Wie geht es Euch heute?

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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4239

BeitragVerfasst am: 4. Sep 2020 18:37    Titel: Antworten mit Zitat

dakini hat Folgendes geschrieben:
Hab einen schönen Urlaub mit Deiner Frau, Neb!
So sind wir Frauen halt Smile Immer das gleiche mit uns - die Schuhe müssen auch mit, usw, lach**

!


Danke, waren schöne Tage! Wir sind übers Sauerländle per Landstraße gefahren und wenn man reinfährt ins Sauerländle, gleich hinter Meschede beginnen die Hügel, kahlgefressene Bäume, alles kaputt ha - weise, riesige Flächen! Absolut dystopisch, wie nach einem Atomschlag! Da beschleicht einen ein ganz merkwürdiges Gefühl, wenn man da eine gefühlte Ewigkeit vorbeifährt!
Aber wo wir waren, ein ganz kleines,altes, süsses Dorf im Wald, da war es schön 😊 Natur pur und lecker Essen 😁 Ich esse ja auch gerne die alten Rezepte der Ureinwohner an dem Ort, an dem ich mich gerade aufhalte. Da gabs z. B. 'Kröse'
, besteht aus:
Hafergrütze, Schweinebrühe, Salz, Gewürzen und Schweineblut
auch lecker😁

Alles Gute für euch!

Schönes We!

LG N
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joe
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1037

BeitragVerfasst am: 5. Sep 2020 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,
geht mir gut und ich freue mich auf herbst und winter und 2021 und so...
leider ist das 24 stunden radrennen am Lausitzring jetzt doch abgesagt worden. schade, da hänge ich jetzt ein wenig durch. vom verein wollen wir privat noch was organisieren.
mit Schatzi ist alles gut. ich bin echt dankbar für jetzt 15 Jahre. alles clean.
alles liebe
joe, clean 24h
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2942

BeitragVerfasst am: 16. Sep 2020 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Ast,

ich bin in letzter Minute vom Flug zurück getreten, hatte ein ganz mieses Gefühl. Zudem ich nach dem ganzen Kram, sowieso noch mal fliege im Winter für einige Monate. Das steht fest. Doch Hanna braucht mich jetzt, ich bin froh, dass ich hier blieb.

Sie liegt im Krankenhaus,nachdem ich sie von Arzt zu Arzt scheuchte, hat endlich mal ein Lungenfacharzt ein Ct gemacht, leider ohne Kontrastmittel (Zugangsprobs) -> so sehen wir nur Verschattungen, unklare "Knoten" auch auf der li Niere...Pleuraergüsse, Lungenentzündung, Herzbeutelerguss, Emphysem...echt übel! Das wird nun abgeklärt. Der Arzt,...können zunächst nicht auschließen, dass ein Karzinom an der Niere in die Lunge metastisierte im schlimmsten Falle. Auf jeden Fall sind Lunge und Niere betroffen...Ich hoffe heute, auf eine klare Diagnostik.

Und sie bekommt nun erst mal 16 mg Hydro stationär, wegen der massiven Schmerzen/Diagnostik im Bewegungsapparat auch, so schnell ging das...

Diesmal hab ich anders agiert, nicht mehr locker gelassen, bis endlich ein Ergebnis da war. Ich weiß nicht, wie es mir ergehen würde, würde ich meine nun beste Frendin verlieren, nach dem Tod von Sabine - nicht auszudenken. Nein, ich mag da nicht drüber nachdenken.

Wie immer, kommt alles auf einmal. Ich suche sachlich mit all dem umzugehen, es gelingt mir halbwegs, denn solange wir nicht wissen, was da genau los ist...

Aber unten drunter schlummert die Angst um meine Freundin. Meine Freunde sind mir so wichtig, wie anderen Geschwister...Alle sind da, auch meine Mama. Man rückt sofort zusammen. Ich spüre, dass dies ein Scheidepunkt ist, in vielerlei Hinsicht. Daneben muss ich mich konzentrieren können. Im Angesicht solcher Bedrohung, verliert so manch anderes sein Gewicht.

Ich könnte gar nicht sagen, wie es mir geht. Mein Leben ist so weit in Ordnung, aber niemand ist eine Insel. (mancher schon, aber das gilt nicht für mich). Meine langjährigen Freunde waren und sind es, die mir ein Gefühl von Wärme, Zugehörigkeit, Identifikation geben. Es brach schon viel weg, damit kam ich nicht gut klar. Das tut wohl niemand, der noch so was wie Empathie besitzt und lieben kann. Seit meinem 4. Lj setze ich auf Freundinnen. Lange Jahre, war es selbstverständlich, dass sie einfach da waren. Neue Leute kommen und gehen...aber der feste Kreis, blieb über Jahrzehnte. Bis meine beste Freundin starb. Da wurde mir endgültig klar, wie sehr ich auf sie baue. Wie sehr ich sie brauche. Hanna kenne ich seit meinem 18.Lj.

Alles ist anders im Grunde und iwo gibt es noch die Dakini, die immer frei war. Ich mobilisere nun meine Kräfte in jeder Hinsicht. Jeder von uns hat Ressourcen, die nur darauf warten, (wieder) leben zu dürfen.

Ich bin dankbar, für jene, die noch da sind. Und für vieles mehr. Aber im Moment schnürt mir die Angst um meine Freundin die Kehle ab. Wir werden bald mehr wissen...Shocked
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 2413

BeitragVerfasst am: 16. Sep 2020 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

ach je, tut mir leid zu lesen, dass es Hanna so schlecht geht Sad
es ist gut, dass Du für sie da sein kannst, aber pass auch auf Dich selbst auf, zumal Du ja hinsichtlich Verlustängsten vorbelastet bist.
ich wünsche Euch beiden jedenfalls viel Kraft für die nächste Zeit und gute Genesung für Hanna.
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Jolina40
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Anmeldungsdatum: 28.12.2015
Beiträge: 705

BeitragVerfasst am: 17. Sep 2020 02:04    Titel: Antworten mit Zitat

@dakini
Möchte mich Ast's Worten anschließen und wünsche deiner Freundin Hanna nur das Beste und dir die Kraft die du brauchst um ihr beizustehen und dich selbst dabei nicht aus den Augen zu verlieren.


Mir geht's relativ gut, mittlerweile offiziell auf 400 mg Substitol runter und außer das ich nicht mehr gut durchschlafen kann alles okay. Bleib auch jetzt erst mal auf der Dosis bis ich weiter runtergehe - hab ja kein Zeitdruck.

War auch endlich beim Zahnarzt, eine Wurzelbehandlung wurde gemacht und n Zahn abgeschliffen und überkront.
Montag wird n Backenzahn unter der Brücke gezogen und n Abdruck gemacht und danach bekomm ich ne neue Brücke und der Spuk is vorbei.
Hab ja totale Panik vorm Zahnarzt, aber hab jetzt einen gefunden der echt gut zu sein scheint und bis jetzt hat es auch nicht weh getan und er war sehr vorsichtig.
Nur am Montag der Backenzahn - das wird nochmal ne andere Nummer, da er so hinüber ist das er garantiert in Einzelteilen ausgegraben werden muss. Aber ich werde wegen meiner Panik ne Betäubung und Lachgas bekommen - hatte ich noch nie aber hoffe es bringt was.
Hauptsache ich zieh das endlich durch, denn jetzt seit 1,5 Jahren mit ständigen Zahnschmerzen rum ich Blöde...

So long grüßt Jolina
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Mohandes59
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 1797

BeitragVerfasst am: 17. Sep 2020 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Jolina hat Folgendes geschrieben:
Mir geht's relativ gut, mittlerweile offiziell auf 400 mg Substitol runter und außer das ich nicht mehr gut durchschlafen kann alles okay. Bleib auch jetzt erst mal auf der Dosis bis ich weiter runtergehe - hab ja kein Zeitdruck.

Gute Einstellung Jolina! Du warst doch auf 600mg (?), nun auf 400mg, ist ja schon ein Sprung.
Niemand treibt Dich, lasse Dir Zeit, sonst kommt auch wieder Suchtdruck auf. Der gute Schlaf kommt schon wieder, der Körper braucht einfach Zeit um sich an die Dosis anzuzpassen.

Zitat:
War auch endlich beim Zahnarzt ...

Das ist super! Ich habe ja auch so einen Horror vor Zahnärzten (wurde als Kind von einem Pferdedoktor traktiert).
Dann bin ich, das 1. Mal seit Jahren, endlich hin. Riesen-Erleichterung: nur 1 Zahn mußte gemacht werden. Aber dieser 1 Zahn hat fast eine Stunde gedauert. Am Ende sagte die Ärztin: "Sie habe aber gut durchgehalten". Ich sagte: "Ich war überhaupt nicht hier - in Gedanken war ich in Turkestan".
Um mich abzulenken hatte ich eine Gedankenreise gemacht, während sie in meinem Mund gewerkelt hat, bin ich über die Seindenstraße gelaufen, war auf den bunten Bazaren von Samarkand ... hat wunderbar geklappt und die Zeit ging verflog geradezu.

Dakini, den Worten von Ast und Jolina schließe ich mich an! Freunde sind etwas wunderbares und gerade in schweren Zeiten merkt man wer tatsächlich ein echter Freund ist!

LG in die Runde, Mohandes
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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2942

BeitragVerfasst am: 18. Sep 2020 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für Eu´re Anteilnahme!
Und Jolina, es freut mich sehr, wie es bei Dir läuft!
Sims mir doch bitte den Namen des Zahnarztes, er scheint ja gut zu sein, ich habe ja nur den Wurzelspezialisten und Paradontologie - die Rechnungen erschlagen mich. Aber naja,...nur ein "normaler" Zahnarzt fehlt mir also noch...

Hanna hat es extrem übel erwischt. Die Histologie ist noch nicht geklärt, aber ein Lungenflügel mehrere Metastasen, an der Niere ein Ableger, der Onkologe erst mal: da können wir nicht mehr operieren...wir warten auf abschließendes. Ich stehe unter Schock, glaub ich. ...alles so unwirklich...Und wieder die Selbstvorwürfe, hätte und wenn...lasst Euch immer ein CT machen, wenn Ihr denkt, Ihr habt was an der Lunge, eine Röntgenaufnahme zeigt weit weniger, wie ich jetzt weiß. Sie war ja vorm Umzug beim Lungenfacharzt - alles ok. Da war schon nix mehr ok.

Passt auf Euch auf! Dakini
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Yez
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2945

BeitragVerfasst am: 20. Sep 2020 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Dakini ,

auch von mir alles gute für Hanna .

Und wenn der Fahrplan steht , alle Kraft die nötig ist , um den Kampf als stehende zu beenden .

Bestenfalls kann sie schon während es regnet , bisschen tanzen .
Ist die beste Medizin


Grüße Yez
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Dr.Mabuse
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3548

BeitragVerfasst am: 21. Sep 2020 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Dakini...

Auch von mir nur das Beste für Hanna...

Mit 30 Jahren denkt man "Was kostet die Welt?"...Energie ohne Ende,und Krankheiten in weiter Ferne...krank werden nur andere...

Lieben Gruß...
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2942

BeitragVerfasst am: 21. Sep 2020 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

Danke auch Euch, Yez und Doc!

Noch immer, haben wir keine Diagnostik. Hanna hatte erst nicht gesagt, dass sie in Substi ist, nun hat sie dies nachgeholt - der junge nette Mediziner, war damit, milde ausgedrückt, etwas überfordert. Von Umrechnungstabellen... hat er anscheinend noch nie etwas gehört. Er wolle sich schlau machen. Ergebnis: 3mal intravenös hochdosiert Paracetamol zu kleinen mehreren Einzelgaben Hydro (retadiert), auch akut (eher sinnlos derzeit). Die Stufenthera, niederschwellige Analgetika mit ...zu kombinieren, ist sicher eine gute Sache für andere Patienten.

Ich fragte mich zuweilen, was es mir gebracht hat, Thema Pillen...Nun zeigte sich, wie wichtig das Wissen über solche Substanzen ist. Hydromorphon (überhaupt Morphine) haben eine gute Auswirkung auf das Atemzentrum im Hirnstamm bei Lungenkrebs - und tatsächlich sagt Hanna, sie kann besser atmen, der Blutdruck ist nicht mehr so niedrig, der Allgemeinzustand viel besser, die Psyche erstmals seit langem mit Zutrauen, Lebensmut, ect.

Das ist doch das wichtigste, wie Du schreibst, Yez. Neben der erforderlichen Schmerzreduktion. Bevor wir wussten, dass ein kanzerogenes Geschehen vorliegt, war das Ziel, von Substi in Schmerzthera zu kommn, evtl mit Hydro, weil Oxycodon nicht unbedingt das Mittel der Wahl ist, bei Sucht...dass es nun "zufällig" auch hilft, ist dem zu verdanken, dass man die Mittel überhaupt kennt. So steuerte Hanna das direkt an, in Sachen offizieller Verordnung...

Praxx hat sehr dazu beigetragen, immer am Ball, Wissen zu ergänzen im Zeitverlauf der Jahre...übrigens einer der wenigen, immer bereit, neues anzunehmen. Wie sich das im Gegensatz im Falle des jungen Arztes gestaltet, sieht man ja nun. Falsch ist das nicht, aber nicht auf den Patienten bezogen mit völlig anderer Geschichte...sondern auf den derzeitgen allgemeinen Wissenstand, der sich nicht 1:1 auf Suchtpatienten übertragen lässt.

Die fehlende angepasste Schmerzthera ein Punkt (sie soll nun jedesmal vorlaufen, um sich mehr zu hohlen bei Bedarf - eine ZusatzBelastung, die man problemlos hätte umgehen können, würde man sich auskennen...), das nächste: "Haben Sie Schmerzen an der Wirbelsäule?" -> ohne darauf einzugehen, dass sich dort eine Metastase befinden könnte, der Patient beginnt zu spekulieren...bekommt Angst.

Unsicherheit auf beiden Seiten, keine gute Situation. Ich bemühe mich, sie zu beruhigen, ohne das Geschehen klein zu reden. Meine Konz ist an einem Tiefpunkt angelagt - ich suche, ihr beizustehen und mich nicht zu vergessen...vom aufreibenden Gespräch/Angst im Nacken zum Lernstoff.

Gestern war ich am See und ließ die Natur auf mich einwirken, immer wieder eine Hilfe. Kaum angekommen, kam ein Bekannter und stellte mir seine Freundin vor, die in schlechter Verfassung ist. Ich hätte sagen können, ich benötige mal Ruhe...aber ich hab es nicht hinbekommen, die beiden abzuwimmeln, sie tat mir leid. Ich hörte mir ihre ganze Geschichte an, während ich auf den See blickte und gab ihr die Empfehlung, bei ihrem Gyn vorstellig zu werden...die Medis (bipolar), sind nun mal Killer der Sexualhormone. Inzwischen gut ü 50, hat das na klar Auswirkungen auf Lebensfreude, Antrieb, ect. Man könnte so einfach manches beheben, würde man fachübergreifend "denken".

Aber letztendlich hat mich sogar das entspannt, denn es war weit weg von Angst um das Leben meiner Freundin. Das wird erst besser werden, wenn ich sie in guten Händen weiß - und davon sind wir noch ein Stück entfernt. Mir ist bewusst, dass es darum geht, ihr Leben zu verlängern - und das mit guter Quali. Und da spielen - die richtigen - Schmerzmittel bereits eine große Rolle.

Alles, was "schnell" gehen soll, ist selten das richtige...auch ein Bekannter, der überstürzt eine OP an der Prostata (gutartige Hyperplasie) machen ließ, ist heute nicht mehr zu einem Orgasmus fähig - man hat ihm großräumg Nervengewebe entfernt, was nicht nötig gewesen wäre - ein Kunstfehler. Der Mann, noch nicht alt, war sexuell sehr aktiv. Hätte er sich Zeit genommen, sich ein gutes Haus zu suchen, wäre das kaum passiert, die angewandte Methode gilt als veraltet...

Schön war von Dir zu lesen, Yez - insgesamt. Entgegen vieler Fälle, die schief gingen. Alles Gute weiterhin für Dich! Wink
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Jolina40
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Anmeldungsdatum: 28.12.2015
Beiträge: 705

BeitragVerfasst am: 22. Sep 2020 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

@dakini
Hatte dir ja auch gesagt das Substitol (sprich Morphin) sich off label positiv auf die Lunge auswirkt und das scheint ja auch bei Hanna so wie bei mir so zu sein.
Die Lungenfachklinik in der ich behandelt werde ist übrigens auch auf Substitutionspatienten spezialisiert und dort kommen Patienten aus ganz Deutschland hin.
Können ja mal telen wenn du magst.

Deiner Freundin wünsche ich nur das Beste und dir weiterhin Kraft.
Es ist nicht leicht sich selbst zurück zu stellen um in so einer schweren Situation immer für die Freundin da zu sein - und sie aufzubauen obwohl man im Grunde selbst vor Angst um den anderen gelähmt ist.

Habe eine gute Freundin nach ihrem Schlaganfall auch bis zu ihrem Tod begleitet und vor 2 Jahren einen langjährigen Freund der den Kampf gegen Krebs verlor...

Fuck Cancer!
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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4239

BeitragVerfasst am: 23. Sep 2020 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

Letztens gings mir schlecht, Durchfall bis zum letzten Tropfen, Krämpfe, leichtes Fieber, schlapp usw. ...grippg halt,... hatte fast schlechte Laune, aber nach nen paar Tagen wars vorbei. Nachdem mir ein Freund erzählte, ihm erging es ähnlich und er erinnerte sich, dass er eine Kundin fuhr, die anschließend auf der Intensiv mit Corona lag, ließ er sich testen, als es ihm wieder gut ging. Tatsächlich stellte man Antikörper fest. Da hat er Schwein gehabt, denn mit 60 und jahrelang COPD hätte es auch anders ausgehen können. Na, ich habe mich dann auch mal testen lassen und dito, Antikörper.Zum Glück habe ich niemanden angesteckt.
Wenn jetzt noch klar wäre, dass es bedeuten würde das Thema Corinna hätte sich erledigt,... Rolling Eyes

Aber man sieht, daß ist alles näher, als man denkt.

Schönen Herbst euch!

LG N
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Jolina40
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Anmeldungsdatum: 28.12.2015
Beiträge: 705

BeitragVerfasst am: 23. Sep 2020 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

@neb
Freut mich das du wenigstens n leichteren Verlauf hattest und wünsch dir auch n schönen Herbst - allen anderen Lesern hier natürlich auch.

Hab den Zahnarzttermin gut überstanden, nächste Woche bekomm ich den Antrag für den Zahnersatz für die KK und erst wenn der durch ist wird der Backenzahn gezogen und ich bekomm n Provisorium und danach ne neue Brücke.
Montag hat er nur einen Zahn abgeschliffen und einen Zahn verblombt, weder Betäubung noch Behandlung tat weh und bin echt bis jetzt positiv beeindruckt
Es grüßt Jolina
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2942

BeitragVerfasst am: 24. Sep 2020 11:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Jolina, da bin ich auch was überrascht, freu mich na klar für Dich! Hm, Tele ist ne gute Idee.

Neb, gut, dass Du es überstanden hast, samt Freund! Ich fand es gruselig vom Verlauf her, wenn es das war, wovon ich ausgehe. Die meisten haben wenig(er), als annähernd den Tod. Aber ja, vieles ist nah, kann von heute auf morgen passieren, jedem von uns. Das dachte ich schon bei Yez´Bericht.

Hanna ist daheim. Der junge Arzt hat sein bestes gegeben, um die Dosis so hoch wie möglich, anzusetzen - hat sich wohl doch eingelesen und ihr geglaubt, dass sie austauscht und kein Tex mehr nimmt (bringt nix, beides zu nehmen Subutex und Hydro, hemmt sich oft), aber der Oberarzt mit seinem saudoofen Satz: "wir wollen ja nicht, dass ihnen die Augen zufallen...", wusste das zu verhindern. Er war es also, der dafür verantwortlich war, dass die Dosis nicht entsprechend angepasst wurde.

Aber der Hausarzt hat ne ordentliche Packung rausgerückt und ohnehin gäbe es keine Engpässe für sie...aber ich wollte das offiziell haben. Sie hat massive Schmerzen, die jeden Tag schlimmer werden, was ihr sehr viel Angst macht. Sie weint viel. Bei der Diagnose wohl normal. Ich muss unbedingt zusehen, dass sie in psychoonkologische Betreuung kommt.

Ich selbst, wache jeden Morgen mit beklemmenden Gefühlen auf. Was mich wirklich abgelenkt hat, war der erste Kurs zur Vorbereitung gestern abend. (webinar) Das hat so ne Freude gemacht. Da hab ich wieder gefühlt, dass mein Leben ok ist. Ich muss aktiv was tun, um die Angst in den Hintergrund zu bringen.

In knapp 2 Wo ist die genetische Analyse da, die Diagnose liest sich echt nicht gut. Streuung in die Brust-Lendenwirbelsäule, Niere. Ohnehin die rechte LungenSeite massiv betroffen. Bislang geht man von nem großzelligen Adeno aus. Mir kommen Bilder von früher in den Kopf, sie war schön und lebenslustig...

Man sollte seine Zeit wirklich ausfüllen, es kann schnell vorbei sein. Lungenkrebs trifft auch viele, die nie rauchten. Aber in dem Alter, kann man wohl kaum sagen, es wäre gut...im Gegensatz zu meinem Opa, der nun hinfiel, Beckenbruch. Er ist fast 100. Ich hatte angeboten, mich um ihn zu kümmern, sobald er bettlägrig wird, aber meine Mutter will das nicht, sie sagt, ich soll mein Leben leben, ich könne mich dann um sie kümmern.

Morgens ist es immer am schlimmsten, da fühle ich die Bedrohung derart heftig, als wäre mein eigenes Leben betroffen. Was es auch ist, denn sie ist Teil von mir. Die Angst kriecht jeden Morgen durch meinen Körper und ich kann keinen klaren Gedanken fassen. Ich tue alles, um mich zusammen zu reißen. Als Nervenbündel bin ich ihr keine Hilfe, lernen lenkt mich ab, aber die Inhalte setzen sich nicht mehr gut, ich hab so viel Angst, dass mich das kaum wundert. Ne schlechtere Diagnose gibt es zwar, aber so viel schlechter ist kaum was.

5 Jahre war Ruhe, wenn man davon absieht, dass ich meinen Bruder beerdigte und der Partner meiner Freundin (M.) starb. Geht das jetzt so weiter? dröhnt es in meinem Kopf. M. geht es gut, seit sie hormonell super eingestellt ist, die Autoimmunerkrankung ist so weit zurück gegangen (Blutbilder), dass auch die Ärzte zufrieden sind und von ner OP ist keine Rede mehr. Gegen den HIV gibt es Medis, DHEA unterstützt das...Ich denke, alles zusammen, hat es wirklich rausgerissen, was wir anregten. Aber bei Krebs hilft halt nix, außer...Wir hängen am Leben, das wird jedem spätestens bewusst, der so ne Diagnose bekommt.

Unter Strich, lief es nur für meine Mutter gut, sie hatte aber reichlich VB. Der Prof hat sie sich damals zur Aufgabe gemacht, das auch so formuliert, sie in eine neue Studie mit rein genommen (Antikörper), aber ich sehe ja jetzt, wie das bei "normalen" Patienten laufen kann, da ist ja schon die Schmerzthera ein Problem, neben Blutungen bei der Bronchoskopie, schlechter Versorgung, falsche Station, ect. Ich tue, was ich kann, nun das richtige Haus zu finden.

Hab rumtelefoniert. Frankfurt, Heidelberg in der engeren Wahl. Man nimmt das nächstliegende, aber ich las auch, dass in der Klinik, wo Du hingehst, Jolina, neue Antikörper getestet wurden...(Genanalyse abwarten). Da wäre sie in meiner Nähe, was uns beiden ein besseres Gefühl geben würde, aber danach können wir uns nicht unbedingt richten. - mal hören, wenn wir tele.

Der langjährige selbstverständlich empfundene Schutz meiner Fam., besonders meiner Mutter, ist inzwischen dahin, die Leute alt, in Rente, die für zahlreiches sorgten, gut vernetzt waren, was das Leben erleichtert hat. Nun sind wir dran und da sieht es echt mau aus. Ich hätte dieses scheiß Studium rocken sollen, als es noch gepasst hätte, dachte ich heut morgen...Dann wäre ich selbst entsprechend besser vernetzt. Aber man muss mit dem vorlieb nehmen, wie man sich sein Leben eingerichtet hat. Ich könnte ja auch - trotzdem - weit besser vernetzt sein, hätte ich nicht so gebummelt! Oder wäre ich da geblieben, wo ich meine Füsse schon in mehreren Türen hatte...Bei dem Leben, konnte sich nur wenig, bis nix dergleichen ergeben/festigen. Bei mir ist es trotz all dem Wissen so, dass ich selbst zufrieden bin allgemein. Ich hab alles, was ich benötige, ...ja, manches noch zu tun, aber die Richtung passt.

Gestern rief ne Freundin an, von der ich auch schon schrieb. Sie machte jetzt ihr Studium fertig von damals und sagt: "soll ich jetzt bis zum Lebensende in einem Büro sitzen, vom Biogroßhandel?" Überlegt, ob sie nicht doch wieder massieren soll, wie wir beide während des Studiums damals...Sie ist total unzufrieden, hat angefangen, wieder mehr zu trinken, ihr Junge nun fast 5, wieder ne Abtreibung, das Kind von nem Mann, der sie wollte und der sehr gut situiert ist - so sagt sie. Und fragt sich, warum sie ging...ob es nicht besser gewesen wäre, sie hätte sich und ihr Kind in Sicherheit gebracht, man wird ja nicht jünger... Nu wohnt sie in ner WG in der Stadt, zuvor am Wald bei den Eltern, ebenfalls ein Gefühl der Sicherheit...kommt mit der Abtreibung nicht gut klar und hinterfragt ihre Entscheidungen, denn erst mal - so sagt sie, lief es nun keineswegs gut. Sie hat auch AD(H)S und ne Suchtneigung (Upper, Alk, Kiffen). Egentlich wollte sie sich bei mir ausheulen, aber als sie hörte, was los ist, sagte sie: "Du würdest mir sagen, dass ich auch auf mein Leben schauen soll - schau auf Deine Prüfung, sorge für Dich!"

Unser Leben ist die Summe unserer Entscheidungen, dachte ich heute morgen...Wie lebenslustig wir alle waren, wie selbstverständlich war Gesundheit und Glück. Wie verwöhnt wir waren, gut gepolstert von daheim, schön anzusehen...Alt werden ist nix für Feiglinge, soviel steht fest.

Ich neige dazu, nach vorne zu schauen, es gibt auch andere Gespräche, ein Freund, der schon lange clean ist, steht gut da, hat mich gestern auch angerufen, aber aufbauen anderer, ist nicht seine Stärke, ich war und bin jene, die ihm immer Mut zusprach, hab ja auch das Gespräch gemacht mit seiner Freundin zusammen. Ich greife keineswegs ins Leere, Moron ist da, der mich unterstützt und Hanna kann sich auch an ihn wenden, wenn mir die Kraft ausgeht.

Also derzeit bin ich nicht gerade Madame super stabil. Und ich weiß, ich hab noch einiges zu tun und ins Lot zu bringen. Der Druck ist zwischen durch massiv spürbar, aber auch da, weiß ich, es hängt alles daran, wie man auf die Dinge schaut. Deine Zeilen, Jolina, sind so positiv geworden, freu!

Neb, Du kommst rüber, wie die Stabilität in Person. Ich erinnere mich noch, wie das in D´dorf war...solche Geschichten sind wichtig für mich. Der Negativität wahrlich genug... Ich entledige mich solchem, wenn nicht nah empfunden, aber alles, was zu einem gehört, ist nun mal da.

Es wird alles gut werden? Bevor die Diagnose kam, war es so vom Empfinden her, eine Freundin, ein Freund, die mal schwächeln, normal...aber das, das bringt mich an meine Grenzen.

Es scheint (semiunbewusst), als würde ich mir Vorwürfe machen, dass ich besser helfen könnte, hätte ich nicht so rumgebummelt und hier und da mal, ne nicht so gute Entscheidung getroffen...aber ja, ich weiß...jeder ist für sich selbst verantwortlich und trotzdem fühle ich grad so. Ich glaub, ich benötige selbst mal Unterstützung, die nicht von den nächsten kommt, sondern von unbeteiligtem Fachpersonal. - Vllt sollte ich mal mit meinem Arzt sprechen. Es nützt ja alles nix, außer als bei Sinnen zu sein! Wink
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Dr.Mabuse
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3548

BeitragVerfasst am: 24. Sep 2020 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

Dakini schrieb:
Zitat:
Es scheint (semiunbewusst), als würde ich mir Vorwürfe machen, dass ich besser helfen könnte,


Diese Vorwürfe habe ich mir auch gemacht,und mache sie mir heute noch...ich hab beide Elternteile an Krebs verloren...ich will hier nicht ins Detail,das gehört hier nicht hin...nur soviel...Krebs ist ne Drecksau par exellance schlimmer gehts nimmer...

Wenn man einen Menschen erkranken sieht,den man sehr liebt kommt man Definitiv an seine Grenzen...alles was man vorher in seinem Leben als "Schlimm" oder Belastend wargenommen hat,erscheint auf einmal als "Kindergarten"...

Ich wünsch dir ein Dickes Kraft paket Dakini...

Nimm jeden Sonnenstrahl,jedes gute Gefühl,jeden Positiven Moment in dich auf und Konservier das,

Positiv zu denken,auch wenn der Himmel noch so Schwarz ist,das ist die einzig Gangbare Möglichkeit...eine andere gibt es nicht...

Wir sind alle nur "Gast" auf diesem Planeten...und irgendwann ist das Tüv abgelaufen...

Gruß Marcus
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