Umstellung Substitol-->Subutex

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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3087

BeitragVerfasst am: 7. März 2021 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx´Verweis auf Burprenorphin, als Depot Injektion, möchte ich ergänzen.

Zu Burprenorphin, gleich in welcher Form zugeführt, darf man vor allem Frauen ab 45 J. raten, nach jetzigem Wissensstand, ist es das Einzige, das die (Sexual)Hormone nicht in solchem Umfang absinken lässt, im Vergleich zu anderen Substituten, hat es also weit mildere Folgen.

Frauen ab 40 plus, benötigen immer häufiger zu ihrer Substitution Antideressiva. Aber auch außerhalb der Gabe von Opiaten, ist es zu beobachten. Ein möglicher Hintergrund, liegt im Bereich der Xeno-Östrogene. Substanzen, die industriell verarbeitet werden, in zahlreichen Materialien, auch in Kosmetika. Jene Fremdöstrogene belegen Rezeptoren, haben jedoch nur nachteilige Auswirkungen. Auch Männer sind davon betroffen.

Opiate sind stark schmerzstillend, auch wenn sie auf die Psyche nicht mehr den gewünschten Erfolg haben. Derart besteht die Gefahr, dass manches "überfühlt" wird. Schmerzen in Gelenken bspweise.

Das "Kaschieren" von Beschwerden, kann durchaus dazu führen, dass Frauen, die substituiert sind, keine Knochendichte Messungen durchführen lassen. Doch die Behandlungen sollten früh beginnen, um Schäden einer Osteoporose zu vermeiden, bzw entschieden abzumildern.

Hinzu kommen bei vielen Noxen, wie Rauchen. Und letztendlich auch Alkohol. Auch hier, darf man sich selbst fragen, ab wann stieg der Alkohol Missbrauch an? Zusätzlich zur Substitution. Alkohol entspannt und nimmt Ängste in moderaten Mengen - der Griff zum Glas, ist doch recht häufig. Auch bei substituierten Männern.

Rauchen vor allem, hat Einfluss auf die empfindlichen Eizellen. Sowie auf alle Gewebe und Gefäße. Alkohol ist ein Vitaminräuber und gerade in diesen Jahren, ist es von essentieller Bedeutung, dass der Körper gut versorgt wird.

Mögliche Langzeitschäden einer Hormon- und Vitaminmangelsituation sind bereits gut erforscht. Von Schäden am Skelett, bis hin zu demenziellen Störungen.

Auch das gesamte Stoffwechselgeschehen gerät in ein Ungleichgewicht, bspweise Glukose, Triglyceride, fallen ins Gewicht, u.v.m. Die Atmung kann ebenfalls betroffen sein, bei abfallenden Östrogenspiegeln vor allem. Wie gesagt, all das, kann auch Männer betreffen.

Daneben empfinden viele ihre Sucht als belastend, das vegetative Nervensystem hat ebenfalls Einfluss. Man stelle sich vor, man habe den Fuss immer auf em Gaspedal, hohe Mengen an Cortisol können frei gesetzt werden und haben ihrerseits wiederum (auch ergänzende) unerwünschte Auswirkungen. Der von Natur aus, ebenfalls aus der Nebennierenrinde kommende Gegenspieler von Cortisol, DHEA, ist häufig am unteren Rand. Entsprechend müde, bei gleichzeitiger innerer Unruhe, können Betroffene sein.

Im Bereich Sucht also durchaus ein wichtiges Thema. Gewichtszunahme, verstärkter Einsatz "beruhigender" Substanzen, anderseits mehr Coffein, "Wachmacher", um morgens in die Gänge zu kommen, ist nicht bereits ein Morgendtief der Begleiter. Sexualhormone haben Einfluss auf Serotonin, Dopamin und andere.

Wer also mit 40 plus sein kindlich vergangenes AD(H)S wieder zu spüren kommt, muss nicht weit suchen in manchen Fällen. Um was es auch immer geht, in diesem Bereich, ist uns nicht nur die USA weit voraus. In unserem Nachbarland, der Niederlande, gibt es schon lange Beraterinnen in diesem Bereich. Doch auch Hierzulande mehren sich allmählich die Angebote, sich infornieren und auch therapieren lassen zu können.

Frauen benötigen in diesen Zeiten eine vernünftige Aufklärung. Um nicht verstärkt zu Noxen und diversen "Helferlis" greifen zu müssen. Und gleichzeitig verstärken sich die körperlichen, wie psychischen Symptome, oft "verkannt", dass ein Substitut nicht mehr seine Wirkung entfaltet. Es liegt manchmal gar nicht an fehlender Wirkung, sondern an Entwicklungen, denen wir naturgemäß unterliegen.

Eine fachlich basierte Unterstützung kann vielgestaltig in ihren Möglichkeiten sein und den Griff zu Alkohol, steigenden Dosen, ect unnötig werden lassen. Die Langzeitfolgen einer umfassenden Mangelsituation, sind weit schwerer zu behandeln, als wenn man gleich zu Beginn etwas tut. Das Wissen über zielführende orthomolekulare Unterstützung kann durchaus dazu beitragen, gesunde Knochen, eine rege geistige Teilnahme am Leben und vieles mehr, zu gewährleisten.

Zuweilen liegt ein Mangel an Eisen vor, welcher allein schon, zu ernst zu nehmenden psychischen Beschwerdebildern führen kann, bis hin zu Aufenthalten in der Psychiatrie, unerkannt, neben körperlichen Symptomen, wie Schwäche u.v.m.

Auch steigende Infektionen, können eine Folge sein, von hohen Cortisol Spiegeln, wenn Gegenregulationen ausbleiben. Im Zuge der Zeit, sind auch unsere Mitochondrien betroffen, die Kraftwerke allen Lebens. Auswirkungen auf unsere Gefäße, sind nicht nur nahrungsabhängig, sondern unterliegen reibunsglosen Stoffwechselfunktionen, um ebenfalls Arteriosklerose vorzubeugen.

Im Vorfeld präventiv, spätestens bei den ersten Symptomen in Behandlung - rund um alles im Blick, kann man also nicht nur ernsthafte Langzeitfolgen mit Ernährungsumstellung, leichten Sportarten, Atemtechniken, Yoga, Ergänzungen (auch Aminosäuren), wenn nötig aufhalten, sondern vor allem die Lebensqualität erhalten.

Die meisten Beschwerden, beginnen rund um die 40 - 45 Jahren. Bei Männern, ist das häufig erst einige Jahre später der Fall, dazu gehört auch die Prostata. Viele Forschungsarbeiten lassen vermuten, dass auch hier ein Hormonungleichgewicht, eine Hyperplasie unterstützt. Aber auch Ernährung steht im Blickfeld, da man sah, dass Männer aus asiatischen Gebieten, die gleichen Beschwerden bekommen, wie jene, die westliche Gewohnheiten haben, wenn sie umziehen nach USA bspweise. (gleiches gilt für Frauen)

Lange war unsere Medizin vorwiegend auf Symptombekämpfung ausgerichtet, doch immer mehr Behandler gehen andere Wege. Man weiß inzwischen sehr viel darüber und kann dem begegnen. In den meisten Fällen ist es nicht so kompliziert, wie bei mir. Und kann mit einem guten Konzept, folgend einer vernünftigen ganzheitlichen Untersuchung aller Parameter, pathologischen fortschreitenden Entwicklungen entgegen wirken.

Im Suchtbereich, "maskiert" sich vieles und bleibt unerkannt. So steigen nicht nur die Gaben an, es kommen immer mehr Probleme hinzu. Allein durch schon abfallende Spiegel lebensnotwendiger Hormone und essentieller Nahrungsbestandteile. Oftmals kann der Körper die Stoffe nicht mehr verarbeiten und aufnehmen, weil Enzyme, Vitamine und andere Bausteine fehlen.

Psychische Probleme sind nicht selten, erstes Symptom eines Ungleichgewichtes und einer Mangelsituation. Doch im Lauf der Jahre, kommen bei einigen weit lebensbedrohliche Krankheiten hinzu, wie dem Herz-Kreislauf-System, Diabetes mellitus, ...aber auch mancher Krebsart schreibt man vorangegangene Dysblancen zu, bzw fehlender Stoffe. Allein Jodmangel ist weit verbreitet. Wenn Ärzte davon "hören", fällt ihnen zunächst Kretinismus ein, Schilddrüsen Erkrankungen (die sich ihrerseits häufig einem entgleisten Sexual-Hormon-Stoffwechsel anschließen) doch ein Mangel wird längst mit Eierstock-, Brust-, Prostata-, Darmkrebs in Verbindung gebracht.

Was wir im Suchtbereich tun können, beginnt jedoch bereits mit der Substanz, mit der substituiert wird, um stark abfallenden Spiegeln vorzubeugen.

Buprenorphin kann hier also durchaus eine gute Lösung sein, entgegen mancher Vollagonisten. Insofern wäre das auch für Dich, Caro, eine Möglichkeit. Bezogen auf Alter und Deine Anamnese, was Du hier mitgeteilt hast.

Ich wünsche Dir alles Gute Wink

P.S. Nicht jede Frau reagiert derart sensibel, aber auch weit jüngere Frauen haben unter Heroin Gebrauch bspweise ihre Menstruation nicht mehr. Opiate ziehen Lipido Probleme auch bei Männern nach sich. "Lustlosigkeit" wird als normal angesehen. Gleiches gilt für viele ADs. Da heute ein Langzeitgebrauch eher die Regel ist, denn die Ausnahme, ist das ein wichtiges Thema zum Erhalt der Gesundheit.

Aber auch ohne Suchtproblematik, sind diese Entwicklungen stark ansteigend. 1/3 aller Frauen heute unterliegt schweren Symtomatiken, bis hin zum Verlust der Leistungsfähigkeit im Beruf. Ehen zerbrechen, in dem Alter besteht die höchste Scheidungsrate. Zudem kommen verfrühte Wechseljahre Ende 30 hinzu, wie Infertilität. Jede 5. Frau hat Empfängnisprobleme, je nach Literatur. Abnehmende Spermien Qualtität bei Männern, unterliegt ebenfalls unserer Zeit.

Noch ist das ein Thema, dem sich vor allem Fertiliätskliniken zuwenden und Ärzte, die sich privatisiert/spezialisiert haben. Von Geburten-Angeboten bis Anti Aging -> die Gesundheit bei all dem, was das nach sie zieht, rückt erst sehr zögerlich in den Vordergrund. In manchen Gebieten bildet man Hebammen und Krankenschwestern zu "Wechseljahresberaterinnen" aus, die eng mit Gynäkologen zusammen arbeiten. Es wird recht gut angenommen von den Ärzten. Aber auch HPs widmen sich diesem Feld. Die ihrerseits auch therapieren dürfen, trotzdem fehlt der Rezeptblock und eine Zusammenarbeit mit Ärzten ist unumgänglich, will man rundum versorgen können. Ich denke, man sollte auch Sucht-Therapeuten mit einbeziehen, weil ich seit Jahren lese und höre, WANN die Beschwerden beginnen, wie oben beschrieben. Es sind fast immer Frauen (und Männer) zu Beginn der Umstellung des Körpers, wenn die Substitute nicht mehr ausreichen.

Aus einem Medi werden mehrere auf dem Rezeptblock und oft, reichen ADs nicht mehr aus. Dann greifen Betroffene zu Alkohol, Tavor, Diazepam, u.a. Der Versuch, zu rotieren, scheitert möglichlicherweise eben auch daran. Doch kaum einer denkt dabei an Hormone - ich hörte bisnur nur e i n m a l, dass eine Ärztin, die substituiert, auf die Hormonspiegel verwies! Und jene, war "zufällig" auch Gynäkologin. Ein Circulus vitiosus - ein echter Teufelskreis.
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