Mama mit alkoholproblem

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tears-mami
Anfänger


Anmeldungsdatum: 17.10.2016
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 17. Okt 2016 20:39    Titel: Mama mit alkoholproblem Antworten mit Zitat

Ich bin 27 Jahre alt und habe 3 Kinder
Diese sind noch sehr klein, somit ist die Erziehung mit viel Stress verbunden. Ich habe zwei meiner Kinder mit in meine jetzige Beziehung (bald ehe) gebracht. Mein jetziger Partner hat die beiden liebevoll angenommen und macht keine Unterschiede zu seiner leiblichen Tochter. Er arbeitet viel und will nicht, dass es uns an irgendwas fehlt. Ich habe ein sehr schlechtes gewissen aber ich bin meiner Aufgabe regelrecht überfordert. Ich empfinde das alltägliche Management der Familie als sehr anstrengend. Seid einiger zeit trinke ich abends Bier oder Sekt um abschalten zu können. Leider empfinde ich diesen Konsum als besorgniserregend. Ich habe angst mit den kleinen alleine zu sein. Ich fühle mich wie eine versagerin. Kaum eine Nacht in der ich durchschlafe ( meine jüngste ist knapp 15 Monate alt ) jeder Tag ist eine neue Herausforderung, vor der ich wirklich den größten Respekt hAbe. Ich halte mich selbst für inlabil. Auch wenn es meinen Kindern an nichts fehlt habe ich doch immer den drang meine sorgen "wegzutrinken"...ich fühle mich als MenSchöne nicht erfüllt und das tut weh weil ich meine kleinen doch unendlich liebe und ohne sie nicht leben könnte. Was zum Teufel stimmt mit mir nicht ?
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mimii
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 04.09.2016
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 18. Okt 2016 05:32    Titel: Antworten mit Zitat

willkommen tränenmamma,
natürlich bist du überlastet mit 3 kleinen kindern.
hab momentan nicht viel nerven, um besonders nett zu sein.
mir fällt nur knapp ein, dass du dir eine Babysitterin oder eine Leihomi
besorgen könntest, statt irgendwelche flaschen nebenbei, zur Entlastung.

einfach hilfe suchen und annehmen. vielleicht hast ja sogar eine wirkliche Oma irgendwo oder eine Kinderkrippe, damit du dich mal zwischendurch erholen kannst( ohne alk) einfach nur ausschlafen z.b. oder dich selber wieder fühlen
kurz.
immer nur geben geht nicht und macht leer. dein Mann scheint ja auch nicht viel zeit zu haben und nur ans Brötchen ranschaffen zu denken. mit 2 kindern die nur von dir mitgebracht sind, willst du ihm sicher nicht zur last fallen und vieles eben alleine machen, obwohl es deine kraft übersteigt.

such dir hilfe für die kinder und den haushalt.
schon alleine mal in ruhe einkaufen gehen, stell ich mir in deinem fall, wie Erholung vor. du hast eben nicht 3 Hände, sondern nur 2.

alk hilft auf dauer schon gar nicht. wirst nur ärgerlich und unausgeglichen davon mit der zeit. dann beginnst du noch, mit den kindern, unkontrolliert herumzuschreien oder was immer. bleib ein gutes vorbild !

kauft den kindern, statt viel Spielzeug und gewand, lieber eine aktive hilfe zum mitspielen, mit viel phantasie und weniger Plastik. mit Malstiften oder kretmasse,
kann man stundenlang , mit den kleinen dahinwerken.
danach gleicht ins putzen und Ordnung machen miteinbeziehn.
die lernen sowieso als kleine sehr viel fürs leben oder lernen uns was dabei.
dann müssen die ja auch untereinander klar kommen.
echt fulltime Job. täglich so tag und nacht, auch noch dazu.
wie jung sind denn deine 2 ?

alles gute und trau dem alk nicht zu sehr. der ist ein gaukler.
ein kleines Bier oder ein glas wein, mehr ist nicht empfehlenswert
und das nicht jeden abend.
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Lillian
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 22.05.2013
Beiträge: 3805

BeitragVerfasst am: 18. Okt 2016 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich verstehe das gut. Bewundere eh Frauen wie Dich, die den ganzen Tag mit kleinen Kindern zu Hause sind und dann noch den Haushalt schaffen.

Aber Du hast einen Mann, kann er nicht mal am We sich um die Kleinen kümmern, so das Du mal richtig gut und lange schlafen kannst?
Du brauchst Kraft und Erholung und wie mimi schon sagte, Alk ist sehr trügerisch und Du gewöhnst Dich ruck zuck daran und wirst mehr und mehr brauchen um die Wirkung zu erzielen.

Ansonsten ist die Idee mit einer Nanny doch auch nicht schlecht. Muss ja nicht jeden Tag sein. Aber so 2 mal die Woche wäre doch ne Option.
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Marle
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1130

BeitragVerfasst am: 18. Okt 2016 13:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo tears-mami,

das Gute zuerst: Du hast selbst bemerkt, dass etwas bei Dir nicht stimmt, dass Du Alkohol als Problemlöser einsetzt, und Du willst etwas dagegen tun.

Das ist schon mal ein guter Anfang. Viele, genauer, die meisten, machen sich erst Gedanken, wenn sie bereits völlig abhängig sind.

Die vielleicht weniger erfreuliche Nachricht: Du wirst es wohl kaum ganz alleine aus Deinem Dilemma heraus schaffen.

Alkoholismus ist eine Abhängigkeitserkrankung mit vielen Gesichter und Geschichten, die sich dahinter verbergen.
Bei Dir scheint vordergründig der Auslöser das schlechte Gewissen und Deine von Dir wahrgenommene Überforderung zu sein.
Deinen Zeilen nach setzt Du Dich selbst in den an Dich gerichteten Erwartungen unter Druck und hast ggf. ein sehr rigides Selbstbild, das Du in der Realität nicht erfüllen kannst. Die Konsequenz ist, dass Du zumindest zeitweise die Flucht ergreifst - mittels Alkohol. Dann wird vieles weicher und leichter zu ertragen.

Das Beste wäre, Du wendest Dich an eine Suchtberatungsstelle für Alkoholiker, wie z. B. die Suchtberatungsstelle für Alkoholiker der Caritas.
Schämen brauchst Du Dich deswegen auf keinen Fall. Es gibt nach neuesten Daten min. 4,5 Millionen Alkoholabhängige allein in Deutschland.
Der sogenannte "Hausfrauen-Alkoholismus" ist dabei weit verbreitet.
Wenn Du jetzt etwas gegen Deine Suchtveranlagung unternimmst, hast Du beste Chancen mit Dir, Deinem Leben, Deinen Verantwortlichkeiten und dem Alkohol klar zu kommen.
Wenn Du abwartest, weil Du, auch gegenüber Deinem Mann, wegen diesem, von Dir so (falsch) gefühlten Versagens Dich neuerlich noch mehr mit schlechtem Gewissen belastest, wird die Sucht mit hoher Wahrscheinlichkeit ihren Lauf nehmen.
Am Ende steht dann in aller Regel Dein Totalzusammenbruch, gravierende und einschneidende Belastungen, und für die meisten Familien eine Katastrophe.

Good luck und den Mut, etwas zu tun, bevor es zu spät ist.

Gibt einen Spruch unter Alkoholiker: Es ist keine Schande ein Alkoholiker zu sein, aber es ist eine Schande, nichts dagegen zu tun.

LG
Marle
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Kirschblüte
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 05.08.2016
Beiträge: 138

BeitragVerfasst am: 18. Okt 2016 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tears-Mami!

Herzlich willkommen hier im Forum!

Marle hat es in so gute Worte gepackt was ich Dir auch raten würde. Solange Du nicht stark abhängig bist, kannst Du Dein Problem viel besser lösen. Besser jetzt etwas dagegen tun (Alkohol und Überforderung) als es eskalieren zu lassen.

Alkohol ertränkt keine Probleme - sie können schwimmen.

Sprich mit Deinem Mann - findet gemeinsam eine Lösung.

Lieben Gruß
Kirschblüte
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soulfly
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 29.09.2016
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 18. Okt 2016 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

hallo tears-mami





Kirschblüte schrieb

Zitat:
Sprich mit Deinem Mann - findet gemeinsam eine Lösung.



genau,so seh ich das auch!



Lg soulfly Very Happy
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honeygirl
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 07.08.2016
Beiträge: 1267

BeitragVerfasst am: 18. Okt 2016 18:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tears- mami Wink

willkommen auch von mir.

Ja - besser als Marle hätte ich es auch nicht schreiben können!

Wie viel trinkst denn so - bleibt es wirklich immer bei einem Glas?
Tust es heimlich oder wenn die Kids schon schlafen?

Das Problem ist , dass du beim Alk auch eine Toleranz entwickelst, wenn du regelmäßig trinkst.

D.h. irgendwann ist dein Körper an das eine Glas schon so gewöhnt, dass er dann mal 2 Gläser braucht, damit du denselben Effekt erzielst!
Irgendwann dann 3 Gläser und so rutscht man in den Teufelskreis!

Tu es deinen Kindern zu Liebe und lasse dir JETZT helfen und nicht, wenn es schon zu spät ist.

Lg, Honey!
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