Mein Mann trinkt..

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Rotkäppchen
Anfänger


Anmeldungsdatum: 06.11.2016
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2016 10:45    Titel: Mein Mann trinkt.. Antworten mit Zitat

Es gibt keinen Tag ohne dass mein Mann 73J Alkohol trinkt. Es wird immer mehr und immer schlimmer!
Wenn ich ihn auf seinen Alkoholkonsum anspreche bekomme ich zur Antwort:
Ja und?...ich bin halt Alkoholiker... andere trinken noch mehr als ich Rolling Eyes
dies ist dann für ihn Anlaß genug um noch mehr als sonst in sich hineinzuschütten.
Auch habe ich schon öfters bemerkt dass er seine leeren Flaschen versteckt.
Belastend an dieser Geschichte sind auch seine zunehmenden
Agressionen, eine normale Unterhaltung ist schon seit längerem nicht mehr möglich.Egal was man sagt, er fühlt sich sofort persönlich angegriffen und fängt zu streiten an. Ich kann keine Freunde mehr zu uns einladen oder kann auch nirgens mehr mit ihm hingehen weil er, wenn er seinen Alkoholpegel erreicht hat meist Streit sucht und sich sehr agressiv verhält.
Auch am anderen Tag gibt es kein Wort der Entschuldigung oder der Reue
Ich habe ihm schon des öfteren gesagt dass für mich diese Ehe beendet ist und er doch bitte ausziehen möchte ( die Wohnung gehört mir ), aber er denkt nicht im entferntesten daran zu gehen. Was ich sage oder wünsche interessiert ihn nicht im geringsten...er tut das was er will Evil or Very Mad
Ich bin inzwischen am Rande einer Depression angelangt, habe keinen Lebensmut und auch keine Kraft mehr dieses Leben in so einer Form weiter zu ertragen
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Kirschblüte
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 05.08.2016
Beiträge: 138

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2016 12:38    Titel: Re: Mein Mann trinkt.. Antworten mit Zitat

Hallo Rotkäppchen!

Herzlich willkommen hier im Forum!

Rotkäppchen hat Folgendes geschrieben:

Ich habe ihm schon des öfteren gesagt dass für mich diese Ehe beendet ist und er doch bitte ausziehen möchte ( die Wohnung gehört mir ),


Sagst Du ihm das auch so freundlich? Bist Du vielleicht viel zu nett? Zieh Konsequenzen aus Deinen Ankündigungen, sonst nimmt er Dich weiter nicht ernst.

Hast Du Hilfe von Freunden, Verwandtschaft die Dir helfen können ihn an die frische Luft zu setzten? Im schlimmsten Fall hilft es nur ihn rauszuklagen, bzw. die Wohnung zu verkaufen.

Er hat sich für den Alkohol entschieden - hast Du Dich mit dem Thema CO-Abhängigkeit beschäftigt? Es gibt auch reale Gruppen für Angehörige, einigen hilft das sehr.

Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit!

LG
Kirschblüte
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Marle
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1212

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2016 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rotkäppchen,

hast Du Dich eventuell verschrieben mit „Mein Mann, 73 Jahre“?
Warum ich das frage?
Aus leidvoller Erfahrung weiß ich, dass ein Umdenken, sprich, die Alkoholsucht zum Stillstand zu bringen, oft nur möglich ist, wenn schlimmste Konsequenzen drohen.
Man spricht dann auch vom „Leidensdruck“, den ein Alkoholiker erst erfahren muss, damit es ihm möglich ist Hilfe anzunehmen.
Mit 73 ist das so eine Sache mit den drohenden Konsequenzen.
So, wie Du die Situation beschreibst, ist sie auf jeden Fall für Dich nicht mehr tragbar.

Ich möchte deswegen auch gar nicht darauf eingehen, wie Du Deinem Mann helfen könntest, weil um ihm überhaupt helfen zu können, muss erst einmal die Einsicht bei ihm vorhanden sein. Was ja nicht der Fall ist.

Ich sehe es so, dass Du Dir Hilfe organisieren musst!
Dazu sind meines Erachtens auch sehr durchsetzungsfähige Maßnahmen nötig.
Die Wohnung gehört nachgewiesenermaßen Dir.
Allerdings hat Dein Mann ein sogenanntes Wohnrecht.
Da Du aber auch schreibst, dass auch Aggressionen Dir gegenüber im Spiel sind, dann ist sicher abzuklären, wie weit diese gehen. Also ob er unter Umständen auch gewalttägig wird.
(Weil dann wäre es unter Hinzurufen der Polizei sehr einfach, ihn zumindest vorübergehend aus der Wohnung zu weisen.)
Empfehlen würde ich Dir auf jeden Fall zunächst einmal eine Beratungsstelle für Angehörige von Suchtkranken aufzusuchen. Diese sind praktisch überall zu finden.
(Z.B. bei der Cariatas, oder auch bei der Diakonie. Da musst Du mal im Internet mit Deinem Wohnort ein wenig suchen.)
Vielleicht ist es ja auch eine Möglichkeit, Dich an Deine Freunde, Verwandte etc. zu wenden, die Dich in der Situation unterstützen.
Und, wenn es gar nicht anders geht, müsstest Du einen Anwalt einschalten.

Gruß
Marle
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Rotkäppchen
Anfänger


Anmeldungsdatum: 06.11.2016
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2016 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kirschblüte,ich habe ihm mehrere Male in aller Härte aus der Wohnung gewiesen...das interessiert ihn aber nicht im geringsten, er denkt nicht im entferntesten daran zu gehen, geschweige dann mich ernst zu nehmen!
Ich wage auch nicht Familienangehörige oder Freunde bitten mir zu helfen.
Das gäbe ein Riesenkatastrophe! Davor habe ich viel zu viel Angst.

Du hast schon recht, ich glaube dass ich eine gewisse CO Abhängigkeit habe...
aber was soll ich tun? Es hilft nicht wenn ich eine Beratungsstelle aufsuche und er keinen Entzug machen will...sieht er gar nicht ein!
Wenn er erfahren würde, dass ich zu einer Beratung gehen würde, möchte ich nicht wissen was mich zu Hause erwartet.

Ich bin leider schon soweit , dass ich keinen Mut und keine Kraft mehr zum kämpfen .
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Rotkäppchen
Anfänger


Anmeldungsdatum: 06.11.2016
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2016 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marle, nein ich habe mich nicht verschrieben, er ist 73 Jahre alt und ich bin 63 .
Zum Alkohol kommen die Agression und der Altersstarrsinn dazu
Gewalttätig ist er bis jetzt noch nicht geworden, aber ich habe trotzdem Angst dass es irgendwann mal passiert.
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Praxx
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3048

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2016 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rotkäppchen,

du musst zunächst mal akzeptieren, dass dein Mann allein entscheidet, ob, wann und wieviel er trinkt. Du kannst da gar nichts daran ändern, das kann er nur alleine für sich. Und ER will nichts ändern daran...

Er sagt wahrscheinlich: Na und? Wenn ich dran sterbe, sterbe ich halt daran, ich bin alt genug, lass mich in Ruhe... Hör auf, an mir herumzunörgeln, früher hat es dich doch auch nicht gestört. Ich habe mich lange genug von dir gängeln lassen, für die paar Jahre, die ich noch habe, lohnt sich das Aufhören ohnehin nicht mehr, außerdem fühle ich mich betrunken viel besser als nüchtern...

Was du tun kannst? Die Konsequenzen ziehen! Geh zum Anwalt, und lass dich beraten. Du kannst die Scheidung beantragen und dir die Wohnung zur alleinigen Nutzung zuweisen lassen - wenn er tätlich und beleidgend wird, kannst du ihm eine Frist setzen und ihn zum Auszug zwingen. Das Trennungsjahr mit einem Alkoholkranken in der Ehewohnung zu verbringen, ist unzumutbar - egal, ob dir die Wohnung gehört oder nicht.
Wenn er tätlich wird - sofort die Polizei rufen und ihn nach dem Gewaltschutzgesetz aus der Wohnung weisen, dann darf er zwei Wochen lang nicht zurück. In dieser Zeit könntest du die ganzen notwendigen Schritte einleiten.
Hoffe nicht darauf, dass du ihm das Trinken schon noch austreiben kannst. Er ist nämlich gern Alkoholiker, weil er die Schattenseiten noch nicht mitbekommen hast. "Aus welchem Grund soll ich denn aufhören? Ich lebe ohnehin nicht mehr lang, und mit Alkohl macht es wengstens noch ein bißchen Spass!"
Wenn du so weitermachst, machst du nur dich kaputt - ihm bist du sowieso egal. Es ist kein Versagen als Ehefrau, wenn der Mann trinkt, du bist nicht schuld an dem, was er tut oder lässt. Du bist nur schuld daran, dass du weiter leidest, wenn du es weiterhin zulässt, wie er mit dir ungeht. Wie er mit sich ungeht, ist seine Sache...

LG

Praxx
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Kirschblüte
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 05.08.2016
Beiträge: 138

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2016 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Rotkäppchen hat Folgendes geschrieben:
Hallo Kirschblüte,ich habe ihm mehrere Male in aller Härte aus der Wohnung gewiesen...das interessiert ihn aber nicht im geringsten, er denkt nicht im entferntesten daran zu gehen, geschweige dann mich ernst zu nehmen!
Ich wage auch nicht Familienangehörige oder Freunde bitten mir zu helfen.
Das gäbe ein Riesenkatastrophe! Davor habe ich viel zu viel Angst.

Du hast schon recht, ich glaube dass ich eine gewisse CO Abhängigkeit habe...
aber was soll ich tun? Es hilft nicht wenn ich eine Beratungsstelle aufsuche und er keinen Entzug machen will...sieht er gar nicht ein!
Wenn er erfahren würde, dass ich zu einer Beratung gehen würde, möchte ich nicht wissen was mich zu Hause erwartet.

Ich bin leider schon soweit , dass ich keinen Mut und keine Kraft mehr zum kämpfen .


Die Kraft und den Mut zum weiterkämpfen kannst Du Dir durch Hilfe von außen holen. Die Gruppen und die Suchtberatungsstellen sind nicht nur für die da die konsumieren sondern helfen eben auch den Angehörigen. Es tut gut, sich mit anderen auszutauschen die in ähnlichen Situationen waren/sind.

Warum kannst Du Deine Familie und Freunde nicht um Hilfe bitten? Die wissen doch lange schon was mit Deinem Mann los ist. Das lässt sich nur eine gewisse Zeit verheimlichen, Du brauchst da keine Scham zu haben, da wird sich auch zeigen wer ein wahrer Freund ist.

Für ihn ist der Zug abgefahren, er hat sich entschieden - jetzt musst Du für Dich sorgen. Du willst doch Dein restliches Leben noch Freude haben, oder? Mit ihm in dieser Situation an Deiner Seite ist das unmöglich.

Ich weiß es ist schwer mit einem aggressiven, ständig betrunkenen Menschen umzugehen.

Such Dir Stellen aus dem Internet raus (Beratungsstellen, Anwalt) und geh hin. Ihm kannst Du erzählen was Du willst, z. B. Du warst einkaufen, beim Arzt, usw. Du musst nur Hilfe annehmen, tu das für Dich!

Schreib Dir auch weiter vom Herzen was Dich bedrückt!

LG
Kirschblüte
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Seppel 4
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 1481

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2016 18:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rotkäppchen, man Du bist genau wie meine Frau mit 63 noch ein ' junger

Hüpfer ' und solltest Dir die Reife und Ruhe des Alters nicht durch so eine

sehr aufreibende Krankheit kaputt machen lassen.

Und das hat nix mit Herzlosigkeit zu tun. Der einzige, der bei Euch herzlos ist,

das ist Dein trinkender Mann, doch: das gehört weitestgehend mit zum Krank-

heitsbild, besonders der älteren Jahrgänge.

Ich habe kurze Zeit im Hospiz gearbeitet und meine Frau 25 J im Alters- und De-

menzheim. So hart es klingen mag:

Denk an Dich und handle für Dich. Du kannst ihm nur indirekt helfen, indem Du

Dich von ihm trennst.

So hätte er vllcht. eine Chance, durch Dich zu lernen, dass man sich von ALLEM,

was einem nicht gut tut, trennen kann als Mensch.

Sollte die Alkoholsucht mit der Angst vor dem Tod einhergehen, so ist es ganz

schwer für die Menschen, die ihm helfen ( professionell ) wollen.

Und Du bist viel zu jung, um Dich an ihm hoffnungslos zu verausgaben.

Er braucht professionelle Hilfe und Du einen sicheren Ort für Dein Leben.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Mut, um Deinen Weg für Dich zu gehen.



Kirschblüte hat es eigentlich schon alles formuliert. Ruf heimlich jemanden von

der Suchthilfe, vom Blauen Kreuz oder wenn Du Angst vor Schläge hast, die

Polizei an, damit die wenigstens wissen, was bei Dir gerade los ist. Bedenke:

Wenn Du nicht für Dich einstehst, tut's niemand. Und das wäre so schade, weil

er ja auch Hilfe braucht; genau, wie Du!

Sepp
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Seppel 4
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 1481

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2016 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Nachtrag:

Sobald Dein Mann Dich schlägt oder Dir anderswie sichtbar weh tut, bekommt er

Hausverbot. Das fängt, so glaube ich mit 10 Tage an. Doch so genau kenn ich

mich nicht aus. In der Zeit kannst Du dann alles regeln. Ich weiss, dass es

keine besonders erwärmenden Aussichten sind, doch für Dein Mann ist das kein

Spiel.

Sepp
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Kirschblüte
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 05.08.2016
Beiträge: 138

BeitragVerfasst am: 8. Nov 2016 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rotkäppchen!

Wie geht es Dir?

LG
Kirschblüte
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