@ Dr. Praxx: Aussagekraft von Leberwerten

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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1898

BeitragVerfasst am: 26. Sep 2016 19:08    Titel: @ Dr. Praxx: Aussagekraft von Leberwerten Antworten mit Zitat

Hallo Dr. Praxx-
ich bin seit längerem schon "grüblerisch unterwegs", weil mir immer bewußter wird, dass ich jetzt seit über 20 Jahren praktisch JEDEN TAG Alkohol trinke.
(nur während der Klinik-aufenthalte wurde dieser durch einer kleine Erhöhung von Diazepam weggelassen, ohne physische Entzugssyndrome...).
Auch von dem Stoff bin ich abhängig, zur Zeit mit 7,5 mg/ Tag.
Auch in Migräne-Zeiten beschränke ich den Konsum auf 0,5 Liter Bier, ansonsten sind es aber mittlerweile 3-4 0,5 Liter Bier am Tag. Shocked
Das große Blutbild wird aber schon regelmäßig vorgenommen. Wobei es dubioser-weise so ist, dass alle Standard-Leberwerte (auch GGT) im unteren Normbereich liegen, immer.
Mein Hausarzt meint, dass okaye (gute) Leberwerte keine wirkliche Aussage über die Intaktheit des Organs machen. Bei einigen Menschen würde das System mit jungfräulichen Werten Ratz-fatz abkrachen und es gäbe keinen blut-techisch oder sonographisch nachvollziehbaren "schleichendenen Zerstörungs-prozess."...
Da der gute Mann mich aber eh nicht gut leiden kann (mittlerweile) und mich ja am liebsten "in einer Entzugsklinik" sähe, will er mir evtl auch nur Angst machen. However. Ich bin etwas irritiert. Shocked
Ich denke, ich habe ein Alkoholproblem, aber eben kein extremes.
Ich trinke nie bis zum Vollrausch, eben nur bis das "entspannte Gefühl" sich eingestellt hat, und dann wieder Wasser.
Körperliche "Entzugssyndrome" wie Zittern, Durchfall, Schwitzen, motorische Ausfälle oder so beim Weglassen oder Reduzieren kenne ich nicht. Psychisch aber sehr wohl: angespannt, ängstlich, leicht depri eben.
Ich will hier auch nix schönreden. Das ich ein Substanzproblem habe, ist mir durchaus klar.
Nur eine kurze Meinung von einem Mediziner bzgl Leberwerte und deren Rückschluss auf das Organ - wäre hilfreich. Damit ich weiß, ob ich evtl in fünf Jahren schon tot bin oder nicht...
Danke.
@alle anderen: blöde Kommentare unerwünscht! Idea
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Praxx
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3032

BeitragVerfasst am: 26. Sep 2016 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Halllo Schattengewächs,
insofern hat dein Arzt schon recht: Die Leber macht Alkoholkonsum recht lange schadlos mit, um sich dann irgendwann recht plötzlich zu strecken.
Deine Trinkmenge bewegte sich lange im gesundheitsschädlichen Bereich.
Möglicherweise würde man bei der Sonografie eine Fettleber sehen können.
Leider ist Akohol nicht nur leberschädigend, sondern insgesamt recht giftig für alle Organe und besonders das Nervensystem.
Auch wenn deine Leber (noch) keine Probleme macht, kannst du schon Nervenprobleme bekommen - zeigt sich an einem Wert namens "MCV". Der beschreibt die Größe der roten Blutkörperchen. Die steigt an, wenn Vitamin B12 und/oder Folsäure fehlen, bei Alkoholkonsumenten sehr häufig.
Außerdem ist Alkohol gesichert krebserregend und begünstigt alle möglichen Krebsarten: Brustkrebs der Frau, Blasen-/Nierenkrebs, Darmkrebs, Mundbodenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs - jeder 10. Krebsfall würde ohne Alkohol nicht eintreten...
Im Moment ist dein Alkoholkonsum grenzwertig, mit zwei Tagen "ohne" pro Woche wärst du auf der sicheren Seite.
Solang du genug Diazepam einnimmst, wirst du auch keinen Alkoholentzug bemerken - in der Klinik wird Alkoholentzug mit Diazepam behandelt!

Ohne Diazepam müsstest du wahrscheinlich deutlich mehr trinken, um dich wohl zu fühlen.

Ob du mit deinem Leben zwischen Diazepam und Alkohol zufrieden bist, ist allein deine Sache - ich wäre es eher nicht

LG

Praxx
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1898

BeitragVerfasst am: 26. Sep 2016 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, Dr. Praxx, für die Antwort.
Also sonographisch war alles "unauffällig", MCV leicht unter dem angezeigten "Norm-bereich".
Und darm-endoskopisch konnte auch nix festgestellt werden, noch mammo-graphisch... k.A. Nur die Magenspiegelung ergab Reflux und leichte Gastritis, weshalb ich Pantoprazol nehme.
Verdauungsprobl. hab ich nicht.
Evlt bin ich auch ein "genetisch konstitutionell robust augestattetes Menschenkind" mit "survivor-Genen"- psychische und biographische Querelen hin und her.
Schön find ich mein Leben auch nicht, aber das war nicht die Frage.

Ich finds einfach nur krass, dass Frauen nur 0,3 Liter Bier am Tag und Männer 0,5 am Tag trinken dürfen, um sich nicht zu "vergiften"- bei der Mengen kann man s ja wohl gleich weglassen. Null Rausch.

Spirit und Soul und deren Intaktheit sind ja auch noch Komponenten im Gesamtgefüge, das sich Mensch nennt.
Liebe Grüße- Thanx!
Schattengewächs (leicht hypochondrisch und nachdenklich, gerade)...
Idea
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Björn82
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Anmeldungsdatum: 20.08.2016
Beiträge: 98

BeitragVerfasst am: 26. Sep 2016 23:40    Titel: Antworten mit Zitat

kann dich nachempfinden. trinke nun seit circa 20 jahren mindestens n bisschen mehr als deine menge (auch in 0,5 er bier dosen) und hab schon seit 5 jahren immer wieder panik wenn es um n großes blutbild geht, aber immer alles im normalen bereich gewesen. aber so wie die leber halt ein sehr erholungsfähiges organ ist (ich glaub die wächst sogar nach wenn man ne hälfte spendet), so schnell kanns ich leider wohl auch schlechter gehen.

das blöde bei der geschichte ist, dass dieser "psychologische" warneffekt irgendwie komplett flöten geht, wo man sich bspw. sagt "ui... miese leberwerte... jetzt muss ich aber mal kürzer treten oder noch besser aufhören"...
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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3917

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 02:49    Titel: Antworten mit Zitat

schattengewächs hat Folgendes geschrieben:

Evlt bin ich auch ein "genetisch konstitutionell robust augestattetes Menschenkind" mit "survivor-Genen"-
Wohl eher nicht, wenn es sowas überhaupt geben sollte?! Da spielt einem der Wunsch und die für sich selbst gefundene Erklärung zu trinken, einen bösen Streich!
Insgesamt ist das u.a. beim Alkohol meist die Geschichte vom steten Tropfen, und irgendwann ist der Stein durch.

Zitat:

Ich finds einfach nur krass, dass Frauen nur 0,3 Liter Bier am Tag und Männer 0,5 am Tag trinken dürfen, um sich nicht zu "vergiften"- bei der Mengen kann man s ja wohl gleich weglassen. Null Rausch.


naja, Männer sind ja auch die Herren der Schöpfung und verdienen von daher schon etwas mehr
Cool...,aber wenn ich heute, bei wiederhergestellten, guter Konstitution, einen 0.5 l Bier trinke, bin ich tats. berauscht...empfinde das allerdings heute als sehr unangenehm.

Zitat:

Spirit und Soul


...ja wichtig, aber im Zusammenhang mit denen im Körper stattfindenden physiologischen Mechanismen, nicht so entscheidend, wie man es sich wünschen würde.

Du solltest dich selbst etwas wichtiger nehmen und anfangen dein Leben wieder lebenswerter zu gestalten...leicht geschrieben, schwer umzusetzen, aber machbar!

LG N
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surreal
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 07:33    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich mich richtig erinnere, bekommt "nur" so 1/3 der jahrelangen Alkoholiker einen ernsten Leberschaden (eine Fettleber haben aber die meisten). Man kann da also durchaus auch Glück haben und davon verschont bleiben. Aber, wie Praxx schon geschrieben hat, Alkohol schädigt ja nicht nur die Leber, sondern eigentlich alle Organe, vor allem die Nerven und das Gehirn. Und 33% sind ja nun auch nicht so wenig.
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perl
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Anmeldungsdatum: 10.07.2016
Beiträge: 1100

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 09:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Auch wenn das jetzt ein bißchen o.T. ist: Wird hier doch auch wieder die Doppelmoral deutlich: Warum werden auf Bierflaschen etc. nicht auch sog. "Ekelbilder" abgedruckt?

Ich weiß, es ist eine alte Diskussion, aber bei den Risiken, die praxx aufgezählt hat, wäre das ja nun mal mehr als angezeigt.

Wird halt zuviel Kohle damit gemacht, nicht wahr?!
Gruß perl
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Seppel 4
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Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 1480

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, ich las gerade ' Spirit und Soul '. Was dabei fehlt ist der ' Body '.

Denn Soul ( Seele, unsichtbar, Dein tiefstes Inneres ) und Spirit ( Geist, hat

direkte Verbindung zur Seele UND zum Körper ( Body ).

Der Körper ist das ausführende Organ und der Geist ist quasi der Übermittler

der Seele, wenn sich der Mensch darauf einlässt.

Die Seele ( Soul ) ist leise und kann nix befehlen oder mit Macht durchsetzen.

Die Seele muss man bei sich selbst entdecken und bei diesem Prozess entdeckt

man, falls erfolgreich, angeblich Gott, der uns nach seinem Ebenbilde gemacht

hat.

Doch wir können uns auch selbst sabotieren, wenn wir wollen, denn wir haben

dazu die Freiheit alles Gute für uns oder alles Schlechte für uns bekommen.

Jeder ist seines Glückes Schmied oder auch die Anzahl der Helferzellen oder

wie hoch GammaGT ist und wie ansehnlich die Fettschürze und und und...


Normalerweise wäre ich tot wie mein Bruder, doch obwohl ich viel exessiver

alles gemacht habe, hatte ich ( Gott sei Dank Wink ) immer ein paar Schutz-

engel.

Vielleicht hast Du, Schattengewächs auch ein paar Engel, die Dir helfen. Ich

jedenfall glaube an Engel und Wunder; auf jeden Fall!

Liebe Grüsse von

Sepp
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1898

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

uiuiui... da haben ja doch noch einige was geschrieben. Interessant.

Wollte nur wirklich eine rein medizinisch korrekte Auskunft.
Und die hat Praxx ja gemacht.

Bei aller Dramatik des ganzen ist ja nicht zu vergessen, dass die Leber eins der "regenerations-freudigsten Organe" ist - Confused
(oder ist das ne Falschaussage- @Praxx?- kam mir eben noch nachträglich in den Sinn)-
Also theoretisch könnte ich auch, wenn ich wollte, die Kurve kriegen, weil die Leber (wenn noch nicht tiefgreifend geschädigt) ein "gnädiges Organ" ist, dass, beim Weglassen des chronisch toxischen Inputs wieder gesunde Zellen ausbildet und die kranken "ersetzt"-
Anders als die Lunge, z.B. - da bleibt kaputt, was kaputt gemacht wurde durch das Rauchen, ... Idea
(aber ganz ehrlich, die Ätz-Bilder auf den Tabakbeuteln überkleb ich direkt- ich empfinde das als "übergriffig"- wir sind doch alle "aufgeklärt"...

Und naja, dieser Aspekt, dass wir eben aus Spirit, Soul & Body bestehen, die in Interaktion treten und sich gegenseitig beeinflussen, den hab ich ja nur mal so reingestreut, damit es nicht zu "funktional /mechanistisch" gesehen wird,- also das Entstehen von Krankheiten (erkennbar oder "noch versteckt")...
Ich bin, zugegebenermaßen, nicht so spirituell unterwegs wie der liebe Sepp, aber es ist dennoch etwas Wahrheit dabei: also jetzt nur Meditieren und "Heilströme" durch den Körper schicken, wird jetzt Krebs oder sonstige manifeste Erkrankungen nicht ausmerzen.
Aber bei der Krankheitsentstehung ist der psychische Aspekt echt eine nicht zu vernachlässigende Komponente!
Ich hab da auch so meine eigenen Beobachtungen gemacht, was Menschen betrifft, die leider Gottes an Krebs erkranken- es gibt für mich eindeutige "Persönlichkeits-strukturen/mängel"... aber ich geh hier nicht ins Detail, weil es zu sehr o.t. geht.

Stress ist ja auch krebserregend, - und wenn ich mit etwas Bier "weniger gestresst und chillig drauf" bin, ist das wieder ein plus und antikarzinogen! Aber okay, - das ist jetzt wieder so ne typische "Junky-Ausrede"- pardon.
Panne, echt. Ich such immer nach Ausreden.

Liebe Grüße in die Runde!
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Schlaumeier
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 1554

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

Es soll Menschen geben, die reden / schreiben um des Redens / Schreiben willen.
Shocked
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Praxx
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3032

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Alkohol ist langfristig gesehen sicher die giftigste unserer verfügbaren Drogen.

Bei 200 vorzeitigen Todesfällen pro Tag! durch den "ganz normalen" Alkoholkonsum ("Totsaufen" tun sich davon "nur" 44 am Tag) fragt man sich tatsächlich, warum um Tabak so ein Buhei gemacht wird, aber sich die "Shoppingqueens" schon im Nachmittagsprogramm mit Prosecco vor zigtausend pubertierenden Teenagern "in Stimmung" trinken dürfen!

Natürlich gehören Warnhinweise auf Bier & Co - "Gift für Schwangere", "gesichert krebserregend", "Alkohol tötet", "Alkohol macht impotent", "Alkohol macht gewalttätig", "Alkohol verursacht Psychosen", "Alkohol macht fett", "Alkohol verursacht Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt"...

Bei THC wird ein Riesenhype um Psychosen gemacht - pro Jahr gibt es in D ca. 850 "Psychosen durch Cannabinoide"(einschließlich "Legal Highs"), aber 85.000 Alkoholdelire (=organische Psychosen)...

Aus medizinischer Sicht sollte jemand, der sich berauschen will, die Finger von diesem gefährlichen Dreckszeug lassen...

LG

Praxx
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schattengewächs
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1898

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

puh, Praxx, das sind echt mal wieder "harte Fakten" von dir.

Ich lasse das mal so "un-beschönigt" stehen. Idea

Mögen Leutz, die Opiat-probleme haben (weil sie nur opiat-affin sind und keine Gamma-rezeptoren-Probleme wg. nicht adäquat behandelter Traumata haben) sich aufregen!
Recht hast du!
Ich sehe es einfach u.a. genau so meinem Freundeskreis.
Ich sehe, was exzessiver Alk-konsum anrichtet.
Wenn noch Kinder im Spiel sind, ist das Drama komplett.
Und die Betroffenen kriegen es noch nicht mal mit. Rolling Eyes

Aber okay, ich bin ja selbst nicht clean und halt mal lieber die Klappe.
Labern kann ich gut, die "Umsetzung" ist sau-schwer.
Liebe Grüße!
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schätze, der lasche Umgang mit Alkohol hat neben der "Tradition" und der Tatsache, dass es ein Riesengeschäft ist, auch damit zu tun, dass man alkoholische Getränken tatsächlich auch ohne die Absicht, sich zu berauschen, trinken kann. Ein Glas Wein kann auch wirklich bloß gut schmecken, ein Bier ist auch mal einfach nur erfrischend. Das ist zwar auch kein wirkliches Argument, aber ich könnte nachvollziehen, warum jemand den Alkohol vor diesem Hintergrund anders als andere Rauschmittel betrachtet.
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Schneemann
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 06.01.2016
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

Daran glaub ich auch nicht mehr, surreal!
Hab bis vor einiger Zeit auch noch gerne meine Bierchen am Wochenende getrunken. Mein Kollege, mit dem ich öfters mal auf Touren war, muss jetzt ne mpu wegen Alkohol machen. Hab deshalb nicht nur meinen Konsum überdacht, sondern auch erstmal aus Solidarität aufgehört, mit ihm zu trinken. wollte das eigentlich gar nicht so lange durchziehen, aber mittlerweile lebe ich gern abstinent, finde aber wirklich soliden Alkkomsum absolut vertretbar.
Nach längerer Pause bemerke ich wirklich, wie mich schon allein der Geruch stört. Absolut null Bedürfnis mehr, an den Wochenenden zu trinken.
Halte deine These eher für eine allgemeine Floskel. Wird uns immer eingetrichtet, dass es kultiviert ist, ein Gläschen Wein am Abend zu trinken, oder ein erfrischendes Bier bei der Hitze zu sich zu nehmen.
Mittlerweile denke ich, dass es so nicht stimmt. Wem von euch hat denn der erste Kontakt mit Alkohol wirklich gut gefallen? Fandet ihr den Geschmack anfangs nicht auch fies oder euch wurde übel? Ich zumindest ( und da bin ich weitaus nicht die Ausnahme) fand das Zeug abstoßend! Ich vergleiche das immer mit meiner ersten Zigarette! Die war auch richtig ecklig und dennoch hab ich weiter geraucht. Der Körper reagiert immer erst abstoßend auf jegliche Art von Gift.
Ich hab selbst lange genug getrunken und hab sicher nichts dagegen, wie oben schon beschrieben, aber das Argument Geschmack zieht bei mir nicht!
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 27. Sep 2016 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Also, ich habe schon einige Weine getrunken, die wirklich gut geschmeckt haben. Und ich habe auch, wenn ich etwa ein Glas Wein zum Essen trinke, nie das Bedürfnis, damit weiterzumachen, um betrunken zu werden.
Und ein kühles Weißbier ist m.E. wirklich die angenehmste Erfrischung, wenn es heiß ist. Und auch da habe ich in der Regel kein Interesse bis zum rausch weiter zu trinken. Im Gegenteil, das wirkt dann ja nicht mehr erfrischend.

Grundsätzlich halte ich dieses "Argument" dafür, warum Alkohol unter den Rauschmitteln einen Sonderstatus haben sollte, aber natürlich auch für unsinnig. Tatsächlich ist er einfach eine Droge, dazu noch eine besonders gefährliche, da gibt es nichts dran zu rütteln. Dass ein alk. Getränk aber auch vorrangig als Getränk wahrgenommen werden kann, steht für mich aber auch fest, und ich denke, dass einige vielleicht dadurch auf diese besondere Einschätzung kommen könnten.
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