Tagebuch: Beverly_Marsh

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Beverly_Marsh
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Anmeldungsdatum: 12.08.2015
Beiträge: 541

BeitragVerfasst am: 27. Apr 2022 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Es sind irgendwie merkwürdige Zeiten und ich frage mich, ob Leute, die jung gestorben sind und eben schon tot sind, naja, ob denen nicht manches erspart geblieben ist.
Das heißt absolut nicht, dass ich tot sein möchte. Gar nicht. Ich denke nur, wenn jemand vielleicht bis Januar 2020 gestorben ist, hat er einiges nicht mehr erlebt, was vielleicht durchaus entbehrlich ist.
Von Corona zur Ukraine und zurück. Deutschland liefert Panzer, damit alles noch mehr angeheizt wird. Und die Medien befeuern den ganzen Dreck noch. Es gibt nur noch schwarz und weiß, keine Fraben mehr, noch nicht einmal grau.

Naja, und was hat das genau mit mir zu tun? Nicht viel. Es ist unsympathisch, aber ich bin ehrlich und war es immer. Der Gedanke an Krieg, ja selbst an einen Weltkrieg schockt mich weit weniger innerlich als das Verbot war, nachts auf die Straße zu gehen. Einfach eben, weil das eine getriggert hat, an früher erinnert hat und das andere eben irgendwie so fremd und fern ist, dass ich es nicht fasse. Bei einem Atomkrieg knallt es einmal und das war es. Man hat vermutlich nicht mal mehr Zeit, zu fluchen. Es ist dann einfach die sofortige Nichtexistenz. Natürlich will die keiner. Aber wenn sie kommt, besteht ja keine Chance mehr, sich über sie oder den Zustand zu ärgern.

Und doch ist es anstrengend. Früher war das irgendwie einfacher. Ein Kampf ich gegen mein Suchtmonster. Einflüsse von außen waren gering. Und wenn sie kamen, waren sie persönlich gegen mich gerichtet. Nie im Leben hätte mich da Politik interessiert. Das tut sie heute noch nicht. Aber damals hat sie sich mehr aus meinem Leben heraus gehalten.

Das zweite Semester läuft. Und ich bin wirklich das wandelnde Rätsel für viele. Aber das ist mir ganz Recht. Sind dann wieder vier Klausuren und zwei praktische Prüfungen im Labor. Ich bin gespannt.
Dazu Gym, Kurse, selten auch mal an der Tür stehen, wenn es zeitlich passt. Ja, ich habe schon genug zu tun und langweilig wird es selten.
Innerlich emotional weit weg von den meisten anderen Menschen. Aber das hört sich nach mehr an als es ist. Weil es ja eigentlich mein normaler Zustand ist und nichts, was mich schreckt. Es ist Gewohnheit. Es geht wohl auch gar nicht anders

Sonntag ist erster Mai. Da fliegen wieder Steine und mehr. Und ich bin Ordner bei einer Demo Wink
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 3243

BeitragVerfasst am: 27. Apr 2022 23:57    Titel: Antworten mit Zitat

Bev, Du machst mir Angst Cool aber tröste Dich - anstrengend ist es nur, solange Du den Spagat versuchst Wink
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3319

BeitragVerfasst am: 2. Mai 2022 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Interessante Fragestellung für Dein Alter, Bev.

Aber ja, ich dachte auch schon, meinen toten Freundinnen blieb so manches erspart. Nur bin ich keine 20 mehr (und auch keine 30,..) Doch gleich wie alt, die meisten anderen sehen das so was von anders.

Du bist weit von Suizid entfernt, aber Du hängst vermutlich nicht so sehr am Leben, wie andere um jeden Preis. Mit 90 am Tropf von zig Medis, alleine laufen wird schwer, etc - aber 110 J. geht noch am liebsten. Ich hab da eher ne Grenze im Kopf - wenn die Schönheit vergeht, körperliche Probleme ansteigen, muss man sich da noch durch kämpfen, weil der Erhaltungswille die Krone ist? Die Gesellschaften knapp vor nicht mehr umkehrbaren spürbaren Konsequenzen ihres Handelns...Nö, muss net sein. Und ich habe in der Regel auch keine Suizidalen Absichten (bis auf extreme Ausnahmezustände, was neu war und rum ist - auch diese Erfahrung wollte ich nicht missen)

In dem Alter war meine Welt ganz und gar nicht ok. Doch diese Frage wäre mir damals niemals in den Sinn gekommen. Da hat sich definitiv was gedreht, denn Du bist keine Ausnahme, mehr (noch): Jüngere setzen einen Suizid(versuch) gar um.

Der Fokus liegt auf dem, was man "werden kann". Da fehlt so viel, was einmal selbstverstädlich war. Nein, Du bist keine Ausnahme, ich finde eher, Du passt gut rein. Aber so empfindest Du selbst es (noch) nicht. Auch wenn Du alles tust, die Diskrepanz zu überbrücken. Zwischen Dir und jenen, die eine völlig andere Kindheit und frühe Jugend hatten. ...

Die Herkunft spielt überhaupt keine Rolle mehr iwann. Du selbst wirst es überwinden. Und niemand fragt, was in Deiner Kindheit ablief, wenn Du mit den Zeugnissen in der Hand punktest. Und vllt auch mit Individualität.

Sind die "Massenproduktionen" so erstrebenswert? Never ever. DA könnte ich mich bspweise nicht mehr in den Spiegel schauen. DA würde ich mich gebrochen fühlen, nur noch im Kopf, min genauso gut zu sein. Aber doch nicht, weil ein paar Politiker meinem, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Das vergeht, die nächsten werden kommen...die Richtung wird wohl erhalten bleiben. (Konsum um jeden Preis, weil es unser Modell ist, das wir mit in die Welt trugen und daran wird gearbeitet, den Reichtum Weniger zu erhalten, nebst Humankapital heran zu züchten. Das war nie anders seit der Sesshaftwerdung, seither gab es die ersten Arbeitssklaven) Es geht nur um wenig.

Ganz im Gegensatz zum eigenen Leben. Jenes kann in so vielen Facetten gelebt werden - gerade heute haben wir zig Möglichkeiten, die es niemals zuvor gab.

Frau kann sich mehrfach neu erfinden beruflich. Kann die Partner wechseln, abtreiben ohne daran zu sterben, einen gleichgeschlechtlichen Partner heiraten, Kinder adoptieren, die kein Zuhause haben. Nichts tun, außer das, was einem gefällt, kommt man mit sehr wenig aus, man muss nicht verhungern, könnte malen, schreiben in ner Wohnung, bestückt mit allem, was Grundbedürfnise ausmacht...Was ein unglaublicher Gewinn gegen frühere Zeiten. Einzig besser ehemals, die Artenvielfalt. (für mich der Oberbegriff von Reichtum, neben Miteinander)

Eines mag wirklich mieser sein: Hoffnung speist sich auch durch (zumindest geistige) Freiheit. Und dem Gefühl, dass es immer weiter geht,...Zudem die Kehrseite weit ansteckender ist. Der Mensch mag in seinem gen. gezwungenen Modus seit Jahrtausenden das Gleiche tun, Technik eröffnet weit mehr Kontrolle - einst war es die Peitsche und sichtbare Fesseln. Das Fussvolk lebte in immer besseren Verhältnissen, die Kluft verringerte sich - bis sie wieder größer wurde nun. Alle tun so, als wäre die Schere neu - doch das ist sie keineswegs. Es gibt schöne Bücher darüber, wie die Menschen sich entwickelten, rein sachlich. Der Knick für uns alle spätestens, das Industriezeitalter, denn wir können mit "Schätzen" nicht umgehen, wollen immer mehr und übersehen die Schäden. Sind recht kurzsichtig, bis auf einige Gruppen, Einzelne (auch das war schon immer so, die Nazis haben jene erschossen und Bücher verbrannt, Ureinwohner, die sich wehrten, wurden zu Mio ermordet, Krieg und Ausbeutung hat uns nie verlassen.)

In unserem netten Europa waren wir gut geschützt einige Jahrzehnte und kapieren nicht, wie es woanders sich anfühlt - wie auch? Unser Streben orientriert sich nach "mehr" und "besser".. Das Geschwätz über Wohlstand für alle, ist am kippen seit geraumer Zeit. Und ja, was soll anderes geschehen, als dass es auch mal abwärts geht? Iwann? ) Das spüren wir, auch wenn es nicht greifbar ist. Wir alle besitzen einen Instinkt, wenn auch verkümmert, er existiert.

Der Kurzanschauung ist sicher einiges anzufügen. Die Menschen in diesem Land waren noch nie so zweifelnd, seit ich denken kann. Feindbilder werden gesucht, iwo muss man es ja abladen...wir spüren und wissen, nichts bleibt, wie es war.

Auch das sorgt gehörig für Verunsicherung, Gewohntes lässt uns wohl fühlen - nun rufen wir doch sehr laut, es möge Schutz her, damit es auch so bleibt. Die Auswüchse der Pandemie interessant zu betrachten. Ähnlich "wie bei den Nazi Deutschen" lief das ab, da stimme ich Dir zu. Der Wissenschaftler anderer Meinung, wurde im besten Falle nur mundtot gemacht. (es ist unmöglich, dass alle zu gleichen Schlüssen gelangten, bei diversen Fragestellungen, außer den Basics) Wir kennen ja nix, lebten da ja noch nicht. Ist unser nächster Vergleich, weil unsere Großeltern immerhin noch dazu gehörten. Zumindest zu jenen, die weg sahen.

Und wir wissen, dass Propaganda das Werkzeug war, eine ganze Nation zur Lüge zu bewegen, etwas völlig Irrwitziges zu glauben! Da liegt eine Verbindung. Doch solches, nimmt allenfalls zu. Immer mehr wird eingeflochten durch alle Kanäle, das Netz, die Medien unter Kontrolle. Nicht nur unter Herrn Putin. Und wie sie alle heißen - nahezu jedes Land, bedient sich solchem. Und das wurde uns nun bewusst.

Ob die Garde der Ritter die Steuern eintrieben, die Menschen Hunger litten, oder heute nix mehr übrig bleibt für viele - ist es ein anderes System? Es hat schon immer fkt. Jede Herde, jedes Land braucht eine Führung -- so heißt es, so denken wir. Und jene, sind nicht unbedingt die Schlauesten. Aber sie können sich durch setzen, nicht selten narzisstisch gut aufgestellt.

Das imponiert, man hört auf ihre Stimmen, die Schönen und Reichen werden bejubelt. Auch das Gefühl, man könnte vllt heran reichen, ist so alt wie die Menschheit, denke ich. Man nutzt nichts anders, als das was angelegt ist in uns bei jeder Propaganda. - im Grunde also immer das Gleiche zeitangapasst.

Was sich änderte, dasss jeder gleich welcher Herkunft mehr Möglichkeiten erhielt, wenn auch bestimmte Kreise immer entschiedene Vorteile haben werden. Doch die meisten finden das völlig in Ordnung, denn sie brauchen ja auch gerade das. Sie müssen wissen, wo sie hingehören. Stehen jeden Tag auf, gehen arbeiten, bekommen Kinder und sterben. Aber manches Leben ist weit bunter. Und andere sehen, was die meisten nicht sehen wollen. Früher ließen sie dafür ihr Leben nicht selten. Mit 30 alt und verfaulte Zähne im Mund, nur die Fetzen auf dem Leib das eigen. Die Reichen stanken, schissen in die Ecken, wo es in anderen Kulturen schon Bäder gab und krankten nicht selten an Syphilis - wer kann sich das noch vorstellen?

Ich kenne fast jedes Gefühl und jeden "Zustand". Viel bis wenig monitäres. Die ganze Welt steht offen bis hin zu nichts mehr. Es kommt für uns hier bislang nicht drauf an, was im Außen läuft - wir haben das große Glück, uns jederzeit neu orientieren zu können. Die Wohnungen bekamen immer mehr Zimmer, weil der Platz für das ganze sinnlose Zeug nicht mehr ausreicht. Luxusprobleme. Ganz entschieden. Und ich kenne niemanden, der selbst auf der Strasse verhungerte hierzulande. Da lebte ich auch kurz mal.

Ich fand immer, man darf alles mal gelebt haben. Am meisten interessierte mich die Freiheit jener, wo nichts verlangt wurde und man kein Blatt vor den Mund nahm, immer was los war...Weiter "oben" war es so richtig langweilig für mich. Wohl klingende Worte, gutes Benehmen, immer schön oberflächlich, damit ja nichts aus der Bahn gerät, ...- wie ich das verabscheute!

Dicke Teppiche, vergoldete Wasserhähne. Inmitten eine Frau, die so ordinär war, wie keiner auf der Strasse fast - alles schon gesehen. Geld ist eine wichtige Währung, die jedoch vergänglich sein kann, auch für jene, die im Prunk saßen zuweilen. Die meisten hatten sich das jedoch hart erarbeitet, nur wenige hatten schlicht auch Glück. Die sehr reichen Erben eine völlig andere Schicht - doch die obere Mittelschicht war garantiert ähnlich öde nach meinem damaligen Empfinden. Und die meisten rutschten etwas tiefer in Rente, gemessen in Geld.

Was sie heute ausmacht, ist ihre Lebenserfahrung und die gute Bildung einiger. Es macht Spaß, sich mit solchen Menschen zu unterhalten, sie sind keineswegs so langweilig, wie ich sie ehemals empfand. Und ich habe längst verstanden, dass man weit mehr bewegen kann für sich selbst, wenn man solche Chancen nutzt. Du machst das richtig, das weißt Du ja.

Es spielt keine Rolle, von wo aus man startete. Bildung und persönliches Wachstum zudem, nimmt einem keiner jemals. Du nutzt Deine Zeit! Auf sehr gute Weise.

Fehlt noch die innere Einstellung, dass Du nicht schlechter bist, als jene, die niemals Leid erlebten. Im Gegenteil. Du hast weit mehr im Gepäck, das wollte ich damit ausdrücken.

Wo liegt der Sinn der Lebens? Was saugt ein Mensch auf? Was hat er zu geben? ...Das Umfeld versteht selten, warum sich gut betuchte Berühmte aus der Welt schaffen. Sie hatten doch alles. Und selten fällt es auf - Die innere Leere ist weit relevanter, als die Wohnung voller Reichtümer. "Depressionen", Krankheit machen vor niemandem halt. Glück sehe ich gar oft bei Ärmeren. Was wir als "schlimme Verhältnisse" einordnen.

Die Frage, ob man sich viel erspart hätte, kann man mit ja beantworten. Aber man hätte weit mehr verpasst. Die Möglichkeit, sich zu entwickeln und auch Freude zu erleben. Jeder Mensch hat doch naturgemäß andere skills und Interessen. Lass Dich nicht in die Gleichmacherei rein ziehen, indem Du Deine Herkunft hasst. Indem Du Dir sagst, Du wirst immer ein Assi sein. "Anders" ja - und das ist doch gut so! Das, was Du hinter Dir hast, macht Dich nicht nur stärker - auch sehender! Eines Tages wirst Du es wissen, wenn Du die Kluft überwunden hast.

Du schreibst, nu bist Du "Ordnerin" - Du peilst das Gegenteil an, von dem was Du erlebtest. Nie wieder Opfer! Sich wehren können. Nie wieder Dreck. Studieren. Das Monster im Griff.

Ja, das Monster. Es ist nicht unser Feind, sondern Teil von uns und unserer Geschichte. Es hat uns anteilig zu dem gemacht, was wir heute sind. All der Schmutz, den so manche mit Dir teilten, all der Spaß (den Du offensichtlich nicht hattest) und der beschwerliche Weg raus, der sich bei vielen wiederholte, hat uns geformt.

Ich kam dahin zurück, dass es gut war, wie es war. Und gut ist, wie es heute ist. Nichts davon können wir ändern. Aber wir dürfen (und sollten) überprüfen. Und uns wünschen, man hätte uns anders behandelt. Wir dürfen trauern. Um alles, was wir nie hatten und verloren. Um unser eigenes Tun. Es macht jedoch nicht glücklich, solange wir es nicht hinter uns lassen und abschlossen. Das braucht Zeit. Manchmal sehr lange. Im Leben blitzt so einiges auch mal wieder auf. Manchmal ist es auch schlicht vorbei, je nach Geschichte und Persönlichkeit.

Du könntest zu jenen gehören, nach dem cut, den Du hingelegt hast. Ich war nie der Ansicht, ich müsste "komplett" aussteigen (außer auf H). Ich kann zwischen den Welten leben bis heute. Das ist mein Wesen und vereinfacht mir viel. Es gibt da kein schwarz/weiß. Ich war viel zu bequem, mich so ganz woanders platzieren zu wollen. Mal abgesehen von der Hirnchemie, die mir solche Anstrengungen nicht gerade schmackhaft machte.

Heute schaue ich auf all das und weiß, ich habe doch noch viel erreicht für meine Verhältnisse. An mir gemessen, nicht an anderen. (die zog ich auch heran eine Weile - kam nicht gut) Das Wichtigeste war und ist - ich bin ich. (Man kann an sich arbeiten und manches ändern.) Und da hast Du noch ein Stück des Weges vor Dir. Dich mit manchem auszusöhnen. Und nicht mehr an Deine Herkunft zu denken als unabänderlich, allenfalls als einen Start, den Du in allem überwunden hast!

Die einstige Kluft wird zu einer Brücke, was Du anderen voraus hast. In Wahrheit bist Du zig mal besser, denn diesen Schwierigkeitsgrad hatten die andren nicht. Du wirst im Laufe der Zeit auch das packen. Feindbilder sind dann völlig überflüssig, immer weniger erinnert mehr an die Hilflosigkeit von einst. Denn darum scheint es zu gehen. Verständlich. Der Zuhälter ist austauschbar, wie die Unterdrückung, Übergriffe in Deine Intimsphäre, milde ausgedrückt. Eines Tages rückt es tatsächlich mehr und mehr in den Hintergrund. Dann bist Du wirklich frei, musst Dir nichts mehr beweisen und wirst es auch so empfinden, dass Du angekommen bist in Deinem Leben. Ein anderer K.L. bis dahin, wird dann vllt allenfalls ein mildes Lächeln hervor rufen, denn Du wirst es anders erleben, da ein festes Fundament, das Du ganz alleine aufgebaut hast, alles ehemalige zunehmend verblassen lässt. (es ist Teil von uns was einmal war, doch der Fokus verschwindet - lässt sich auch lesen, wenn auch jenes hartnäckiger ist)

Ast nannte es "Spagat" auf die Schnelle, vermutlich ging das ca in diese Richtung. Wink
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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 3300

BeitragVerfasst am: 4. Mai 2022 05:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Beverley,
habe Dir lange nicht mehr geantwortet, aber hin und wieder Deine Beiträge gelesen.
Ich kann Dir nur von meiner Sicht und meiner Einstellung derzeit berichten.
Ja, es stimmt, es sind „merkwürdige“, oder besser gesagt und geschrieben, seit ca. 2 Jahren „denkwürdige“ Zeiten, in denen mancher, wie Du und ich, von außen getriggert wird, um trüben und dunklen Gedanken und Gefühlen nachzuhängen.
Das kenne wir doch aus der Vergangenheit, oder nicht?

Zwischen uns liegen Generationen, und trotzdem hast Du genauso schon die Hölle hinter Dir, aus der Du wahrlich mit einem blauen Auge entkommen bist. Denk mal zurück, wie es war! Und an das, was „hätte kommen können“.
Bei mir war es jedenfalls so, dass ich (nicht im wörtlichen Sinn) buchstäblich in der Gosse lag, und damals dachte, mein Leben wäre vorbei. Nicht mit einem heroischen Ende, sondern real in der unmittelbaren Nähe eines elendigen Verreckens und einem grausamen Todes.
Den ich viele Male zuvor und auch danach bei anderen Betroffenen miterlebt habe.

Was hat mich damals die Politik oder Gesellschaft interessiert? Wenig. Meist nur, wenn mein eigenes Wehklagen und mein Jammer mich außerhalb nach Schuldigen an meiner Misere suchen ließ. Da fiel mir dann auf, was für „merkwürdige Zeiten“ es waren. Damals.

Es war wohl eine Mischung aus Glück, dem richtigen Zeitpunkt, dem richtigen Ort, und das Zusammentreffen mit den richtigen Leuten, die dann meinem Leben einen völlig anderen, neuen Schwung gaben. Hätte mir zu der Zeit jemand prophezeit, dass ich Jahre später dort stehen würde, wo ich heute stehe, ich hätte an seinem Verstand gezweifelt. Es wäre schlicht undenkbar für mich gewesen, und nicht einmal meine berauschten Träume hätten so viel Phantasie entwickeln können.
Kommt Dir das bekannt vor?

Tja, und dann ist es doch so gekommen. Und wieder schleicht sich der Alltag, dieses Mal auf einem, aus damaliger Sicht undenk- und unvorstellbarem Niveau in mein Leben, und möchte mir einreden, wie beschissen alles um mich herum ist.
Damals hätte ich nicht einmal die Energie, geschweige denn die Fähigkeiten gehabt, mich „um den ganzen Scheiß um mich herum“ zu kümmern. Es hat mich nicht gejuckt, und – siehe oben – weil der eigene Tod ohnehin viel näher war, wie jeder verdammte Krieg auf der ganzen Welt, wäre es mir am Arsch vorbeigegangen.

So gesehen denke ich, dass ich heute recht privilegiert denken, leben, und mich mit Dingen und Vorgängen auf der Welt beschäftigen kann, die trotz allem weit, weit weg von meinem realen Sein sind. An diesen Vorgängen „da draußen“ etwas ändern kann ich so wenig, wie damals. Die machen mit oder ohne mich „ihr Ding“.
Okay, wir sind „Denker“, und noch nicht ganz so eingelullt und stumpf in unseren Sinnen, wie vielleicht so mancher Zeitgenosse. Wegzudenken, ist unsere kritisches Denken und Fühlen sowieso nicht mehr. Schön, wenn man dazu noch Freunde und Gleichgesinnte hat, egal welchen Standpunkt sie vertreten. Hauptsache sie sind nicht in den allgegenwärtigen Duldsamkeitsschlaf gefallen.
Bei denen kann ich dann „Dampf ablassen“, wenn es zu sehr juckt.
Aber dann sage ich meist: „So jetzt ist es wieder genug! Ich reg mich nur auf, und ändern können wir ohnehin nichts daran.“

Für mich ist es dann wichtig meine Pläne und Ziele zu haben, in denen ich aufgehen kann. Natürlich hängt Manches dabei von äußeren Dingen ab, aber der größte und für mich wichtigste Teil liegt alleine an mir selbst. Ich kann denken „oh Mann, in der heutigen Zeit so was zu planen, ist mehr als mutig und leichtsinnig“, oder ich denke „wenn dir in paar Jahren der Arsch zuschnappt, und du hast es nicht einmal gewagt, dann ist es a) zu spät, und b) wirst du es bereuen.“
Ob es gut ausgeht, ob nochmal ein Krieg nach Deutschland kommt, ob uns die inzwischen offen zugegebene „neue Weltordnung“ so in die Knie zwingt, dass unsere privaten Freiräume staatlicherseits auch sanktioniert werden, kann niemand von uns heute wissen.
Ich bin da Optimist. Und der Zeitverlauf des Coronadiktats hat mir gezeigt, dass irgendwann auch die tiefsten Schläfer aufwachen, und merken was mit ihnen gemacht wurde. Jedenfalls die meisten.

Das „Suchtmonster“, wie Du es nennst, wird mich – so schreibe ich aus eigener Erfahrung – mein Leben lang begleiten. Nicht mehr als „Monster“, sondern mehr als kleines, fieses Teufelchen, dass mir mit Verzücken ins Ohr bläst, wie schön eigentlich alles war, als ich mal flugs eine meiner Lieblingsdrogen konsumiert habe, um mich wenigsten für paar Stunden „wegbeamen“ zu können.
Und Du kannst Dir jetzt, wo der Run wieder für die Biergärten freigegeben wurde, selbst einer der größten bayrischen Einpeitscher kein Bierzelt auslässt, und das Wetter dazu einlädt, ungefähr vorstellen, wie viele Verlockungen in Form von Einladungen und „endlich mal wieder ungezwungen zusammensitzen können, und paar Bierchen (oder andere leckere Drinks) zischen zu können“ momentan meine Agenda kreuzen.
Streng genommen könnt‘ ich’s ja – und noch strenger genommen, kann ich es nie wieder, wenn ich erreichen will, was ich erreichen will.

Nein, es ist bei mir nicht einfacher geworden. Anders, ja. Aber nicht einfacher.
Vielleicht, so denke ich, ist mein Widerstand, auch in dieser Sache, routinierter geworden. Und die Hürden, über die ich da springen müsste, werden Stück für Stück höher, weil meine Ziele anderenfalls Stück für Stück weiter wegrücken würden?

Vielleicht wirst Du jetzt denken „was labert der alte Sack? Der hat zwei Drittel seines Lebens hinter sich und ist inzwischen abgebrüht.“
„Okay,“ würde ich Dir dann antworten, „dann warten wir einfach bis Du Oma geworden bist, und unterhalten uns dann über die vielen merkwürdigen Zeiten, die Du nach der heutigen merkwürdigen Zeit noch erlebt hast.“
Vielleicht sind es ja wir, die manchmal merkwürdig sind? Und vielleicht ist das gut so, weil es uns die Veränderungen der Zeiten merken lässt?

In diesem Sinn: Kopf hoch, straight on tour zum nächsten Ziel! Du wirst bestimmt eines finden!

Grüßle
Marle
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Beverly_Marsh
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Anmeldungsdatum: 12.08.2015
Beiträge: 541

BeitragVerfasst am: 4. Mai 2022 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Danke euch für die Antworten Cool

Ich bin nicht sicher, ob ich die Woche zu einer Antwort komme. Ist gerade etwas tsressig wieder, die Labore, die Uni, das Gym usw...aber spätestens im Lauf der nächsten Woche schreibe ich.

Kein Gedanke geht verloren.

Achja, dakini, Ordner bin ich nur manchmal bei Demos, wie ich eben auch manchmal an einem Club Türsteherin bin. Da verdiene ich in kurzer Zeit relativ viel Geld und durch meine Kampfpsort-und Selbstverteidigungskünste bin ich dafür perfekt.

Alles weitere demnächst Smile
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Beverly_Marsh
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Anmeldungsdatum: 12.08.2015
Beiträge: 541

BeitragVerfasst am: 5. Mai 2022 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Unverhofft kommt oft und so will ich jetzt doch heute schon mal was schreiben, denn jetzt habe ich erfahren, dass die nächste Woche noch voller wird. Schon beeindruckend, früher war ich ja eine, die die Zeit einfach so verschenkt hat. Heute hat sie einen richtigen Wert für mich. Das liegt jetzt aber auch am Studium. In Pharmazie kommt man in den ersten Semestern aus dem Labor kaum mehr raus.

Ja, ich denke, manches, was ich geschrieben habe, ist schon für mein Alter eher ungewöhnlich. Dieses, x oder y kann froh sein, das nicht mehr erlebt zu haben, das denken wahrscheinlich eher ältere Menschen. Aber die Zeiten sind eben speziell. Und die Hysterie wird immer stärker. Manches war immer schon hysterisch. Vor der Tür zu stehen zum Beispiel. Gewisse Situationen im Alltag. Dass aber die Hysterie von oben verabreicht wird, ist neu. Und irgendwie gibt es in Deutschland da tatsächlich keine Meinungsfreiheit mehr. Man musste bedingungslos pro Flüchtlinge sein – sonst war man Nazi. Man musste bedingungslose diese offensichtlich gestörte Greta mögen – sonst war man Umweltsünder. Und wer Corona nicht als mindestens zehn Mal so schlimm als wie die Spanische Grippe bezeichnet hat, war ein Covidiot. Und wer jetzt nicht dafür ist, völlig sinnlos einem Regime in Kiew, das täglich nur meckert und beleidigt, Waffen zu liefern, ist ein dummer Pazifist. Und solche Vorwürfe kommen dann von Typen wie diesem Böhnermann, der noch nie in seinem Leben was Sinnvolles gemacht hat, der noch nie von irgendetwas Ahnung hatte und der vermutlich nur in der heutigen Zeit berühmt werden konnte. Schwarz oder weiß. Dazwischen gibt es in der Meinung nicht mehr. Keine Farben, noch nicht mal grau. Man könnte als sagen, die Medien in Deutschland sind Borderliner Wink .
Ich warte ja darauf, dass mich mal einer als Pazifistin bezeichnet ^^. Aber das kam dann wirklich noch nicht vor.

Was mich angeht – du kannst da recht haben, dakini und auch du, Ast, dass es später mal anders wird und es irgendwann nicht mehr interessant ist, woher ich komme und was ich erlebt habe. Für andere. Dass irgendwann nur noch die Noten eines Abschlusses von der Uni gelten. Das ist möglich. Wenn auch heute kaum vorstellbar. Der Punkt ist aber natürlich: Ich selbst werde das nicht vergessen und für mich selbst wird es immer eine Bedeutung haben. Das Ziel dabei ist dann eben eher, damit klar zu kommen und aus den Zeiten irgendeinen Gewinn für heute zu machen. Ich selbst werde immer geprägt sein und mich daher gesellschaftlich nie so verhalten wie es Leute tun, die einfach ganz normal gelebt haben. Und daher werde ich in bestimmten Situationen auch immer auffallen. Nicht unbedingt so, dass man mich hört und sagt: Ohja, ganz klar, Heroin mit vierzehn und Strich. Das nicht. Aber eben doch so, dass man sagt: Sie ist anders.
Ein gutes Beispiel gabs im ersten Semester nach der allerersten Uniklausur. Da haben sich zwei Mädels rein gesteigert, haben danach um die Wette gejammert wie schlecht sie waren. Um sie herum ein paar andere, die sie völlig sinnlos getröstet haben nach dem Motto „wird schon“. Naja, und ich meinte dann nur, wenn ihr die Klausur verkackt habt, macht es eben beim nächsten Mal besser, das ist kein Weltuntergang. Wir sind ja noch neu.“ . Für mich war das eine ganz logische Aussage. Ich wollte keine ärgern. Die beiden aber waren extrem angepisst von wegen, ich wäre herzlos und hätte keine Empathie. Das war so ein Beispiel, bei dem ich mich in meinen Augen normal verhalten habe, das aber offenbar doch nicht getan habe. Ich und die Menschen. Eine Sache für sich. Und das wird sich vermutlich nicht ändern. Aber ich kann vieles nicht für voll nehmen und staune eben wie schnell manche Begriffe im Alltag verwendet werden.
Keinen Bock auf den Montag, und man ist „depri“. Ein Prof hat eine schlechte Note gegeben und man ist „traumatisiert“. Sowas kann ich nur schwer ernst nehmen, denn ich weiß leider sehr gut, was ein Trauma ist, da ich wirklich eines habe. Und ich weiß auch gut, wie es ist, wirklich depressiv zu sein. Das bin ich zum Glück nicht mehr, war es aber direkt nach dem körperlichen Entzug. Was ja logisch ist, wenn der (falsche) Lebensinhalt plötzlich weg ist und der eigene Kopf nur ein weißes Blatt Papier ist, das man nicht füllen kann, weil man genau das nie gelernt hat. Da wissen viele wirklich nicht, wovon sie reden.

Und ja klar, Kontrolle haben ist das Wichtigste für mich. In allen Bereichen. Daher rede ich weiterhin lieber vom Suchtmonster, wobei ich schon kapiere, was ihr mit dem „Teufelchen“ meint. Aber ich möchte lieber ein Monster sehen, das hält mich wacher. Meine Selbstverteidigung und mein Kampfsport kommen mir da natürlich zugute. Körperlich kann mir kaum einer was. Dafür muss ich viel trainieren, aber auch das passt ja wieder gut rein. Endorphine gibt es als Drogen vom Körper direkt und umsonst. Und es ist ein tolles Gefühl, fit zu sein. Und Geld verdiene ich damit auch noch. Und mache gleichzeitig was sinnvolles. Das ist wohl eine Sache, mit der ich dann das weiße Blatt doch füllen konnte.
Und kein Thema, Marle, ich lese hier gerne andere Meinungen und Berichte. Ganz egal, wer nun wie viel Jahre älter ist als ich. Manches ist ja nicht weniger interessant oder wichtig, nur weil es länger her ist.

So, das war jetzt heute mal ein längerer Text. Ich melde mich sicher wieder, auch wenn es immer einige Tage dauern kann.
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Yez
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2971

BeitragVerfasst am: 11. Mai 2022 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.pic-upload.de/view-37079141/E27466BA-D06C-45FB-ABD1-D0D40F12BD40.jpg.html

Hey Beverly ,

egal ob Corona oder Krieg , es gibt immer und überall neues Leben !
Sogar auf einem Schrottplatz wird gebrütet .
Habe es heute durch zufällig gesehen.

Egal wie schwarz vieles aussieht , versuche immer , die bunten Farben zu sehen.
Sie sind einfach wundervoll und sooo schön .
Es lohnt sich 😜

Nur das Beste für dich

LG Yez
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Beverly_Marsh
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 12.08.2015
Beiträge: 541

BeitragVerfasst am: 14. Mai 2022 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Yez, das Bild ist genial Cool

Ja, Optimismus ist jetzt nicht so eine besondere Stärke von mir. War es noch nie. Schon zu normalen Zeiten nicht. Aber es stimmt natürlcih: Es macht wenig Sinn, immer ales nur negativ zu sehen.

Derweil habe ich mir gestern Abed im Training wohl die Bizepssehne ruiniert. Ich hoffe, das wird wieder, wird aber bestimmt dauern. dem Geräusch nach war es zumindest kein Riss. Aber das sind auch so Dinge, die man nicht braucht.

So demnächst mal wieder mehr. Spätestens nächste oder übernächste Woche. Das Semester läuft wieder. Den ersten Stress mit einem Prof hatte ich auch ^^. Aber meistens konzentriere ich mich auf das fachliche Zeug. Und da bin ich richtig.
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dakini
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3319

BeitragVerfasst am: 16. Mai 2022 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Bev,

immer wieder spannend zu lesen, was Du zu berichten hast! (Ist bei mir schon 13 Jahre her, dass ich den Notenkampf beenden konnte, war ja was älter, als die andren).

Soso, nu besitzen sie ne "Über Empathie", als wenn es ihnen nicht egal wäre, wie die andere abschneidet in Wirklichkeit. Während Du ach so herzlos bist - ganz schön zickig die Tanten. Ja, es wäre interessant zu erfahren, wie sie Dich in Wahrheit sehen. Vermutlich können Dich nicht einschätzen, das mündet unreflektiert mögl. in Ablehnung. Ich würde eher sagen, bei Dir sind noch alle Latten auf dem Zaun mit der Einstellung! Normal ist das ja nicht, dass die Welt untergeht wegen ner Note? Doch, das ist nix brandneues. Wenn ich ehrlich bin, war das mega stressig für mich. Du hälst Dich da weit besser. Ist ja nicht so, dass ne 4 gewinnt, wie wir immer meinten - der Duchschnitt geht dann runter, absolutes no go. Kann sich niemand leisten...Damals kam ein Buch raus, "Die Optimierer". Passt bestens.

Entweder man ist dafür oder dagegen? (Greta, ect) Ist ja nicht so, als würde das nur junge Leut betreffen, die noch studieren. Diese Strömungen sind mal wieder "in". Wie Klamottenmoden, die sich iwann wiederholen.

Aber es kommt schon drauf an, wer um einen herum ist, was und wen man sich aussucht. Ganz klar: niemand ist so drauf im weiten Umfeld von mir. Heterogenität ist selbstverständlich, wird gefördert und nicht andersrum.

Nicht so im beruflichen Umfeld (jedoch im privaten) einer früheren Kommilitonin. Sie "musste" erst mal nehmen, was sie bekommen konnte, denn sie hat ihr Kind zu versorgen und sitzt in einem Großraum Büro einer Biokette. - ihre Erzählungen gleichen den Deinen doch iwie. Gerade die jungen Frauen sind einfach nur ätzend, hacken sofort auf einander ein, Pseudo Gerechtigkeit usw. Auch das, war schon IMMER so! In bestimmten Bereichen. Nur die zeitlich angepassten Ansichten unterscheiden sich, die Menschen nicht.

Im Studium passte ich mich vorrüber gehend an nach außen, es fiel niemandem auf, wie wenig ich mich identifizieren konnte. Es kam mir zuweilen vor, wie ne Parallelwelt, in der ich einen Fuss hatte, aber niemals wirklich einstieg. Ich übernahm ihre Sprache (ebenso wie die aus dem Ghetto später) und manches mehr. - während ich weit von ihren Welten entfernt war, wie ich dachte. Aber als ich erotisch zu massieren begann, um mich besser zu finanzieren, als nur mit Bafög, saß da ne Frau aus der Oecotrophologie, die als Streberin rüber kam, voll straight! - > tja, so kann man sich täuschen! Sie war ganz anders, als auf den ersten und auch zweiten Blick.

Wie konnte es nur soweit kommen, dass Empathie mit Schleimerei verwechselt wird, lach** Im Übrigen finde ich Gretchen grauenhaft dusselig und schmalspurig. Jeder in meinem Umfeld.

Meine Güte, die Menschen leben auf, wenn sie jemanden haben, dem sie "folgen können". Ist wohl ein alter Hut allgemein. Ich hab mir jedoch auch sehr viel angeschaut aus dem dritten Reich - lehrhaft bz auf unsere Gesellschaft. Und das meine ich keineswegs (nur) negativ - da ist auch viel anbei, das gar nicht so übel ist: dazu zu gehören, sich sicher fühlen zu können, eine klare Richtung für´s "Gemeinwohl" - der Glaube daran, hat doch was. (wird man deshalb nicht zum Mörder) Durch meine Reisen, die ich iwann längerfristig auf gleiche Orte bezog, lässt mich sehen, wie die kulturellen Unterschiede liegen. Es mag besseres geben. Und doch ist mir meine Kultur am nächsten, weil ich ähnlich ticke in grundlegendem. Früher fiel mir auch das nicht auf.

Menschen, die ähnlich denken, wie man selbst, gibt es immer und überall. Wird teils an Deinen Signalen liegen, Deiner Persönlichkeit, dass Du sie weniger anziehst, als ich. Möglicherweise sind es zus. noch die Orte, der Fachbereich. Leute aus der Soziologie, Agrar (eher natürliche Menschen) ect sind oft nicht soo angepasst im Denken. (hat mit der Zeit nix zu tun)

Überall finden sich Frauen, die missbraucht wurden. Anschaffen gingen. Menschen, die verlassen wurden schon früh. Mies behandelt. Drogen konsumierten/konsumieren. Man denkt immer, man sei so anders und dann lernt man Leute kennen, früher oder später, die so gar nicht so sind, wie wir dachten zunächst. An Orten, wo man sie nicht vermutet hätte.

Es kann offenbar lange Jahre dauern, bis man sich sein Leben so einrichtete, so dass man sich zentral zugehörig fühlt. Ich fühlte mich oft und lange Zeit wie auf nem fremden Stern und nie wirklich zugehörig. (bis auf den Freundeskreis, einzige Konstante). Das ist auch nicht mehr so. Oh Wunder.

Ich kann es absolut verstehen, dass in dem setting nix zustande kommt, was Dich vermuten lassen würde, es könnte mal anders werden. Der "Abstand" ist schlicht da. Wäre für mich nicht anders, nach Deinen Erzählungen. Da wird das Einzelgängertum zu ner Lebenserhaltung.

Das Einzige, was sich drehen lässt, ist der Blick. Er dreht sich eher mit anderen an der Seite, das ist halt mal so. Man darf sich in Deine Situation immer wieder aus Neue hinein versetzen.

Einerseits denke ich mir, bleib bloß so, wie Du bist. Voll angepasste haben wir genug. Mir geht es eher darum, wie es Dir selbst damit geht. Was passiert für Dich, wenn Du alles "abgearbeitet hast", der Alltag aus dem Beruf besteht? Und nichts mehr zu erreichen ist? Wie laut (oder leise) wird dann das Monster?

Es war schon krass, als die Anstrengungen aufhörten. Ein riesen Loch! Hat nicht lange gedauert und ich suchte mir das nächste Ziel, für das ich wieder lange lernen musste. Sonst wäre ich vermutlich "eingepennt" vor lauter Langeweile. Man kann auch nach lernen süchtig werden. - hätte mir das jemand gesagt früher, ich hätte mich schlapp gelacht. Nie hätte ich angenommen, dass ich meine Umzüge mit sowas ersetzen würde. Klar macht das iwie mehr Sinn, aber schräg ist es alle male.

Das Außen kann man nicht immer von sich fern halten, manchmal sitzt man mitten drin. Allein diese Empfindung ist für viele gar kein Gegenstand im Leben, es gibt diese Trennung nicht. Schon gar nicht bei Deinen Kommilitonen. Es sind oft Borderliner, AD(H)Sler, Menschen mit PTBS,...die so empfinden. Trotzdem bin ich nicht der Auffassung, das sei alleinig pathologisch. Nicht nur den Leuten, die mit mir das Studium rockten, geht es auch so und nicht jeder hat ne Diagnose. Da liegt es eher daran, dass kein Wunsch besteht, sich dem allgemeinen Irrsinn anzuschließen.

Die Welt ist voll von diesen Menschen. Sie mögen nicht in der Überzahl sein, aber wir finden uns. Das ist es halt, worüber ich denke, das möge noch kommen, weil der spätere Alltag sonst ganz schön trübe werden könnte und dem Monster Nahrung gibt. Aber greifen wir nicht vor, das Leben sorgt für Überraschungen, wie man selbst - Bin weiter gespannt! Wink
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Beverly_Marsh
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BeitragVerfasst am: 21. Mai 2022 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, dakini.

Eine längere Antwort kommt irgendwann nächste Woche. Gerade ist es bisschen stressig. Aber hab alles gelesen und wie gesagt, nächste Woche kommt was von mir Cool
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Beverly_Marsh
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BeitragVerfasst am: 25. Mai 2022 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

So, jetzt mal noch eine Antwort wie versprochen, dakini.
Naja, ich denke mal, da kommen zwei Sachen zusammen, dass manche in meiner Generation ein bisschen komisch drauf sind. Viele haben eben einfach ein normales Leben gehabt. Also Schule, dann Abi gemacht, ohne Übergang dann studieren, vielleicht noch ein Jahr Pause, finanziert von Mama und Papa. Die kommen an die Uni, Großeltern leben noch und kennen eigentlich nichts vom Leben, außer Schule. Sie kennen keinen Tod, keine schwere Krankheit, keinen Verlust, keine Gewalt, keine Sucht, einfach nichts, was das normale Leben stört bzw was sie für normal halten. Das ist nicht deren Schuld. Ich denke, es soll ja durchaus das Ziel sein, besonders behütet aufzuwachsen. Aber an einer Hochschule sind diese Art von Normalos eindeutig in der Überzahl. Und da ist dann eine Klausur eben plötzlich was ganz Schreckliches. Als ginge es um alles, weil plötzlich der geringe Einsatz fürs Abi an der Uni nicht mehr ausreicht. Diesen Leuten klar zu machen, dass es wichtigeres im Leben gibt als Klausuren, ist kaum zu schaffen. Ich verbiege mich trotzdem nicht. Aus Prinzip nicht. Ich wollte noch nie irgendwo dazu gehören und mein Leben wäre sehr oft sehr viel einfacher verlaufen, wenn ich mit den Wölfen geheult hätte. Aber auch hier spiele ich das Spiel nicht mit und sage, was ich denke. Egal ob es ein Prof ist oder eben solche Studentinnen. Ich kann nicht lügen und mich verstellen. Konnte ich nie.
Naja und zweitens ist dann so ein merkwürdiger Zeitgeist in den Medien und noch mehr an den Unis. Irgendwelche lustigen Netz-Feministinnen wollen allen Frauen verbindlich erklären, was Emanzipation ist, obwohl sie selbst so viel Lebenserfahrung haben wie ein Kleiderständer Model-Erfahrung. Alles ist schlimm, alles triggert, in den Unis sollen Anti-Trigger-Räume geschaffen werden, mittlerweile haben wir angeblich über 100 Geschlechter, biologisch ist nichts mehr, und wer sich als Indianer verkleidet oder Rastas trägt, ist als weiße Person ein Nazi. Und wenn ich diese aufgeregten Feministinnen in der Uni reden höre, denke ich mir immer: Wann hast du eigentlich mal eine andere Frau gerettet und einem Angreifer die Fresse poliert? Tja, vermutlich nie. Immer nur reden und Probleme suchen, wo gar keine sind. Immer nur meckern und jammern und pseudo-intellektuelles Zeug labern. Dann kommen Klausuren, und ohje, plötzlich sind die selbst ernannten ganz Schlauen gar nicht so gut dabei. Schuld ist dann nicht etwa das eigene Versagen, sondern die Profs, die zu streng korrigieren oder die politische Arbeit, die ja angeblich wichtiger ist. Und wnen ich das schreibe, ist es ja so, dass ich gar nicht klagen darf, weil die größten Psychos gar nicht bei uns in der Pharmazie zu finden sind, sondern vor allem im geisteswissenschaftlichen Bereich. Aber man erlebt dort eine Welt an der Hochschule, die sich teilweise nur um sich selbst dreht. Faszinierend. Das gibt es sonst nur noch zwischen Medien und Politikern, bei denen sich beide Seiten einreden, sie wären in irgendeiner Weise wichtig. Oder vielleicht noch bei Zuhältern. Aber sonst?

Mittlerweile habe ich heute einen geprüften Versuch gut abgeschlossen. Das zweite Semester hat also ganz passend begonnen. Was mal später sein wird, dakini, kann ich so nicht sagen. Wenn ich wirklich mal fertig studiert habe und einen guten Job. Mir geht es vor allem darum, dann die Freiheit zu haben, auch in einem anderen Land einen guten Job zu bekommen. Nicht gebunden zu sein an dieses Land. Sicher spielt dieses diszipliniert Lernen und dieses Ziel eine Rolle, wenn es um Schutz gegen das Suchtmonster geht. Aber nicht nur. Da ist auch noch der viele Sport, den ich treibe. Die Endorphine, die mich erfreuen und die der Körper ganz kostenlos bereit stellt, wenn man sich fordert. Da sind schon verschiedene Säulen bei mir vorhanden. Aber im Moment studiere ich ja mehr für den Moment. Der Abschluss ist noch weit weg und wer weiß, was bis dahin alles passieren kann.
Und nun bin ich dich tatsächlich am Samstag auf eine Hochzeit eingeladen. Ich. Allerdings keine, die sonderlich spießig stattfindet. Eher etwas speziell, sind auch zwei Frauen, die heiraten. Aber solche Events sind für mich immer noch ein bisschen eine Hürde, weil ich dort ja auch nicht die Spaßbremse sein will. Und SmallTalk nicht meins ist. Das ist stressiger, als wenn ich an einer Tür arbeite, weil da ist klar, was zu tun ist und ich muss nicht so viel reden.
Naja...genug mal wieder. Aber ich bleibe hier dabei.
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ast
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BeitragVerfasst am: 26. Mai 2022 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Beverly_Marsh hat Folgendes geschrieben:
Aber man erlebt dort eine Welt an der Hochschule, die sich teilweise nur um sich selbst dreht. Faszinierend. Das gibt es sonst nur noch zwischen Medien und Politikern, bei denen sich beide Seiten einreden, sie wären in irgendeiner Weise wichtig. Oder vielleicht noch bei Zuhältern. Aber sonst?


Du hast die Kirche vergessen Wink
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Beverly_Marsh
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Beiträge: 541

BeitragVerfasst am: 2. Jun 2022 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt, die Kirche gehört auch dazu Cool . Aber irgendwie hat die ja nicht mehr so viel Macht, zumindest nicht im Vergleich zu den Medien. Die Kirchen nicken ja alles ab, was von oben kommt.

Demnächst wieder mehr...und übersteht die Feiertage gut!
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dakini
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BeitragVerfasst am: 6. Jun 2022 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bev,

"Notenstress" empfand ich im Gegensatz zu Dir ansteckend. keinen Druck durch Helicopter Eltern, ect - das hatte also def. andere Gründe. Um mich herum war ja ne Clique, von jenen einige doch deutlich durch´s Raster der Normalität gefallen waren. Alle empfanden dies so, dass Noten nun das Wichtigste im Leben wurden. Insofern - > "behütetes Aufwachsen", hat damit nichts zu tun. Die wirklich "gesunden", waren frei von übermäßigen Selbstzweifeln und Drücken. Ich gehörte schon mal nicht dazu.

Anpassung heißt in dem Fall einer Uni doch lediglich, sich öffnen für was neues, auch für neue Menschen. Sich für sie interessieren...Und dies nehmen Menschen wahr.

Nicht wenige, kommen rasch an ihre Grenzen - die ersten wirklichen sind nun mal solche im Studium. Selbst wer Leistungskurse besuchte, konnte mit ihnen nicht mehr viel anfangen schon nach wenigen Wochen. Die Leute spüren doch erst den Druck, wenn sie überfordert sind. Und dann entstehen Ängste, es laufen Tränen - völlig latte, wie die Vorgeschichte.

Aufgrund Deiner Geschichte, ziehst Du im Geiste eine Trennung zu allen, die behütet aufwuchen. Wobei ich keine Behütung darin sehe, ein Kind zu trimmen auf Leistung. Schon Kinder "wissen":"Wenn ich schlechte Noten habe, bin ich verloren".

Viele eignen sich überhaupt nicht dafür. Das sah ich. Aber alle wollen "hoch". Das ist es wohl eher. Wer nicht Stress resistent ist, hohe schnelle Leistung liefert, kann einpacken, findet er keine Strategien. Je nach Studiengang braucht es eine schnelle Auffassungsgabe, die Fähigkeit von Thema zu Thema wechseln zu können, riesige Stoffmengen abzuspeichern - wenigstens ins Kurzzeitgedächtnis, um den Schnitt nach oben zu ziehen.

Aufgefallen sind die, die total straight waren bei uns, nicht feierten und gute Noten hatten. Da meine Freundin erst vor kurzem nochmal anknüpfte und beendete, weiß ich, in dem Fachbereich hat sich nix groß geändert seither. Es ist also nicht nur "die Zeit".

Es gibt Menschen, die gerne auch mal neue Wege gehen, sich jedoch immer auch neu "anpassen können " - bspweise an Umweltbedingungen. Sie sind zuweilen tatsächlich insgesamt weit flexibler in jedem Lebensbereich. Mathe? Keine Ahnung, wer sich da tummelt...Du berichtest ja. Jeder Bereich vereint andere Menschen, so viel wurde klar nach doch einigen Jahren an der Uni. Es mag sein, dass Du noch heraus findest, dass einige Deiner Kommilitonen gar nicht soo verschieden sind...

Ich war echt enttäuscht, wie dusselig Studenten sich oft verhielten. Ne ewige Schlange vor dem WC - ums Eck rum einige m weiter ne freie. Unglaublich, wir schauten uns an, meine Kommilitonin meinte: "was ne Schafherde" und verzog ihr hübsches Gesicht verächtlich. Unsere Leute stellten sich teils nicht an, sondern suchten nach ner anderen Lösung - einfaches Bsp.

Kritisch erzogen, die Uni hat den Rest besorgt. "Glaubt keiner Studie, keiner Organisation, welche abh. sind vor allem, ...überprüft alles" Statistik, Studien - dürftest Du lernen, sitzt ja an der Quelle, macht echt Spaß. Solange wir ständig die Wissenschaft bemühen... ich befürchte, das macht langfristig Sinn, Lüge von Wahrheit auch auf diesem Wege unterscheiden zu lernen. Bald bist Du besser, als ich je war diesbz...und hast ein Ergebnis in Kürze vorliegen. Ist doch echt Mist, sich betuppen zu lassen, stimme Dir voll zu.

(K-L sagt ja immer: ich lese Studien. Er könnte darüber leicht in Konflikt zu setzen sein bspweise mit dem passenden Gegenüber. Er sieht nicht gut über der Linie, die sein Kopf vorgibt - Und damit ist er anfällig für "schön rechnerei", milde ausgedrückt. Neben seiner Arbeit für Konzerne, jene immunisierend stärkt. Man darf was in der Hand haben, kritisierend.)

Wir sind auf dem Weg, uns alles vereinfachen zu wollen, Vereinheitlichung ein externer Effekt. (zur Ablenkung/Pseudo Freiheit darf sich ein Kind nun sein Geschlecht "aussuchen" und kaufen mit wenigen Klicks, bis der Gerichtsvollzieher kommt..) Wie gewünscht.

"Folgsam" ist def. das Gegenteil von dem, was man uns vermittelte oder was ich gar mitbrachte. Aber eine gewisse Anpassung ist immer erforderlich, eine wiss. Basis, mit der man arbeitet - ohne sein Gehirn an der Gaderobe mit abzugeben.

Ich hab erst viel später verstanden, dass ich intuitiv niemals mehr da landen wollte, wo die Welt in wenige Schubladen aufgeteilt wird.

Anpassung erspart uns jedoch vieles, lässt uns lernen - mit und von anderen. Genau das, war neu und überraschend. Überraschend effektiv und befriedigend. Ich war zu unbiegsam aufgrund des Alters allein schon, um mich in mehr anzupassen, als bspweise in der Erarbeitung/Ausführung, jene mehr Sinn machte. Nach dem Motto: zusammen schafft man mehr. Ne Uni gibt einem die Chance, sich mal anders zu verhalten - eine Spielwiese sozusagen. Mit Leuten zu arbeiten, mit jenen man vorher nix zu tun hatte.

Ich bin zig mal über meinen Schatten gehüpft derzeit und ging über Grenzen, die ich niemals zuvor auch nur antitschte. Ziemlich genial so gesehen. Hat mir geholfen und mich weiter gebracht vor allem persönlich. Wäre ich da im Einzelkämpfer Modus durch, hätte ich einpacken können, aber so was von. (mag bei Dir anders sein)

Zudem hätte ich mich der Chance beraubt, zu lernen, dass andere Menschen reich an Ressourcen sind, die mir weiter helfen können und meinen eigenen Horizont weiten. (gilt auch für Dich.)

Soviel zu der Anschauung bz Behütung im Studi-Kontext. Ich glaube, Du stellst Dir das zu schön vor, wenn die Eltern "normal sind". Meine sind es auch, keiner trinkt, "ist asi", schau Dir mein Leben an. Und das vieler anderer. Hab einiges mehr im Kopf zu Deinen Zeilen...bis bald mal Wink
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 3243

BeitragVerfasst am: 6. Jun 2022 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

ach je, wie Bev schon sagte...es gibt wichtigeres als Klausuren und ich denke, sie nimmt das Studium mal so im Vorbeigehen mit.

whatever, das Problem ist ja auch nicht das Studium an sich, sondern sondern dass der woke Geist, der durch die Gänge der Unis zieht, sie von Lehr- zu Indoktrinationsanstalten hat mutieren lassen, welche in erster Linie der Verbreitung von Propaganda dienlich sind.

insofern gehört es wohl schon zur allgemeinen Psychohygiene, einen gesunden Abstand zu seinen Kommilitonen bzw. vielmehr deren Gedankengut zu wahren - insofern man sich denn eine eigene Meinung 'leisten' möchte und kann Cool
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