Co Abhängigkeit meiner Frau

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Jackinthebox
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 06.07.2015
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 5. Sep 2015 20:41    Titel: Co Abhängigkeit meiner Frau Antworten mit Zitat

Hallo,

Meine Frau (Selbstständige Gastronomin) hat ein großes Problem mit ihrem Bruder.

Ich fasse einfach mal zusammen:

Ihre Mutter ist vor 18 Jahren am Alkoholkonsum gestorben. Ich kenne da aber die Umstände nicht richtig. Sie war damals Cheffin von dem Restaurant / Hotel.

Ihr Vater ist seit Jahrzehnten schwerster Alkoholiker. Er hat schon 4 Entzüge nicht erfolgreich beendet. Außerdem ist er körperlich und geistig ein totales Wrack! Lag schon mehrere Male im Koma. Die Ärzte hatten Ihn eigentlich schon aufgegeben. Er ist mit seiner jetzigen Frau nach Österreich in ihre alte Heimat ausgewandert. Seitdem hält sich wohl angeblich der Alkoholkonsum in Grenzen. Dazu kann ich aber wenig sagen.

Ihr Bruder ist Chefkoch in dem Restaurant. Er ist aber nur normaler Angestellter weil er die geerbten Anteile abgeben hat. Er ist fast immer auf der Arbeit betrunken. Trinkt ständig Bier und heimlich irgendwelchen Fusel. Neulich waren es mehrere Biere und eine Flasche Rum! In diesem Zustand "arbeitet" er sogar! Bekommt absolut nichts hin!

Regelmäßig dreht er total durch und schreit meine Frau an. Dabei geht er eigentlich immer unter die Gürtellinie. Da kommen oft so Sachen wie "Du bist so fett, dein Mann sucht sich sowieso bald ne neue"

Das ist noch eher was harmloses. Er wird extrem aggressiv und schaltet seinen Kopf total ab. Aber viel gibt's da nicht zum abschalten. Er gehört wohl eher zu der ungebildeten Sorte.

Jeden Abend weint meine Freundin deswegen. Sie nimmt mittlerweile Citalopram weil sie psychisch total fertig ist.

Immer wenn es dann mal zu nem ernsten Gespräch zwischen den beiden kommt, kommen immer so Sachen wie "Wir sind Geschwister und haben soviel zusammen durchgemacht..." bla bla bla.

Meine Frau fällt IMMER darauf rein und gibt ihm noch eine Chance. Es ist sogar so weit das sie ein bisschen Alkohol auf der Arbeit toleriert weil sie keine Lust auf seine Depressionen hat, die er dann bekommt wenn es mal zu wenig Stoff gab. Bei dem bisschen Alkohol bleibt es natürlich nicht...

Ich habe ihr schon oft erklärt das es sie eine Menge Geld und Nerven kosten kann, wenn er sich mal total betrunken in der Küche verletzt! Die Küche ist ja ein potentiell gefährlicher Ort.

Ich würde sie gern einfach mal schütteln! Sie kommt mir so hilflos vor. Immer wenn ich nach einer seiner Aktionen mal mit ihr reden will, blockt sie ab.

Hab ihr schon mehrmals gesagt das es genau der Bruder ist, der ihre Existenz bedroht! Er hat sie auch schon des Öfteren beklaut! Teilweise sind es mehrer hundert Euro die im Portemonnaie fehlen. Habe ihn dabei schön erwischt. Für das Geld kauft er sich Kokain. Das weiß ich aus sicherer Quelle! Da ich Erfahrung mit Drogen habe, sehe ich es ihm jedesmal an, wenn er was gezogen hat.
Verdächtig würde ich wegen dem Geld auch schon! Er hat wohl behauptet das ich das Geld nehme.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Bin mit der Situation völlig überfordert!

Über einen guten Rat würde ich mich freuen.
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Jackinthebox
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 06.07.2015
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 5. Sep 2015 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Dazu muss ich sagen das meine Frau nicht extrem übergewichtig ist! Sie hat halt einen sehr schönen weiblichen Körperbau.

Aufgrund seiner Sprüche verweigert sie jetzt teilweise das essen. Hat so eine komische Diät angefangen. Seitdem ist sie total kraftlos. Macht das ganze nicht besser...
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Jackinthebox
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 06.07.2015
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 5. Sep 2015 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Außerdem trinkt meine Frau fast keinen Alkohol. Vielleicht mal nen Glas Sekt auf irgendwelchen Feiern. Oder mal ein paar Cocktails wenn sie mit ihren Mädels feiern geht. Soweit ich das beurteilen kann, ist sie für sowas nicht anfällig.
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Jackinthebox
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 06.07.2015
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 5. Sep 2015 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist echt fies. Ich habe noch nie einen Menschen so sehr gehasst!

Aber andererseits bin ich sehr friedliebend und Harmoniesüchtig. Er ist ja nicht er selber, sondern wird durch seine Sucht gesteuert. Es ist eben eine Krankheit und er braucht Hilfe.

Aber ich kann mich ja nicht zerreißen. Am liebsten wäre mir natürlich eine Lösung die allen was bringt. Aber natürlich ist mir meine Frau viel wichtiger. Es macht mich total fertig sie so zu sehen. Sie war immer eine sehr starke Frau! Ist immer wieder aufgestanden wenn es mal nicht so gut lief. Es bricht mir das Herz sie jeden Tag so zu sehen.

Das ganze läuft jetzt ca. 3 Jahre so. Ist aber seit Anfang diesen Jahres richtig schlimm geworden. Seitdem er im Restaurant wieder angestellt ist. Die beiden hatten lange keinen Kontakt. Er kam dann wieder als der Vater und Schwiegermutter weg waren.
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Jackinthebox
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 06.07.2015
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 5. Sep 2015 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bitte um Nachsicht wegen der Rechtschreib Fehler! Bin gerade von Android auf nen IPhone umgestiegen. -_-
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dakini
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2708

BeitragVerfasst am: 6. Sep 2015 09:00    Titel: Antworten mit Zitat

Grüß Dich!

Sie ist auch hilflos!
Und deshalb braucht sie menschliche Hilfe, anstatt Anitdepressiva.
Die Pillen sorgen nur dafür, dass sich nix ändert und sie den tägl Zustand aushalten kann.
Sie steht ja schon unter Dauerstress - sehr ungesund!

Sie wird sagen, dass sie keine Zeit für eine ambulante Psychotherapie hat, die sie aber dringend braucht, aufgrund der traumatischen Familienkonstellation.

Das hat sie alles "verschluckt", der Bruder gibt ihr den Rest.

Ich finde es immer wieder hoch interessant, was sich normale Menschen alles antun. Entschuldige, versteh das bitte nicht als Abwertung,ich meine, die menschliche Psyche ist interessant:)

Sie braucht dringend Unterstützung, nicht primär vom Partner, sondern einer unabhängigen Person, wo sie mal ihr Herz öffnen kann, sozusagen ein Stabilisator. So kannst Du versuchen, es ihr "unters Hemd zu schieben". Die meisten sind eher nicht gleich bereit zu diesem Schritt.

Aber es ist offensichtlich, dass sie psychologische Hilfe braucht. Auf Anhieb, da wohl keine Krankheit ( Bsp. Schizophrenie) oder Persönlichkeitsstörung (BSp Borderliner) vorliegt, würde ich erst mal eine Gesprächstherapie bevorzugen, damit sie aufmerksam wird. Sie ist unsicher, lässt sich beeinflussen, ihre Beziehung zum Bruder ist vllt "geschweißt" durch das Elend mit den Eltern. Das sollte sie hinter sich bringen.

Auf jeden Fall kein Gecoache, der Psychologe muss entsprechend ausgebildet sein! Das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Auf :Psychotherapeutenkammer.de kannst Du Eure Postleitzahl eingeben und in der Nähe was finden. Mach doch ein Geschenk draus - das ist mal ne Idee!

Man kann sich hier bis zum Erbrechen austauschen, das würde Dir helfen, aber ihr ist nur mit Therapie und Fachpersonal zu helfen. Ihre Verhaltensweisen sind eingeschweist und unreflektiert. Zudem ist sie unsicher und rund um die Uhr beschäftigt.

Nett, dass du Dich so um sie sorgst!
Aber der Bruder geht Dir ganz schön auf den Keks, nicht wahr?
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Sim
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 19.04.2015
Beiträge: 231

BeitragVerfasst am: 6. Sep 2015 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

auch hallo !
Psychologe hin und her, ok.
der bruder gehört weg dort, aus dem Geschäft.
sie soll sich einen anderen Chefkoch nehmen.
das blöde ist, dass er seine Anteile abgegeben hat,
vielleicht ist sie somit moralisch für seinen unterhalt verpflichtet.
kann ihm eventuell für wohnen und essen unterstützen?
aber für Drogen nicht. Nein.
das wollte er anscheinend ja nichtmal selber und als angestellter ist er mitlerweile unbrauchbar und würde auch wo anders gekündigt werden.
da geht sie und das Restaurant drauf, wenn sie meint ihn da weiter mit dabei haben zu müssen.
soll sich andere lösungen überlegen und ihm seine Arbeitsunfähigkeit klar machen und auf sein Problem hinweisen und da nicht sich weiter reinziehen lassen.
ausserdem ist sie ihm gar nix schuldig vom gesetz her und wenn sie ihn gern hat und ihm helfen will, dann nicht auf diese weise.
da sollte sie sich mal auf ihre füsse stellen- ihm auch kein Geld in die Hand geben. nur miete zahlen und Betriebskosten und ihm essen liefern.
trinken und Drogen muss er sich selber verdienen, wenn er die braucht,
sonst soll er was dagegen machen probieren.
probier ihr was klar zu machen, was richtiger ist für beide- ein Psychologe hilft ihr eher nicht bei
praktischen dingen.
ein Chefkoch der nix mehr hinbringt, macht auf dauer auch das Geschäft kaputt.
so geht das nicht- nur ist er schlauer, stärker und auch fieser( durch Drogen)
als sie . ja sie braucht hilfe- von dir! wenn sonst keiner mehr da ist.
überlegt euch lösungen gemeinsam, was am besten für bei oder alle 3 ist.
alles gute
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Praxx
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3064

BeitragVerfasst am: 6. Sep 2015 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jack,
wie kommst du auf die Idee, deine Frau sei stark? Sie kommt aus dem selben Stall wie ihr Bruder, ist nur mit der Situation anders umgegangen!
Sie hat als "große Schwester" mit zwei trinkenden Eltern schon früh Verantwortung übernehmen müssen und eine frühe "Notreifung" durchlaufen - also mit 13, 14 Jahren beschlossen, so zu tun, als sei sie erwachsen und stark, ohne zu wissen, wie das geht. Sie weiß wahrscheinlich im Inneren überhaupt nicht, dass sie inzwischen erwachsen geworden ist, und hat immer noch das Gefühl, nur so zu tun.
Dazu kommt, dass sie sich wahrscheinlich für den kleinen Bruder und auch seine Sucht verantwortlich fühlt, sie war es doch, die ihn "erzogen" hat, ohne zu wissen, wie das geht - die Eltern waren doch bloß noch ein Totalausfall... Sie sieht das Versagen des Bruders als ihr eigenes Versagen und fühlt sich deswegen verpflichtet - und der Bruder spielt das Spiel mit!
Ich denke mal, selbst wenn du sie vor die Wahl stellst "dein Bruder oder ich", wird sie sich in dieser Situation für den Bruder entscheiden.
Du kannst in dieser Situation nur gut für dich selber sorgen, damit du sie auch unterstützen kannst, wenn der absehbare Crash kommt.
Das Lokal wird mit einem saufenden Kokser in der Küche nicht mehr lange überleben, also plane schon mal die Alternativen für den Tag X, an dem deine Frau aus ihrem Alptraum aufwacht...

LG

Praxx
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Jackinthebox
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 06.07.2015
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 6. Sep 2015 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

Habe nicht geschrieben das es der kleine Bruder ist. Bei dem Tot der Mutter, war sie 9 und er schon 14. Sie fühlt sich auch nicht dafür verantwortlich. Die Schuld dafür gibt sie ihrem Vater.

Und wenn sie sich entscheiden müsste, würde sie zu mir stehen. Darüber haben wir schonmal gesprochen. Haben auch schon darüber gesprochen ihn vor die Tpr zu setzen und dafür einen anderen Koch einzustellen. Wir haben auch schon nach einem anderen Koch gesucht! Zeitung, Arbeitsamt und einige andere Jobbörse. Allerdings ohne Erfolg.

Plan x wäre das Restaurant zu verkaufen und dann darf sie Hausfrau und bald Mama sein. Ich habe nach Meinem Studien einen geilen Job im operativen Management bekommen und verdiene ne ganze Menge Kohle. Das reicht locker für ne 3-4 köpfige Familie.

Aber das Restaurant ist schon in der 5ten Generation im Familienbesitz. Mit dem Gedanken da weg zu gehen, kann sie sich nur schwer anfreunden.
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Jackinthebox
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 06.07.2015
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 6. Sep 2015 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Habe ja leider selber ein psychisches Problem. Ich habe eine ziemlich üble Panikstörung. Es fällt mir eben schwer sie richtig zu stützen wenn es mir selber schlecht geht.
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Jackinthebox
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 06.07.2015
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 6. Sep 2015 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ich werde mir morgen mal eine Termin bei einer Suchtberatung holen. Werde da erstmal allein hingehen. Dann hoffentlich mit meiner Frau. Vielleicht kann der ihr eher erklären in was für einer Situation sie steckt.
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dakini
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2708

BeitragVerfasst am: 7. Sep 2015 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Die Suchtberatung ist ein guter Anfang!
Ohne Hilfe geht es nicht!

Wenn es so einfach wäre, Dinge von heut auf morgen zu ändern, hätte ich bereits eine eigene Praxis. So aber bin ich im Schleichtempo von einer Minimaldosis am Abdosieren und verdiene meinen Lebensunterhalt zuweilen mit Dingen, auf die ich lieber verzichten würde, während ich mich bemühe, weiter zu lernen.

Von heut auf morgen - ja, manche kriegen das hin. Da packt die Frau ihre Koffer, verlässt das Haus nach 30j Ehe und wird selbstständig. Ich kenne solch einen Fall - hat fkt, auch nach weiteren 18 Jahren ist sie glücklich mit einem 20 Jahre jüngeren Partner, den sie kurz nach Auszug kennen lernte.
Aber da ist keine Sucht und keine Störungen im Spiel!

Geld ist völlig uninteressant bei der Bewältigung solcher Klöpse. Familiäres "Gewurschtel" hat große Macht. Natürlich ist es ein Vorteil, finanziell abgesichert zu sein - contra Angst und Panik. Ich bin auch froh, keine Probleme in dem Bereich zu haben. Weniger süchtig bin ich deshalb aber nicht.

Und wie Du schreibst, hilft das nicht, wenn es um Unterstützung der Frau geht. Man ist selbst empfindlich und hat seine Grenzen.

Du wirst das schultern, da Du bereits den richtigen Ansatz hast!

Caritas, Beratungsstellen, auch die sind teilweise schnell gesprächsbereit, bis ein guter Psychologe Zeit hat, die Wartelisten sind zu weilen lang.

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du an gutes Fachpersonal gerätst!
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