Ich glaube ich habe ein Problem

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summersun
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.09.2014
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 27. Mai 2019 20:59    Titel: Ich glaube ich habe ein Problem Antworten mit Zitat

Hallo liebe Leute.
Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll, aber meine Überschrift beschreibt meine Situation ganz gut.
Ich trinke zu viel und das wirkt sich auf mein Leben aus.
Heute War der Punkt erreicht an dem ich gemerkt habe, dass es von alleine nicht besser wird.
Eigentlich weiß ich nicht was ich mir von diesem Text als Konsequenz erwarte. Ich glaube ich musste es einfach mal aussprechen.
Ich weiß, dass ich mir Hilfe suchen muss, aber ich weiß nicht wie und wie ich das dann bewältigen soll.

Naja, habt noch einen schönen Abend. Confused
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Cariote
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 1077

BeitragVerfasst am: 27. Mai 2019 22:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
dein Text kommt für mich zu einer Zeit an dem ich mir auch Gedanken mache. Ich habe zu hohe Leberwerte ( zwischen 90 und 50) Deswegen wäre für mich ein gänzlicher Alkoholstop auch gut.
Allerdings weiss ich auch nicht so recht wie. Für irgendetwas steht der Alkohol ja. Mich entspannt er nach der Arbeit. Ich bräuchte einen Ersatz, aber was?

Trinkst du denn jeden Tag oder machst du mehrere Tage in der Woche Pause?

LG Caro
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summersun
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.09.2014
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 28. Mai 2019 00:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Cariote!
Ich habe das Gefühl, dass ich trinke damit alles etwas mehr Spaß macht, bekomme aber den Absprung dann nicht mehr.
Ich trinke durchschnittlich alle zwei Tage.
Es gibt auch mal (mittlerweile immer seltener) eine Woche in der ich nicht trinke, aber dann habe ich das Gefühl, dass ich nichts gebacken bekomme.

Auf meine Leber hat sich das noch nicht ausgewirkt, aber schon auf mein soziales Umfeld.

Habe vorhin mit meinem Mann gesprochen und er möchte mich unterstützen, weiß aber auch nicht wirklich wie.

Vielen Dank. Ich merke, dass es schon gut tut, zu wissen, dass man nicht der einzige Mensch mit diesem Problem ist.
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summersun
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.09.2014
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 28. Mai 2019 00:08    Titel: Antworten mit Zitat

Caro, wie ist das denn bei dir? Trinkt du jeden Tag oder weniger?
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Nehell
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 14.06.2013
Beiträge: 605

BeitragVerfasst am: 28. Mai 2019 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Summersun,

hast du schon mal drüber nachgedacht ein Treffen der anonymen Alkoholiker
zu besuchen ?

LG

Nehell
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Cariote
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 1077

BeitragVerfasst am: 28. Mai 2019 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, Phasenweise 5 Tage die Woche jeden Tag 2,3 Gläser. Es gab Zeiten wo ich gar nichts trank und wo es viel mehr war.
Aktuell hält es sich so halbwegs bis auf zwischendurch mal mehr. Aber ich denke es ist zu viel. Vor allem der Grund: Um zu entspannen, um sich besser zu fühlen ect..das sind schlechte Gründe.
Auf Partys , zu Silvester oder zum Restaurantbesuch fände ich es ok. Aber nicht um den Tag "besser" zu gestalten oder um eine bestimmte Wirkung zu erzielen.

Blöderweise ist Verhaltensumstellung ziemlich schwer. Ich habe angefangen die Ernährung umzustellen, auf Fette und Zucker zu achten. In der Hoffnung die Leber zu entlasten.

Dein Mann trinkt nichts? Das ist bei mir ähnlich. Er findet es manchmal ziemlich nervig wenn ich ne Dose in der Stadt trinke ansonsten lässt er mich machen. Was soll er auch tun?
LG C.
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summersun
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.09.2014
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 28. Mai 2019 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben.

Nehell, danke für deine Antwort. Habe darüber schon nachgedacht, aber da ich auf dem Dorf wohne, wo die Gerüchteküche ziemlich schnell hochkocht, ist das evtl. problematisch für mich.

Hinzu kommt, dass ich mich sehr schwer tue mit neuen sozialen Kontakten und schnell in Panik gerate, bei mir unbekannten Situationen.
Allein der Gedanke an so einem Treffen teil zu nehmen macht mir zu Zeit schon Angst.

Caro, mein Mann trinkt halt nur mit Freunden oder auf Partys.

Er ist auch ziemlich angenervt, wenn er nach hause kommt und ich schon wieder getrunken habe, ist aber froh, dass ich jetzt gestern endlich mal zugegeben habe, dass da ein Problem ist.
Habe heute tagsüber gemerkt, dass ich den Alkohol benutzt habe um etwas zu schaffen.
Hab heute nur den ganzen Tag auf dem Sofa gesessen und nicht wirklich was gemacht.

Muss unbedingt aus diesem Kreislauf raus.
Ab morgen gehe ich wieder arbeiten und hoffe, dass mir da dann ablenkt und ich mir nicht den ganzen Tag Gedanken um mich und meine Situation mache.

Werde glich mal versuchen mir ne Therapeuten zu suchen, der mit mir auch meine Depression angeht.

Caro, du sagtest deine Leberwerte seinen erhöht. Welche meinst du denn?
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Cariote
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 1077

BeitragVerfasst am: 28. Mai 2019 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Der Gamma Wert ist bei ca 55, GPT und GGT schwanken zwischen 60 und 90. Also ca doppelte Werte als Norm.
Ausserdem wurde eine leichte Fettleber im Ultraschall gesehen. Der Nüchternzucker war bei 125.
Kann jemand eine Aussage zu den Werten machen?

Ich soll 8 bis 10Kilo abnehmen und dann neu gucken, Fett und Zuckerarm essen, viel Bewegung und kein Alkohol.Der letzte Punkt ist nicht so einfach für mich.

Hat jemand Vergleichswerte?

Bei mir gehen einige Dinge ohne Alkohol gut: Lesen, Fernsehen, arbeiten, schlafen Smile
Im Zusammenhang mit anderen Menschen wird es gefährlich. Etwas schaffen wollen, aufräumen, Haushalt, ect das kann ich mit Alkohol auch "besser". Relaxen und Arbeiten geht ohne besser.
Hmmm...
LG C.
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summersun
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.09.2014
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 28. Mai 2019 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Caro.

GOT, GPT und GOT sind Enzyme die sich in der Leber oder an den Zellwänden der Leber befinden. Ein Anstieg im Blutserum kann auf eine Leberschädigung hindeuten, diese Schädigung kann durch Alkohol und andere Toxine, sowie Hepatitis hervorgerufen werden.
Ein Nüchternzucker von 125 ist auch schon erhöht.
Ist auch mal ein Langzeitzucker (HbA1c) bestimmt worden?

Sonnige Grüße bei dem Mistwetter
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Cariote
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 1077

BeitragVerfasst am: 29. Mai 2019 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo sumsum,
du arbeitest auch im medizinisch/ sozialem Bereich? Dein Wissen um die Laborwerte bringt mich auf den Gedanken.
Ja, heute wurde ein Langzeit- Zuckerwert abgenommen aus dem Blut. Auf das Ergebnis bin ich gespannt. In meiner Familie hat niemand Zucker.
Ich hoffe es ist nur eine Vorstufe oder so... die ich mit Ernährung hin bekomme.

Ich kaufe momentan nur Alkohol ohne Zuckerzusatz also zum Beispiel Jim Beam mit Cola Zero, ohne Zucker. Wie viel das wirklich bringt im Gegensatz zu Cola mit Zucker...keine Ahnung? Weiß es einer von euch? Ich sollte 8 Kilo abnehmen bis ich am obersten Rand vom Normalgewicht bin.

Alkohol wird doch auch in Kohlenhydrate und damit in Zucker umgewandelt oder?

Ernährungslehre ist schon so lange her, ich habe es vergessen Confused

Wie geht es dir heute? Merkst du von dem Alkohol noch etwas? Ich merke schon nach dem ersten Glas dass ich entspannter aber auch aktiver werde...blöderweise.
LG Caro
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summersun
Anfänger


Anmeldungsdatum: 29.09.2014
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 29. Mai 2019 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Caro.
Ja, arbeite im medizinischen Bereich. Smile
Der Langzeitzucker muss nicht unbedingt Auskunft über einen Diabetes geben, er sagt auch etwas über deine Trinkgewohnheiten aus.

Alkohol wird nicht zu Zucker verstoffwechselt, trotzdem enthalten alkoholische Getränke welchen, wird ja schon bei der Herstellung von z. B. Bier und Wein benötigt.

Geht mir heute ganz gut. War ein langer Tag. Auf dem hinweg schien die Sonne und ich hätte wirklich Lust auf ein Glas Wein im Garten gehabt, aber ich denke eher aus Gewohnheit. Hatte auch kurz überlegt mir eine alkoholfreien Flasche Sekt auszumachen. Aber damit wäre ich in diesem Kreislauf ja wieder drin gewesen, nur mit Selbstverarsche.

Fühle mich nach dem ersten Glas auch entspannt, finde dann aber meist kein Ende bis di Flasche leer ist.
Confused
Ich käme aber auch nicht auf die Idee, während oder vor der Arbeit zu trinken, dafür muss mein Kopf zu klar sein und meist werde ich dann müde und schlafe ein.

Hast du schon mal versucht mit dem trinken ganz aufzuhören?

Lieben Gruß
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Jolina40
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 28.12.2015
Beiträge: 556

BeitragVerfasst am: 30. Mai 2019 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

@Cariote
Hab mal ne Frage: Trinkst du mehr Alkohol seitdem du kaum mehr Beikonsum von Shore hast?
Viele in Substitution trinken ja Alkohol als "Ersatzdroge" und oft auch einfach weil sie nach der Vergabe zusammen abhängen und eben alle dort trinken - also quasi so n Gesellschaftsding..
Das is ja bei dir nicht der Fall, du trinkst ja anscheinend alleine...

Mich intressierts, da ich ja auch Pola bekomme und seit einigen Monaten keine Shore mehr nehme.

Hab aber noch oft Suchtdruck, wenn gar nicht mehr geht nehm ich ab und an ne 300er Lyrika...
Frag mich dann wie andere es schaffen und kommt mir so vor als ob fast jeder neben dem Substitut etwas braucht um klar zu kommen.

Entweder THC oder Benzos, Lyrika, Antidepressiva oder andere "Psychopillen", Alkohol oder oder oder.
Ich versuche echt nur Pola zu nehmen doch bin dabei so oft innerlich unruhig und rapellig und irgend etwas fehlt.
Geht's dir auch so?

Hab schon vieles probiert, sowie Autogenes Training, Yoga, Psychotherapie, Verhaltenstherapie und, und, und...
Aber es bleibt schwierig und ist oft ne erzwungene Abstinenz und mit Kampf und Entbehrung verbunden.
Obwohl es mir ohne Beikonsum gesundheitlich sowie finanziell besser geht und mir vom Verstand her natürlich klar ist das es so besser ist...

Hoffe du verstehst worauf ich hinaus will...

Es grüßt Jolina, die echt Respekt hat wie du immer wieder die Kurve bekommst und dabei Arbeiten gehst und dein Alltagsleben aufrecht erhälst
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Cariote
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 18.06.2015
Beiträge: 1077

BeitragVerfasst am: 30. Mai 2019 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Summersun,
Ein toller Name Smile er macht Sommerlaune Smile
Ob es Selbstverschwendung ist mit alkoholfreiem Sekt? Ich bin nicht sicher...wenn du dich damit genauso gut fühlen würdest wie mit echtem Sekt dann wäre es durchaus eine Option?

Auf die Idee kam ich bisher noch nie.. vielleicht sollte ich das tatsächlich mal probieren.

Gerade fährt die Polizei mal wieder durch unseren Park...in Zivil..ich dachte erst welcher Idiot mit seinem Auto durch einen Stadtpark fährt aber da 2 Leute drin sitzen und die hier Runden drehen gehe ich davon aus, dass es die Polizei ist.
Sehr viel davon unterwegs in letzter Zeit...erst letzte Woche wurden wir mitten in der Stadt angehalten...
Naja, wie auch immer.

Du meinst erhöhter Zuckerspiegel deutet auch auf Alkoholmissbrauch hin? Wie hängt das zusammen?
Ich hatte auch eine medizinische Ausbildung absolviert... irgendwann vor gefühlten 200Jahren Smile aber dieser Zusammenhang ist nicht mehr in meinem Kopf.

Schön das du einen alkoholfreien Abend erkämpft hast!

Jolande: Ja, seitdem ich keine Shore mehr nehme trinke ich eher. Zu Shore Zeiten sehr selten.
Auch in Substitution war es ein auf und ab mit Alkohol. Ein paar Jahre nichts, ein paar Jahre viel, aktuell...naja. Geht so...dürfte weniger sein.

Was du geschrieben hast kann ich eins zu eins nachfühlen. Es ist ein erkämpfter Tag, ein Tag ohne Beikonsum. Blöderweise mag ich nicht mehr kämpfen. Ich möchte einfach noch leben solange wie ich lebe. Keinen Kampf und dafür 10Jahre mehr aber jeder Tag ein Krampf und Kampf!
OK, vll würde es irgendwann besser aber das dauert Monate...ich bin des kämpfend müde.

Solange mir der Konsum Spass macht und ich nicht vor oder während der Arbeit konsumiere sondern danach, solange mein Mann damit zurechtkommt...warum soll ich es ändern? Ach ja, die Gefahr des Absturzes und die Gefahr einer Leberzirrhose und Zucker :-/ och menno...

Lg Caro
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Seppel 4
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 1556

BeitragVerfasst am: 16. Jun 2019 06:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hei, Leute!

Meine These zum Thema Alkohol ( oder anderen Suchtmitteln ) ist:

Wenn Alkohol für den Konsumenten zur Entspannung dient, dann ist das

absolut legitim. Doch:

Da der Alkohol/die Entspannung von AUSSEN zugeführt wird und es auf Grund

der steigenden Verträglichkeit für den Konsumenten immer eine kleine Grat-

Wanderung ist, die für ihn und seine individuelle spezielle Situation adäquate

Menge zu finden, wäre es EINEN oder MEHRERE Versuche wert,


diese notwendige Entspannung durch Übungen INNERLICH zu entwickeln.

Es kann mit dem Alkohol auch etwas anderes als Entspannung bezweckt

werden, vllcht: Angst vor Gruppen überwinden, Angst vor dem ersten Sex oder

um ein traumatisches Erlebnis wenigstens für kurze Zeit zu vergessen.

Doch: Gerade dieser Versuch, eine INNERLICHE Befindlichkeit durch ÄUSSEREN

Konsum zu befriedigen kann auf Grund des Suchtpotentials NIE funktionieren.


Den Ängsten muss man sich stellen lernen, die Unruhe muss durch Entspan-

nungsübungen und die Trauma durch Aufarbeitung beendet werden.

Das ist meine ganz persönliche Meinung.

Seppel Wink
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Nehell
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 14.06.2013
Beiträge: 605

BeitragVerfasst am: 21. Jun 2019 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

summersun hat Folgendes geschrieben:
Hallo ihr Lieben.

Nehell, danke für deine Antwort. Habe darüber schon nachgedacht, aber da ich auf dem Dorf wohne, wo die Gerüchteküche ziemlich schnell hochkocht, ist das evtl. problematisch für mich.


Ja, das wäre wohl schon problematisch. Muss man halt abwägen
und sondieren ob man es macht oder nicht.

LG

Nehell
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