Buprenorphin (Transtec) / Oxycodon Entzug

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LWS-Olli
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Anmeldungsdatum: 19.07.2014
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 15. Feb 2017 01:29    Titel: Buprenorphin (Transtec) / Oxycodon Entzug Antworten mit Zitat

Hallo Leidensgenossen,

nachdem ich das letzte Mal etwas Mitte 2014 geschrieben hatte, konnte ich leider nicht an mein altes Thema ansetzen, da das Thema mittlerweile gesperrt ist.
Ende letzten Jahres habe ich beschlossen mich von allen Opiaten zu verabschieden. Aufgrund meiner Krankengeschichte mit 7 BS-OP's bin ich seit 2011 auf Opiaten, was sich in den letzten drei Jahren übelst verselbstständigt hat. Wer will kann meine Geschichte unter dieser Adresse aufrufen: https://forum.suchtmittel.de/viewtopic.php?t=13763
Das wäre etwas viel, das nochmal wieder aufzugreifen und für viele bestimmt auch zu langweilig.

Ausgang 24.07.2014: 2x Transtec Pflaster 52,5µg/h = 105µg/h alle drei Tage neu. Blöderweise turnt Transtec nicht und aufgrund meiner Geschichte (frühere Kokain/ Freebase-Sucht) und meinen Erfahrungen mit Oxis (die nach Kokain für mich gleich an zweiter Stelle kamen), hab ich es dann geschafft meinen Arzt zu verklickern, dass die Schmerzen doch noch so hoch seien, dass Transtec diese nicht beseitigen konnte. Der Weg war wieder frei für Oxycodon.

Weiterer Verlauf= Irgendwann Transtec runter auf 52,5µg/h. Und dann ging der Tango richtig los. Anfangs 3x20mg Oxys retard oral und irgendwie rausbekommen, die Retadierung mit dem Gewürzmörser zu umgehen. Das ganze dann durch die Nase und da war wieder meine Sucht außer Kontrolle, wie es damals schon beim Koks seinen Lauf nahm. Transtec klebte nur noch auf dem Arm, weil ich die Pflaster halt bekam. Zuletzt hab ich Vollidiot mir alle zwei Wochen ne 100er Packung Oxys 40mg abgeholt. Manchmal haben die auch nur 9 Tage gereicht und ich musste zum Notdienst. Später habe ich die Tabletten bei meinem Bruder abgegeben und ihn gebeten, mir nur jeden Tag 8 Stück zu geben. Wenn ich die zu Hause hatte, dann gab's auch schon mal 12/Tag. Was dann definitiv auch zu viel war und es mir dann auch nicht mehr gut ging. Wink Ich muss dazu sagen, dass ich immer 8 Stunden arbeiten gegangen bin und nach der Arbeit noch als Testredakteur arbeitete. Das hat auf Oxys auch sehr gut funktioniert.

Nach vielen Lügen und Ausflüchten, hat mein Arzt (leider viel zu spät) mich gefragt was bei mir denn wohl los sei. Dem hab ich immer die unglaublichsten Geschichten erzählt, die er, oder besser die Arzthelferinnen irgendwann nicht mehr glaubten. Irgendwie wollte ich das auch nicht mehr, da ich nur noch wie ein Zombie gelebt habe. Wenig Schlaf, viel Arbeit und Frauen haben mich kein Stück mehr interessiert. Mein Körper wollte nur noch Oxys. Außerdem bin ich komischerweise Schmerzfrei, was mich schlussendlich zu einer Entgiftung bewegte.

Am 16 Januar 2017 bin ich dann in die Entgiftung. Ich wurde mit 7ml Pola in ein ml-Schritten runterdosiert bis 2ml, dann in 0,5ml Schritten. So war ich am 26.Januar auf Null. Schon bei 1ml wurde es schwer, aber ich halte bis heute durch. Mir geht's allerdings richtig Kacke. Ich glaube nicht dass die Oxis das Problem sind, sondern das beschissene "Bupren" aus den Transtec-Pflastern, die ich ja mittlerweile 5 Jahre getragen habe. Mittlerweile bin ich seit 20 Tagen auf null, aber starre den ganzen Tag nur die Wand an und kann mich für nix Begeistern. Sitze den ganzen Tag vor dem Fernseher und muss mich geradezu nach draußen prügeln. Fühle mich, als hätte mir jemand sämtliche Lebenslust aus dem Körper gezogen. Komischerweise hab ich nach wie vor noch leichte Entzugssymptome. Oft muss ich niesen (immer genau 5 Mal) wer schon mal affig war, der weiß was ich meine. Ich frage mich wann das mal ein Ende hat und ich mich wieder wie ein normaler Mensch fühlen werde. Ich hab bestimmt auch den Nachteil, dass ich mittlerweile 45 Jahre bin und mein Körper länger braucht als ein 20 Jähriger. Trotzdem Frage ich mich, wann endlich Licht am Ende des Tunnels erscheint. Das schlimmste ist, dass ich auf keinen Fall in die Krankengeldzahlung kommen darf. Dafür habe ich noch 1,5 Wochen Zeit. Dann muss ich aufgrund meiner Schulden wieder funktionieren. Eigentlich müsste ich auch meinen Steuerberater anrufen, da ich bis zum 22. meine Steuern abgeben muss. Aber nicht einmal das klappt. Ich konnte mich zum Glück heute Abend für diese Zeilen aufraffen. Das ist schonmal ein Lichtblick. Aber ich habe jetzt schon wieder vor morgen früh und der Lustlosigkeit schiss.

Hat jemand die gleichen Erfahrungen gemacht? Bin echt kurz davor mir wieder so ein Kack-Pflaster aufzukleben, aber dann war alles umsonst. Vielleicht kann mir jemand Mut machen. Ich will auch keine Antidepressiva schlucken. Ich finde dann treibt man den Teufel mit dem Beelzebub aus.

Herrgott, ich will doch nur clean sein Sad

Viele Grüße
Oliver
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wolfenstein
Silber-User
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Anmeldungsdatum: 22.01.2016
Beiträge: 242

BeitragVerfasst am: 15. Feb 2017 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

Tja Olli, das kommt mir sehr bekannt vor, leider!
Habe zuerst Tilidin, dann fast 10Jahre Fentanyl Pflaster geklebt, jetzt Hydromorphon.
Bin in 1 Jahr von 4x16mg auf 4x3mg runter und das ist schon verdammt schnell.

Der Entzug hat mich fertig gemacht. Wenn ich nur am Tag hätte 20x niesen müssen, das hätte ich liebend gerne in Kauf genommen.

Die lieben Rezeptoren sind die klitzekleinen Bösewichter. Da wirst du wohl was nehmen müssen. War heute selbst beim Doc und Clonidin und Gabapentin sind immer noch der "Gold Standard" gegen Entzugs-Symptome. ADś helfen auch in geringen Dosen, als Bestandteil des medizinischen Gesamtpaketes.

Alles was du schreibst, Lebenslust usw, kann ich zu 100% nachvollziehen.
Das Licht am Ende des Tunnels ist da, du siehst es derzeit leider nur nicht.
Wenn du allerdings meinst du MUSST in 1.5 Wochenn da durch sein, muss ich dich leider enttäuschen! Du setzt dich so massiv selbst unter Druck, dass du dir selbst im Weg stehst und alles nur noch schlimmer wird. Ein Patentrezept gibt es wirklich nicht, sonst hätte ich
und alle anderen hier, längst davon Gebrauch gemacht.
Es werden viele "schlaue" Posts hier folgen aber da musst du durch.

Wenn du noch etwas wissen willst, dann her damit. Alles Gute für dich.
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Praxx
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 2843

BeitragVerfasst am: 15. Feb 2017 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Olli,

es ist völlig egal, mit welchem Opioid du dir die Toleranz eingefangen hast - du hast deine µ-Rezeptoren damit zu einem so großen Anteil ruiniert, dass du ohne ein Opioid rumrennst, als würdest du ständig Nemexin einnehmen - also völlig ohne "intrinsische" Endorphinaktivität. Wenn du das nicht über Jahre irgendwie aushalten kannst, wirst du ohne eine Mindestzufuhr eines Opioids nicht klarkommen.
Eine Patientin von mir hat nach jahrelangem Konsum hochpotenter Schore und jahrelanger Substitution mehrere Jahre lang die niedrig dosierten Norspan-Pflaster mit 5-10mcg/Stunde geklebt, bevor sie dann den Absprung erfolgreich hingekriegt hat.
Du brauchst das wahrscheinlich langfristig als Medikament - ein "high" gib es von dem bißchen Bupre nicht - nur mithelfen musst du schon selber!
Schilddrüsenhormon würdest du ja auch nehmen, wenn deine Drüse nicht genug selber produziert...

LG

Praxx
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LWS-Olli
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.07.2014
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 15. Feb 2017 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Praxx hat Folgendes geschrieben:
Hallo Olli,

es ist völlig egal, mit welchem Opioid du dir die Toleranz eingefangen hast - du hast deine µ-Rezeptoren damit zu einem so großen Anteil ruiniert, dass du ohne ein Opioid rumrennst, als würdest du ständig Nemexin einnehmen - also völlig ohne "intrinsische" Endorphinaktivität. Wenn du das nicht über Jahre irgendwie aushalten kannst, wirst du ohne eine Mindestzufuhr eines Opioids nicht klarkommen.
Eine Patientin von mir hat nach jahrelangem Konsum hochpotenter Schore und jahrelanger Substitution mehrere Jahre lang die niedrig dosierten Norspan-Pflaster mit 5-10mcg/Stunde geklebt, bevor sie dann den Absprung erfolgreich hingekriegt hat.
Du brauchst das wahrscheinlich langfristig als Medikament - ein "high" gib es von dem bißchen Bupre nicht - nur mithelfen musst du schon selber!
Schilddrüsenhormon würdest du ja auch nehmen, wenn deine Drüse nicht genug selber produziert...

LG

Praxx


Hallo Praxx,

so richtig Mut macht mir das nicht. Hört sich an als würdest Du auf diesem Gebiet arbeiten. Die Ärzte der Entgiftungsklinik sahen das irgendwie anders und sagten, dass das nicht mehr lange dauern kann. Ich mache ja kleine Schritte, aber jahrelang werde ich das so nicht aushalten können. Ganz ehrlich glaube ich, dass ich das auch keinen Monat mehr so packe. High sein will ich nicht mehr, aber wieder ein normales Leben leben. Warum sagt mir das kein Arzt? Wie komme ich an einen Arzt, der mit Sinn und Verstand an die Sache rangeht?

LG
Olli
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Praxx
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 2843

BeitragVerfasst am: 15. Feb 2017 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Olli
die Ärzte in der Entzugsklinik richten sich nach ihren Leitlinien, und die sind auf dem Stand von vor 70 Jahren - in der praktizierten Suchtmedizin geht Glaube vor Wissen...
Ich habe mehrere Patienten, die jahrelang mit einer Minidosis Bupre (0,12mg/Tag) super zurechtkamen und nicht rückfällig wurden.
Das geht aber nur, wenn du als Schmerzpatient geführt werden kannst - die Substi-Regeln erlauben das nicht, eine Langzeitbehandlung in diesem niedrigen Dosisbereich ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen und für die "offiziöse Suchtmedizin" offensichtlich "unzweckmäßig". Da muss dann halt täglich die Abstinenz erkämpft und erlitten werden - wer das nicht schafft, kann ruhig in der Gosse verrecken...
Wissenschaftliche Untersuchungen zur "low-dose-maintenance" finden nicht statt, weil mit dem Abstinenzparadigma und deshalb mit dem BtMG und der BtMVV unvereinbar...
Es gibt nur wenige Ärzte, die eine solche Behandlung in Einzelfällen riskieren, einer der wichtigsten ist leider inzwischen im Ruhestand (Dr Ulmer, Stuttgart). Ich wage das auch nur bei wenigen Menschen, die ich über viele Jahre kenne und einschätzen kann, das juristische Risiko ist sonst viel zu groß...

LG

Prax
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LWS-Olli
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 19.07.2014
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 15. Feb 2017 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

naja, ich war ja jahrelang Schmerzpatient und das wirklich nicht aus Spaß, sondern weil ich wirklich übelste Probleme hatte. Mich wundert es sowieso, warum ich im Moment beschwerdefrei bin, bei der ganzen Liegerei, die ich sonst nie vertrug. Wenn ich mir einfach wieder das Pflaster aufkleben würde, könnte mir kein Arzt sagen "Hey, das machst Du nur, weil Du auf Opiate stehst!" Dafür ist meine Krankengeschichte mit Lähmung des linken Fußes zu klar. Ich hatte zwar auch mit den 52,5 Transtec-Pflaster keine Probleme, aber ich finde, das ist zu viel. Außerdem möchte ich nicht wieder Lügen. Aber wenn es so weitergehen wird, sehe ich keine Chance für mich. Leider habe ich die bereits genannten finanziellen Probleme, die mir zusätzlich im Nacken sitzen. Mit meinem Arzt kann man allerdings gut sprechen. Und Oxys wird der mir nie wieder verschreiben Very Happy weiß bloß nicht wie ich ihm das verklickern soll, da ich ja sagte, dass ich nie wieder Opiate anfasse. Würde es mir denn nicht mehr so dreckig gehen mit den Norspan-Teilen?

LG
Olli
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schattengewächs
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Anmeldungsdatum: 26.07.2015
Beiträge: 1651

BeitragVerfasst am: 15. Feb 2017 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

*Daumen hoch für Praxx*!- der ja ständig diesen Spagat macht zwischen eigenen Erkenntnissen (incl Empathie für unsereins) und gewissenhafter "Gesetzes-treue" !- hoffe, diesen Bericht lesen hier auch anderer Sucht-mediziner, damit in Einzelfällen auch mal solche "devianten" Entscheidungen möglich sind!-Und dieses zwanghafte auf 0,0 Kommen (Total-abstinenz) für Opiatabhängige aus den Köpfen verschwindet.
Confused Arrow Idea
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LWS-Olli
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.07.2014
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 15. Feb 2017 23:38    Titel: Antworten mit Zitat

schattengewächs hat Folgendes geschrieben:
*Daumen hoch für Praxx*!- der ja ständig diesen Spagat macht zwischen eigenen Erkenntnissen (incl Empathie für unsereins) und gewissenhafter "Gesetzes-treue" !- hoffe, diesen Bericht lesen hier auch anderer Sucht-mediziner, damit in Einzelfällen auch mal solche "devianten" Entscheidungen möglich sind!-Und dieses zwanghafte auf 0,0 Kommen (Total-abstinenz) für Opiatabhängige aus den Köpfen verschwindet.
Confused Arrow Idea


von mir das gleiche! Daumen hoch!
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LWS-Olli
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.07.2014
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 16. Feb 2017 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Obwohl ich wieder sowas von Antriebslos bin, werde jetzt mal zu meinem Doc und das hier besprochene vortragen. Ich hoffe nur, dass er ein offenes Ohr für mich hat (was aber nie ein Problem war) Very Happy

Wünscht mir Glück Sad
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LWS-Olli
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.07.2014
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 16. Feb 2017 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und Guten Morgen,

gerade den Verlauf ausgedruckt und beim Doc gewesen. Dem Arzt vorgelegt und Norspan 5 microgr/h bekommen. Gerade das Pflaster aufgeklebt und hoffe, dass mir das irgendwie hilft. Hoffe die 5 reichen auch. Will so wenig als Möglich nehmen. Denke so in 1,5 Tage flutet es an. Was meinst Du Praxx, wenn ich nochmal fragen darf? Oder ist das zu niedrig dosiert?

lg
olli
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nebukadnezar
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 3453

BeitragVerfasst am: 16. Feb 2017 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

na dann: Glückwunsch!

ich kenne auch diese Antriebslosigkeit nach jahrelangem ( ca. 25 J.) Opiatkonsum.
Für mich habe ich festgestellt, dass wenn ich mich erst mal aufgerafft und begonnen habe etwas zu tun, seien es unangenehme, lästige Dinge oder auch Dinge , die ich eigentlich immer gerne gemacht habe, sich rel. schnell ein gutes Gefühl und die Motivation einstellt. Mit der Zeit wird es einfacher, aber auch nach 2 J. fällt es mir manchmal schwer, den Hintern hoch zu kriegen.
Allerdings nen Opiat, auch in Minimaldosis, wäre keine Option für mich!
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LWS-Olli
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.07.2014
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 16. Feb 2017 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

nebukadnezar hat Folgendes geschrieben:
na dann: Glückwunsch!

ich kenne auch diese Antriebslosigkeit nach jahrelangem ( ca. 25 J.) Opiatkonsum.
Für mich habe ich festgestellt, dass wenn ich mich erst mal aufgerafft und begonnen habe etwas zu tun, seien es unangenehme, lästige Dinge oder auch Dinge , die ich eigentlich immer gerne gemacht habe, sich rel. schnell ein gutes Gefühl und die Motivation einstellt. Mit der Zeit wird es einfacher, aber auch nach 2 J. fällt es mir manchmal schwer, den Hintern hoch zu kriegen.
Allerdings nen Opiat, auch in Minimaldosis, wäre keine Option für mich!


Hallo Nebukadnezar,

Ich verstehe was Du meinst. Ich habe in den vergangenen Wochen jede Sauna der Umgebung kennengelernt, was mir auch während meines Aufenthaltes dort geholfen hat. Aber sobald ich auf dem Heimweg war, fühlte ich mich so wie davor. Spaziergänge usw. helfen sicherlich auch, aber neben diesen Zeiten gibt es da diese riesige Leere. Ich kann mich auf nichts konzentrieren. Leider kann ich nicht auf der Arbeit sagen "Gehe mal rasch in die Sauna, brauch ich jetzt einfach!" Das ist ein knallharter Laden, wo alleine Leistung zählt. Dort hatte ich bereits 2015 Glück, dass ich nach meiner letzten BS-OP mit langer Anschlussheilbehandlung wieder eingestellt wurde. Dort designe ich linguale Zahnspangen anhand eines CAD-Programms. Wenn ich da nen Fehler mache und unkonzentriert bin, haben Menschen später krumme Zähne. Und mit 45 Jahren wird die Jobwahl nicht einfacher.

aufgrund meiner Krankengeschichte hatte ich eigentlich mit den Transtec-Pflastern nie Probs. Ich war wieder voller Lebensfreude und konnte alles machen, bis mir das nicht mehr reichte und ich anscheinend nochmal ne Runde drehen musste. Da kamen auch externe Dinge hinzu, denen ich mich gewachsen fühlte. Krebskranke Freundin, finanzieller Druck usw. Oxys erinnerten mich an meine Koksgeschichte und es ging wieder mit den Drogen alles voran. Deswegen kamen wieder die Oxys hinzu. Sicherlich ist das jetzt gerade wieder ein Schritt Rückwärts, aber im Grunde hätte ich mir auch wieder 52,5 Micro/h kleben können. Nach wie vor rennt mir die Zeit leider weg und ich muss einen Mittelweg nehmen. Aber mein Ziel habe ich nach wie vor nicht aus den Augen verloren. Irgendwann werde ich clean werden und so Gott will, nicht einsam alt werden.
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LWS-Olli
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Anmeldungsdatum: 19.07.2014
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 17. Feb 2017 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

Falls es jemand interessiert ein kleiner Zwischenbericht, inwieweit sich mein Allgemeinzustand verändert hat. War gestern Abend das erste Mal wieder beim Sport, was recht gut funktioniert hat. Der körperliche Zustand hat sich soweit verbessert, dass der übermäßige Schweißfluss unter den Armen nun ein Ende hat. Auch die Niesanfälle sind verschwunden. Nach wie vor hab ich immer noch den Entzugsgeschmack im Rachen (keine Ahnung ob den jemand kennt, oder ich mir das nur einbilde). Heute morgen leider nach wie vor Antriebslos, aber da muss ich einfach gegensteuern und den Arsch hochkriegen. Insgesamt fühle ich mich aber sehr viel besser. Jetzt gleich erstmal wieder spazieren gehen und heute Abend erneut zum Fitness.
Im Moment glaube ich, dass es der richtige Entschluss war, mir die 5Mikrogramm/h-Pflaster zu besorgen.

LG
Olli
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rock
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Anmeldungsdatum: 16.03.2015
Beiträge: 2175

BeitragVerfasst am: 17. Feb 2017 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

LWS-Olli hat Folgendes geschrieben:
Nach wie vor hab ich immer noch den Entzugsgeschmack im Rachen (keine Ahnung ob den jemand kennt, oder ich mir das nur einbilde).


Keine Einbildung ! Auch Geruchshalluzinationen - so nenne ich das Phänomen - sind durchaus möglich. Da stinkt's dann zB irgendwo und man weiß, daß der Geruch nur in der eigenen Nase ist.
Das, was Dich vielleicht mehr interessiert wird sein, daß diese Symptome immer erst dann kommen, wenn der Entzug selbst schon in den letzten Zügen liegt.
Es ist also zu erwarten, daß das Theater bald ein Ende hat.
Halt' durch und alles Gute !
Cheers
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LWS-Olli
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 19.07.2014
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 17. Feb 2017 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für Deine aufmunternden Worte Rock! Wird schon alles werden. Bin mittlerweile zuversichtlich.

LG
Olli
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