Kommt die Legaliserung auch nach Deutschland?

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joe
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1137

BeitragVerfasst am: 11. Nov 2022 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe immer erwartet, das morgens eine Art Postbote, Dopebote kommt und mir mein Zeug bringt und aus dem Wasserhahn kommt Alkohol, und ich kann das einstellen, wie bei einer Dusche, wieviel Prozent das hat.

Legalisierung ... Vollversorgung für alle... bin echt dafür.
Jung kaputt spart Altenheime.
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dakini
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3338

BeitragVerfasst am: 12. Nov 2022 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Es scheint, als würdest Du eine größere Veränderung erwarten, wird der Stoff legalisiert? Mag ebenso andersrum sein - alleine dadurch, dass es illegal nur erwerbbar ist und so, härtere drugs in Nähe sind. Das ist, was ich sah - gel.früher. Die Forschung gibt uns Aufschluss, bz Gehirn, usw. Als hätte uns das je interessiert (n. im Schnitt 25 J Palliativ Stoffen), schmunzel**

Was für mich Gefahr Nr eins ist, hilft andererseits etlichen Menschen ihre Schmerzen ertragen zu können. Was für Dich "rot gekennzeichnet" ist, ist dem andren - zuweilen - ein Genuss. Warum sollte bspw. Rotwein zur Gefahr stilisiert werden? Weil Du damit nicht umgehen kannst? Oder/und der Geselllschaft nicht zutraust, damit umzugehen?

Möglichlicherweise kann man es selten gut verfolgen, wie bei meiner toten Freundin, aber es war nicht der Alk ursächlich, sondern was sich in ihrem Kopf abspielte. Bei dem Irrsinn an Gefühlen, Flashbacks, ...ect kann mancher Stoff lebensgefährlich werden, der die Macht hat, solches "weg" zu machen. (urs. Stoffwechsel-, Transmitter-, Hormon Probs, ADHS, -> verschwundene Erinnerungen, die sich Raum schafften, PTBS)

Ohne Suchtstoffe, die die Aufgaben der körpereigenen Stoffe lahm legen/verändern, sind Regulationsmechanismen weit besser ausgebildet. Natürlich wäre auch ich selbst weit besser gefahren, ich hätte keinen Zugang gehabt - jener kam jedoch erst mal vom Schwarzmarkt!

Fette PTBS übersehen, nebst zunächst massiver Auswirkung vom Hormonabfall auf das Gehirn/Dopamin, Serotonin, ...ect. (in x Jahren keine einzige Messung der Hormone, was ja noch das einfachste gewesen wäre zunächst.)...das Wissen über ADHS, PTBS,.. war zu jenem Zeitpunkt längst vorhanden - in USA bspw. Die ganze Geschichte - im Nachinein - schlüssig.

Unzureichend, auf Alk Konsum zu reduzieren, er schloss sich an. Ursache eine andere. Das finde ich weit wichtiger, jene zu erkennen und zu behandeln. Es lag an unser aller Unwissenheit, dass sie tot ist, inkl ihrer eigenen.

Ich stimme insofern zu: was nicht da ist, kann auch nicht zugeführt werden. - da hab ich ja selbst hier im Forum schon rum gejammert.

Die Leute sind nicht clean, weil man ihnen eine Welt präsentierte, in der nichts erwerbbar ist, was süchtiges Verhalten unterstützt. (Unsere Welt ist auf massig Konsum ausgerichtet.)

Alles abfangen, indem man die Menschen "schützt". Bzw die Frage steht im Raum, ob sowas sinnig ist? Wir dürfen damit umgehen können, was um uns herum erhältlich ist! Ex Trinker können das, wie Ex Junkys,.. Wenn ich selbst so weit bin, "nicht mehr zu wollen", habe ich ein rundes gutes Gefühl. (kann jedoch nur für mich sprechen) Solange ich mich zwingen muss, bin ich nicht überm Berg! "ala Synanon" - lediglich zum Schutze für eine bestimmte Zeit oder in harten Fällen bis lebenslang - vs zu sterben. Da ist man doch besser in einer Gemeinschaft aufgehoben, die sich abgrenzt bereits räumlich.

Ich merke ganz klar, dass es einen Unterschied gibt zu vor Jahren. Wie die meisten. Und nu?: alles weg, damit unsere süchtgen Gehirne gezwungen werden, die Schönheit des Lebens zu erkennen?

Es ist für mich sinnlos, mehr km fahren zu müssen, ich würde ja doch einkaufen - illegal, legal - völlig egal für mich. Ich denke, das sehen viele so - weil weed für uns illegal schon immer war. In Zukunft könnte das anders sein, was ich teil begrüße. Ich sehe auch die Fallstricke, die Kritik anderer darf ernst genommen werden und sich auch vllt mal in die Position der Sicht versetzt werden - auch wenn ich zu andrem tendiere.

Und das vermisse ich bei "allzu sicheren" oft. In meinem Leben und dessen anderer im engeren Umfeld "hagelte es Tote" aufgrund Unwissenheit oder weil die Forschung noch nicht so weit war (HIV Medisz.B.), was im Ergebnis gleiches bedeutete. (Nicht weil Erwerb von Heroin mögl., man hätte lediglich saubere Spritzen nutzen dürfen, nicht dass es keine gegeben hätte - sie wurden VERWEIGERT! vor Ort in der Apo - das kam DANACH, dass sie überall kaufbar waren, zuvor null selbstverständlich.)

Wer behaupten wollte, es wäre nicht bekannt gewesen, dass über Blut Infektionskrankheiten übertragbar sind, vertut sich im Jahrhundert.

Ich hab ziemlich weit aus geholt, aber im Grunde fällt das alles unter Wissen, bis Prävention. Heute sind wir so weit, dass wir Anleitungen geben, was man essen darf!

Die gesamte Entwicklung wird - Thema im andren thread auch - dahin gehend begrüsst von nicht wenigen, zu kontrollieren/überwachen. Handys/apps, die Schritte zählen - sorry!. Für unsere Wohlstandsgesellschaft sind uns keine Irrsinnigkeiten zu viel, die sich verkaufen & nutzen lassen. Weed ist wirklich kein Problem im Vergleich derzeit,...wir können doch nicht alles aus den Regalen räumen! Wenn mir das auch sehr gefiele bei anderem - ich sehe die Gefahren für Leib & Seele woanders, als bei dem Kraut, das noch allein (ohne Nikotin/Inhaltsstoffe, die frei werden beim anzünden..) keinen um die Ecke brachte - "essen" weit gefährlicher, lach**

Kein Gegenstand solch inhaltsvoller/ausgedehnter pol. Auseinandersetzung - die LM Industrie würde ja extrem leiden. Also sagt man den Menschen, was sie essen sollen, ist das Kind schon in den Brunnen gefallen - ich kann mich nicht darauf konzentrieren, bei einer Sache zu bleiben, die kaum ins Gewicht fallen wird. - so ist das für mich bz weed. Ob ich rauche oder nicht, bestimmt nicht ein Gesetz. - das zumindest darf jeder resümieren schaut man (nicht nur) zurück hier...Wink
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ast
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 3259

BeitragVerfasst am: 13. Nov 2022 17:16    Titel: Antworten mit Zitat

wie wir alle wissen, bringt dich Gras besser durch die Zeiten ohne Geld, als Geld durch die Zeiten ohne Gras Idea
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Kamikaze1970
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 418

BeitragVerfasst am: 14. Nov 2022 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Nach über 50 Jahren "Krieg gegen Drogen" mit dem bekannten Ergebnis, kann man über derartige Aussagen von joe eigentlich nur mit dem Kopf schütteln.
Als ob sich auch nur irgendein Mensch von einem Verbot abhalten ließe...
Für mich (und etliche andere) war es DER Hauptgrund mal Cannabis zu konsumieren, weil muss ja etwas ganz tolles sein, wenn verboten.
Und das die bisherige Drogenpolitik aber auch gar nichts besser germacht hat, ist allzu offensichtlich.
Ein Blick nach Portugal ist hilfreich. Exclamation
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joe
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1137

BeitragVerfasst am: 16. Nov 2022 18:35    Titel: Antworten mit Zitat

hallo kamikaze,
der sogenannte krieg gegen die drogen beeinhaltet ja gerade die kriminalisierung der user. u.a.
für was wärest du denn so ?
viele kiffer sehen gras auch überhaupt nicht als droge. als junkie habe ich das ähnlich gesehen. viele substis bezeichnen sich als clean.
alkis sehen sich in der regel auch nicht als drogis.

joe, clean 24
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Kamikaze1970
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 16.01.2014
Beiträge: 418

BeitragVerfasst am: 17. Nov 2022 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hey joe,

das die Prohibition gnadenlos gescheitert ist, kann man nicht wegreden.
Es müssen neue Wege gegangen werden, und da erscheint mir der portugiesische Weg durchaus praktikabel.
Auf jeden Fall deutlich besser als das, was bei uns usus ist.
Und über Menschen, die sich trotz Methadon und Co. als clean bezeichnen, kann ich auch nur den Kopf schütteln.
Bezüglich Cannabis gibt es Studien aus Kanada die darauf hindeuten, dass es nach langjährigen Opiatkonsum vielen hilft Opiatfrei zu bleiben, wenn sie Cannabis konsumieren.
Ist auf jeden Fall besser, als Alkohol, Benzos und Co.
Wirklich clean ist man auch dann nicht, aber der Weg ist lang...
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