Praxx: Verdienst Konsiliararzt-fast nichts?!

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Cariote
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Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 898

BeitragVerfasst am: 11. Jun 2018 20:51    Titel: Praxx: Verdienst Konsiliararzt-fast nichts?! Antworten mit Zitat

Hallo Praxx,
aus aktuellem Anlass: Ich möchte einen Arzt fragen ob er der Konsiliararzt sein möchte. Mein alter Arzt der in Pension geht sagt, dass das fast nicht vergütet wird. Vielleicht 5 Euro im Monat und dafür eine Menge Verantwortung.
Meine Frage: Wonach wird der Konsiliar bezahlt und was bekommt der wöchentlich verschreibende Arzt?
3 oder 4 Wochen Take Home kommt aus finanziellen Gründen wohl nicht in Frage. Ich möchte nun anbieten die Differenz selbst zu zahlen. Dafür muss ich wissen was der Konsilliar bekommt wo ich dann alle 3 Monate hin soll.
LG Caro
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musikera
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Anmeldungsdatum: 07.11.2013
Beiträge: 894

BeitragVerfasst am: 11. Jun 2018 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ahoi Cariote

Dieses Thema ist auch bei mir aktuell.
Die verdienen nüscht...aber haben eigentlich kein Risiko. Das sagte mir mein
Arzt der auch Suchtforscher ist und Bücher schreibt. Natürlich gelten für den Konsilarius die ärztliche Pflicht keinen betrunkenen, angetörnten usw. ein Rezept auszustellen. Ein gewissenhafter Substiarzt wird ohnehin keinem Vollfertigen das Konsilariusmodell erlauben und der Konsilarius wird es nur einen übernehmen nachdem ihm versichert wurde das der Patient seriös nd ohne Beikonsum ist.

Die Konsilariusse dürften aber gerne mehr Fett vergütet bekommen. Deshalb werde ich wenn ich demnächst ein Arztgespräch habe dem evtl. Konsilarius auch vorschlagen das ich bereit bin aus eigener Tasche so und so viel draufzulegen.

Gerne auch ohne Quittung Wink

Nun aber mal gucken was Praxx dazu noch sagt.

Gruß
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Praxx
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 2954

BeitragVerfasst am: 12. Jun 2018 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Bring da nichts durcheinander!
Der "Konsiliararzt" ist der Arzt, bei dem Ärzte ohne eigene Substi-Genehmigung ihre Patienten einmal im Quartal vorstellen müssen, damit der die weitere Behandlung absegnet. Der schreibt keine Rezepte, sondern macht einen Behandlungsvorschlag. Dafür bekommt er die ganz normale Ordinationsgebühr.
Der Arzt oder Ärztin, die die Behandlung durchführen, bekommen das ganz normale Substi-Honorar für die Vergabe.

LG

Praxx
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Cariote
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Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 898

BeitragVerfasst am: 12. Jun 2018 22:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ah, der Konsiliar wird also für den Behandlungsvorschlag alle paar Monate neu fair verbüßt und der Arzt der die Ausgabe macht bekommt das Substi Geld.
Das Risiko wie viel mg und Take Home oder nicht liegt aber beim Konsiliar? Wird das denn ordentlich vergütet oder ist es ein undankbarer Job?

Bei uns ist jetzt folgendes Modell im Gespräch: Subst Arzt mit Substierlaubnis stellt Rezept aus. Ich hole es 1 mal wöchentlich ab und fahre damit zur Apotheke. In der Apotheke wird die Sichtvergabe gemacht und bei Bedarf alle paar Wochen ein Spucketest. Somit hat der eigentliche Substi Arzt die Suchtleute nicht in der Praxis sitzen. Frage: Wird die Apotheke dafür vergütet und der Substi Arzt auch oder muss ich die Apotheke privat für diese Leistung zahlen?
Darf die Apotheke die Spucketests anstatt UKs machen? So das es der Arzt nicht mehr machen braucht?
LG Caro und vielen Dank Praxx
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Cariote
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Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 898

BeitragVerfasst am: 12. Jun 2018 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

"neu fair bezahlt"...und "bekommt das Subst Gehalt"...sollte das heissen! Shocked Mad Embarassed
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musikera
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Anmeldungsdatum: 07.11.2013
Beiträge: 894

BeitragVerfasst am: 15. Jun 2018 06:01    Titel: Antworten mit Zitat

Also um nochmal das Thema zu beackern.
Ich war inne Uni in Freiburg am Mittwoch und traf mich mit meinem Arzt.
Der ist Dozent, Suchtforscher, Schriftsteller und in der Qulitätsicherung der Ärztekommision für Substitution.
Er ist auch niedergelassener Arzt.

Er sagt das ein Konzilararzt 10 Patienten aufnehmen kann
Dieser statt des Substitutionsarztes dann das Rezept schreibt ( 6 Euro )und idealer Weise dann dieses Rezept dem Substuierten aushändigt ( nicht die Sprechblase )
Dieser einmal im Monat einen UK Test mit dem Substituierten machen machen muss
Er auch wenn der Substituierte mal Problem hat Beratungsgespräche abrechnen kann ( um 15 Euro )
Der Substizuierte einmal im Quartal zum Hauptarzt vorhestelltbwerden muss
Der Konzilarius kann die Behandlung SOFORT und ohne Angabe von Gründen
von heut auf morgen kündigen

Alles in allem verdient der Konzilarius nix und doch irgendwie was wenn man bedenkt das er eigentlich nicht viel machen muss und das Risiko klein ist da er sofort die Behandlung beenden kann

Ich wohne ja ziemlich übel im Schwarzwald und mein Arzt gibt auf. Da ich eben diesen Doc aus Freiburg kenne und er mir sagte ich bekomm ein MonatsRezept
Ist es für mich nicht groß umständlich einmal im Monat nach Freiburg zu fahren.
Ich hab hab gute Zugverbindung. Einsteigen, schlafen, aussteigen, 5 min. zu Fuß,
schon da. Gewiss könnt ich auch nach Karlsruhe, Stuttgart, Offenburg aber dann ist wieder die Kacke mit 7 Tagen und Take Home erst nach bla bla. Dieses Drama mach ich nicht mit. Hallo ich bin 55 und hab zwei Häuser, Familie, geh zu Tanzwettbewerben, mache Musik, hab Job, Kinder und sonstwas ...ich lass mich nicht wie ein Bahnhofjunkie behandeln von bescheuerten Substiärzten.
Wenn ein Substituierter seit Jahren gefestigt ohne Beikonsum lebt und er nun den Arzt wechseln muss sollte er bei einem neuen Arzt unter den gleichen Bedingungen weiterbehandelt werden. Wie soll man täglich 100 km fahren wenn man Arbeit hat?
Also da geh ich lieber einmal per Monat 250 km und suche mir halt einen Konzilarius.

Dieses Substitutionsgehabe in D kotzt mich so an. Was ein idiotisches Land.
Es gibt solche und solche Substituierte aber es ist nicht möglich für Dummärzte dies zu unterscheiden .

Wie man sieht halte ich nix von Ärzten. Es sind Huren. Huren der Pharmamafia.

Sorry Praxx. Ich weiß das es einige Ärzte gibt die in Ordnung sind und ich Gewichte auch das Risiko der Ärzte. Nur viele Ärzte sind stur und noch einige sogar frech und anmaßend zu Substituierten.

Gruß
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Cariote
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Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 898

BeitragVerfasst am: 15. Jun 2018 09:53    Titel: Antworten mit Zitat

Bei uns ist es aktuell seit 2 Tagen folgendermassen geplant:
Substiarzt ( ohne Konsiliar) schreibt Rezept, händigt mir es 1 mal pro Woche aus. Die Apotheke macht Vergabe und Spucketests.

Darf sie letzteres durchführen und abrechnen?
LG Caro
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Domenico
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 3036

BeitragVerfasst am: 15. Jun 2018 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

hi cariote also spucktest gibts bei mir net,wußt net das die apo das macht.auf jeden
fall kannst davon ausgehen das wenn du den test in der apo machst,die den auch
berechnen werden!und ich weiss ja net wieviel son spucketest kostet?!LG
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Cariote
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Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 898

BeitragVerfasst am: 15. Jun 2018 22:23    Titel: Antworten mit Zitat

In Hannover in einer Praxis werden Spucketests gemacht. Anscheinend kann der Arzt alle paar Wochen einen zu Lasten der Krankenkasse durchführen. Die Frage ist nur, ob der Arzt das an die Apotheke delegieren kann, seit der neuen BTM Verordnung vor einigen Wochen, oder ob das in der Apotheke dann "Privatvergnügen" ist.

In Hannover soll ein Test ca 16Euro kosten. Wäre also bezahlbar. Besser so, als gar keinen Doc. Unser Nachfolger Doc möchte die Substi Patienten nämlich nicht in seiner Praxis haben wegen Gemeinschaftspraxis und, eventuell, schlechtem Ruf...

LG Caro
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Praxx
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 2954

BeitragVerfasst am: 15. Jun 2018 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

Welche Art von Tests durchgeführt werden, entscheidet letztlich der Arzt. Er kann die Testmateriialien selbst kaufen und die Tests abrechnen - die werden recht gut bezahlt (3 EUR pro Substanz), macht bei 6-8 Substanzen, für die es EBM-Abrechnungsziffern gibt, bis zu 24 EUR pro UK. Der Preis des Testmaterials geht vom Gewinn ab. Je teurer der Test, desto weniger verdient der Arzt. Die Tests werden deshalb so gut bezahlt, damit sie auch tatsächlich gemacht werden.
Schickt der Arzt die UKs in ein Labor, verdient er gar nichts daran
Viele Ärzte glauben, dass die BK-Kontrolle essenzielle Bedeutung für die Qualität ihrer Behandlung hat, und führen zusätzliche Tests durch, die gar nicht bezahlt werden - Oxycodon, Fentanyl, spezielle BZD, Pregabalin, Trizyclika, synthetische Cannabinoide...
Ich betrachte die UKs als notwendiges Übel und mache sie, weil sie vorgeschrieben sind, nicht weil ich sie für sinnvoll halte.

LG

Praxx
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Cariote
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 898

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2018 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

Und die Spucketests? Werden die genauso mit 3 Euro pro Substanz vergütet? Welche Substanzen sind bei den Spucketests vorgesehen? Und zuletzt: Darf die Apotheke die Spucketests für den Arzt durchführen?
LG Caro
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