Bin ich wirklich Alkoholiker?

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unbegabt
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.11.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 5. Nov 2010 19:50    Titel: Bin ich wirklich Alkoholiker? Antworten mit Zitat

Hallo,
ich bin weiblich, 21 Jahre alt und habe gerade das erste Mal in meinem Leben in Erwägung gezogen, ein Alkoholproblem zu haben.
Ich bin auf dem Land aufgewachsen, guter Mittelstand, Scheidungskind. Viel Dummes mitgemacht.
Mein Vater wollte mit mir und meinem Bruder gegen den Baum fahren um meine Mutter zu verletzen, hat sie vor uns immer beschimpft usw.
Aber er is ein feiner Mensch.
Wir hätten da nur nicht so involviert werden dürfen.
Wir waren damals glaube ich 7-9.
Zu diesem Zeitpunkt haben ich und mein Bruder mit dem Rauchen begonnen.
Irgendwann endlich die Scheidung.
Mit 12 hatte ich den ersten Alkoholrausch. Seitdem ich ca. 14 bin, trinke ich jedes Wochenende.
Das das alles ausartet, hab ich nicht wahrgenommen.
Gut, weiter mit meiner Vorstellung.
Ich war auf dem Gymnasium, mein Leben lief weiter. Ich lebte bei meiner Mom. Die lernte einen neuen Mann kennen, mit dem ich nicht auskam, deshalb zog ich mit 13 zu meinem Vater.
Ich hab irgendwann das Abitur gemacht und studiere derzeit recht erfolgreich Medizin.
Zum TRinken...
ich hab immer schon (ab 14) kein Ende beim Trinken gekannt.
Immer Vollgas. Naja. Viel Scheiße gebaut, ich gehöre zu den absoluten Kontrollverlust Trinkern.
Ich erzähle soviel Bullshit wenn ich dicht bin und das Schlimmste is eigentlich, dass ich immer wie eine Irre einen Grund zum Streiten mit meinem Freund ausgrabe. Grundlos.
Und damit ruiniere ich alles.
Habe ich HEUTE gemerkt.#
Mit 18 der erste Filmriss. Seitdem gibt es keinen Abend, an dem ich trinke und keinen Filmriss habe.
Wieviel ich trinke ?!
Ja... viel.
Eine Flasche Wodka am Abend mach ich schon weg. Bei meiner Körpergröße von 1, 59 und Gewicht von 57kg wohl schon ordentlich.

Ich glaube ich habe ein problem.
Eines, das ich nicht mehr haben will.

Aber, bin ich wirklich Alkoholiker?
Ehrlich?
Ich weiß es nicht.
Und, falls ja. Wie geht es weiter?

Lg,
unbegabt
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tomate28
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.05.2010
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 5. Nov 2010 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

hi unbegabt.
da ich dich nicht kenne, ist es nicht einfach so etwas einzuschätzen. aber nach meinen erfahrungen klingt es so. wenn du wirklich die wahrheit erfahren möchtest, versuche mal den alkohol wegzulassen und schau was passiert. hast du das schon mal ausprobiert? bekommst du entzugszeichen oder ähnliches...wirst du dann sehen und kannst handeln. im inet gibt es ganz gute tests, ob ein alkoholproblem oder eine alkoholabhängigkeit vorliegt.
viel erfolg Wink
lg tom
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unbegabt
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.11.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 5. Nov 2010 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

ja ich kann den alkohol schon weglassen, das ist kein Problem. Es gibt immer ca. 4 Wochen im Jahr, in denen ich NICHTS trinke.
Diese Wochen führe ich immer ein, wenn ich mal wieder irgendwas ultrakrass beschissenes abgezogen hab im Vollrausch...
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tomate28
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.05.2010
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 5. Nov 2010 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

wenn du den alkohol weglassen kannst, ohne entzug-> dann freu dich. bei deinem trinkverhalten kann sich das ganz schnell ändern. also wenn du schon angst davor hast alkoholiker zu sein, hilft nur etwas ändern so lange es noch geht.
hast du schon mal über ein anderes trinkmuster nachgedacht? am woe was trinken und in der woche nicht? wäre ja ein anfang.
daumen drück Wink
lg tom
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unbegabt
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.11.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 5. Nov 2010 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Erstmal:
Danke, dass du dich mit mir befasst!

Ich trinke ja gar nicht täglich.
Nur ca. 3 mal die Woche.
Ich verliere dann nur immer KOMPLETT die kontrolle über mich.
Und kenne auch kein Ende beim Trinken.
Filmriss hab ich auch IMMER und zwar is wirklich der ganze Abend gelöscht.
Is auch schon öfter passiert dass ich nach massigem Alkohol- und Cannabis-Konsum Auto gefahren bin und es am nächsten Tag nicht mehr wusste. pff...
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krebs88
Gold-User
Gold-User


Anmeldungsdatum: 13.08.2010
Beiträge: 356

BeitragVerfasst am: 5. Nov 2010 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

also mir fällt nur ein...total bekloppt...denn anscheinend machst du das ja sehr bewusst...ich meine du weißt das du die kontrolle verlierst und machst es trotzdem jede woche mehrmals ...ich könnte kotzen bei leuten die noch auto fahren "dürfen"bzw noch ihren führerschein haben obwohl sie so ne kacke machen...euch geht einfach zu gut...warte mal ab bis die ersten sterben weil ihr zu dicht fahrt ...wenn du das mal erlebt hast dann gehst du lieber zu fuß...und das mit 21...pfui...
und was ist das denn für ne frage...?bin ich alkoholiker?das mußt du doch wissen...oder soll ich mal irgend jemand fragen ob ich süchtig bin?oh mein gott...
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unbegabt
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.11.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 5. Nov 2010 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

ich weiß, dass es absolut das allerletzte is. Dumm bin ich ja nicht.
Und ich kann nicht in Worte fassen, wie ich mich dafür schäme, das ungeschehen machen würde usw usw
und das wird sicherlich auch nie wieder passieren.
Ich wünschte auch, man hätte mich erwischt.
Aber das ändert ja alles nichts, is ja alles Konjunktiv.

Und ja... schon ein bisschen unbeholfen, andere Menschen zu fragen ob man "abhängig" is.
Aber ich weiß es nicht.
Für mich war ein Alkoholiker immer jemand, der einfach jeden Tag trinkt, unrasiert is, nichts im Leben auf die Reihe kriegt usw usw
beim Lesen vieler Foren, hab ich da allerdings ganz ganz andere Ansichten dazu gefunden.
Und jetzt weiß ich nicht, ob das bei mir schon eine Art Abhängigkeit ist.
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tomate28
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 13.05.2010
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 5. Nov 2010 23:22    Titel: Antworten mit Zitat

"nur" 3x die woche und dann ne flasche wodtka Shocked . du bist ja erwachsen und mußt wissen wie weit das gehen soll. ich hoffe du bekommst das hin, bevor der zug abgefahren ist. du studierst doch medizin, also ist dir das wort verantwortung nicht fremd. verantwortung für andere sollte man erst übernehmen, wenn man in der lage ist für sich selbst die verantwortung zu übernehmen. also in diesem sinne, denk an deine zukünftigen patienten Wink .
lg tom
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2010 01:16    Titel: Antworten mit Zitat

Nur weil jemand Medizin studiert und intelligent ist, heißt das nicht, dass er auch Lebenserfahrung hat. Allerdings kann Lebenserfahrung sehr dabei helfen, Patienten später erfolgreich zu diagnostizieren und zu behandeln. Insofern kann es nicht schaden, auch mal die ein oder andere Schattenseite des Lebens kennengelernt zu haben.

Liebe unbegabt, natürlich hast Du ein Alkoholproblem, und zwar ein massives. Gegen Deinen Kontrollverlust beim Trinken gibt es meiner Ansicht nach kaum ein Mittel. Es wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als den Alkohol vollständig zu meiden. Stell Dir vor, Du bist auf einem Kongress oder bei einem Geschäftsessen - und verlierst die Kontrolle. Nicht auszudenken.

Ich frage mich nur, wie Du unter diesen Voraussetzungen Dein späteres Berufsleben als Mediziner meistern willst. Dieser Beruf ist unglaublich anstrengend und manchmal muss man die Erlebnisse des Tages ganz schnell vergessen, damit man nicht dem heulenden Elend anheimfällt. Alkohol als Mittel der Entspannung sollte für Dich jedenfalls nicht mehr in Frage kommen, dafür bist Du schon zu lange "dabei". Überleg doch mal - Du trinkst, seit Du vierzehn bist. Das sind über den Daumen gepeilt ca. 6-8 Jahre! Rechne Dir mal die durchschnittliche Tagesmenge aus, die Du an reinem Alkohol zu Dir nimmst. Für eine Organschädigung reicht das auf jeden Fall schon aus!

Grüße!
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M.i.a
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 26.07.2010
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 6. Nov 2010 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo unbegabt.


Mit wem trinkst du denn dann da, wenns so ausartet?

Du solltest dir schnellstmöglichst ein anderes Trinkverhalten aneignen, nämlich keins mehr!
Und ich hab da was aufgeschnappt von wegen Cannabis... rauchst du nur wenn du getrunken hast?
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unbegabt
Anfänger


Anmeldungsdatum: 05.11.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 8. Nov 2010 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Leben als Medizinerin werde ich schon meistern, da habe ich derzeit eigentlich keine Bedenken.
Ich hab das auch nicht so drauflos-studiert sondern davor bereits 6 Jahre Praktika gemacht.
Wi dem auch sei, danke für die Antworten, ich habe jetzt seit 5 Tagen keinen Alkohol mehr getrunken und werd das ab jetzt in Angriff nehmen es entweder ganz zu lassen oder wirklich gewisse Grenzen einzuführen.

@ M.I.A.: ich trinke halt mit Freunden, wenn wir ganz normal unterwegs sind. Oder zuhause wenn man zusammen sitzt...
Und nein, ich kiffe nicht nur wenn ich getrunken habe.
Aber das ist wirklich eine Sache die ich völlig unter Kontrolle hab. Hin und wieder - hier und da, und das wars auch schon .
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longtime
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 20.07.2009
Beiträge: 99

BeitragVerfasst am: 9. Nov 2010 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

hallo unbegabt,

ehrlich, wenn ich dich lese, hoffe ich nur, nie bei dir
patient zu sein, so du wirklich ärztin wirst.

Zitat:
Und nein, ich kiffe nicht nur wenn ich getrunken habe.
Aber das ist wirklich eine Sache die ich völlig unter Kontrolle hab.


sicher.

und dein alk-konsum ist stark mißbräuchlich. mindestens das.
und ne, man muss keinen bart haben und täglich von morgens bis
abends saufen, um alkoholiker zu sein.

kein abend mit alk ohne filmriss? zeit es zu lassen. du kannst damit
nämlich nicht umgehen.

gruß longtime
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4057

BeitragVerfasst am: 9. Nov 2010 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

Also, unbegabt, Du bist 21 und hast 6 Jahre lang Praktika im medizinischen Bereich gemacht. Also seit Du 15 bist. Dann hast Du ja wirklich Ahnung, wie knallhart der Praxis- oder Klinikalltag ist und wie grausam es ist, Menschen Schmerzen zufügen zu müssen und ihnen beim Sterben zuzusehen.
Nicht umsonst gibt es unter den Ärzten sehr viele Alkoholiker und Medikamentenabhängige. Ich wünsche Dir, dass Du durchhältst - das (Berufs)leben ist noch lang.
Grüße.
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longtime
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 20.07.2009
Beiträge: 99

BeitragVerfasst am: 9. Nov 2010 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

oh, das mit dem alter hab ich noch gar nicht gelesen...

6 jahre praktika, abitur nebenbei, jetzt studium.

du musst ein wunderkind sein Very Happy

gruß longtime
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ichhassedas
Silber-User
Silber-User


Anmeldungsdatum: 08.08.2010
Beiträge: 211

BeitragVerfasst am: 9. Nov 2010 16:33    Titel: Antworten mit Zitat

Naja Longtime, klingt schon im ersten Moment etwas komisch, aber wenn du nochmal genauer drüber nachdenkst.
Vielleicht hat sie mit 15 das erste Schulpraktikum im medizinischen Bereich gemacht und dann noch weitere folgen lassen...Dann Abitur, sie ist ja "schon" 21...Wäre ich nicht sitzengeblieben usw... hätte ich auch mit 18 mein Abitur gemacht... Warum denn nicht?

Allerdings, wenn man Medizin studiert sollte man doch um die Gefahren des (übermäßigen) Alkoholkonsums wissen und auch eine Sucht (rechtzeitig) erkennen bzw. diagnostizieren können.

Also, unbegabt, auch meiner Meinung nach hast du ein Problem, dass du dringends lösen solltest, bevor du irgendwann dann vor einem Riesen Scherbenhaufen stehst und dir denkst: "Hätte ich mal nur damals auf die im Suchtforum gehört..." Wink

Also alles Gute für dich, es ist nie zu spät, etwas zu ändern. Man bekommt jeden Tag eine neue Chance dazu!
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