Wie schnell rutscht man in die Abhängigkeit?

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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2394

BeitragVerfasst am: 3. Jan 2017 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Tja surreal, wir sind wohl zwei unterschiedliche Persönlichkeiten Wink
Was für mich gilt, muss für dich nicht gelten und umgekehrt.
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olafbensen
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 14.06.2016
Beiträge: 189

BeitragVerfasst am: 3. Jan 2017 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Also was heisst hier eigentlich Abhängigkeit. Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse. Der Eine braucht vegetarische Nahrung, der andere schiebt sich lieber nen Burger in den Rachen Wink
Man rutscht nicht in eine Abhängigkeit, sondern jeder braucht was anderes. Der eine Koks, der Andere Alkohol und der dritte Fußball Shocked
Leute sehts locker, sterben müssen wir alle mal
schöne grüße
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 3. Jan 2017 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

Haschgetüm hat Folgendes geschrieben:
Tja surreal, wir sind wohl zwei unterschiedliche Persönlichkeiten Wink
Was für mich gilt, muss für dich nicht gelten und umgekehrt.


Ja, klar. Meine Antwort war auch nur als Ergänzung zu dem gemeint, was du geschrieben hattest. Also, dass es so oder so sein kann.
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 3. Jan 2017 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

olafbensen hat Folgendes geschrieben:
Also was heisst hier eigentlich Abhängigkeit. Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse. Der Eine braucht vegetarische Nahrung, der andere schiebt sich lieber nen Burger in den Rachen Wink
Man rutscht nicht in eine Abhängigkeit, sondern jeder braucht was anderes. Der eine Koks, der Andere Alkohol und der dritte Fußball Shocked
Leute sehts locker, sterben müssen wir alle mal


Entscheidend ist zum einen, ob das Verhalten Schäden verursacht, und zum anderen, ob man es (leicht) lassen kann oder nicht. Jemand, der sich von morgens bis abends zwanghaft mit Fußball beschäftigt, so dass er sonst nichts mehr auf die Reihe bekommt, wobei er nicht mehr in der Lage ist, diese Beschäftigung zu unterbrechen, wäre sozusagen auch süchtig (wobei man hier eher von Zwang spricht). Das ist überhaupt ein wesentlichen Kriterium einer psychischen Störung: dass man darunter leidet bzw. dass Schaden dadurch entsteht (subjektiv und bei der Sucht u.U. auch objektiv, etwa dadurch, dass die körperliche Gesundheit beeinträchtigt wird).
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mesut976
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 15.02.2015
Beiträge: 927

BeitragVerfasst am: 4. Jan 2017 00:19    Titel: Re: Wie schnell rutscht man in die Abhängigkeit? Antworten mit Zitat

Celestion hat Folgendes geschrieben:
Hallihallo ,
Hoffe erstmal ihr hattet alle schöne Feiertage und Frohes Neues natürlich Exclamation
Hab mal wieder eine Frage bezüglich Alkohol.
Wie schnell löst sich eine Abhängigkeit normalerweise aus.
(Wenn man das überhaupt pauschalisieren kann) .
Bin seit über einem.Monat clean was Cannabis angeht und habe vor ein paar Tagen angefangen etwas regelmäßiger Bier zu trinken und finde schon gefallen dadran .
Abends mal 0,5 - 1,5 liter Bier . Manchmal auch gar nichts, am Wochenende gerne auch mehr Very Happy
Aber wie gesagt Mache mir ein paar Gedanken was sucht angeht. Wäre schliesslich kontraproduktiv Von der Cannabissucht straight in die Alkoholsucht zu gleiten, wenn ihr versteht was ich meine...
Hab nur leider 0 Plan was Alkohol und Abhängigkeit angeht, würde mich zwar als erfahrenen wochenendtrinker sehen.aber über Abhängigkeit hab ich mir noch nie Gedanken gemacht.


Das klingt nach einer klassischen Suchtverlagerung, denn Rauschmittel ist Rauschmittel, dabei spielt es keine Rolle ob du dich mit Alkohol oder Cannabis berauschst.

Hatte ich genauso wie du auch, als ich die Drogen aufgab, habe ich dann angefangen zu trinken, ich brauchte halt immer irgendwie was zum entspannen/berauschen wie auch immer man das nennen mag . . . .

Ist aber erstmal nicht schlimm, Hauptsache es ist dir bewusst, du kannst die Cannabissucht jetzt erstmal mit Alkohol auffangen, aber mit dem Ziel das irgendwann einzustellen oder weniger zu trinken, wie auch immer . . . . .

Ich finds jetzt erstmal nicht so schlimm, um auf deine Frage zurückzukommen, ich finde ab und zu 1 Bier nicht schlimm, aber regelmässig 2 oder 3, ist für mich schon stark abhängig. Das wird dich auf Dauer in ein Loch stürzen...


Am Wochenende muss jeder selber wissen, was er mit seiner wertvollen Zeit macht, wenn du dich abschießt, um dann den ganzen nächsten Tag mies drauf zu sein, ist das deine Sache . . ..

Alkohol macht auf Dauer deppressiv und das verleitet zu noch mehr Alkohol oder eben wieder zu Drogen...deswegen kann ich dir nur raten auch davon irgendwann die Finger zu lassen . . . .
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 4. Jan 2017 08:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde, wenn er den Alkohol jetzt wirklich als Ersatz fürs Kiffen verwenden würde, dann bliebe er besser gleich beim Gras. Das ist dann doch besser für den Körper. Also, wenn es ohne irgendwas (noch) nicht geht.
Auf jeden Fall ist es ja gut, dass er jetzt schon bemerkt, dass es evtl. wieder in Richtung Abhängigkeit gehen könnte. Da kann man immerhin schon gleich zu Beginn bewusst etwas dagegen tun. Ich denke, wie gesagt, auch, dass sich die Situation hier sehr nach Suchtverlagerung anhört und Alk ist im Vergleich zu Cannabis m.E. definitiv die schlechtere Wahl.
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Celestion
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 11.03.2015
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 4. Jan 2017 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

Erstmal vielen dank für die zahlreichen Antworten ,
Ich habe nicht direkt nach dem Kiffen mit dem Bier Trinken begonnen, hatte erstmal 1 Monat komplett clean .
Das ich mir abends mal 1 -2 Bier trinken mach ich jetzt seit c.a 6 Tagen.
Aber ich merk halt selber das das nicht besonders Produktiv ist jetzt auf diese Weise mein Verlangen nach “Rausch“ zu stillen. Was anderes ist das ja nicht.
Man hört ja immer Alkohol macht “schleichend“ Abhängigkeit, aber weder weiss ich wie lange sowas dauert noch kann ich mir diesen Prozess überhaupt vorstellen .
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Haschgetüm
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2394

BeitragVerfasst am: 4. Jan 2017 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

Dann erinner dich mal dran wie es beim Cannabis war.
Ist der selbe Prozess.
Ich hab zehn Jahre regelmäßig (mehrfach die Woche zumeist) getrunken ohne körperlich abhängig zu werden.
Psychisch ist das leichter.
Ich hab dann irgendwann Drogen genommen anstatt zu trinken, dann wieder andersrum. Es ist halt ne Verlagerung und sucht äußert sich nicht immer nur durch eine bestimmte Substanz- die sind austauschbar.
Wichtig ist zu erkennen warum du das machst.
Welche Funktion hat der Konsum?
So lange du keine gesunde Alternative findest, das zu erreichen, was du mit suchtmitteln versuchst du erreichen, wirds nicht besser werden.
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 4. Jan 2017 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Bei mir ist es wohl so, dass das, was speziell die Opiate bei mir bewirken, sonst nicht für mich möglich ist. Ich versuche jetzt seit neustem wieder, mit Meditation die Wahrnehmung bzw. eher meine Reaktion darauf etwas in den Griff zu bekommen, aber geradezu im Informationsgehalt reduzieren kann ich sie damit wohl nicht (und die Opiatwirkung erscheint mir gerade so). Also muss ich wohl einfach akzeptieren, dass ich auf diese angenehme und auch durchaus für mich hilfreiche Wirkung verzichten muss, wenn ich mir die Probleme ersparen will, die sonst mit der Sucht kommen. Aber das geht auch, denke ich. Ich bin der Meinung, dass man Suchtprobleme durchaus auch mit bloßer Disziplin und bloßem Willen angehen kann, ohne irgendwas "aufzuarbeiten" (bei mir gibt es da halt auch gar nichts). Damit will ich natürlich nicht sagen, dass Süchtige besonders disziplinlos oder willenschwach sind, sondern im Gegenteil, dass man viel Disziplin aufbringen muss, um so die Sucht in den Griff zu bekommen. Aber ich denke halt, dass das auch geht.
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 4. Jan 2017 15:51    Titel: Antworten mit Zitat

Celestion hat Folgendes geschrieben:
Man hört ja immer Alkohol macht “schleichend“ Abhängigkeit, aber weder weiss ich wie lange sowas dauert noch kann ich mir diesen Prozess überhaupt vorstellen .


Wie gesagt, in so einem Fall wie deinem, in dem der Alkohol statt eines anderen Rauschmittels konsumiert wird, kann es bestimmt auch schneller gehen. Da ist die "Suchtstruktur" ja sozusagen schon vorhanden und wird nun halt mit dem Alk gefüllt. Da kann es bestimmt auch schneller gehen.

Der "schleichende" Verlauf etwa der Alkoholsucht sieht etwa so aus, dass man anfangs noch "normal" trinkt und nach und nach, etwa über Monate oder Jahre, immer etwas häufiger und mehr trinkt, bis nachher eine regelrechte Abhängigkeit besteht. Zuerst hat man etwa am Wochenende abends ein Glas Wein getrunken, irgendwann gibts auch schon am Freitag abend eins, um das Wochendende einzuleiten, dann sind es am Sonntag irgendwann zwei, ein weiteres am Mittwoch, um sich zur Wochenmitte noch etwas Entspannung zu verschaffen usw. usf. Man muss auch nicht unbedingt morgens schon trinken, um alkoholabhängig zu sein. Entscheidend ist, ob man es (noch) einfach so lassen kann oder ob es einem dann (körperlich oder aber auch bloß psychisch) schlecht geht. Da sind die Grenzen auch fließend. Wenn es schon noch geht, aber man doch schnell wieder daran denkt und dann vielleicht auch wieder dazu zurückkommt, steht man zumindest schon hart an der Grenze.

Ich schätze mal, die Alkoholsucht verläuft deshalb oft "schleichend", weil ja so gut wie jeder zumindest hin und wieder Alkohol trinkt und da entsprechende Muster hat, die eben nach und nach ausgeweitet werden können, wenn die Umstände "passen". Es gibt bestimmt auch Leute, die fangen nach einem Schicksalsschlag auf einmal an, direkt täglich von morgens bis abends zu trinken, aber das ist wohl die Ausnahme.
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Muckel
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.12.2016
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2017 00:44    Titel: Antworten mit Zitat

Das erste mal wo ich richtig betrunken war, war nach meiner Vergewaltigung mit 8 Jahren (mit einem älteren Nahbahrsjungen), und habe mich betrunken, mit Flasche Raki von meine Vater, auf den nackten Arsch von einem gleichaltrigen 8 jährigen gelegt, und meinte das so etwas normal sei, weil das ja die Erwachsenen einen Vormachen.
Von meinem kindlichen 8 bis 10 Jahren wurde ich sexuell 2 Jahre lang missbraucht!
Was soll ich jetzt machen? Soll ich dahin gehen und dem Perversen einen Kopfschuss verpassen?
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Yez
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2555

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2017 02:27    Titel: Antworten mit Zitat

ich vermut , dass es sehr individuell ist .

Ich habe vor einigen Jahren ,jeden Abend ein Glas Rotwein vorm zu Bett gehen getrunken .
Über ein ganzes Jahr .

Als ich ihn nicht mehr getrunken hab , gab es keine Auswirkungen .

Gruß

Yez
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Muckel
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.12.2016
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2017 02:46    Titel: Antworten mit Zitat

Man muss immer wieder denken bzw. zu sich sagen "Nicht für diese Arschlöcher" denn für das was andere einem angetan haben lohnt es sich nicht noch mehr kaputt zu machen sondern um so mehr Standhaft zu bleiben.

Beginne den Tag mit Hoffnung und Glaube an dich selbst. Denn nur so kannst du die Welt zu einem Besseren verändern!
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surreal
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 2154

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2017 08:37    Titel: Antworten mit Zitat

Yez hat Folgendes geschrieben:
ich vermut , dass es sehr individuell ist . [...] Als ich ihn nicht mehr getrunken hab , gab es keine Auswirkungen .


Ich bin auch der Meinung, dass man aus dem beobachtbaren Verhalten nicht unbedingt darauf schließen kann, dass eine Abhängigkeit vorliegt. Weil man ja immer wieder mal hört, dass jemand, der etwa jeden Abend ein Glas Wein trinkt, Alkoholiker sei. Entscheidend ist, ob die Person leicht damit aufhören könnte oder nicht. Wenn ja, dann ist es m.E. einfach eine Gewohnheit. Wobei es da bestimmt Abstufungen gibt. Eine Gewohnheit zu lassen, kann ja auch nicht so leicht gehen. Und ab einer gewissen Menge kann eine Abhängigkeit auch durchaus angenommen werden, finde ich. Bei einer Flasche jeden Tag liegt es z.B. schon ziemlich nahe.

Bei mir gab es beim Alkohol tatsächlich auch einen definitiven Punkt, ab dem es mit einem mal problematisch wurde. Zuerst hatte ich über längere Zeit regelmäßig einmal die Woche ein Glas Wein getrunken, was eine reine Genussangelegenheit war, und dann bin ich irgendwann auf die Idee gekommen, ich könnte doch auch mal etwas trinken, um mich zu entspannen, und habe mir dafür gleich eine ganze Flasche einverleibt. Und von da an habe ich dann auch gleich öfter getrunken. Abhängig war ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht, ich konnte zwischendrin immer noch problemlos aufhören (was ich auch regelmäßig getan habe, weil ich mir dachte, jetzt wird es doch zu viel). Bis das nicht mehr so ohne weiteres ging, ist einige Zeit vergangen.
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JP
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 22.01.2015
Beiträge: 1554

BeitragVerfasst am: 9. Jan 2017 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Was ich beim Alkohol noch nie verstanden hab,
warum zum Kukuk,
trinken Leute trotz Depression Alkohol.

Alkohol war die erste Droge,
mit der ich versucht habe meine Depression zu unterdrücken,
und es war der Horror,
so heftige Suizid Gedanken, hatte ich nie wieder,
und die Antriebslosigkeit,
war nicht mehr normal,
ich konnte keine Treppen mehr hochsteigen,
dachte nach 3 Treppenstufen,
ich sei die Zugspitze hoch gelaufen Shocked Laughing

Das hatte nichts mit vergnügen zu tun,
es hat die Depression nochmal verstärkt Confused
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