Irrglaube widerlegt: Alkohol macht nicht schöner

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Sucht-Michel
Maskottchen


Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 247

BeitragVerfasst am: 1. Nov 2015 04:25    Titel: Irrglaube widerlegt: Alkohol macht nicht schöner Antworten mit Zitat

Entgegen einem weitverbreiteten Irrglauben macht Alkohol nicht attraktiver. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Forschern der Bristol University. Den Ergebnissen zufolge gibt es keinen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und wahrgenommener Attraktivität.

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Praxx
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3065

BeitragVerfasst am: 1. Nov 2015 13:16    Titel: Antworten mit Zitat

Das gehört zu den vielen Alkohol-Mythen, die von den Konsumenten und Herstellern sorgsam gepflegt werden.
Ältere Untersuchungen haben bereits ergeben, dass andere Menschen mit steigendem Alkoholspiegel als häßlicher wahrgenommen werden. Das wird nur durch die zunehmende Enthemmung mehr als ausgeglichen - am Schluss zählt dann nur mehr der Trieb und das Aussehen ist egal.
Nur bei Frauen gilt, dass sie leicht beschwipst attraktiver wirken - die Alkoholeffekte niedriger Dosen imitieren die äußeren Zeichen sexueller Erregung: gerötete Wangen, glänzende Augen...
Man kann sich andere Menschen nicht "schön trinken", genausowenig, wie der Aperitiv gut für den Appetit, der Digestiv gut für die Verdauung, der Magenbitter gut für den Magen, der Rotwein gesund fürs Herz ist und Underberg über den Berg hilft.
Alkohol lähmt, und zwar die hemmenden Bahnen zuerst - das wars, sonst ist das Zeug bloß toxisch

LG

Praxx
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Nehell
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 14.06.2013
Beiträge: 603

BeitragVerfasst am: 1. Nov 2015 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Alkohol wird auch meistens an Orten konsumiert wo Männlein und Weiblein sich
treffen um Ausschau nacheinander zu halten. Unabhängig vom Alkohol wird
an diesen Orten ( Disko, Musikkneipe usw. ) mit der Attraktivität gespielt und
diese zur Schau gestellt.

LG

Nehell
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Dr.Mabuse
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3146

BeitragVerfasst am: 1. Nov 2015 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Der richtige Alkoholiker,wie ich einer bin,Trinkt allein im stillen Kämmerlein,Soziale Kontakte braucht er nicht mehr,geschweige den einen Kneipen,oder Discobesuch,der Alkohol ist bei ihm,und das reicht...

Alter Falter...was seid ihr für Spezialisten, in dem Themen gebiet...
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graham
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2205

BeitragVerfasst am: 1. Nov 2015 23:55    Titel: Antworten mit Zitat

schonmal drüber nachgedacht, dass du zwar ein richtiger alkoholiker bist aber mit deinem einsiedlerverhalten nicht die mehrheit stellst?!
zumindest scheint es ne menge alkis zu geben, die sich z.b. den ganzen tag vor aldi oder am bahnhof aufhalten und ihrem hobby fröhnen!
aber davon mal ab=> so richtig was mit alkoholiker sein, hat das thema ja auch nicht zu tun! viele besaufen sich, um dem anderen geschlecht gegenüber mutiger zu sein, ganz ohne alkoholiker zu sein oder als solcher zu gelten!

graham
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ratte
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 06.05.2015
Beiträge: 218

BeitragVerfasst am: 2. Nov 2015 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

Man muss da schon etwas mehr unterscheiden, es gibt den restlos zusammengesoffenen Alkoholiker und den alkoholiker der sein Leben noch im Griff hat. Der erste ist fertig, der zweite meist ziemlich fit und weil Alkohl gelassener macht, bekommt man nicht so schnell Falten oder Herzprobleme. Deshalb das gerücht mit dem nicht so schnell altern...
the rat
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dakini
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2730

BeitragVerfasst am: 2. Nov 2015 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

@Dr.Mabuse,

es gibt doch unterschiedliche Alkoholismusformen.
Nicht nur die Unterteilung nach Jellinek ist im klinischen relevant. In der Praxis gibt es Alkoholiker, die NUR in Gesellschaft trinken. Zum Beispiel mein Nachbar. Er kommt nicht selten mit hochroten Kopf und mit schwerer Zunge vom Büdchen. Die Jungs von der ehemaligen Zeche treffen sich da immer noch, sitzen drin.Zuhause trinkt er keinen Schluck und Sonntags ist alkoholfrei, weil er Montags mit dem Auto seine und die Einkäufe seiner Mutter erledigt.
Die ehemalige Kollegin meiner Mutter war Quartalssäuferin. Sie hatte immer Alkfreie Zeiten, aber wenn sie trank, dann hat sie sich die Kante gegeben.
Ich tendiere mit meinen Suchtstoffen auch eher zur Einsamkeit. Brauche niemanden dazu, aber andere usen lieber gemeinsam. Doch im Alkoholismus sind die Formen klar unterscheidbar. Kann man googeln. Wink
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dakini
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 2730

BeitragVerfasst am: 2. Nov 2015 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Auch einige Junkys sehen erstaunlich gut aus für ihr Alter.
Wer hat denn so was in die Welt gesetzt? Drogen konservieren, oder so ähnlich? Ich glaube, einige sehen jünger aus, weil sie sich nicht mit Arbeit kaputt machen und lange schlafen. Und wer sich dazu noch gesund ernährt, hat ein entspanntes Leben. Beim Alk sehe ich das aber anders. Erst da wurde meine Freundin "unschön" optisch. Die meisten sehen nach viel Genuss und langen Zeiten echt krank aus, wie Junkys auch, besonders die, die den Stoff von den Straßen konsumieren, die haben alle so ein graues Gesicht, das hat meine Mutter früher mal gesagt und ich finde, sie hat recht. Ich hab mich mal beobachtet auf Opiatzufuhr. Sobald sich die Pupillen zusammen ziehen, sehen die Äuglein krank aus, es verändert sich auch der Gesichtsausdruck. Clean ist man schöner. Wink

P.S. Alk ist ein heftiges Gift, wenn es über die berühmten : "das ist noch gesund" hinaus geht. Das sehe ich im Umfeld. Hätte meine Freundin nicht angefangen, zu trinken, hätten sie 30 Jahre Opiate nicht umgebracht. Und jetzt zieht ein Kumpel nach. Nix zu machen, mit der Vodkaflasche am Hals. Ich hab erst durch Bekannte und Freunde verstanden, wie gefährlich Alk ist. Die Zahlen/Kosten der Erkrankungen, Auswirkungen sind enorm. Ich kenne keine andere Droge, die so krank macht. Ich helfe einem Freund, seine Wunden zu pflegen, das ist immer wieder eine Herausforderung. Dem Körper fehlen Mineralien/Vitamine. Seine Ärztin hat auf mein Betreiben monatelang (mit Pausen) B-Injektionen mit Folsäure gespritzt. Die Beine sind offen und ich probiere alle möglichen Salben Kombis aus. Ich bin etwas irritiert, dass Bepanthen besser hilft, als meine selbstgemachte Calendula, aber egal, es heilt noch ab damit. Aber kaum zu, öffnet sich schon ein paar cm weiter wieder was...Es ist hart, Menschen so zu sehen, die ich liebe. Aber ich bleibe sachlich, was bleibt auch anderes übrig?Emotional aufgewühlt ist man keine Hilfe, das habe ich bei meiner Freundin gemerkt. Ich war so betroffen, dass ich den Druck auf die Ärzte nicht erhöht habe, den Darm zu sanieren nach über 2 Monaten künstl Koma und Antibiotika. Nach Monaten im Krankenhaus,mit Koterbrechen zu Anfang, permanenter Übelkeit, Durchfall, in denen nix gemacht wurde, brach er dann durch. Der gute Doktor meinte, es sei die Leber, bevor der Darm durch brach. Schlaues Kerlchen. Doch vorgeschaltet ist nun mal der Darm. Ich hab das Thema abgehakt, doch man sollte sich nie auf die Ärzte verlassen, eine Reihe von Unterlassungen bei Süchtigen ist Standart, wie ich erfahren muss. Auch die Ärztin hat erst unterstützend gearbeitet, nachdem ich eine Liste ausgearbeitet hatte, was zu zu führen ist.Aber sie hat es wenigstens anerkannt. Doch wir arbeiten gegen Windmühlen, solange er nicht aufhört, zu trinken.Die, die nur Opiate konsumieren, sind recht gesund im Vergleich.
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Dr.Mabuse
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3146

BeitragVerfasst am: 2. Nov 2015 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

Meiner Meinung gehören jegliche einahmen des Staates,von Alkohol und Zigaretten,Postwendend wieder ins Gesundheitssystem zugeführt,welcher Logisch Denkender Mensch würde die Einahmen,schwerst Gesundheitsschädlicher Suchtmittel anderst einsetzen wollen?

Die KFZ Steuer,einst eingeführt,um für den Erhalt und Ausbau der Straßen zu sorgen...wären diese Einnahmen in den letzten Jahrzehnten,auch dafür verwendet worden,wir müssten Straßen aus Gold haben...

Der Staat aber hatt andere Pläne,kommt selbst kaum mit der "Haushaltskasse" zurecht,wird der Bürger in der Linken Hosentasche entlastet,wird es ihm in der rechten wieder genommen...

Alkoholismus ist als Krankheit anerkannt? Da muss ich mal laut Lachen,die Realität,wie mit einem umgegangen wird,sieht ganz anders aus...

Ich hatte 2013 eine Reha beantragt,wegen meiner kaputten Schulter,diese wurde nach Aktenlage abgelehnt,...begründung der DRV..der Alkohol sei der einzige Grund warum ich ich nicht mehr Arbeiten will...andere bekommen eine Reha genehmigt,weil sie 3 Kilo zuviel auf den Rippen haben...Hallo? gehts noch...
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