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Chaja Anfänger
Anmeldungsdatum: 18.04.2016 Beiträge: 6
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Verfasst am: 18. Apr 2016 21:30 Titel: Hilflosigkeit - was tun? |
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Seit einem Jahr bin ich mit meinem Freund zusammen, der ein Alkoholproblem hat. Er befindet sich deshalb auch in psychologischer Behandlung, die er glücklicherweise sehr ernst nimmt.
Dennoch gibt es immer wieder Rückfälle, ca. alle 4 - 6 Wochen hat er einen "Absturz". Bisher hat er danach immer wieder aufgehört zu trinken, oft auch mit meiner Unterstützung, und war dann mehrere Wochen trocken.
Da er und unsere Beziehung mir sehr wichtig ist und er ohne den Alkohol ein völlig normales Leben führt (erfolgreich im Job, gute Freunde, ...) und ich ihn wirklich liebe, habe ich mich von Anfang an recht gut informiert, um nicht in eine Co-Abhängigkeit zu geraten und habe mich auch schon in einer Suchtberatungsstelle beraten lassen, schreibe Tagebuch, um meine eigenen Gedanken zu ordnen und habe meine eigene Wohnung als Rückzugsort ... trotzdem gibt es immer wieder Situationen, in denen ich einfach überfordert bin.
Wie soll ich reagieren, wenn er mir beichtet, dass er wieder getrunken hat?
Wie finde ich die Balance zwischen Unterstützung und Ablehnung des Konsums?
Bisher war ich immer recht streng, wenn er getrunken hat (indem ich z. B. gesagt habe: Okay, ich komme vorbei, aber du weißt, dass ich dir nicht beim Trinken zuschaue.) und das hat ihn dann auch motiviert sofort wieder aufzuhören. Nach einem Tag waren die Entzugserscheinungen überwunden und dann war wieder alles gut bis zum nächsten mal ...
Ich lebe eben in ständiger Angst, wann er wohl das nächste mal trinkt und im Grunde weiß ich, dass es immer nur eine Frage der Zeit ist. Zumindest war es bisher so ...
Mein Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich mich am besten verhalten soll. Soll ich weiterhin "streng" sein, weil das zumindest für den Moment gut hilft, soll ich ihn einfach machen lassen, was aber bedeutet, dass wir uns nicht sehen, weil ich ihn nicht ertrage, wenn er betrunken ist und nach Alkohol riecht ...
Wenn er nicht trinkt, ist er ein ganz wunderbarer und sehr verantwortungsbewusster Mensch. Darum habe ich mich in ihn verliebt.
Ich bin sehr dankbar für jeden Ratschlag oder Hinweis. |
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Rodney Bronze-User

Anmeldungsdatum: 17.11.2015 Beiträge: 76
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Verfasst am: 18. Apr 2016 22:05 Titel: |
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hi Chaja,
wenn er bloß alle vier bis sechs Wochen eine Druckbetankung vollzieht, geht's ja noch einigermaßen.
Triff ihn halt in dieser Zeit nicht...
Aber ich verstehe deine Sorge, du willst keine bösen Überraschungen erleben.
Leider ist es nicht vorhersagbar ob es ihm überhaupt gelingt seine Sauferei zu beenden; vielleicht will er es gar nicht wirklich - andererseits kann er durchaus 100%ig davon überzeugt sein aufhören zu wollen und es dennoch nicht schaffen...
Wenn du mit ihm zusammenbleiben willst wirst du mit dieser Unsicherheit leben müssen.
LG |
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Praxx Foren-Guru

Anmeldungsdatum: 25.07.2014 Beiträge: 3203
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Verfasst am: 18. Apr 2016 22:28 Titel: |
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Hallo Chaja,
verabschiede dich erst mal von der Vorstellung, DU könntest IHN vom Trinken wegbekommen. Das muss er schon alleine wollen und tun. Es ist nicht dein Verdienst, wenn er nicht trinkt, und es ist nicht deine Schuld, wenn er trinkt!
Dein Freund ist suchtkrank. Sucht ist eine erworbene Gehirnerkrankung, und Rückfälle gehören zum Verlauf. Einen Krebskranken würdest du auch nicht fragen, was er schon wieder falsch gemacht hat, wenn er einen Rückfall erleidet?!
Was du tun knnst, ihn auf das Präparat BACLOFEN hinweisen, das - richtig eingesetzt - das Trinkverlangen vollständig unterdrücken kann.
Unter baclofen minus forum punkt de erreicht du zwei große Anwenderforen, wo du (und dein Freund) umfangreiche Infos findest.
LG
Praxx |
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Soltau Platin-User


Anmeldungsdatum: 06.11.2014 Beiträge: 1628
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Verfasst am: 19. Apr 2016 07:36 Titel: |
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Dein Freund überträgt die Verantwortung auf dich, wenn er trinkt und dich anruft, dass du kommen sollst.
Ich würde nicht mehr hin fahren, sag ihm doch deutlich, dass du ihn betrunken nicht erträgst und dich dann immer fern halten wirst.
Soltau |
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Chaja Anfänger
Anmeldungsdatum: 18.04.2016 Beiträge: 6
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Verfasst am: 21. Apr 2016 12:41 Titel: |
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Danke für eure Antworten.
Heute habe ich erfahren, dass er an seinem Geburtstag Anfang Mai "so richtig" feiern will. Er könnte die meiste Zeit des Jahres auf Alkohol verzichten, aber an seinem Geburtstag bräuchte er das einfach, sagt er, und er würde danach nicht weiter trinken ...
Ich habe ihm gesagt, dass ich das akzeptiere, wenn es seine Entscheidung ist. (Was soll ich auch sonst tun, verhindern kann ich es sowieso nicht.) Ursprünglich hatten wir geplant mit Freunden Essen zu gehen und uns gemeinsam einen schönen Tag zu machen. Jetzt ist sogar fraglich, ob wir uns an seinem Geburtstag überhaupt sehen.
Naja ... nach dieser Neuigkeit, dass er praktisch den nächsten Rausch schon plant, fühle ich mich nun hundeelend. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich merke ihm jetzt schon an, dass ihm alles zuviel ist, dass er gestresst und genervt ist. Vielleicht trinkt er auch jetzt schon wieder?
Keine Ahnung ... mir ist gerade speiübel.  |
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Seppel 4 Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.12.2015 Beiträge: 1593
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Verfasst am: 21. Apr 2016 14:10 Titel: |
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Hei Chaja, magst Du sagen, wie alt ihr seid?
Also, wenn Du ein Rat haben willst, was Du machen sollst, wenn er sich die
Kante gibt, läuft das voll in die Co-Abhängigkeit rein.
Sieh zu, dass Du Dein Leben lebst und so, dass Du sagen kannst:
Ich lebe mein Leben, bin gut zu mir , weil ich mich schätze und liebe.
Wenn da durch ihn was dazwischen kommt, geht der Scheiss los:
Entweder gewöhnst Du Dich daran oder es gibt Auseinandersetzungen. Setz
Dich mit Dir und Deinem Leben auseinander und mach Dir klar, was Du willst
und was nicht. Und zieh das konsequent durch.
Bei Suchtkrankheiten weichen die guten Vorsätze ganz subtil auf und Du bis
wieder am Anfang. Lass das nicht zu. Dann hast Du eine Chance. Um ihn muss
ER sich kümmern!
Alles Liebe
von
Sepp |
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Chaja Anfänger
Anmeldungsdatum: 18.04.2016 Beiträge: 6
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Verfasst am: 21. Apr 2016 14:26 Titel: |
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Danke Sepp. In der Theorie ist mir das alles auch klar, aber die Umsetzung im Alltag ist furchtbar schwer.
Was deine Frage angeht: Ich bin 26 und er ist 33 Jahre alt. |
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Rodney Bronze-User

Anmeldungsdatum: 17.11.2015 Beiträge: 76
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Verfasst am: 21. Apr 2016 16:15 Titel: |
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hi Chaja,
Ferndiagnosen sind immer fraglich, aber wie sich das liest ist der noch Welten von einer Krankheitseinsicht entfernt...
Trinkpausen gehören zur Krankheit. Ich konnte damals fast mühelos einige Wochen trocken bleiben, um mir (und meiner Frau)
zu beweisen dass es nicht so schlimm ist. Ich hab etliche Trinksysteme ausprobiert, das Ende war immer dasselbe...
Du machst das schon ein Jahr mit und hast das Gefühl dass es immer wieder zum Trinken kommt bei ihm;
ich fürchte damit bist du nahe an der Wahrheit...und die ist alles andere als schön.
Und ich wünsche dir sehr dass ich mich irre.
Viel Glück |
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Chaja Anfänger
Anmeldungsdatum: 18.04.2016 Beiträge: 6
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Verfasst am: 23. Apr 2016 11:58 Titel: |
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Danke auch dir, Rodney.
Ich denke du hast recht. Auch wenn ich bisher stets den Eindruck hatte, dass er sich seiner Erkrankung sehr gut bewusst ist, denn er zeigte immer wieder Reue, Schuldgefühle und wollte es nicht mehr und zog die Therapie durch, scheint das wohl entweder überhaupt nicht so zu sein oder nur phasenweise.
Heute Abend geht er feiern und wird trinken. Ich sagte ihm, dass ich weiß, dass ich ihn nicht davon abhalten kann, bat ihn aber nochmal darüber nachzudenken, ob er es wirklich tun will und seine Psychologin anzurufen.
Daraufhin schrie er mich (schriftlich) an, dass ich ihn nicht schon wieder mit diesem Thema nerven soll und er auch seinen Geburtstag ohne mich verbringen will. Ich habe geantwortet, dass ich keinen weiteren Schritt auf ihn zu gehen werde, so nicht mit mir reden lasse und habe mich nun vollständig zurückgezogen, werde mich auch nicht mehr bei ihm melden.
Es schockiert mich in vielfacher Hinsicht, weil er noch niemals so respektlos mit mir gesprochen oder geschrieben hat (selbst im Streit oder bei hitzigen Diskussionen haben wir immer den Respekt und die Empathie gewahrt) und natürlich frage ich mich, ob das nun gleichfalls das Ende unserer Beziehung bedeutet.
Ich gehe davon aus, dass mir jetzt erstmal längeres Schweigen bevorsteht ... aber der Ball liegt auf seiner Seite, auch wenn es mir das Herz bricht. |
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Seppel 4 Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.12.2015 Beiträge: 1593
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Verfasst am: 23. Apr 2016 17:32 Titel: |
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Hallo Chaja,
aus meiner Sicht läuft bei Euch alles bestens. Wobei ich ausschliesslich Deine
Art, mit der Situation umzugehen meine. Um über ihn was zu sagen oder zu
ihm zu sprechen, müsste er selbst was posten; doch darum geht es mir nicht.
Ich finde, Du machst das sehr gut; es ist sehr wichtig, dass Du bei Dir und Die-
nen Gefühlen, Bedürfnissen, Hoffnungen und Liebesfähigkeit bleibst.
Mischt Du Dich ein, bist Du ein CO-PILOT !
Sorge gut für Dich; so kannst Du aus ' schlechten ' oder ' anstrengenden '
Situationen noch für Dich, quasi ' Eigene Liebesfähigkeit unter erschwerten Be-
dingungen ' lernen; etwas, wo ich mich immer mit schwer getan habe, weil ich
mir kein Glück oder schöne Gefühle erlaubt habe, wenn es meiner Partnerin
nicht gut geht. Wobei: Nicht vergessen: Ich bin der Süchtige in unserer Bezie-
hung.
Eine andere Sache: Unser Forumsarzt, der selbst auch substituiert, hat das
Mittel Baclofen angepriesen. Hast Du schon mal nachgeschaut?
Das soll eine Phenomenale Wirkung bei Alkoholikern haben; und das ist doch
eine frohe Botschaft oder doch ?
Vielleicht könnte es bei Deinem Freund Hilfe bringen. Ich finde Deine Konse-
quenz in Bezug auf:
So kann der mit mir nicht umgehen absolut richtig und gut.
Wenn er zu stolz oder eingeschnappt ist, um sich von sich aus zu melden, würde
ich schon nach einer gewissen Zeit noch mal schriftlich erklären, was Dir an
seinem Verhalten stunk, äh stinkte. Und dass das nix mit den Gefühlen, die Du
für ihn empfindest etwas zu tun hat, sondern, dass generell
ALLE Menschen so nicht miteinander umgehen können, ohne das Hass oder
Krieg, Agression u.ä. entsteht. Und die Baclofen Sache würde ich, falls er es
noch nicht kennt, dabei schreiben.
Grenzsetzung ist sehr wichtig, doch Unversöhnlichkeit nicht notwendig, jetzt
jedenfalls noch nicht. Ihr seid noch am Anfang des Geschehens bezüglich
der Alkoholabstinenz.
Ich wünsche Dir weiterhin, dass Du Dir treu bleibst. Mehr kannst Du wohl im
Moment nicht tun.
Alles Liebe und einen gutes Wochenende
wünscht Dir
Sepp |
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Soltau Platin-User


Anmeldungsdatum: 06.11.2014 Beiträge: 1628
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Verfasst am: 23. Apr 2016 17:50 Titel: |
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An deiner Stelle Chaja würde ich heute abend selbst was Schönes unternehmen und versuchen mich abzulenken. Sonst sitzt du nur daheim rum und grübelst und wenn er sich meldet und im selbstmitleidigen Suff aufgeht, dann fährst du wieder hin, oder?
Er sollte schon wissen, dass du ein eigenes, ausgefülltes Leben auch ohne ihn hast. Hast du das?
Soltau |
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Chaja Anfänger
Anmeldungsdatum: 18.04.2016 Beiträge: 6
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Verfasst am: 23. Apr 2016 19:12 Titel: |
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Was das Baclofen angeht, habe ich ihn gestern auf diese Möglichkeit hingewiesen und ihm dazu den Link zum entsprechenden Forum geschickt. Er hat dazu aber nichts gesagt.
Ich gehe nicht davon aus, dass er mich in nächster Zeit sehen möchte. Wenn er sich heute betrinkt, wird das (nach meiner Erfahrung) damit enden, dass er irgendwann einschläft. Er ist stur und wird mich sicher nicht bitten vorbei zu kommen. Wenn ich nach einem Rausch bisher zu ihm gefahren bin, dann war der Besuch eigentlich sowieso geplant (nur eben nüchtern) und er bat mich trotz des Rausches vorbei zu kommen. Im Moment steht in den Sternen, wann wir uns wiedersehen und daher bin ich mir sicher, dass er mich nicht darum bitten wird, jedenfalls nicht im aktuellen "alles zu viel"-Zustand.
Im Moment geht es mir ganz gut, denn mein Gefühl sagt mir, dass ich richtig handle, auch wenn es weh tut. (Und eure lieben Antworten bestätigen mir das auch nochmal.) Den Abend verbringe ich mit meiner Lieblingsserie und für die nächsten Tage habe ich einen Kinobesuch und eine Shoppingtour mit einer Freundin geplant.
In meiner letzten Nachricht (dass ich mich so nicht behandeln lasse) habe ich als Schlusssatz dazu geschrieben, dass er sich gern melden kann, wenn es ihm besser geht oder er respektvoll und in Ruhe mit mir reden möchte. Ich denke damit habe ich meinen Wunsch nach Versöhnung und meine Offenheit deutlich gemacht.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Er ist jetzt dran und ich denke, dass ich es gut schaffen werde konsequent zu bleiben, weil ich weiß, dass sich das Karussell sonst immer weiter dreht.
Habt alle ein schönes Wochenende.  |
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Soltau Platin-User


Anmeldungsdatum: 06.11.2014 Beiträge: 1628
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Verfasst am: 23. Apr 2016 19:45 Titel: |
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Ich vermute Baclofen kennt jeder, der sich mit seiner Alkoholabhängikeit beschäftigt.
Mich hätts total genervt, wenn mir da jemand mit einem link angekommen, der meint ich hätte das nötig.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er sich bei dir meldet demnächst, da du ihn nervst Chaja, wobei ich das nicht beurteilen kann, nur was ich lese.
Kümmer dich halt einfach um dich selbst, dann meldet er sich vielleicht wieder.
Soltau |
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Rodney Bronze-User

Anmeldungsdatum: 17.11.2015 Beiträge: 76
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Verfasst am: 24. Apr 2016 10:01 Titel: |
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moin Chaja,
ein Akoholiker ist eine gespaltene Persönlichkeit, wie Jekyll & Hide - will sagen dass er es auf der einen Seite durchaus ernst meinen kann
- mit dem Entschluss nicht mehr zu trinken und voller Überzeugung alle Schwüre ablegen kann - aber sobald dann der ambivalente Part am Zuge ist
- wird auf dergleichen Vorhaben gesch...!
In seinen psychologischen Sitzungen wird ihm das wahrscheinlich bewusst sein, auch sein regelmäßiges Scheitern - und wenn du ihm dann
an diese Widersprüchlichkeit erinnerst - kommen Schmerz über das eigene Versagen und Wut auf sich selbst zum Vorschein.
Wie du schreibst kann er nicht moderat trinken, sondern gibt sich die Kante...?!
So war's jedenfalls bei mir, ich wollte den Vollrausch und keine halben Sachen.
Moderates Trinken konnte ich zwar mit Willenskraft auch praktizieren, aber dieses unbändige Verlangen im Inneren wollte tiefer und tiefer...
Wenn du mit ihm zusammen bleiben willst brauchst du einen langen Atem.
Dies Elend zieht sich oft über viele Jahre hin mit immer neuen Versprechen und Beteuerungen.
Wie das Sprichwort schon sagt:" Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert."
Aber um das Ganze nicht völlig schwarz zu malen: es gibt jederzeit die Möglichkeit auszusteigen.
Bei mir war's ein Sekundenbruchteil Einsicht... mitten im Saufen.
Viel Glück
Rodney |
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Chaja Anfänger
Anmeldungsdatum: 18.04.2016 Beiträge: 6
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Verfasst am: 24. Apr 2016 12:12 Titel: |
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Zitat: | Wie du schreibst kann er nicht moderat trinken, sondern gibt sich die Kante...?!
So war's jedenfalls bei mir, ich wollte den Vollrausch und keine halben Sachen. |
Ja, genau so ist es. Wenn er mehrere Wochen trocken war, folgt darauf der Vollrausch. Das war bisher immer so. Danach gibt es zwei Möglichkeiten, entweder er reduziert es direkt am nächsten Tag (1 Flasche Bier über den Tag verteilt) und hört am übernächsten sofort wieder komplett auf (diese Variante hat er bisher immer praktiziert, wenn ich da war oder er wusste, dass ein Treffen geplant ist) oder die andere Möglichkeit: er trinkt moderat weiter, also hält sich mich leicht alkoholischen Getränken wie Radler oder Colabier über Wasser, zwischendurch dann mal ein Schluck Sekt oder Wein bis zum nächsten Vollrausch.
Diese Variante habe ich nur einmal kurz nach unserem Kennenlernen erlebt, als er mir sein Problem noch nicht gebeichtet hatte und Alkohol in seiner ganzen Wohnung versteckt war. Nachdem er mir unter Tränen davon erzählt hat, hat er mir von sich aus alle Verstecke gezeigt (ich konnte es kaum glauben und stand sprachlos daneben), alles leer geräumt und daraufhin war er 3 Monate trocken, die längste Zeit, die ich bisher mit ihm zusammen erlebt habe. Bevor wir uns kannten war es auch schonmal ein halbes Jahr, aber länger noch nie. |
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