Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
Autor |
Nachricht |
Katrin75 Anfänger
Anmeldungsdatum: 13.10.2014 Beiträge: 2
|
Verfasst am: 13. Okt 2014 18:15 Titel: Ist mein Mann Alkoholiker? Bin ich Co-abhängig? |
|
|
Hallo, nachdem ich mich nun überwunden habe, mich in einem Forum anzumelden, hier nun mein Problem: Ich bin mit meinem Mann nun seit 8 Jahren zusammen und 4 davon verheiratet. wir haben eine gemeinsame Tochter (4) und meine 2 Söhne aus erster Ehe (15,17). Er hat noch eine große Tochter, welche 2010 ohne erkennbaren Grund den Kontakt abgebrochen hat (mittlerweile verheiratet und ein Kind). Seit 2 Jahren wohnen wir im eigenen Heim und ich merkte leider erst ab da, dass er zu viel trinkt (2 Kästen Bier/Woche) - mal mehr, mal weniger, aber im Schnitt 6 Flaschen /Tag. Teilweise kauft er dann auf dem Heimweg zur Arbeit heimlich noch Bier. Als ich ihn einmal darauf angesprochen hatte, meinte er das wäre Leergut, was er vorm Einkaufszentrum, wo er arbeitet gesammelt hat. Ich nahm es hin, später fiel mir aber ein, dass dieses Bier dort gar nicht verkauft wird, also alles Lüge.. Dazu kommt 1 Stange Zigaretten/Woche, manchmal auch mehr. Ich habe immer wieder versucht mit ihm zu reden, ohne Erfolg, hab Hilfe in der Familie gesucht, doch überall nur Ratschläge, die keiner brauch und seine Mutter, kann das nicht verstehen, warum er so ist. Hilfe bekomm ich keine. Sein Bruder hat auf mein Bitten mehrfach versucht an ihn ran zu kommen, doch erfolglos. Letztes Jahr kurz vor Silvester habe ich ihm dann einen Brief geschrieben (Reden war nicht drin), dass das so nicht weiter geht, denn er lässt auch seinen Frust (Probleme auf Arbeit) verbal an den Jungs aus oder an mir. Also entweder Familie oder Alkohol. Er hatte es eingesehen und kam sogar tagelang ohne aus, dann haben wir beschlossen alkoholfreies Bier zu kaufen und es ging paar Wochen gut, dann gab es einen neuen Brief und es ging wieder und auf und ab, mal hab ich was gesagt, mal nur kurze Worte... Das eigene Heim haben wir im Sommer gegen ein neues getauscht, denn an allen Problemen die dort waren, war immer ich schuld, denn er wollte es gar nicht, hat die Finanzierung nur mir zu liebe unterschrieben. Jetzt gefällt ihm das neue Haus und der Ort, aber er hat wieder von vorne angefangen, erst wurde das alkoholische Bier von dem alkoholfreien zur Hälfte ersetzt und nun seit einiger Zeit gar nicht mehr (7 Flaschen/Tag) Der Umzug und der Baustress blieben fast ausschließlich an mir hängen, da er in 2 Schichten arbeitet und in der 2. Schicht zu Hause gar nix macht. Zudem hatte ich im Job 6 Wochen Urlaubsvertretung und habe nun gemerkt, dass mir das alles über den Kopf wächst. Die Jungs haben nicht mehr den Respekt vor ihm, wie vor 8 Jahren und auch unsere kleine hat sich zum negativen entwickelt, zumindest zu Hause, ich glaube schon dass sie irgendwie den Frust (der sich auch auf mich gelegt hat) der in der Luft liegt mitbekommt. Er kann ja auch lieb und nett sein, aber er ist sehr schnell auf der Palme, manchmal grundlos, er wird zwar nicht gewalttätig, aber das verbale reicht mir schon. Jetzt fahre ich ende des Monats erst einmal mit der Kleinen alleine eine Woche in Urlaub (hab ich noch nie gemacht), die Jungs zur Oma. Da ist er alleine und ich habe Zeit für mich und zum Nachdenken. Doch auch davor habe ich Angst - wieviel wird er trinken? Was, wenn ich ihn gar nicht vermisse? Über meine Gefühle mich ich mir immer mehr unklar, das Sexleben ist schon lange nicht mehr wie in den ersten Jahren. Soll ich wieder einen Brief schreiben, wieder vor die Wahl stellen? Solange er einen Tag ohne Bier auskommt, ist er der Meinung, dass er nicht abhängig ist und professionelle Hilfe kommt daher für ihn nicht in Frage. Viele sagen, wenn er nicht komplett vom Alkohol Abstand nimmt, dann wir er das immer so weiter machen, nach dem Motto, die macht ja bestimmt nicht ernst... Mir geht es um meine Kinder, ich will nicht, dass er die großen aus dem Haus treibt und die Kleine soll auch nicht mitbekommen, das er das Zeug zum Leben braucht. Leider merkt man ihm nicht immer an, wenn er zuviel hat, daher habe ich es auch erst so spät bemerkt, ich glaube dass seine Ex ihn deshalb damals mit einem anderen betrogen hat, er die Zeichen nur falsch gedeutet und ihr die Schuld an allem gegeben hat (sie waren 18 Jahre verheiratet) und vielleicht will deshalb die Große nichts mehr vom Papa wissen. Ich weiß einfach nicht weiter, was ich machen soll und wie ich damit umgehen soll. Jetzt hab ich mir alles von der Seele geschrieben und hoffe nun auf eure Meinungen. |
|
Nach oben |
|
 |
graham Platin-User

Anmeldungsdatum: 04.07.2012 Beiträge: 2205
|
Verfasst am: 14. Okt 2014 00:01 Titel: |
|
|
hallo.
njo, dein mann ist wohl das, was man einen alkoholiker nennt.
du wirst ihm allerdings nicht helfen können. du kannst ihn zwar vermeindlich unterstützen aber richtig helfen, kann nur er sich und das passiert meist erst dann, wenn ihn keiner mehr unterstützt.
mir ist eine einzige person bekannt, die nicht erst komplett abstürzen musste, um sauber zu werden.
greetz
graham |
|
Nach oben |
|
 |
Katrin75 Anfänger
Anmeldungsdatum: 13.10.2014 Beiträge: 2
|
Verfasst am: 14. Okt 2014 21:07 Titel: |
|
|
Danke erst einmal für Deine Antwort Graham. Also müsste ich ihn dazu bringen - keine Ahnung wie - prof. Hilfe anzunehmen. Diese Woche hat er 2. Schicht und Bereitschaftsdienst, wenn er nicht irgendwo heimliche Reserven hat, dann hat er gestern nix getrunken. Leider holt er das dann wieder nächste Woche nach u so geht das immer weiter
LG Katrin |
|
Nach oben |
|
 |
graham Platin-User

Anmeldungsdatum: 04.07.2012 Beiträge: 2205
|
Verfasst am: 14. Okt 2014 21:32 Titel: |
|
|
nein, nicht du, er muss es von sich aus wollen! es hilft wenig bis gar nicht, wenn du für ihn regelst. natürlich wirst du es versuchen und wer weiß, vielleicht ist dein mann, der eine von tausenden, der es ohne leidensdruck schafft aber die aussicht ist, gelinde gesagt, total beschi*sen!
rette erstmal dich und deine kinder, du hast nur ein leben und kein zweites im garten! du bist nicht verantwortlich für deinen mann!
greetz
graham |
|
Nach oben |
|
 |
|
|