Wut

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joe
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1138

BeitragVerfasst am: 24. Mai 2022 12:58    Titel: Wut Antworten mit Zitat

Hallo, zwecks Belebung der Debattenkultur mal ein neues Thema.

ast hat was von Kultivierung von Wut geschrieben. Sie zielgerichtet einsetzen, oder so?
Die Energie von Wut zu nutzen. Für was genau?
Wut erzeugt bei mir immer nur mehr Wut, wenn ich dem nichts liebevolles entgegensetze. Verständnis zu praktizieren erscheint mir wesentlich geeigneter für mein Leben.
Natürlich kann ich meine Wut nicht kontrollieren, und da
bin ich ganz dankbar, das ich nicht dauernd mehr so wütend bin, eigentlich recht selten, ist auch so anstrengend und unsexy.
Joe, clean 24 h
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 3263

BeitragVerfasst am: 24. Mai 2022 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

ich habe nicht gesagt, dass Wut als Dauerzustand wünschenswert wäre, ebenso wenig, dass man ihr nichts liebevolles entgegensetzen solle, so sie einen denn doch mal überkommt.
und auch bei der Wut sollte man differenzieren, denn ich hatte da eher so eine Art 'heiligen Zorn' im Sinn, dem man ruhig auch mal etwas Raum geben kann - zielgerichtet auf Personen oder Dinge muss diese Wut gar nicht mal sein.

Zitat Wikipedia:
"Heiliger Zorn kann man als Tugend ansehen, allerdings eine Tugend, die schnell in Gewalttätigkeit umschlagen kann. Heiliger Zorn kann einen aber auch animieren, für eine gute Sache aktiv zu werden, Zivilcourage zu zeigen, Barmherzigkeit auszudrücken."

nun ja, so ist das wohl in unserer dualen Welt: jede Medaille hat zwei Seiten Twisted Evil
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andy1977
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Anmeldungsdatum: 25.11.2010
Beiträge: 2988

BeitragVerfasst am: 24. Mai 2022 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

Die positiven Gefühle ,geniesse ich.Die negativen Gefühle

versuch ich zu verstehen,wenn ich verstanden hab warum

ich so fühle, lösen sie sich meisten von selbst auf.

LG andy
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ast
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Anmeldungsdatum: 14.03.2012
Beiträge: 3263

BeitragVerfasst am: 25. Mai 2022 08:21    Titel: Antworten mit Zitat

ich klassifiziere Gefühle nicht in positiv und negativ, sondern in ehrlich und unehrlich - und alle ehrlichen Gefühle sind mir willkommen, auch wenn sie von anderen als negativ empfunden werden Wink
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mikel015
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 4068

BeitragVerfasst am: 25. Mai 2022 13:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde Wut ist erst mal eine ganz normale und gesunde Reaktion auf etwas Äußeres. Die wirkliche Kunst ist es, damit gut und sorgsam umzugehen und dazu stehen.In bestimmten Situationen kann es auch helfen,z.B.Wut auf sich selbst um den Arsch hoch zu kriegen...
Immer alles ständig herunterzuschlucken kann nicht gesund sein. Man kann Wut aber kanalisieren und sich ein Ventil suchen,mein Boxsack hat mir da schon gute Dienste erwiesen...
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andy1977
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.11.2010
Beiträge: 2988

BeitragVerfasst am: 25. Mai 2022 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

Ich klassifizieren in angenem und unangenehm .Heilend, friedlich und zerstörend.

Wobei ich mal gelesen hab Wut entsteht durch Trauer.

Im Kampfsport ist es ein Turbo , den man wie ein Schauspieler,seine Gefühle, auf Komando abrufen kann.

Und dann kanalisieren und komprimieren in einen Schlag.

LG Andy
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andy1977
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 25.11.2010
Beiträge: 2988

BeitragVerfasst am: 25. Mai 2022 16:27    Titel: Antworten mit Zitat

Und noch was Sadhguru dazu meint.

Ich finden extrem Entspannt.

https://www.bing.com/videos/search?q=sadhguru+wut+hass&&view=detail&mid=75797E7B15151E3EACD575797E7B15151E3EACD5&&FORM=VRDGAR&ru=%2Fvideos%2Fsearch%3Fq%3Dsadhguru%2Bwut%2Bhass%26FORM%3DHDRSC3


Lg Andy
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3344

BeitragVerfasst am: 27. Mai 2022 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Wut ist doch niemals zielführend, zudem alles verbrennend. Rezidivierend: Scherbenhaufen den eigenen Weg zierend. Der Körper überflutet mit "Stressbotenstoffen".

Bsp Borderline: Wut baut sich zügig auf (bsp Hilflosigkeit bei Reizüberflutung starker Gefühle), so dass Außenstehende bereits wissen: nu knallt es gleich. Ein Schlag und die Lampe hing mal an der Decke. Danach flaut sie allmählich/ oder schnell ab (je nach Ereignis,..) - > Entspannung, evtl bis hin Glückgefühle breiten sich aus nach Rückzug/Beruhigung im Schutzraum (eigene Whg/eigenes Zimmer) Es folgt evtl die xte Entschuldigung. -> Wiederholung ohne DBT, ect. (Skills) Oder Abfall mit zunehmendem Alter. (u.a.erlernte Eigenregulation) Ansonsten: auch rein verbale Wutausbrüche, Autoaggression

Sie kommt daher als "normale" menschliche Reaktion (u.a.kulturelle Abweichungen,...) auf Verletzungen jeglicher Art. Akut (z.B. durch einen Streit), chronisch (z.B. traumatisch, PS,...),u.a. durch Trigger. (Worte, Reize div. Art, Erinnerungen, die verknüpft werden). Persönlichkeit - für mich ne Charakterschwäche. (Choleriker, ...). Latente Wut (bsp auf den Ehe-Partner ü J.zehnte) inkl Gedankenwiederholungen(-kreisen) kann in Neurose, bis hin zur Demenz münden. (vllt "Veranlagung")...

Was Ehrlichkeit betrifft - man darf genauso andeuten, dass Wut an sich "unehrlich" anmutet, denn darunter schlummern die wahren Gefühle.

Wut macht blind - in jeder Situation.
Und ist m.M.n. kein gesundes Mittel zum eigenen Fortkommen und schon gar nicht zur Zielerreichung im zwischen menschlichen.

Wutausbrüche setzen zudem auch beim Gegenüber Stress frei. -> "Gegen - Wut", Angst, Ablehnung,...Bei ruhigen Vertretern: Geringschätzung, nicht ernst nehmen, Abbruch der Kommunikation, Abwendung.

Es gibt kein Bsp, das mir einfiele, wo was Positives entstünde, weder innen noch außen.

Aggressionen treiben an, da braucht´s nur ordentlich Testosteron in der Blutbahn. "Durchsetzungskraft - Zielgerichtet" (Bsp bei Injektionen/Substi gel NW) Aggressionen bei AD(H)S bspweise machen wohl noch blinder, da zudem eh schon ein Aufmerksamkeitsdefizit besteht mit hoher Impulsivität.

Was aber treibt noch an? Wille, starkes Interesse, Nöte, ...münden in hohen Einsatz.

So oder so bei Wut: für mich sind das "Attacken", die am besten erst gar nicht vorkommen oder wenigstens schnell wieder abfluten, um "Herr seiner Sinne zu sein". Auffassungsgabe, Empathie, Kommunikationstraining, etc... weit hilfreicher, im Erreichen von Gewünschtem. Vor allem, wird man selbst nicht krank dabei.

"Angst zerfressen Seele" als Spruch, den die meisten kennen werden.
"Wut zerfrisst das Gehirn" - > ebenso wahr.

Eine Sache vllt, wollte man das als "gut" bezeichnen: die Leute knicken meistens ein im ersten Moment, unabh. von Größe, Gewicht,Geschlecht. Kommt man nicht an den Falschen (oder Richtigen), selbst wut - oder aggressionsgeladen, lach**

Ein Unterschied wäre: zu zeigen, dass man mit was auch immer, so nicht einverstanden ist. Ruhig, (klar umrissen) bestimmt, klare Grenzen, inkl Konsequenz (vor letzterer knicken gerne manche ein) - > Ergebnis: gutes Gefühl von echter Stärke. Gleich, was dabei raus kommt, man selbst ist mit sich im Reinen.

Inzwischen kann ich Wut abfangen im Entstehen, umlenken (mit einer konkreten Ausnahme, daran arbeite ich noch). Was dann aus meinem Mund kommt, ist vor allem so tatsächlich verstehbar für den anderen. Zudem weiß ich heute, wann ich besser den Mund halte - und ein andermal anknüpfe, da sinnvoller oder es in der Versenkung verschwinden lasse. (weil nicht (mehr) wichtig)

Trotzdem "weiche ich nicht zurück", würde meiner Natur widerprechen. Aber ein, zwei Schritte zurück treten im Geiste, vllt erst mal den Raum verlassen, das Thema wechseln, der andere dann auch wieder voll gesprächsbereit, alles runter gefahren, "Neustart"(anknüpfen) - super! Am Ende ist man eher wirklich zufrieden und nicht nur kurz "entladen".

Muss grad schmunzeln, denke an Psychologen, Lehrer,...die sowas genau wissen, es weiter geben - aber selbst nicht beherrschen. Denn das bedeutet ARBEIT und wie immer, an sich selbst am schwersten. Die liebe Theorie... Very Happy

Selbstentzündung (Wut gegen sich selbst richten/Autoaggression) ist der Supergau für Betroffene. - dann lieber noch "auspowern".

Ich war eines "der wütenden Kinder" - zu Recht. (Zudem hat ein Teil der Fam. gerne geschrien, um Nachdruck zu verliehen, Persönlichkeitsbedingt, impulsiv/"superehrlich" (wirklich?) - also schreit man zurück als Kind/Jugendliche. Der andere Teil, regelte nahezu allzu diplomatisch, so dass es an Unehrlichkeit grenzte zuweilen (schien so)). Aber das darf auch mal rum sein. Und man darf schauen, was darunter vergraben liegt. Ein Erwachsener, der (übermäßig?) wütend wird, ist in meinen Augen ein echter Verlierer von Lebensquali, wenn er nix dagegen tut- und tatsächlich extrem unsexy. Wink

P.S. ich mag Alpha Männchen, jedoch mit der Erweiterung heute, dass sie sich im Griiff haben! JEDERZEIT. Die allzu Gemäßigten waren noch nie meine Kragenweite. (Frau kommt vom Vaterbild zuweilen schlecht weg, lach**)
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4072

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2022 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Für Wut habe ich schon lange keine Kraft mehr.

Wut jagt meinen Blutdruck in unermessliche Höhen und es geht mir damit wirklich mies. Also lasse ich es bleiben, wütend zu sein. Früher hätte ich das nicht verstanden. Ein Leben führen ohne große Höhen und Tiefen ... immer schön "flach und seicht" und ohne Aufregung, weder im positiven noch im negativen Sinn.

Also im Grunde wie auf Drogen. Nur ohne.

Ziel erreicht?! Rolling Eyes
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3344

BeitragVerfasst am: 7. Nov 2022 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Veilchenfee,

so kann man es auch sagen, lach** in aller Kürze. Wutausbrüche kosten Kraft. Ein mögl. Grund, warum man selbst sich regulieren lernt ü Jahre. Frage jedoch, ob das so ganz ohne therapeutische Intervention fkt.? Die meisten hier haben iwann mal was gemacht/bis mehrfach. Im Falle von (ausschließlich) Substi fehlen meist Hilfestellungen/Grundlagen, sich selbst verstehen zu lernen.

"Zufällig" gestern ein Gespräch mit jemandem, der vor Jahren eine Borderline Therapie machte und sagte, ohne jene hätte er niemals heute einen Job und könnte mit vielem nicht umgehen. Äußerst selten, knallte es kurz mal seither, kein Vergleich zu vor Thera (DBT Ansatz) Außerdem richtete er sich so ein, dass er bz Arbeitsplatz ehrlich sein kann, nimmt Druck und kann sehr von Vorteil sein -> der erste potencielle Arbeitgeber stellte ihn nicht ein, als dies benannt wurde (verständlich**). Dem nächsten sagte er das nicht direkt, jedoch Kollegen im Lauf der Zeit, längst weiß auch der Chef Bescheid, aber wer kann sich darunter was vorstellen?, zwar nen stigmatisierenden Ruf, doch bei hohem Arbeitseinsatz, plus sonstigem gutem Umgang, konnte er sich bald leisten, offen zu sein, was für ihn wichtig ist ( inkl da er dies so lernte**)

Das lief richtig gut, was mich mega freut immer noch, vorwiegend aufgrund der Thera, in der er sich zunächst selbst verstehen lernte, neben Skill Training,...Im Privatbereich zeigen sich noch Klippen. Stationär recht kurz, in meinen Augen (6 Wo). Er dürfte durchaus weiter machen, auch klare Empfehlung zur Entlassung (tolle junge Psychologinnen, jene derzeit arbeiteten - es hat auch Freude gemacht, so sagte er, mit andren sich austauschen, Spiegel gegenüber zu haben, inkl hilfreichem Konzept ).

Es liegt mehr Sprengstoff im privaten zwischen menschlichen Bereich, als am Arbeitsplatz für ihn (er meinte halt regelmäßig seither, er habe keine Zeit, die Arbeit sei viel wichtiger, da wolle er sich bemühen zuoberst). Inzwischen zeichnet sich für ihn jedoch die Sinnhaftigkeit erneuter Hilfe ab. Zudem hatte er sich damals bewusst verabschiedet von dem, was er zuvor beruflich anging, da er erkannte, ihm tut körperliche Arbeit weit besser. Das Gehirn kann sehr unterstützt werden, doch die Störung löst sich nicht in Luft auf n. Thera. Bei einigen wird es (weit) milder im Lebensverlauf, je nach Typ inkl. Bist Du betroffen, Veilchenfee?

Es braucht keine Borderline Störung, um gehäuft wütend zu sein.

Aber wer das kennt weiß, wie explosiv sich solche Gefühle Raum schaffen.( "Impulsiv" hingegen zuweilen milde zu nennen...(.Abzugrenzen oft gar nicht so leicht, von Doppel-/bzw Mehrfachdiagnosen mal abgesehen.) Ohne Hilfe sind Betroffene ihrer Wut (u.a.) erst mal ausgeliefert. Ist ja nicht lange her, da konnte ich das noch mal gut beobachten, wie solches dann ablaufen kann im Alltag.

Auch in dem Fall zunächst zweifelhafte Diagnose, damit geht der Betroffene rein in die ambulante Sucht Thera. Ich hoffe, dass sich dies noch erschließt, wer da ausgebildet ist, die Gruppe leitet...Wird es nicht ins Auge gefasst im Lauf der nächsten Zeit, was ich mir trotz entsprechender Erfahrung mit Falschdiagnosen kaum vorstellen kann - sowas müsste man doch sehen ausgebildet im Verlauf der Gruppe ? (Psychopathologischer Befund wurde nicht erhoben/Bruder früh diag. ADHS, so kann man ja "annnehmen", dass es in der Fam. liegt... ) So hörte ich vor Auszug:" Ich habe ADHS." Im Entlassungsbrief der Entgifte "dazu gepinselt" (zur Abh.) als Diagnose, nicht etwa als Verdacht gekennzeichnet.

Ca 30 min Einzel Gespräch vor der Orientierungsgruppe, keine Selbstauskunftsbögen, geschweige denn Erfragen/Angaben Nahestehender (Eltern, etc). Die "Orientierungsgruppe" selbst: 3 Monate! lang lediglich ein kurzes Blitzlicht gewünscht, ohne je drauf einzugehen,im Anschluss quasselten die Teilnehmer durcheinander. "Wo war die Leitung?" fragte ich. Ja, "die saß halt dabei". Zeit "abgesessen". (viele aus der Gruppe mit Auflagen) In dem Haus wird nun die Ambulante gemacht. Bis hier hin, unmöglich zu empfehlen?, erster Gedanke -> Drobse beteiligt, sie schicken die Leute ja dorthin -> kenne noch eine Mitarbeiterin, dachte darüber nach, einen Termin zu vereinbaren (unsicher: geht mich nix an?). Überprüfung/Nachfrage von deren Seite bz dieser Einrichtung, von der man auch nix Gutes liest, wird dann hoffentlich in Betracht gezogen!

Wut gehört schlicht zu unseren Affekten. Ich möchte sie keineswegs ausschließlich auf PS beziehen/inkl Sucht, auch wenn ich Borderline als Bsp ausführte, in beiden Fällen mit süchtigen Tendenzen/bzw als Diagnose. ( Suchtforum) PS, Stoffwechselstörungen - Wut, Aggressionen,...im psychopathologischen Zusammenhang.

Doch Wut eines DER Themen derzeit. (wie Angst)

Jeder hat seine Erfahrungen mit Wut (bei sich selbst, wie bei anderen) - auf der Ebene finde ich das besser, als hingegen "nur übergeordnet", weit weg von sich selbst, darüber zu "diskutieren". Aber es ist nun mal so, dass unsere Gesellschaft darunter leidet, wenn Affekte im Vordergund stehen. Auch dann fällt mir dazu ein, "macht blind", raubt die klare Sicht. Es geht mir nicht um "gut oder schlecht", mag ich anfügen (sie gehört z. Leben, zu uns, doch wieviel Raum nimmt sie ein, etc), sondern darum, was sie mit uns macht,... - man kann auch mal hinschauen, wie sich solche Affekte auf uns alle auswirken, bspw.obige Betroffene tun viel, um sie besser handeln zu können. Während sie andernorts Nahrung erhält, wächst...
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veilchenfee
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4072

BeitragVerfasst am: 7. Nov 2022 23:17    Titel: Antworten mit Zitat

Habe vor über 4 Jahren die Reißleine gezogen, was meinen sehr stressigen Job anging.

War auch damals nicht wütend, hatte Angststörungen. Die Psychologin war vollkommen für die Katz´. Erst viel später fiel mir auf, dass wahrscheinlich die Hormonumstellung des mittleren Lebensalters für die Probleme verantwortlich war. Aber das sagt einem ja keiner, man wird von den Ärzten mit Citalopram gefüttert und zum Therapeuten geschickt. Bin nicht die einzige, bei der es so gelaufen ist.

War beim Vorstellungsgespräch für die neue Stelle vollkommen offen und ehrlich und wurde trotzdem genommen Smile Mittlerweile passt wieder alles, den neuen Job mache ich ohne emotionale Beteiligung. Selbstschutz. Wenn es notwendig ist (was sehr selten vorkommt), nehme ich eine winzige Menge eines Benzos. Vielleicht ne Viertel Tablette. Das reicht tatsächlich, um einen schlechten Tag zu überstehen.

Körperliche Arbeit an der frischen Luft ist eine wunderbare Möglichkeit, abzuschalten. Mache das regelmäßig, wenn auch nicht mehr so häufig wie früher. Leider.

Es stimmt, die meisten Menschen können sich schlecht regulieren. Sie werden von ihren Emotionen hin- und hergeworfen. Ich bin eher das genaue Gegenteil, was auch nicht ideal ist.

Ist doch irgendwie gruselig, wenn man weder Freude, noch Trauer, noch Wut noch irgend ein anderes Gefühl so wirklich zulassen und spüren kann!
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3344

BeitragVerfasst am: 27. Nov 2022 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Veilchenfee,

leider ist es sehr häufig so, wie Du beschreibst, nicht etwa Ausnahme. ADs (bes. Citalopram) drücken Sexualhormone i.d.R noch weiter in den Keller, so dass wenig gewonnen ist. Es sind die Leitlinien, an jenen sich unsere Gyns entlang hangeln, die eben jenes vorsehen - doch im Grunde lediglich, wenn Hormone contra induziert wären! (oder unerwünscht) So gibt man Psychopharmaka (evtl plus Pflanzliches), um die "Stress Achse" abzumildern, was sich günstig auf Symptome auswirken kann. Zudem wird Frau auch schmerzempfindlicher häufig,..

Mir fiel mehrfach auf, dass die Leute nicht verstehen was sie verordnen - bzw wie der Körper reagieren kann in dieser ganz besonderen Zeit- nämlich keineswegs wie "erdacht"/gewünscht in vielen Fällen. Zudem ist jeder Körper in höchstem Maße abhängig von der Produktion, da Hormone wichtigste Aufgaben erfüllen, auf zahlreiche Stoffwechselprozesse Einfluss haben, Regelkreise gestört/Ungleichgewichte, Abfall der Produktion. Oft jedoch auch, pendelt sich das ein bei vielen Frauen nach einer Weile (die andererseits bei einigen ü 10 J. gehen kann)

Frauen/wie Männer erleben diese Zeit sehr unterschiedlich und jenen es recht gut geht, haben leicht reden...Die Scheidungsquote ist in dieser Zeit echt hoch. Mein ehemaliger Psychologe berichtete mir, dass seine Ehe fast gescheitert wäre und beschrieb einige Problemfelder, da dies ja "mein Baby" war derzeit.

Psychotherapie, Entspannungsverfahren, ect, Austausch mit andren Frauen, können sehr sehr hilfreich sein! (insofern der Behandler gut)

Information: Rechtzeitig eindosiert/bereits in Prä-Menopause, sinken nach Studienlage (ohne Contra Indikation) kanzerogene Geschehen eher mit guten Produkten, als bspw. Jahre in Östrogendominanz. Beschriebene 30 Jahre Hormone (Rimkus und andre, USA,..) ohne einen einzigen Krebs Fall seiner zahlreichen Patientinnen. Koryphäen leider selten in dem Bereich.

Das Wissen scheitert nicht nur an biochemischen körperlichen Prozessen, sondern auch an der Auswahl der Produkte. Es besorgt die Frauen, wenn Hormone verteufelt werden! Grundlos bei vernünftiger Anwendung.
Eher sorgen darf Frau sich bei langfristiger Schieflage - > Osteoporose, steigende Fett-, Blutdruck-,Blutzuckerwerte, schlechte Immunlage, labile/kranke Psyche, etc.

Hinzu kommt die allg. Lage der Ärzte. Die Leitlinie sieht keine (regelmäßig schon mal gar nicht) Blutspiegel Messungen vor, jene keineswegs "sinnlos" sind (nur ein Dussel sagt: die Werte schwanken, deshalb macht es keinen Sinn zu messen - langläufige Meinung, bei jener jedem guten Behandler alle Haare zu Berge stehen!) Ich verstehe sehr gut, dass es Gys nicht behagt, da ohne Kontrolle dran zu gehen! Sie bekommen vieles nicht erstattet. Auch der Ultra Schall der Gebärmutter (Schleimhaut) sollte regelmäßig erfolgen unter Gabe! - was nicht bezahlt wird, wird auch nicht untersucht. (oft)

Es besteht einfach gar kein Anreiz, sich Wissen anzueignen in vielen Fällen. Einige jedoch belegen Fortbildungen (z.B. Rimkus) - leider sind Angebote rar - "mal eben übers Wochenende", der Tag ohnehin voll. Nun ja, dies lassen sie sich dann vergolden. (funzt dann doch nicht so gut zuweilen, weil nicht jede Frau mit diesen Produkten zurecht kommt.) Ich hatte mal so ne süße nette Gyn, die mir sagte, sie dürfe keine human identischen Hormone verordenen, weil ihr Chef damit arbeitet Rolling Eyes nach ein bischen quatschen, meinte sie resolut:" ich mache auch die Fortbildung bald". (."Richtig so, setz Dich gegen das Arschloch durch!" dachte ich nur. Da ging es absolut NULL um das Wohl der Patientinnen)

"Echte" human identische Hormone (transdermal), aus zertifizierten Apos sind das einzige, das zuverlässig unterstützt bz Psyche - inkl. natürlichem Ich-Gefühl. Manche Produkte haben starke NW/sehr individuell. Auch wissen, wie lange es dauern kann, bis die volle Wirkung einsetzt (bis zu einem Jahr bei manchem), usw. Transdermales wirkt i.d.R. schneller.

Natürlich kann Frau auch völlig anders damit umgehen! Entspannnung, passender Sport/ vor allem das richtige yoga hat sehr guten Einfluss, Austausch, Liebe -> nicht unbedingt sex., Frau kann zuweilen keine Berührung mehr ertragen (vorüber gehend). Partner mit einbeziehen, insofern in Beziehung.

Unterstützung reichlich? In ausgeprägten Fällen geht nix mehr. Dann soll Frau sich aufrappeln zum Sport? - eher Spaziergänge mit sich in Ruhe. Was Schönes lesen,...Sonne ist wichtig für die Knochen,ect, jedoch nicht immer so empfehlenswert (z.B. in Östrogendominanz). Frau empfindet sie dann eher anstrengend/unwohl und weilt lieber im Schatten. ( sonst evtl auch Pigmentierungen mögl)

Ernährungsberatung zuweilen hilfreich, da sich die Körper Form verändert, Bauch-,Hüftfett zunimmt. "Weibliche Rundungen" verstärken sich bis x Kg mehr. Alkohol, Kaffee,... können heiße Schübe auslösen. (ein Glas Champagner soll hilfreich sein, hörte ich mal, schmunzel** - Frau hat "ihre Rezepte")

Jede Frau ist anders. Und völlig anders zu behandeln! Ihre Präferenzen deuten den Weg einer Unterstützung. (nebst Anamnese) Allg.: Verständnis. Hilfe. Ruhe. Mit sich allein sein dürfen, aber nicht müssen. Und vor allem -> kein Stress!

Manche Frau empfindet es wohl tuend, abgelenkt zu sein (Beruf,..). Doch da sage ich ein bischen Vorsicht: verpenne nicht Deine Natur gegebene Veränderung! Gruselig die Tanten, die für den Rest ihres Lebens zickig und eher unangenehm sind...- ich darf das schreiben, war selbst unausstehlich.(verfrüht, heftigst. Durch ärztliches Vorgehen/SD Resektion, bz allg. Hormongeschehen/Alter. Ansonsten tolle Ärzte, nur hatten sie keinen Dunst vom Weibe und was kommen kann, operiert man zur falschesten Zeit...)

Geht es Dir denn wieder besser? Alles Gute für Dich!
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