Zusammenleben nicht mehr möglich-wegen starken Suchtproblem

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Tyra
Anfänger


Anmeldungsdatum: 14.09.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 14. Sep 2011 18:00    Titel: Zusammenleben nicht mehr möglich-wegen starken Suchtproblem Antworten mit Zitat

Hallo miteinander,

vor 2 Jahren bin ich (30) mit meiner langjährigen Freundin (30) in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Seit 1 Jahr stehe ich vor folgendem Problem: Meine Freundin leidet unter starken Depressionen, sie nimmt starke Beruhigungsmittel (Tabor) und trinkt so einiges an Alkohol.
Dadurch hat sich ihre Einstellung mir gegenüber grundlegend verändert, sie ist aggressiv, hat des öfteren Ausraster an die sie sich später nicht mehr erinnert, sie lässt keine Möglichkeit aus schlecht über mich zu reden und tyrannisiert mich indirekte durch spitze Bemerkungen u.s.w. In Ihrer Vergangenheit war sie bereits mehrfach in Kliniken allerdings wegen Essstörungen. Vor 1 1/2 Jahren hat sie ihre ambulante Therapie einfach abgebrochen und es geht immer weiter Berg ab.

Zu Beginn unseres zusammenwohnes war sie mir gegenüber noch freundschaftlich eingestellt. Ich war damals selbst in einer Krise weil ich mich von meinem Ehemann getrennt habe und ziemlich in der Luft hing. Jedoch habe ich seit 1 Jahr eine neue feste Beziehung und mir geht es sehr gut. Anscheinend reizt das sie noch mehr. Und durch andere Freunde habe ich mitbekommen das sie eifersüchtig ist.

Natürlich gibt sie nichts von all dem zu. Und die Außenwelt denk es geht ihr gut, was bei mir noch mehr Duck auslöst, weil ich sie bis jetzt immer gedeckt habe.

Vor 10 Jahren hatte ich auch mal schwere Depressionen und ein Alkoholproblem, das ich aber glücklicherweise gut in Griff bekommen habe. Dennoch muss ich mir von ihr bei jedem Gespräch anhören, dass ich ja selbst krank sei und so weiter. Und Tatsache ist wenn es mir mal nicht so gut geht, geht es ihr gut.

Ihre Therapeutin hatte mich bereits vor einem gemeinsamen Zusammenwohnen gewarnt und ich mich damals dennoch dafür entschieden. Schließlich sind wir seit 12 Jahren befreundet und ich habe geglaubt das es klappen wird. Nun weiß ich es allerdings besser.

Ich leide sehr unter ihr. Leider ist es nicht möglich mit ihr offen zu reden da sie sehr unehrlich und missgünstig ist. Nun kann ich nicht mehr und ich möchte nicht mehr mit ihr zusammen wohnen. Nachdem ich es ihr verkündet habe, begann sie sofort mit dem Rosenkrieg und meinte sie werde auf keinen Fall ausziehen.

Nun stehe ich vor einem wirklich unschönen Problem. Eigentlich möchte ich sehr ungern ausziehen, ich habe viel Mühe und Arbeit investiert und auch der gemeinsame Garten wurde von mir komplett umgebaut und erneuert. Sie möchte sich einen neuen Mitbewohner suchen, wobei sich diese Wohnung durch die räumliche Aufteilung nicht gerade für eine Wg Wohnung mit einem Fremden geeignet ist. Sie arbeiten in der Nähe, aber durch ihre Erkrankung ist die Frage ob sie nicht bald einen Klinikaufenthalt machen wird (was sie selbst bei einer anderen Freundin angedeutet hat). Zudem ist sie unzufrieden mit ihrem Job und spricht darüber sich etwas neues zu suchen. Sie arbeitet in einem Kinderhort und äußert sich auch sehr hasserfüllt über die Kinder, einmal hat sie einem Jungen sogar mal eine geschlagen.

Ich mache mich gerade Selbstständig und suche dafür sowieso weitere Räumlichkeiten. Zudem würde mein Freund auch gerne mit einziehen. Woran sie jetzt auch alles festmacht. Wir haben uns ja jetzt gegen sie verschworen.

Natürlich könnte man sagen das es dadurch ein leichtes wäre das wir uns etwas neues suchen. Allerdings möchten wir damit noch etwas warten, weil wir dann auch gern eine noch größere Wohnung wollen, wo wir auch eine Familie gründen können. Das lässt aber unser gemeinsamer finanzieller Rahmen im Moment noch nicht zu.

Jetzt stellt sich die Frage was ich machen soll, irgendwie sehe ich es nicht ein einfach so das Feld zu räumen. Klar mache ich mir auch Sorgen um sie, jedoch glaube ich langsam nicht mehr das ich ihr helfen kann und die Wut überwiegt gerade bei mir. Sie sagt zu mir, wenn du ein Problem mit mir hast muss du ausziehen, ansonsten kannst du gerne wohnen bleiben. Sie hat ja kein Problem?! Alles ist für sie ein Spiel, indem ich ihr Gegner bin.

Ich bin im Moment ziemlich verzweifelt, ihre Mutter weiß von nix, ihr Ex der selbst Therapeut ist versorgt sie mit Tabor. Hab schon überlegt ob ich ihre Therapeutin mal anruf.

Bin echt Ratlos Sad
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veilchenfee
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 14. Sep 2011 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tyra und herzlich willkommen!

Hm, verzwickte Situation, in der Du da steckst! An Deiner Stelle würde ich in den sauren Apfel beißen und das Feld räumen. Weißt Du, indem Du noch länger mit ihr zusammenwohnst, vergiftest Du Dir jeden einzelnen Tag. Keine Ahnung wie stressresistent Du bist, aber mir würde so eine Situation auf die Gesundheit schlagen. Blutdruck und so.

Blöd ist halt, dass Du noch etwas Zeit brauchst, bis Du Dir mit deinem Freund zusammen eine gescheite Wohnung leisten kannst. Lässt sich das nicht irgendwie beschleunigen?

Wenn Deine Freundin irgendwann mal einen halbwegs lichten Moment hat, würde ich ein klares Wort sprechen nach dem Motto dass es Dir furchtbar leid um Eure Freundschaft tut und dass sie sich gerne melden kann, wenn sie eines Tages weg von den Tabletten und dem Alk und wieder bei Verstand ist.

Helfen kannst Du ihr im Moment nicht, fürchte ich und in ihre Angelegenheiten (Ex / Therapeut) würde ich mich unaufgefordert nicht einmischen.

Auch ich ließ mal eine Freundschaft für mehrere Jahre ruhen (aus ähnlichen Gründen), um sie dann irgendwann wieder aufleben zu lassen. So etwas kann funktionieren! Vielleicht ist das bei Euch ja auch der Fall.
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Tyra
Anfänger


Anmeldungsdatum: 14.09.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 14. Sep 2011 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Veilchenfee,

danke für deine Antwort. Mit der Gesundheit hast du Recht, hab schon ungewollt ein paar Kilo abgenommen und schlafen tu ich auch schon lang nicht mehr gut.

Grad eben habe ich von einer weiteren gemeinsamen Freundin erfahren, das sie versucht hat ihr den Kontakt zu mir zu untersagen. Es ist echt ein Trauerspiel hier. Und ich sehe nur den Hass in Ihrem Gesicht mir gegenüber und dennoch begreife ich es nicht und meine zu träumen.

12 Jahre Freundschaft und ich war immer da für sie. Ob das noch Mal was wird, weiß ich nicht. Manches lässt sich nicht mehr so einfach reparieren Sad

Das schlimme ist ja auch das sie ihre Hasserfüllten Gedanken über mich auch an andere weiterträgt und ich das starke Bedürfnis habe Klarheit zu schaffen. Gerade auch bei ihrer Mutter die keine Ahnung hat wie es um ihre Tochter steht. Würdest du mal mit ihr reden?

Ja das mit der Therapeutin ist vielleicht keine so gute Idee, fühl mich hier einfach allein mit ihr und ihren Problemen.

Letztendlich werde ich ausziehen müssen, auch das wird mich sehr schmerzen. Es ist mein Zuhause geworden. Einfach nur traurig! Ich hoffe insgeheim immer noch das sie zu sich kommt.

Hilflos dieser Situation gegenüber zu sein ist schrecklich!
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veilchenfee
Foren-Guru
Foren-Guru


Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 4066

BeitragVerfasst am: 17. Sep 2011 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Mit der Mutter reden ... kommt darauf an, ob Ihr in der Vergangenheit guten Kontakt hattet. Dabei würde ich aber zunächst nicht zu sehr ins Detail gehen und die Freundin auch nicht zu sehr anschwärzen. Aber ich würde es machen, glaube ich. Mit viel Fingerspitzengefühl halt.
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