch. Erst 2 Tage später hört das alles dann wieder auf und mein Körper entspannt sich wieder und der Kopf hört auf sich so blöde anzufühlen.

Weil das seitdem ich Oxy Dauerpatient bin sich so ergeben hat, trinke ich im Vergleich zu vorher so gut wie keinen Alk mehr, vielleicht im Monat an 2- max 3 unterschiedlichen Tagen, also alle 1- 2 Wochen mal ein paar Biersn. Vor meiner Erkrankung als ich noch auf Bau gearbeitet hatte, gehörte die flüssige Nahrung fast jeden Tag dazu und ich habe es vertragen, also siehts so aus, als liegt das wirklich an den Oxys. Gehts euch ähnlich wenn ihr Opis oder keine Ahnung was ihr auch immer für morphiumtechnisches Zeugs genommen habt? Würde mich mal interessieren, vielleicht könnt ihr mir ja sagen, warum das sein könnte, was sich im Körper da so abspielt bei mir. Thx
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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2903

BeitragVerfasst am: 30. Jul 2020 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Iopiod,

ich habe mich nie in die "Suchtecke" eingearbeitet, wusste noch nicht mal, welche Enzyme beteiligt sind, ect. Aber mir wurde speiübel nach nur einem Schluck, besonders auf Metha. Allerdings spreche ich dem Alk schon lange ab, trinke sehr verdünnten Weißwein gel. Und ohne, geht es mir wesentlich besser. Ich hab sehr viel gefeiert früher, macht mich nicht mehr an.

Doch viele trinken Alk nach ner gewissen Zeit der Substi, fiel mir auf, oft im Schnitt nach spätestens nach 10 J. Depris, Wirkverluste oft der Grund. Aber ich denke, die Sucht dehnt sich halt aus, Hauptsache dicht.

Ich hatte lange starke Schmerzen bei der Menstruation, das ist natürlich heute in Ordnung mit Progesteron. Ich musste damals Medis kombinieren, damit es auszuhalten war. Bsp Tramadol, Buskopan, Optipyrin. EIN Schluck Wein dazu hat die Wirkung verbessert. Naja, heute weiß ich es besser...und benötige keine Symptombekämpfer mehr, da ich mich selbst ursächlich behandle.

Gestern besuchte ich mal wieder nette Bekannte, die Jungs tranken ihr "Feierabend-Bier". Da werden jedoch viele Falschen getrunken, Koks, Pepp, ect schon mal dazu, wie gestern wieder. (niemand nimmt jedoch Opiate) Ich saß dabei mit meinem Wasser und fühlte mich damit auch wohl, ich muss da nicht mehr "mithalten". Unterhalten kann man sich nüchtern eh besser Smile))

Ich hab auch mal auf dem Bau gearbeitet, mochte die Kollegen und die körperliche Arbeit. Ne Weile polierte ich Boote mit anderen auf Malle und Ibiza...

https://www.pic-upload.de/view-36762874/bilder056.jpg.html
War doch echt ne schöne Aussicht für Frauen oder? Muss schon sagen, war ne tolle Zeit.

Heute strebe ich an, nahezu alleinig mit dem Kopf zu arbeiten. In der Rückschau, hab ich so viel gemacht, das reicht für mehrere Leben Smile Arbeitest Du gegenwärtig noch was?

Habt alle ne schöne Restwoche!
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1714

BeitragVerfasst am: 31. Jul 2020 17:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Iopiod,

ich kann Dir nur berichten, wie das bei mir mit der Mischwirkung von Opioiden und Alkohol war.
Es kam dabei immer auf die Menge des aktuellen Konsums an.
Da ich in der Zeit die Opioide auf jeden Fall täglich in beträchtlichen Dosen eingenommen habe, aber mein Alkoholkonsum mal so und mal so war (trotzdem natürlich immer auf süchtigem Level), war die Wirkung auch sehr unterschiedlich.
Je mehr Alkohol ich (über längere Zeiträume) konsumierte, umso weniger fiel mir eine beeinträchtigende Wechselwirkung auf.
Trank ich (über längere Zeit) wenig Alkohol, dann merkte ich den Mischkonsum sehr stark.
Ich fühlte mich dann „groggy“, schläfrig, antriebslos und war zu nichts zu gebrauchen.

Wenn ich mich richtig erinnere, dann hat das etwas mit der schnelleren Auflösung/Freisetzung des Wirkstoffes in Verbindung mit Alkohol zu tun.
Bei relativ hohem Konsum (süchtig) spielt dann wieder die Toleranzerhöhung eine Rolle. Oder anders ausgedrückt: Man ist es einfach gewöhnt, und merkt die Wirkung nicht in gleichem Maße.
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iopiod
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2014
Beiträge: 353

BeitragVerfasst am: 4. Aug 2020 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

Meinst du mich mit der Frage nach Arbeit? Nein, ich bin durch die Schmerzen EU Rentner. Schon geringe Belastung gibt mir den Rest. Weil ich fast 30 Jahre meines Lebens ziemlich starker Raucher war, hab ich heute auch mit der Luft Schwierigkeiten und bin die letzten Jahre immer von Halsschmerzen begleitet, obwohl ich seit 2 Jahren nur noch max. 3- 4 Schachteln im Monat verquarze.

Vielleicht hab ich auch scho COPD und merk das wegen den Oxys gar nicht mehr (wegen der atemdämpfenden Wirkung), meinen Backenzahn hab ich ja auch wegen Oxy verloren, hab erst gemerkt das alles entzündet war, als der Backen immer dicker wurde, von Schmerzen hab ich aber die ganze Zeit so gut wie nichts gecheckt, so stark wirkt das Zeug gegen Schmerzen. Wohnst du denn auf Malle oder Ibiza oder bist du irgendwo in Deutschland versprengt?


Und Marle du hattest auch mal Alkoholprobleme? Wie lange ging bei dir die Phase und bist du heute noch abhängig bzw. würdest du dich als Alki bezeichnen? Im Vergleich zu früher trinke ich max. 3- 4 x im Monat, vielleicht 6-8 Bier wenn ich mir denn mal was gönne aber wie gesagt, es steigt zu stark in die Birne, deswegen seh ich das Trinken bei mir schon als problematisch, komme aber nicht ganz los davon, das kotzt mich schon leicht an. Es würde mir ohne Bier und Kippen viel besser gehen, aber ich pack es irgendwie nicht. Hat halt jeder seine Problemchen...
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1714

BeitragVerfasst am: 4. Aug 2020 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

iopiod hat Folgendes geschrieben:
Und Marle du hattest auch mal Alkoholprobleme? Wie lange ging bei dir die Phase und bist du heute noch abhängig bzw. würdest du dich als Alki bezeichnen? Im Vergleich zu früher trinke ich max. 3- 4 x im Monat, vielleicht 6-8 Bier wenn ich mir denn mal was gönne aber wie gesagt, es steigt zu stark in die Birne, deswegen seh ich das Trinken bei mir schon als problematisch, komme aber nicht ganz los davon, das kotzt mich schon leicht an. Es würde mir ohne Bier und Kippen viel besser gehen, aber ich pack es irgendwie nicht. Hat halt jeder seine Problemchen...

"Mal Alkoholprobleme" - Laughing der ist wirklich gut Laughing
Mir scheint, viel gelesen hast Du im Forum nicht wirklich?
Süchtig gesoffen habe ich vom ca. 16 Lebensjahr an, dann mal eine 18-jährige Abstinenzphase, und dann gings von vorne los.
Heute bin ich trocken, abstinent, und mal schaun, wie die nächsten 30 Jahre weitergeht. Wink
Heute bin ich auf jeden Fall "trocken".

Die Frage "würdest Du Dich als Alki bezeichnen" - hm ...
Früher hätte ich sofort gesagt "ja".
Heute, nach erneut lang andauernder Abstinenzphase ... ich weiß nicht.
Ist denn ein Grippekranker, der aktuell keine Grippe hat, auch prinzipiell vollends ein "Grippekranker"?
Oder würdest Du zu einem geheilten Kleptomanen, der nie wieder klaut, sagen, er ist immer noch Kleptomane?
Oder zu einem Oxycodon-Abhängigen, der seit nun seit 10 Jahren kein Oxycodon mehr nimmt, er wäre ein Tabletten und Opioid-Abhängiger?
Hm ...?
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ast
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2337

BeitragVerfasst am: 4. Aug 2020 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

Marle hat Folgendes geschrieben:
iopiod hat Folgendes geschrieben:
Und Marle du hattest auch mal Alkoholprobleme? Wie lange ging bei dir die Phase und bist du heute noch abhängig bzw. würdest du dich als Alki bezeichnen? Im Vergleich zu früher trinke ich max. 3- 4 x im Monat, vielleicht 6-8 Bier wenn ich mir denn mal was gönne aber wie gesagt, es steigt zu stark in die Birne, deswegen seh ich das Trinken bei mir schon als problematisch, komme aber nicht ganz los davon, das kotzt mich schon leicht an. Es würde mir ohne Bier und Kippen viel besser gehen, aber ich pack es irgendwie nicht. Hat halt jeder seine Problemchen...

"Mal Alkoholprobleme" - Laughing der ist wirklich gut Laughing
Mir scheint, viel gelesen hast Du im Forum nicht wirklich?
Süchtig gesoffen habe ich vom ca. 16 Lebensjahr an, dann mal eine 18-jährige Abstinenzphase, und dann gings von vorne los.
Heute bin ich trocken, abstinent, und mal schaun, wie die nächsten 30 Jahre weitergeht. Wink
Heute bin ich auf jeden Fall "trocken".

Die Frage "würdest Du Dich als Alki bezeichnen" - hm ...
Früher hätte ich sofort gesagt "ja".
Heute, nach erneut lang andauernder Abstinenzphase ... ich weiß nicht.
Ist denn ein Grippekranker, der aktuell keine Grippe hat, auch prinzipiell vollends ein "Grippekranker"?
Oder würdest Du zu einem geheilten Kleptomanen, der nie wieder klaut, sagen, er ist immer noch Kleptomane?
Oder zu einem Oxycodon-Abhängigen, der seit nun seit 10 Jahren kein Oxycodon mehr nimmt, er wäre ein Tabletten und Opioid-Abhängiger?
Hm ...?

medizinisch gesehen wohl schon: wenn Du einmal eine ICD F11 Diagnose verpasst bekommen hast, wirst Du die Dein Leben lang nicht mehr los.
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iopiod
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2014
Beiträge: 353

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2020 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

Naja hab in jedem Unterforum bissl gestöbert, aber zu den einzelnen Mitgliedern hab ich noch nicht so viel "herausgefunden", bin ja nicht vom Verfassungsschutz, BND oder der NSA ^^

Aber ich finde es jedenfalls bemerkenswert, das du es ganze 18 Jahre geschafft hast die Finger vom Alk zu lassen. Ein nüchterner, klarer Geist ist mir auch viel lieber, als ständig vom Alk benebelt zu sein. Zwar ist es, wenn man ständig auf Oxy ist, auch ein bissl vernebeltes Gefühl, aber es ist wenigstens konstant, weil man jeden Tag die gleiche Dosis einwirft. Wenn man aber Alk trinkt, schlägt man ja doch des öfteren mal über die Stränge und genau das führt dann meistens in die Abhängigkeit, wenn man vorher noch Gelegenheitstrinker war.

Deswegen ist es eigentlich gut, das ich durch das Oxy keinen Alk mehr vertrage, sonst hätte ich vielleicht auch schon ne kaputte Leber. Und wenn wir gerade drüber reden, ein ehem. Arbeitskollege starb vor wenigen Tagen erst an Leberversagen. Kind veroren, Arbeit verloren, 1 Jahr lang den härtesten Stoff gekippt und mit grade mal 35 ins Gras gebissen. R.I.P. so schnell kann es gehen, wenn man die Kontrolle verliert oder sich bewusst ins Grab säuft. Ist das nicht grauenhaft? Hab mich noch nicht damit beschäftigt, aber an Leberversagen draufzugehen, ist sicher nicht die angenehmste Art zu sterben. Wo wir ja wieder beim Thema wären, Tod durch Überdosis...
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iopiod
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 30.05.2014
Beiträge: 353

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2020 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Dieses Beispiel zeigt auch wieder sehr deutlich, das Schicksalsschläge sehr oft eine Rolle spielen, wieso Menschen in solche lebensgefährlichen Abgründe geraten. Deswegen verurteile ich auch nie jemanden, weil ich gar nicht weiß, warum jemand an der Flasche hängt oder Drogensüchtig ist. Jeder Mensch hat eine Geschichte und wer das noch nicht kapiert hat, muss wohl noch viel dazu lernen. Daher kann man es auch gar nicht hoch genug anerkennen, wenn jemand es geschafft hat, aus einem solchen Teufelskreis herauszubrechen, siehe Marle.
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1714

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2020 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

ast hat Folgendes geschrieben:

medizinisch gesehen wohl schon: wenn Du einmal eine ICD F11 Diagnose verpasst bekommen hast, wirst Du die Dein Leben lang nicht mehr los.

Die Ausgangsfrage war ja eine nach der persönlichen Einschätzung und Wahrnehmung Wink
Und, wie die Medizin und die sogenannten "Fach"-Leute sich täuschen und irren können, sieht man derzeit, oder nicht? Cool
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1714

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2020 18:46    Titel: Antworten mit Zitat

iopiod hat Folgendes geschrieben:
Daher kann man es auch gar nicht hoch genug anerkennen, wenn jemand es geschafft hat, aus einem solchen Teufelskreis herauszubrechen, siehe Marle.

Das sehe ich anders. Ich sehe - für mich - überhaupt nicht Anerkennenswertes daran, dass ich heute kein Bedürfnis mehr habe, mich "wegzubeamen" und volllaufen oder zudröhnen zu müssen.
Wenn etwas anerkennenswert ist, dann, dass sich Betroffene überhaupt auf den Weg machen, nach Alternativen, Strategien und alternativen Lebensmöglichkeiten (wie halt süchtig) machen, bereit sind gegen ihre "Bestimmung" (Suchtveranlagung) etwas zu tun, und dafür sehr lange und viel "an und mit sich selbst arbeiten".
Wie Du in anderen Threads verfolgen kannst, beklagen wir alle andere "Gefangenschaften und Geiselnahmen", in die uns unsere Umwelt und der Staat zwingt. Und bei Sucht begibt man sich freiwillig und selbst bestimmt in eine viel, viel schlimmere. Wink
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iopiod
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Anmeldungsdatum: 30.05.2014
Beiträge: 353

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2020 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Naja aber der Weg aus der Sucht endet bei denen, die es wirklich geschafft haben ja damit, das sie den Teufelskreis hinter sich lassen, egal aus welchen Beweggründen. Wenn du halt kein Bock mehr hast, dich wegzuschießen, dann ist das auch kein minderer Grund, denn das Ergebnis zählt, falls du mich verstehst. Bei mir ist es so, das ich seit 15 Jahren keinen Kontakt mehr zur Szene habe, hatte davor gekifft und auch andere Sachen ne Zeit lang konsumiert, aber mit der Zeit konnte man sich nicht mehr ab und die Wege haben sich getrennt, außerdem wurde man älter und man kennt das ja.

Seitdem bin ich ziemlich abstinent von allem, was in erster Linie aber daran liegt, das wir hier nicht wirklich eine Szene haben wo ich wohne, als das ich von mir aus den Willen gehabt hätte, freiwillig in die Abstinenz zu gehen. Gäbs hier vernünftige Quellen, ich wär wohl heut noch druff. Nun bin ich jedoch auch nicht mehr der allerjüngste und so war es wohl das beste, das es damals so gelaufen ist, auch wenn ich die alten Zeiten vermisse, aber so gehts wahrscheinlich nicht nur mir, damit muss man halt klar kommen.

Erinnere mich manchmal an meinen ersten Joint als ich 13 war und frag mich wo die Zeit geblieben ist und ob es das alles wert war, aber fuck it was wär denn die Alterative? Normie Leben mit Fußball und Ballermann? Nee da war ich lieber druff und breit ^^
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1714

BeitragVerfasst am: 5. Aug 2020 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Schon klar, Iopoid,

ich wollte damit nur sagen: Für mich ist meine Abstinenz heute keine besondere Leistung mehr.
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2903

BeitragVerfasst am: 6. Aug 2020 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hm Iopiod,

kann man so sehen, Menschen sind beeinflussbar und je mehr sie am System teilhaben, umso blinder werden sie in der Regel. Gibt jedoch andere, die mit offenen Augen durch die Welt gehen, die keineswegs mit Sucht rumschlagen, aber als "normal" würde ich jene auch nicht bezeichnen. Per Definition misst sich "normal" an der Masse (Norm). Des Weiteren sind auch Menschen, die nicht nach Norm leben, oft der letzte Dreck menschlich. Und der normale Nachbar kann gescheit, hilfsbereit, fair ect sein. Aber ja, die Norm (zu der ich Süchtige hinzu zähle) ist schon ganz schön dämlich, fand ich schon immer. Ich glaub, zum ersten mal, dachte ich das mit 12...Meine Messlatte lege ich da an, was Menschen (sagen und) tun.

Vllt liegt das an meiner Entwicklung, die ja nicht gerade zum Besten verlief und an der Menschen beteiligt waren, nämlich die Bezugspersonen. Mein Vertrauen war bereits früh dahin, da dürfte ich jedoch weit jünger gewesen sein.

Unter einsamen Gefühlen macht man eben andere Erfahrungen, bis hin zu besonderem, aber ich las, dass einige Hypersensible bspweise nichts anderes taten, wie ich als Kind. Da war ich natürlich erstaunt - Menschen gleichen sich doch sehr.

Für mich ist das Maß also nicht "Normalität", sondern der Grad der Dummheit.
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