Ein Alki schreibt über sein Leben Krasser Schei... Oder ?

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Gutzufuss
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Anmeldungsdatum: 29.06.2016
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 16. Jul 2016 02:58    Titel: Ein Alki schreibt über sein Leben Krasser Schei... Oder ? Antworten mit Zitat

Vorweg.
Diese Geschichte entstand aus einer Aufgabe die Ich in meiner Reha machen musste.
Aufgabenstellung war mein Leben auf 10 Din a4 Seiten. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Geschichte wurde dann von einem Psychologen gelesen , damit Er mich besser kennen lernt.
Anschließend erhielt ich die Seiten zurück und das ohne einen Kommentar.

Bitte Achtung Ich habe die Geschichte mit sehr viel Hass geschrieben. Aber es war der Hass auf mich selbst und nicht der gegen meine Mitmenschen und Familie



Krasser S... 
oder 
***! 
Mein Abschied vom Alkohol 
Wir schreiben heute den 28.09.2013 und ich möchte euch meine Geschichte zur Alkoholentwöhnung erzählen.
 
Das ganze liegt aber nun auch schon einige Zeit zurück und ich muss in meinem grauen Kasten kramen damit sich noch was findet. 

Es ist alles halb so wild wie es sich anhört.
Oder ! 


Ausschlaggebend war ein Gespräch welches ich mit einem Kollegen geführt habe.
Hier hat mich dieser dann auch auf mein Problem angesprochen. 
Es fiel zum ersten mal der Satz „ B... Du hast ein Problem mit dem Alkohol“. 
Ich habe es damals noch verneint, und abgestritten. 
Schnell waren auch die passenden Antworten gefunden und auch berichtet,welche da waren Geburtstage und Feste ,die aber nie so stattgefunden haben. 
Das ganze ging dann ca. ein halbes Jahr gut, in dem ich dann auch weniger getrunken habe gut, aber dann fand ich mich erneut eines Tages wieder bei einem Gespräch ,und das wurde dieses mal deutlicher als das erste. 
Mein Nebengeräusch(Frau) hat auch schon die ganze Zeit dagegen gewettert. 
Aber das Großmaul (Ich) hat natürlich kein Problem mit dem Alk.
Kann doch gar nicht sein.
Ich doch nicht.

Schaut was die anderen saufen. 

Das ich aber die ganze Zeit über Gesoffen habe verrate ich euch nun doch nicht. 
Und so kam es dann auch in diesem 2. Gespräch dazu das mir von meinem Kollegen doch etwas massiver ins Gericht ging. 
Es währen nun Sanktionen gefolgt. 
So habe ich mich dann doch mal hingesetzt und mir das ganze überlegt.
 
Es hört sich gut an mal eben überlegt.
Auch habe ich meine Frau immer wieder gefragt ob es denn wirklich so schlimm ist das ich nun auch schon beruflich mit Strafen bzw. Kündigung rechnen muss. 

Nachdem diese das auch bejahte, habe ich dann meinen Hausarzt auf gesucht und Ihm mein Anliegen vor getragen. 
Er nahm mir dann auch die Blutwerte, konnte aber nichts auffälliges feststellen.
 
Ich war aber in Zugzwang da ich meiner Firma vorweisen sollte das ich gegen mein Problem etwas unternommen habe. 
Nach ein paar Gesprächen mit meinem Arzt hat Er mir dann die Alkoholentgiftung empfohlen. 
Uff 
Ich also doch Alkoholiker Wie kann denn das ?
Es hilft aber kein aber ich sollte handeln. 

Lange Rede kurzer Sinn. 
Telefonisch im Christopfsbad angemeldet und dann ging es auch schon los. 

Zur Entgiftung bin ich am 04.08.2010 gegangen. 
Natürlich war ich auch schlauer als alle anderen und habe abends noch den 
Keller aufgeräumt, was mir am nächsten Tag doch noch einen guten Pegel eingebracht hat. 
Ich war also nun in der Entgiftung ,was soll es dann entgiften wir halt eben. 
Das war bei mir auch wieder erwarten nicht so schlimm wie ich es bei meinen Mitpatienten gesehen habe.
Zitternd, Krampfend, und welche auch absolut von der Rolle.
Manche richtiggehend ruhig gestellt, ja und auch einige komplett vom Planeten geschossen.

Man wo bin ich hier nur hingeraten, ich habe Angst empfunden in diesem Moment. 

Mein Entzugserscheinungen beliefen sich auf ein wenig schwitzen an den Händen und eine leichte Nervosität. 
Ich hab auch zwei Nächte nicht geschlafen,und war dadurch auch vielleicht sehr schnell müde und abgeschafft. 
Richtig erschreckt habe ich mich weil einige auch noch weggesperrt waren, aber das war dann auch schon das Ende von dem was hätte auf mich zukommen können(Delirium).
Bilder und Geräusche die man nicht vergisst. 
Ich war dann auch nur 4 Tage auf der psychosomatischen geschlossenen Abteilung und bin dann in die offene verlegt worden. Hier fanden dann auch die ersten Gespräche mit Ärzten und Psychologen statt.
Einzig was mich richtig gestört hat sind die ewigen Kontrollen vom Pflegepersonal gewesen.
Aber dazu mehr später.
 
Ich mich unterhalten , ich hab doch viel lieber allein daheim in aller Ruhe mein Zeug gesoffen. 
Ich kriege doch die Zähne so schon kaum auseinander. 

Hier wurde ich dann auch auf die Möglichkeit einer Therapie hingewiesen. 
Aber das Großmaul (Ich)braucht das doch nicht. Ich habe das zu Anfang strickt abgelehnt.
Wenn ich hier in 14 Tagen wieder raus bin dann kann ich auch das ganze Leben ohne Alk.

Ich bin auch richtig mit der Kelle gepudert worden.
 
Aber so ist es nun mal.
Ich kann das alles so.
Ich habe das so schnell gelernt , wie man bei Glatteis eine Straße überqueren will und dabei die Goldmedalie im Eiskunstlauf gewinnt. 

Ich bin während der Entgiftung im Freigang einkaufen gewesen, und was hab ich im Wagen liegen,“Richtig „ .
Ich wollte aus Gedanken heraus was zu Trinken kaufen. 
Also noch mal zurück und noch mal. 
So hab ich dann auch mal das eine oder andere Wort überhaupt mal angenommen.
Ich hab doch wohl was mit diesem Zeug am Hut , also kann s´ auch nicht verkehrt sein das ich hier bin und mich dagegen wehre. 
Die 14 Tage waren auch unheimlich Interessant und lehrreich für mich. 
Danach musste ich auch noch 3 Monate arbeiten die eine echte Qual waren, und sehr viele Möglichkeiten boten wieder an den Alkohol zu kommen. 
Ich hatte nach langen hin und her , und auch einigen Querelen im Beruf doch einer Therapie zugestimmt. 
Diese bekam ich dann auch bewilligt.
Ich fuhr dann in die Ahg Klinik In Oppenweiler. 
So das war einmal eine Einführung in mein abstinentes Leben. 

Bedienungsanleitung: 

Ich empfehle meinem Lesern sich ausreichend Zeit , genügend zum Trinken ( natürlich keinen Alk. ) einige gute Musikalben (in den Player Laden ) und einen bequemen Sessel. Denn es wird eine sehr lange Geschichte. 
Die hier aufgeführten sind nicht unbedingt jedermann´s Sache. Oder Ihr nehmt was euch gefällt. Auf jeden Fall Kann man diese über You Tube Hören. 

Also allen viel Spaß und nicht so viele schräge Gedanken. 
Oder ein gutes Lied in Endlosschleife. 
( 1. Album Avantasia Metal opera Pt1) 
Meine Entziehungskur Im Wilhelmsheim 
Vom 03.11.2010 – 15.12.2010 

Angst, Was kommt nun alles auf mich zu 
Ungewissheit und Sorgen haben mich fast erdrückt 
Angst vor dem nicht verstanden werden ,und die Gewissheit das es mir jetzt an den Kragen geht haben mich fast verrückt werden lassen. 

Zweifel an mir selbst und an meiner Gefühlswelt waren auch vorhanden 

und der absolute Oberhammer ist der das ich mich noch von meinem besten Freund verabschieden soll.? 

-Wer oder was hat mich zu dem gemacht der ich heute bin? 

Das und noch zigtausend anderer Fragen gehen mir durch den Kopf. 

Einen wahren Freund gibt es in dieser Geschichte auch. 
Er heißt Andreas und ist mein Kollege und auch mein Chef. 
Er hat mir den Tritt in den Allerwertesten gegeben ( auch wenn es bildlich gesehen eher eine Lachnummer würde, denn Er ist deutlich kleiner als ich). 
Ihm sei hier genauso gedankt wie allen anderen auch die es mit mir Ekelpaket so über die Jahre ausgehalten haben. 
Auch muss ich mich bei meiner besseren Hälfte bedanken, die mich doch schon eine ganze Weile mit allen meinen Macken ertragen muss. 

Danke auch an das Team im Oppenweiler die doch so einiges auf der Pfanne haben müssen,um mit den Schauspielern und Gauklern mit denen Sie den ganzen Tag zu tun haben, auf die Griffel klopfen können. 

Also nun aber 
Heute ist Mittwoch der 3.11.2010 , und ich bin nervös wie schon lange nicht mehr. 
Der Weg bis zu diesem Punkt dauert eine kleine Weile von doch nur ganz bescheidenen 25 Jahren. ( bedenkt man das ich selbst erst 48 Jahre bin, so habe ich die Hälfte meines Lebens schon versoffen und somit auch vergeudet) 

Aber da Ihr nun doch alle zeit habt ,so lasst euch doch meine Geschichte erzählen. 
Ich wurde als 2. Kind von 3en geboren. 
Mein Vater ist mittlerweile Rentner, war aber zu meiner Zeit Städtischer Angestellter, und Hausmeister. Er lebt und ist mittlerweile 75 Jahre alt. 
Altersmäßig etwas schwach,früher aber immer gesund kaum Besuche beim Doctor 
Er ist ein sehr zurück gezogener Mann und es sieht aus als ob Er den ganzen Tag überlegt. Selten sah oder sieht man Ihn lächeln oder lachen. 
In Seinen Entscheidungen ist Er aber immer Willensstark und Stur gewesen. 
Sein Paradespruch lautet 
Solang Ihr Eure Füße unter meinen T... Kennt jeder! 

Mam Ist 2 Jahre älter und lebt auch noch . 
Zickt immer an allem rum was auch schon früher immer so war. 
Darunter hatten alle zu leiden das diese leicht bescheuert in der Birne ist habe ich hiermit glaube ich deutlich zu Sprache gebracht. 
Oder in Kurzform Alt tüddelig und Durchgeknallt. 
Ich kann euch sagen es ist ein richtiges Mistvieh. Ach so Panne ist sie auch noch. 
Markenspruch: Was ich sage ist immer Richtig und wird auch so gemacht. 
Dabei schrieb Sie immer eine knallig feste Handschrift. 
Schläge und massive Prügel bis teilweise zum Krankenhausbesuch 
Oder auch noch deutlich weiter 
( Mein Bruder fand mich bewusstlos im Keller und hat den Notarzt gerufen ) 
Durch die Gegend flog alles was nicht fest mit der Wand verbunden war. 
Eine bleibende Erinnerung an diese Alte Planschkuh habe ich immer noch. Mir wachsen seit ungefähr 30 Jahren dicke schwarze Haare auf dem rechten Schulterblatt. 
Eine kleine Erinnerung an die fliegende Bratpfanne voll mit heißen Fett. 

Religion wurde sehr groß geschrieben.Und war meinen Beiden sehr wichtig. (Jedem das seine) 
Sonntag in die Glockendisco gestylt und aufgereiht wie die Orgelpfeifen einen auf scheinheilige Familie machen. 
Ich hab das auch schon recht frühzeitig zur Missbilligung geäußert. 
Denn der fürsorglich Umgang mit anderen Menschen war hier total verloren gegangen. 
In Ihrer Kindheit war ja Krieg und Irgendjemand sollte Ihnen doch dann Zuversicht und Halt vermitteln. 
Was daraus folgte waren die wüstesten Schimpftiraden die ich in meinem Leben überhaupt habe zu Ohren bekommen. 
In den 70. Jahren waren Bügelfalten in den Oberhemden sehr modern. 
Ich und meine beiden Geschwister waren aber viel moderner. (Wir trugen die Dinger laufend im Gesicht) 
Mit der Sexualität meiner Beiden verhält es sich genauso. Zärtlichkeiten wurden vor uns dreien nie gezeigt oder Zelebriert.(Wir wurden nach dem Motto Bienchen und Blümchen aufgeklärt). Wirkliche Aufklärung folgte dann in der Schule. 
Aus meiner Sicht standen meine Beiden finanziell sehr schlecht da, den es gab nie viel zu essen und wenn dann bekam es mein Vater. 
Auch gab es immer Streit in der Familie weil mein Dad ein ungelernter Arbeiter war. 
Die ganze Situation änderte sich erst als mein Dad von seiner Mutter ein Grundstück und einen Haufen Geld geerbt hat. Von diesem Geld wurde dann auch das ach so geliebte Eigenheim gebaut. 
Ich glaub ich sollte meine Emotionen hier mal ein wenig runter fahren , Ihr merkt das ich bei dem Thema Mein Elternhaus doch innerhalb von 5 Minuten zum Abbruchunternehmer mutieren kann. 
Manchmal muss man den Verstand ausschalten damit die Freiheit der Seele erhalten bleibt. Ist denke ich auch in meinem Fall das beste was ich machen kann. 
Mögen Beide mit Ihrem Zeug glücklich werden. Es ist mir schlichtweg egal, und das tut mir Leid. Ich weiß nicht einmal ob ich im Todesfalle eines der Beiden eine Träne verdrücken könnt. 
Aber hier hilft nur Augen zu und ab durch die Mitte sonst bleibe ich auf der Strecke, und das wird nicht vorkommen. 
Ich bin wahrlich kein Unschuldslamm und bin auch mit Sicherheit durch meinen eigenen Dickschädel an vielen Sachen mit Schuld. 
Ich weiß das es immer noch meine Eltern sind und auch immer bleiben werden, was geschehen ist ist einfach geschehen und lässt sich auch nicht ändern.Auch trifft Sie keine Schuld das ich Trinker geworden bin. 
Für diese Entscheidung habe ich Schnellmerker aber auch schon fast 25 Jahre gebraucht. 
Belohnungen für gute Schulnoten gab es auch nicht, eher folgten wieder Bügelfalten ab der Note befriedigend. 
Ich habe auch noch zwei Geschwister. Einen Bruder (50) und eine Schwester (46). Der Kontakt zu meinen Geschwistern ist ausreichend und Streitigkeiten gibt es keine, gab es auch selten. 
In meiner Kindheit und wenn wir etwas unternehmen wollten und dazu Geld von Nöten war musste ich mir dieses selbst verdienen. 
Hiermit habe ich dann auch schon im alter von 6 Jahren angefangen und Botengänge für meine Oma gemacht. Alles was ich hier verdient hatte musste ich dann Daheim abdrücken. Es wir für dich auf die Seite gelegt. 

Schrei 

Ich habe nie wieder auch nur eine Pfennig davon gesehen. Alles wurde von Ihr einbehalten. 

Wut. 

Bevorzugt wurde von uns Kindern keiner, die Verhaltensweise war bei allen gleich. 
Es gibt 2 schlimme Erinnerungen in meinem Leben aus meiner 
Kind bzw. Jugendzeit. 
1.Mein Bruder setzte mir eine Schüssel mit Speisequark verkehrt herum auf den Kopf und die ganze Plörre klatschte auf den neuen Teppich. 
2.Ein tellergroßer Fettfleck in Sichthöhe auf der Frisch tapezierten Wohnzimmerwand. 
Ich habe einen Pfannkuchen nach meinem Bruder geworfen, und was macht der, der bückt sich weg und das Ding klebte schon an der Wohnzimmerwand. 

Ich konnte meine 3 Tage später folgenden Kommunion nur im stehen verbringen , sitzen war nicht möglich. 
Wie schon gesagt ich / wir waren keine Engel und hatten es auch faustdick hinter den Ohren. 

Aber mein leben geht noch weiter . 
So kommen wir so langsam in die Zeit in der ich einen Ausbildungsplatz brauchte. Meinen Traumberuf durfte ich nicht ausüben , weil mein Bruder den gleichen hat, (Elektriker) 
So hab ich dann eine Lehre als Bäcker und Konditor angefangen, musste diesen aber gesundheitlich wieder abbrechen. (ich hab eine Allergie gegen Mehlstaub) 
Also zog Madame los und verschaffte mir eine Ausbildungsstelle als Verkäufer im Ortsansässigen Supermarkt. 
Nah Toll Kistenschuppser im Freizeitpark für Rentner. 
Das Geld welches ich bei meiner Ausbildung verdiente wurde sofort auf Ihr Konto überwiesen, und ich habe es nie wieder gesehen. Das geliebte Eigenheim wurde davon mit abgezahlt. (So erging es meinen Geschwistern auch immer) 
In dieser Zeit habe ich auch aus Einsamkeit und Frust heraus zu Fressen angefangen,( auch so eine Sucht), Das ganze ging dann bis ich 23 Jahre alt war. 
Das Ganze ging soweit das ich Bürgschaften für meine Beiden unterschreiben sollte, was ich nicht getan habe. Hier kam es dann auch zum Bruch mit den Meinen. 
Aber ich greife hier schon etwas vor. 

( 2. Album Edguy Vain Glory Opera) 

Ich wurde als eheliches Kind geboren , ob ich aber Wunschkind bin werde ich kaum beantworten können, denn bei so vielen wüsten Beschimpfungen und Prügel, die sehr oft beim Arzt oder im Krankenhaus endeten, mag ich diese bezweifeln. Bei kleinen Missgeschicken haben wir Geschwister uns immer gegenseitig geholfen, Kam´s heraus wurde nur gefragt“ Wer“ und schon glühten die Ohren. 
An Schulen habe ich besucht 
Grundschule im Ort 
Hauptschule in der nächsten Stadt 
Berufsschule in der Größeren Kreisstadt 
Später dann noch eine Abendbegleitende Berufsschule in der Kreisstadt

Es gibt aber auch eine schöne Erinnerung in meinem jungen Leben. 
Es ist die das ich mir ein gebrauchtes Bonanzarad kaufen durfte. 
Es hat damals 20 Mark gekostet und war von meinem Cousin 
Ich musste dann aber die 50 Kilometer als 8 jähriger mit dem Rad nach Hause fahren weil das Rad nicht ins Auto kam. 
Gehalten hat´s 2 Wochen dann hat mein Bruder den Traktor von meinem Onkel holen müssen, und ist über mein Rad gefahren, weil ich es nicht verräumt habe. 
Die Schule habe ich mit der 8. Klasse beendet und wiederholt hab ich die Klasse 6( Noch lang gehaltener Notendurchschnitt von 5,7) 
Meine Lieblingsfächer in der Schule waren Sport und Musik 
Stress mit den Lehrern gab es jeden Tag und war auch von mir immer selbst herauf beschworen und gewollt. 
Wenn ich Geld brauchte für was auch immer ging es dann nun zum Bauern ums Eck oder in die Gärtnerei. 
Etwas Geld hab ich dann auch abgegeben, damit Ruhe war und den Rest hab ich dann auf die Seite gelegt. 

Ausgesehen haben meine Geschwister und ich, als würden wir Reklame für die Welthungerhilfe laufen, so dünn waren wir.Richtige Hungerhaken. 

Reden und Sprechen durften wir nur wenn uns das genehmigt wurde,bei nicht Beachtung ging schon mal ganz schnell der Kopf in Richtung Tischkante. (Bügelfalte) 
wir werden ja alle älter , so auch ich . 
Ich bin mittlerweile 23 Jahre alt und hier kam es dann zum Bruch und Krach mit meinen Beiden. Es stand die erwähnte Unterzeichnung der Bürgschaften an.Ich hatte in der Berufsschule gelernt was Bürgschaft für folgen haben können und diese wollte ich für die Beiden nicht übernehmen. 
Jahre später erzählte mir mein Bruder das auch Er diese unterschreiben sollte und dies auch nicht gemacht hat. 
Ich hatte mir Geld von der Bank geholt,Konto hatte ich mittlerweile. 
Und sollte an nächsten Tag Rechenschaft über den verbleib meines Geldes ablegen welches ich von meinem Konto geholt hatte, obwohl ich über Nacht nicht zuhause war. Und Ich Ihr nicht gesagt habe das ich mir Geld holen werde. Woher Sie es weiß kann ich mir heute mittlerweile denken. 
Sie war aber immer noch der Meinung mein Auto und meine Taschen kontrollieren zu Müssen und ich habe mich gewehrt. 
Ich hatte mir über einen Bekannten einen anderen Beruf besorgt. 
Diesen habe ich auch bekommen, und auch angetreten. 
Für mich endlich die Erlösung für Sie? Ich weiß nicht. 
Du bist spätesten nächste Woche wieder da. Waren ihre Worte zum Abschied, und Du kriegst das sowieso nicht geregelt. 
Erschreckt haben sich Beide als Sie dann erfuhren wo ich denn nun arbeiten sollte. 
Sie waren in der Meinung ich gehe in die nächste Stadt oder noch etwas weiter aber so das ich abends Heim kommen könnte. 
Sie wussten nicht das ich gleich 570 Km in den Süden ziehe. 
Hier unten bin Ich dann Versandkaufmann geworden und war für die Bestellungsannahme und Auftragserfassung zuständig. 
Wir sind im Jahr 1986. 
Der Job wurde aber nach 15 Monaten wegrationalisiert. 
Zu dieser Zeit hatte ich bereits mit dem trinken angefangen( auch daheim schon ). Denn reichlich Alkohol war in unserem Haus immer zugegen und wurde auch öffentlich konsumiert. Beide als auch Onkel´s und Tanten haben dem immer reichlich zugesprochen. 
Der Führerschein wurde uns dann aber doch gezahlt und das erste Auto bekam ich auch geschenkt. Auch wenn´s nur ein alter ausgelutschter Käfer war. 
Die Sprüche meiner Mutter hallten noch eine ganze Weile in meinen Ohren. „Du wirst bald zu dem asozialen Pack gehören, Du kommst doch eh bald wieder, Guck dich doch an ,du bist kein Mann der allein leben kann“. 
Das und noch einiges mehr hab ich mir damals anhören müssen. 
Ich muss sagen das ich mein Leben gelebt und genossen habe. 
Aber was soll es. Der ganze Dreck ist nun auch schon mehr als 30 Jahre her, und ich lebe immer noch mit meiner besseren Hälfte zusammen die ich im Jahr 1992 geheiratet hab. 
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits 2 mal den Führerschein abgegeben.Welchen Grund dieses gehabt haben könnte brauch ich euch nicht zu erzählen. Ja genau der Alk. war´s. Aber es wurden jeweils nur 9 Monate Führerscheinsperre verhängt,denn ich war ja noch jung und konnte mein Leben ja noch in den Griff kriegen. 

Ich hab doch alles noch im Griff.? 

Aber ich bin schon wieder zu schnell im erzählen. 

Im Anschluss an meine Ausbildung, Hab ich noch eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht.Und war im Anschluss auch noch 3 weitere Jahre im Betrieb tätig. Der Betrieb war im übrigen immer noch ´der in welchem ich auch meine Ausbildung als Verkäufer gemacht habe. 
Freunde hatte ich meist nie viele. 
Heftig wurde es, als sich im Jahr 1983 zwei meiner besten Freunde das Leben genommen haben. 
Ich habe eine ganze Zeit an mir selbst gezweifelt, weil ich beide aus dem Wasser gezogen habe ( ich war in meiner Freizeit beim DLRG) 
Wilfried , ist beim Schwimmen in eine Schiffsschraube geraten( als Versierter Schwimmer) 
Rolf (sein Bruder auch guter Schwimmer) ,Ist 3 Wochen später ins Walzenwehr am Stausee gesprungen.
Ich war vorher mit Ihm noch im Kino. Ja es waren Zwillinge. 
Ich bin eine ganze Zeit neben der Spur gelaufen und habe mich sehr intensiv mit dem Freitod auseinander gesetzt. 
Resultat: 
Das Leben ist mir gegeben worden und ich habe nicht das Recht mir dieses nehmen zu dürfen. Außerdem bin ich für die Konsequenzen daraus zu feige, denn das wäre etwas Endgültiges. 

Ich hab auch noch eine ganze Zeit lang Kontakt mit den Eltern der beiden gehabt,aber auch die Haben es nie verstanden was hier geschehen ist. Und sind auch daran zerbrochen (Suff und Scheidung, Aufgabe der Firma Verschuldung). 
Sie betrieben eine gut laufende Ziegelei und die Jungs waren spitzen Schüler mit ebensolchen Noten. 
Seelsorgerisch wurde ich auch in unzähligen Gespräch mit unserem Dorfpfarrer betreut. 

Ergebnis aus diesen Unterhaltungen war Der Spruch des Pfarrers „sei Froh das du keiner der anderen beiden warst.“ Ich könnt applaudieren für so viel Verstand und Betreuung 
Das Trauerlied der beiden war das Toccata e Fuge von Bach auf der Orgel gespielt 
es läuft mir immer noch kalt den Rücken hinunter wenn ich dieses Lied höre. Und es kommen einfach die Tränen. Da kann ich machen was ich will

Da stand Ich nun und war fertig mit meiner kleinen Welt. Und immer das „Warum“. (Im Player läuft gerade das Album Vain Glory von Edguy und hier genau das Lied Scarlett Rose ), Und schon laufen wieder die Tränen , Wenn ich an diese Zeit zurückdenke. UFF ,das schlaucht. 
Hier hab ich dann schon mal gemerkt das ich doch schon etwas mehr getrunken habe, habe dies aber dann wohlauf die Situation und auf meine Beiden geschoben. 
Die ganze Zeit hab ich auch getrunken und so langsam wurde es dann auch immer mehr. 

Auch wurden wir als Kinder nie und ich sage wirklich nie mal in den Arm genommen und mal gedrückt und geknuddelt. Das war so unanständig,und das tut man nicht. 
Wie gesagt habe ich am 03.04.1992 mein bestes Stück geheiratet,mit diesem lebe ich auch heute noch zusammen. 
Von Ihr habe ich erst mal Zuneigung und Zärtlichkeit lernen müssen. 

Und wir stehen doch auch schon kurz vor der Silberhochzeit. 
Nach der Kündigung als Verandkaufman war ich 14 Tage ohne Arbeit und es waren schlimme 14 Tage.Ich hatte 2 Möglichkeiten. 
Ich konnte zurück ins Liebenswerte Elternhaus. 
Oder 
Ich blieb hier und kriege mein Leben in den Griff. 
Ich habe mich für die 2. Variante entschieden. 
Nach einigen Suchen wurde ich dann Zustellfahren beim U P S .Auch so ein Verein.Wenn man bedenkt das dort alle immer noch fahren mussten, wurde hier ziemlich viel gebechert. Hier war ich dann 2 weitere Jahre. 
Ich hatte mich zwischenzeitlich auch als Internationaler Kurier selbstständig gemacht. Aber was heißt selbstständig, doch wohl Mach selbst und vor allem auch mach ständig. Aber dem war natürlich nicht so ,so hatte ich im Laufe von 5 Jahren auch schon 80 000 € an Schulden aufgehäuft. Zwischenzeitlich habe ich den Führerschein auch noch weitere 2 mal abgegeben, somit ist dieser noch zur Zeit in Urlaub. 
Wie gesagt war nun erst mal Schaffen angesagt. Denn neben der Tilgung der ganzen Schulden hat bei meiner Hochzeit auch schon wer an die Tür geklopft. 3 Wochen nach meiner Hochzeit habe ich einen schweren Autounfall gehabt. 
Ich war auf einen unbeleuchteten Anhänger aufgefahren, und hätte ich im Bus kein fest eingebautes Telefon mit einer stabilen Halterung gehabt, Würde es mich heute nicht mehr geben. Und ich war zu diesem Zeitpunkt des Unfall nicht nüchtern. Ich habe die Frontscheibe des Busses mit dem Kopf zertrümmert und bin mit dem Hosengürtel an eben dieser Halterung hängen geblieben. Der Motor des Mercedes Busses lag auf dem Beifahreinsitz. 
Ich bin nun seit fast 17 Jahren als Lagerist tätig.Schulden sind auch zum größten Teil getilgt. 

Das wird nun der heftigste Schritt.


 
In dieser Zeit habe ich mich doch immer mehr zu dem Entwickelt was ich nun wirklich bin. 

Ich habe mich in meiner Freizeit und auf dem Weg von der Arbeit heimwärts fast jeden Tag zulaufen lassen, so wurde ich auch immer biestiger und einsamer obwohl ich verheiratet bin.
 
Ich hab mich immer weiter von meinem Daheim (Frau und Kinder ) entfernt.
Bin immer einsamer und auch verschwiegener geworden, habe mich abgekapselt damit ich mit meinem ach so lieb gewonnenen Freund allein sein konnte.

In einem volltrunkenen Zustand habe ich dann auch mal meinen damals 3 jährigen Sohn (Grad so groß wie ein Tisch)geschlagen das dieser sich überschlagen hat.
Auch bin ich meiner Frau gegenüber auch schon Handgreiflich geworden. 
Ich hab ja auch ein sehr prägendes Elternhaus genießen dürfen. 
Ich habe mich damals schon dafür verflucht das dieses geschehen ist und alles versucht wieder ungeschehen zu machen .
Aber das geht leider nicht.
So konnte ich dann auch immer wieder fliehen zu meinem besten Freund dem Alk.
Ja wir beide waren mittlerweile immer unzertrennlicher geworden.
Es hat zum Schluss dann auch schon angefangen das ich morgens vor der Arbeit auch schon das erste Bier intus hatte. 
Gewehrt habe ich mich auch immer öfter gegen meinem Freund doch Der hat immer die besseren Argumente gehabt und ich bin wieder auf Ihn reingefallen. 
Meine Kämpfe gingen teils so weit das ich in den nahe gelegenen Wald gelaufen bin und hab dort meine in mir aufgestaute Wut abgelassen, indem ich hier die Bäume vermöbelt habe. Bei den heftigsten Anfällen mich zu wehren lief mir dann auch schon mal das Blut über die Finger( es waren meist eingeklemmte Griffel ) 
Aber das schadet nicht, so konnten meine daheim doch ziemlich beruhigt leben und ich hab Sie dann auch meist in Ruhe gelassen. 
Hier ist dann meine Welt zusammengebrochen, ich wollte nie so werden wie meine Eltern. Aber ich bin in genau das gleich Verhaltensmuster gefallen wie ich es erlebt habe. Weiß man nicht mehr weiter dann muss die Gewalt her. 
Hier habe ich dann damit angefangen mich so zu verhalten wie ich oben gerade beschrieben habe. 

Ich habe mich für mein Verhalten meinem Sohn und meiner Frau gegenüber zwar entschuldigt, aber das auch erst nach meiner Entgiftung vor nun doch schon 3 Jahren. Mein Sohn ist mittlerweile 21 Jahre alt. 
Ich habe mir seinerzeit durch mein egoistisches Verhalten im Endeffekt doch nur selber geschadet.
Doch die weisen Worte meines Freundes waren immer so viel schöner, und warum können schöne Dinge denn schädlich sein.
Auch habe ich die Zeit indem meine beiden Jungs groß und größer wurden nie so richtig mitbekommen. 
Geschehen ist aber inzwischen etwas ganz und gar für mich ungewohntes ich habe mich dabei kaputt gemacht.
Körperlich als auch nervlich.
Ich habe zum Schluss meines Konsumrausches ausgesehen wie ein aufgeblasener Marchmellow, und hab ständig heftige Schmerzen gehabt, vor allen in den Beinen.
Ich hab ständig geschwitzt und hatte Schweissfüsse von der Marke Völkermord 
War ungepflegt und sah nicht gerade zu meinem Vorteil aus , auch trug ich immer eine richtige dicke Wolldecke (Vollbart) im Gesicht die dann auch schon mal den einen oder anderen ziemlich erschreckt haben muss. 
Einzig die ständigen heftig Krämpfe in den Waden ,und die Zuckungen in den Waden als ob man Strom durch jagen würde,die ich auch in meiner nassen Zeit immer heftig hatte,sind mir heute zum teil noch geblieben.Es ist jetzt im laufe der Jahre weniger und nicht mehr so heftig aber es gibt sie immer noch. 
Ich hab auch immer gern und viel, vor allem aber auch sehr fett gegessen.146 Kilo hab ich auf die Waage gebracht. 
So konnte ich doch in den ersten 2 Jahren nach der Entgiftung nichts fettes essen. 
Alles was ich zu fett gegessen habe kam auch recht schnell wieder ans Tageslicht. 
Fand doch früher irgendwann mal der Austausch von Liebe und Zärtlichkeiten bei meiner Frau und mir statt so Kam es im Laufe der Zeit immer mehr zum erliegen und hat auch viele Jahre nicht mehr stattgefunden. Also blieb auch nur noch die Flucht zum doch schon liebgewordenen Freund. 
Hab ich früher nie Schokolade gegessen so ist heute keine mehr vor mir sicher. 
Sorgen das ich vielleicht zu dick werden könnte brauch ich mir keine machen. 
So hab ich doch in der ersten Zeit in der ich nicht mehr getrunken habe 56 Kilo abgenommen. 
Heute bin ich froh das ich die Kurve noch rechtzeitig wenn auch sehr spät erst überhaupt bekommen habe. 
Mir geht es heute wieder deutlich besser ich sehe gesünder aus, und fühle mich deutlich besser. 

Ich kann hier nur jedem anraten der in diese Situation kommen sollte eine Therapie zu machen ,dies auch zu tun. 
Ich hab in der Rhea auch nie viel über mein Privatleben preis gegeben. Und ich glaube das es auch so gut war ,weil doch nicht jeder damit umzugehen weiß was ich gemacht und getan und vor allen auch erlebt habe Es waren auch viele Elternteile dabei 
Man bedenkt es sind viele Charaktere die dort aufeinander treffen und sich doch zum größten Teil gegenseitig zuhören und therapieren, wenn auch die meist unter Beobachtung eines Therapeuten. 
Mein Erlebtes hätte vielleicht viele auch in Aggressives Handeln gestürzt und das hätte niemandem in der Situation wirklich weiter geholfen. 
So das war nun alles was Ihr wissen solltet damit Ihr mir in meiner Geschichte weiter folgen könnt. 
Hier könnt Ihr aufhören wenn´s euch nicht wirklich interessiert. 

Ihr habt es ja nicht anders gewollt und seit nun selber Schuld. 


Wir schreiben immer noch den 03.11.2010 und ich bin auf dem Weg zu meiner Entgiftung. Die Fahrt war allein schon eine Tortour und wir mussten 3 mal auf den 70 Kilometern anhalten weil ich Pinkeln musste wie ein wilder. 
Ich war also nun in der Rhea im Wilhelmsheim bei Backnang in Baden Württemberg und ich sollte mich dann auch am Abend in der Willkommensrunde allen in 30 Minuten vorstellen. Meine ganze Vorstellung dauerte aber auch nur so knapp 3 Minuten und ich war für mich fertig mit dem Vorstellen. Fragen durften von den anderen keine in der halben Stunde gestellt werden und so sah´s der Ganze Trupp rund 40 Mann ( und auch Frau ) im Raum und hat sich an geschwiegen. Anschließend wurde ich mit Fragen bombardiert. Es fielen auch einige unschöne Ausdrücke im Bezug aus mein Verhalten meinen Mitpatienten gegenüber. So wurde ich unzählige mal als arrogantes *Ausdruck im Forum nicht gewünscht* tituliert. 
Aber das war mir hier egal ich habe auf mich aufzupassen und mich wieder auf Vordermann zubringen. Außerdem du dusselige alte Schabracke quatsch mich nicht so dumm von der Seite an, du hast doch auch wohl ein Problem sonst währst du auch nicht hier,also lass mich bitte in Ruhe .so meine Gedanken. 
Der Psycho hat mich dann nur angeschaut und auf eine Reaktion von mir gewartet. Da diese aber ausblieb hat Er weitermachen lassen und alle 40 haben sich bei mir dann auch ausgelassen. 
Freunde waren es noch keine Also was hab ich den Deppen denn getan. 
Man war ich denn wirklich so ein A* welches alles an sich abprallen und niemanden an sich kommen lies . Und wollte ich das überhaupt . 
Es war an diesem Abend doch recht spät als ich aus dem anschließenden Gespräch mit dem Psycho Kam 4.30 Uhr morgens. Er hat mir dann auch zur Aufgabe gestellt das ich meine Lebens Geschichte auf mindestens 10 DIN a 4 Seiten in den nächsten 3 Tagen zuschreiben hatte und Ihm diese dann vor zulegen hatte. Hier und in diesem Moment bekam ich auch den Spruch von Ihr aufs Auge gedrückt . Den ich oben schon mal geschrieben habe . Manchmal muss man den Verstand ausschalten damit die Freiheit der Seele gewährleistet ist. 
Wer Lust dazu hat soll es ruhig mal versuchen, das ist nicht so einfach. 
Liegt auch nicht in der Natur den Menschen. 
Der Mensch muss aus eigenem Antrieb heraus alles wissen . Hier kam dann auch schon mal die Andeutung das ich mit meinem Elternhaus noch nicht abgeschlossen hatte. ? Wie kann das denn nun sein. Ich wohne nun schon über 20 Jahre nicht mehr bei meinen Eltern und soll immer noch nicht mit Ihnen abgeschlossen haben. 
Fragt sich wer hier einen an der Klatsche hat Der Psycho oder ich? 
Auch Stress wirkt sich bei mir nicht unbedingt positiv aus und so wurde dann auch in Richtung Burn Out untersucht. 
Mein ganzes Verhalten hat sich doch immer wieder nur um meinen Schutz gedreht und deshalb habe ich auch nur ganz langsam mal jemanden an mich ran gelassen. Prägende Eindrücke aus meinem Leben 
Ich hab dann 2 tage überlegt ob ich mein Leben überhaupt zu Papier bringen kann und auch will. Ich sollte keine Angst mehr vor irgendwelchen Konsequenzen haben müssen, so ein Spruch vom Psycho, den die würde es dabei hier nicht geben. Die Geschichte ist auch nur einmal gelesen worden und das auch noch in meinem bei sein. Anschließend wurde Diese mir wieder ausgehändigt und ich wurde darüber unterrichtet was nun geschehen wird. So sollte ich zunächst mal Entspannungsübungen machen. 
? Riesengroßes Fragezeichen "Ich bin zu verspannt. Ich hätte explodieren Könnenund der Penner sag mir ich sei verspannt
Kommentiert hat Dieser das gelesenen nicht auch nicht in weiteren Gesprächen. 

Weil ich doch wohl ziemlich verkrampft dagesessen habe. 
Ich könnte froh sein das ich überhaupt bei meinem Verhalten einen Menschen gefunden zu haben der an meiner Seite stehen würde. Ich bin zu eingeschüchtert und nur auf mich konzentriert. Dabei hab ich alle anderen um mich herum nicht zu weit an mich ran gelassen.Und auch immer wieder vor den Kopf gestoßen. 

Hier ist mir dann auch immer wieder aufgefallen das sich meine Mitpatienten selbst wegschließen. Ich hab kein Problem damit wenn ein Raum in dem ich bin zu ist, kann´s aber nicht aushalten wenn ich dann auch noch eingesperrt und allein bin. Liegt aber vermutlich daran das, wenn wir zuhause etwas ausgefressen hatten anschließend in den Dunkeln Keller eingesperrt wurden. ( Hier wurde ich (ca. 12)dann auch mal von meinem Bruder gefunden) Ich hatte Ihr Fahrrad verbogen und hatte eine reisen Platzwunde am Kopf. Aber statt sich um ihr Kind zu kümmern bekam ich nur eine Schallende Ohrfeige und durfte in den Keller. Hier bin ich dann irgendwann zusammen gebrochen. Mein Bruder der wusste was mir passiert war hat nach mir gesucht. 
Geschoben hab ich das Rad die 3 Kilometer nach Hause auch noch. Der hat mein Rad verbogen hörte ich die Erklärung gegenüber meines Vater´s in das Krankenzimmer. 
In der Rhea habe ich dann auch lernen müssen zu vertrauen und mich auch etwas zu öffnen. 
Bewundert habe ich das immer schon meine Frau die auf alles und jeden zugehen kann ohne Scheu vor irgendetwas zu haben. 
Hab ich nicht gekonnt und muss ich auch noch lernen. 
Zur Zeit sind bei uns keine großen Sprünge drin.Aber dennoch leisten wir uns den Luxus das wir ein Haus gemietet haben. Leisten wir uns nach dem wir 11 Jahre eine 3 Zimmerwohnung gemietet hatten und uns diese wegen Eigenbedarf gekündigt wurde. Wir zogen dann in den Nachbarort in eine doch recht schöne Dachgeschosswohnung in der Nähe des Sportplatzes. Leider wurden wir hier vom Vermieter hintergangen, das heißt wenn keiner von uns in der Wohnung war wurde diese von denen kontrolliert. Es hat 10 Monate gedauert bis wir das gerafft hatten. Also wieder Umziehen obwohl gerade alles fertig gerichtet war. 
Also wieder alles einpacken und dann umgezogen. Das Haus haben wir dann auch wieder bewohnbar gemacht, denn es war doch schon ziemlich heruntergewirtschaftet. Das alles war für mich ja auch immer noch ein Grund weiter zu trinken , weil ich ja so von Leben gestraft bin , Hat mal wer ne Kelle für mich ,aber ich hatte ja meinen guten Freund immer dabei. Er half mir dann auch hier noch über die vielen schweren Stunden hinweg und ich habe auch recht lange gebraucht bis dann doch alles so war wie wir es dann doch haben wollten. Zwischenzeitlich kamen auch nur noch ganz zaghafte Annäherungsversuche von meiner Frau und ich hab diese einfach nicht mehr wahr genommen. Hier ist dann auch mein Liebesleben vollends zugrunde gegangen. Es hat auch fast 10 Jahre kein Austausch an Zärtlichkeiten stattgefunden und es fing dann auch erst vor kurzen erst wieder an das man sich annähern konnte. 

Aber was soll ich hier rumpruddeln ich hab mir den ganzen Rotz doch nur selbst eingebrockt und bin auch einzig und alleine dafür verantwortlich. So hab ich das Zeugs auch selber auszulöffeln, und niemand anders sonst..Alle haben mich zum Trinken gezwungen. 
Ich war wie schon gesagt immer noch in tiefer Freundschaft mit meinem besten Kumpel dem Alk. Verbunden, 
Diese Freundschaft die erst ziemlich klein angefangen hat und dann über die Jahre hinweg immer größer geworden ist hat mich zu dem gemacht was ich nun dadurch auch geworden bin. So wurde ich durch die lange Abhängigkeit zu Ihm aus zu einem ziemlichen Ekelpaket. 
Viele Freunde haben sich von mir und meiner Familie abgewandt und das soziale Umfeld hat sich auch schwer verändert. 
Diese Freundschaft hat mir auch mein ganzes Leben meinen Beruf, mein soziales Umfeld und auch viele für mich damals wichtige Bekanntschaften zerstört. 
Diese Freundschaft hat mich in all den Jahren die diese andauerte zu einem nervlichen Wrack werden lassen.Durch diese Freundschaft hatte ich auch des öfteren schon Probleme mit der Justiz. 
Diese Freundschaft wuchs über all die Jahre und mit jedem Glas und jeder Flasche die wir gemeinsam geleert haben. 
Die ganze Rhea und die Gespräche mit den Psychologen haben mir dann doch immer wieder geholfen in meinem Leben weiter zukommen. 
Und es hilft mir wenn ich heute fast 3 Jahre später noch daran denke. 
Diese Leute haben es wirklich drauf und können auch Menschen motivieren und aus Ihrer Isolation herausholen. 
Ich für meinen Teil würde sofort wieder gehen wenn es mich mal wieder treffen würde. Ich will das aber nicht hoffen denn alles noch einmal durchmachen war nicht schön. 
Aber nun endlich mal weiter in der Geschichte. 
Wie gesagt habe ich den Deckel nun schon 4 mal abgegeben. Mir bleibt nur noch die Möglichkeit der Verjährung nach 15 Jahren. 
Doch diese Zeit ist auch bald,vorbei. Auch wenn es so langsam wieder in den Fingern juckt werde ich mich noch bis Mai 2014 gedulden müssen. 
Wie gesagt nun zurück zur Geschichte 
Die Rhea war nun in vollem Gange. 
Ich hatte mich zu Mittag aufs Bett gelegt und war dann doch wohl eingeschlafen. 
Dann war da ein Knall und ich war daheim im dunklen Keller. Ich hatte zudem schreckliche Kopfschmerzen, und wusste im ersten Moment nicht mehr wo ich nun wirklich war. 
Im ganzen Haus 3 in dem ich untergebracht war herrschte absolute Ruhe, den es waren Sitzungen und andere Anwendungen. Ich war also doch eingepennt und das nicht so knapp. Ich wusste auch das ich nicht daheim sein konnte denn ich war ja in der Klinik. Und dann das was da nun gerade passiert ist. 
Ich habe im ersten Moment doch gedacht nun haben Sie dich doch noch gekriegt. 
Und was soll das denn bitte jetzt sein. Wo geht ´s denn bitte in die Klappsmühle. Ich habe mich so dermaßen darüber erschrocken das ich durch den Traum den ich gehabt haben muss so aus der Spur gekommen bin das sich wieder alles in mir verkrampft hat und mich dann auch noch so dermaßen beschäftigt hat das ich mich den restlichen Tag krank gemeldet hatte.Das geträumte war so was von verdammt real. Ich wollte einfach mit niemandem zusammentreffen und keinen auch nur anschauen müssen. 
Ich habe mich den ganzen Tag zurückgezogen und bin dann an Abend in den angrenzenden Wald gelaufen. Ich war dann eine gute Stunde damit beschäftigt bis es mir dann wieder deutlich besser ging und ich zurück gehen konnte. 
Mitgebracht habe ich von dem Spaziergang einen gequetschten Daumen. 
Ich konnte nur hoffen das das knacken im Wald keiner mitbekommen hat. 
Auch habe ich die folgende Nacht nicht geschlafen. Hier hab ich dann auch die Tür zu meinen Eltern zugemacht 
Weil mir immer wieder die Bilder aus dem Traum in den Kopf kamen. 
Es war einfach nur entsetzlich und ich hatte seit langem doch mal wieder Angst vor mir. 
Mich hat die ganze Sache doch richtig beschäftigt und ich hab es 2 Tage später in der Sitzung auch zur Sprache gebracht. Das knacken im Wald hat niemand gehört. Zugehört hat dabei jeder. Aber Antworten auf meine Fragen habe ich zunächst nicht bekommen. Es hat sich doch wohl etwas setzen müssen den danach kamen immer mehr an Anerkennungen und Ablenkungen die ich zuvor hier nie genossen habe. Auch die Therapeutin wusste von dem Vorfall. Das war ein Deja au, oder auch neudeutsch Flash back. 
Und hier wurde dann auch offensichtlich das meine Probleme und der dadurch kommende Alkoholkonsum doch wohl aus meinem Elternhaus zu stammen scheinen. Es sollten hier klärende Gespräch stattfinden müssen. Ich weiß aber auch das es diese Gespräche nicht geben wird, weil sie einfach nicht verstanden werden und dann zu meinem Nachteil ausgelegt werden. Auch hier habe ich wieder meinen Leitspruch vor Augen Manchmal muss man den Verstand ausschalten damit die Freiheit der Seele erhalten bleibt. Es wird so auch besser sein. 
3 Album ( Wolfsheim ,Hamburg Rom) mal etwas ruhigeres 
Die Zeit danach konnte ich auch genießen. 
Ich hatte auch eine Aufgabe in der Rhea übernehmen müssen. 
So war ich die ganze Zeit über für die Neuankömmlinge im Wilhelmsheim zuständig, und musste diese an Ihrem Ankunftstag durch die Klinik führen.#Hat dieses anfänglich 10 Minuten gedauert, so dauerte es nach 3 Wochen dort doch schon mal eine ganze Stunde in der Ich alles erklärt und gezeigt habe. 
Ja Ihr habt es immer noch mit dem gleichen zu tun der diese Geschichte angefangen hat zu schreiben. Das maulfaule arrogante ignorante Ekelpaket das ich einmal war. 
Ich konnte es selbst erst nicht glauben und Mitpatienten haben mich auf mein verhalten erst aufmerksam gemacht indem Sie fragten wo ich denn Abend´s wenn die Neuen ankamen mit denen immer so lange gewesen wäre. Aber so ist es nun mal. Ich habe mich hier dann auch recht wohl gefühlt und konnte dann auch genießen was es auch zu genießen gab. 
Doch auch die schöne Zeit geht einmal vorbei, und die Zeit des Abschied -nehmens kam dann auch. Es viel von Woche zu Woche immer schwerer den einen oder anderen gehen zu lassen. Es waren doch inzwischen gut Bekannte geworden.ja und so kam dann auch mein Abschiedstag und jeder sollte im Gruppengespräch sein Erlebtes und gelebtes aus der Klinik berichten. Wir waren zu dritt. 
Jeder hatte eine kleine Rede vorzubereiten und diese vorzutragen. Meine Beiden die mit mir zusammen die Klinik nun verlassen durften hatten sich auch jeder eine Geschichte ausgedacht. Ich natürlich nicht. Was hatte ich denn schon groß aus der Rhea zu berichten. 
Es ging nur noch darum wer wann seine vorträgt. 
Die beiden machten aber keine Anstalten auch nur ansatzweise mit Ihrer Erzählung anzufangen. In Absprache mit dem Psycho . Also lag der Ball bei mir und ich habe begonnen mein Erlebtes aus der Rhea vorzutragen. Ich hab mir dann alles noch mal durch den Schäpper gehen lassen und habe angefangen zu erzählen und zu berichten. Am Schluss war es dann eine Rede von ca. 25 Minuten die ich mir aus dem Kopf gezogen hatte weil ich mich ja nur bei den Therapeuten bedanken wollte 
Ich ja ich habe aus dem steh greif heraus das alles nochmal Revue passieren lassen und mich doch wohl nicht zum Affen gemacht. Denn es wurde heftig gelacht und geschmunzelt bei dem was ich zu berichten hatte. Eine Lachnummer war zu Beispiel das Jeder im Raum anwesenden eine Müsliriegel ausgehändigt bekommen hat. Ja ich habe hier Unmengen von diesen sogenannten Therapieriegeln vernichtet. 
Der Brüller war auf meiner Seite und wurde auch von allen nur bestätigt. Überall wo man mich sah ,sah man auch diese blöden Müsliriegel in griff weite meiner Arme. Auch habe ich mich bei meinen Mitpatienten bedankt das man doch so gnädig war und mich in Ihren Kreis aufgenommen hat. 
So nun Kam´s aber. 
Ich sollte nun die Käseglocke verlassen und in die große weite Welt hinausgehen. 
Alles ist mir leichter gefallen als hier wegzugehen, denn ich hatte diese Menschen doch unheimlich ins Herz geschlossen. 
Die große weite Welt wartet auf das kleine Ignorante *Ausdruck im Forum nicht gewünscht*. Ha, das kann richtig heiter werden. 
Ich glaube es gibt viele Menschen die einen Menschen lieb haben dem eine gebrochene Nase hervorragend stehen würde, oder den mal ganz liebevoll in den Nacken greifen kann um dann den Kopf desjenigen ganz schnell In Richtung Tischkante zubewegen. 
Ja auch ich habe solch einen Menschen und auch ich könnte heute teilweise heute noch so handeln wenn ich Ihm dann mal wieder begegne. Ihr fragt euch wer dieses den ist. Es ist mein altes Ich. 
So ich hatte nun die Glocke verlassen und war auf mich gestellt und doch nicht allein. Ich habe einen starken Partner obwohl ich Ihn nicht verdient habe, darüber bin ich auch sehr glücklich. 
Nun galt es für mich wieder Fuß zufassen und mein neu gewonnenes Leben aus auskosten zu können. Aber wie so oft im Leben kommt es meisten anders und zweitens als man denkt. 
Ich war mittlerweile 3 Wochen aus der Rhea wieder daheim und wir waren eingeladen auf einen Geburtstag im Nebenhaus. 
Wir waren auch den ganzen Abend drüben und haben uns gut unterhalten , im laufe des Abends kam dann auch immer mehr Besuch und es wurde dann auch ziemlich viel getrunken. Hier hatte ich seit langem auch mal wieder den Gedanken. Ach so ein Bier würde dir jetzt bestimmt auch schmecken. Ich habe dann meine Frau gefragt ob man mir das ansehen würde und diese hat es bejaht. Die Krönung an dem Abend war aber der Spruch der Gastberberin ( selbst einen Mann durch Alkohol verloren) nach dem gemeinsamen Abendessen und dem anschließenden Verdauungsschnaps. „Du kannst irgendwann auch mal wieder einen trinken aber heute noch nicht. 
Ich weiß das ich nicht alles so schnell mitbekomme, aber 
„Welchen Film habe ich den jetzt schon wieder verpasst. „ 

Das kann doch nicht wahr sein.! 
Ja , da hat es eine nicht wirklich begriffen wie mein Leben zu laufen hat und was ich so alles trinken darf und was nicht. 
Meine Frau und einige die wussten wo ich gewesen bin haben sich nur noch angeschaut und mit dem Kopf geschüttelt das doch so etwas gerade Ihr hätte nicht passieren dürfen. 
Und so gibt es unzählige Beispiele die nach fast immer dem gleichen Muster ablaufen und immer wieder so geschehen werden. 
Aber mir hat es auch die Augen geöffnet und ich bin noch vorsichtiger als ich eh schon bin geworden. Vor mir liegt ein Weg . Dieser Weg hat es in sich, er ist lang Steil,steinig, holperig, und voller Gefahren die mich immer wieder zum straucheln bringen können.Beim Einkaufen sind uns Menschen begegnet die mit mir zusammen im der Entgiftung waren . Diese haben es aber dennoch nicht geschafft dem zeug loszusagen und sind teilweise auch schon wieder dort zum Entgiften gewesen. 
Ich hatte auch noch recht lange Kontakt zu einem aus der Rhea in Backnang. Ich bin dann aus den Wolken gefallen als ich zu Ostern 2011 meine E Mail´s abgerufen habe . Hier hat uns dann die Frau eines meiner Mitpatienten mitgeteilt das sich Ihr Mann das Leben genommen hat. Mir war so schlecht ich wollte auch nicht mehr und habe auch wieder mit mir ringen müssen. Aber es ist nun mal so das sich viele trockenen Alkoholiker dann doch noch das Leben nehmen. Ihr seht schon auch ich habe das klug scheißen doch auch gelernt. Aber es ist einfach nur Bitter im Abgang. Wir beiden waren dort die unzertrennlichen gloreichen Beiden. Wir haben uns einfach prima verstanden und es war immer was los 
Mit Ihm konnte man sich sehr gut unterhalten . 
Anfänglich habe ich mich immer dabei beobachtet wenn wir einkaufen waren das ich immer zum teil unterbewusst durch die Spirituosenabteilung gelaufen bin und mir das alles angeschaut habe. Warum dürfte klar sein. Ich habe was vermisst. 
Aber was soll es den sein? Ich bin mir heute nunmehr 3 Jahre immer noch nicht darüber im Klaren was es war, aber mittlerweile kann ich hier ganz ohne Gedanken durchlaufen. Ich vermute mal das es Sehnsüchte sind, aber diesen werde ich nicht nachgeben. 
Album . Avantasia The Scarcrow ( Narbenkrähe) 
Ich hab viel erlebt in meinem Leben und bin mittlerweile auch ganz zufrieden mit dem was wir /ich habe . Es geht mir gut . 
Wir sind vom Leben doch recht gebeutelt worden wenn ich nun so alles mal an meinem Auge vorbeiziehen lasse. 
Ihr fragt euch ob ich denn Alkohol im Haus habe . 
Ich muss dieses bejahen denn ich lebe hier nicht alleine und wir bekommen auch mittlerweile wieder Besuch,auch so eine Nebenerscheinung des abstinenten Lebens. 
Nicht wir bekommen den Besuch sondern meine beiden Jungs die doch auch schon in Alter von 21 und fast 18 Jahren sind. Auch ist es nicht mein Alkohol der dort steht sondern der meiner Mitmenschen die sich auch um mich kümmern. 
Im Prinzip müsste ich das aus dem Haus verbannen. Aber in dem Moment verbanne ich auch Menschen die mir ganz wichtig sind, und ich würde nichts anderes machen als meine Lieben damit aus dem Haus treiben und verstoßen wenn ich es nicht zulassen würde. Ich muss mit diesem Kompromiss leben ob ich will oder nicht. Ich kann nur immer wieder zur Vorsicht mahnen. Hoffentlich wird diese auch angenommen. Denn ich war schließlich das Paradebeispiel an Dämlichkeit das es nur gibt. 
So bin ich nun doch wieder in der Realität angekommen. 
Es macht sich mittlerweile Bedrängnis breit wenn ich alles so nun niederschreibe und ich merke wieder das ich meinem Vater immer ähnlicher werde. Zurückgezogen stumm selten lächeln oder gar ein herzhaftes lachen. 
Aber so ist es im Leben halt wir werden geprägt von Dingen die wir erlebt haben. 
Ich habe mich in den letzten Jahren doch schwer verändert, so das mir einige meiner Mitmenschen die mich doch recht gut kennen teilweise auch schon den Spruch gelassen haben. „ Würdest du wieder trinken so könnte man mit dir auch etwas anfangen“ . Ich kann dann nur den Kopf schütteln denn diese haben es nicht verstanden was mit mir geht und was nicht. Auch sind mir schon Hinterhältigkeit untergekommen die an und für sich angezeigt hören. So kam es vor das ich von meinem Spezi im Betrieb getrunken habe und beim Schlucken festgestellt habe das dieses mit Weinbrand versetzt war. Ich habe damals zu spät reagiert und es einfach ausgeschüttet weil ich mich geschämt habe. Ich hatte aber nichts damit zu tun Ich hab nur schlucken müssen. Da war ein lieber Kollege der es nicht ab konnte das ich wieder da war. Ich hab es vorgebracht bei der nächsten Besprechung. Aber feige sind Sie ja alle. 
Mein anderer Kollege hat mich dann zu sich bestellt um den genauen Sachverhalt zu erfahren. Ich hatte zum Glück die Flasche noch nicht mit nach Hause genommen und Er durfte dann eine Geruchsprobe nehmen. Und erst dann wurde mir geglaubt. 
Das ist auch so ein Thema die Glaubwürdigkeit an der Person. Zweifeln die, die es schließlich wissen was man durch macht wenn man nicht mehr trinken will. 
Auch sind es die ständigen Kontrollen ob nicht doch wieder etwas in die Richtung geschieht ziemlich frustrierend und niederschmetternd. Für mich durch den Kontrollwahn meiner Madame. 
Aber Statistiken belegen das die Rückfälle ja auch nicht von der Hand zuweisen sind. 
Graue Wolken gibt es immer wieder wenn man diesen Weg gegangen ist und das sollte auch so bleiben . So auch in meinem Leben. Mein Vater und mein Bruder haben gewusst was ich gemacht habe und mein Bruder weiß auch warum 
Aber dennoch kam auf der Goldenen Hochzeit meiner Beiden immer einer von beiden angelaufen und bot mir was richtiges zum trinken an.Verstehen will ich es nicht mehr. Es sind nicht mehr die beiden denen ich versucht habe alles zu erklären. Auf Akzeptanz der beiden zu hoffen wage ich schon kaum mehr und auch tolerieren werden es die beiden nicht. Meine Mam denkt immer noch ich sei am Knie operiert worden und sei auch deswegen in der Kur gewesen. Es ist auch besser so. Denn in Ihren Augen hat ja keiner in der Familie ein Problem mit dem Alkohol. Haben ja schließlich alle bewiesen. Schade nur das alle von Ihrer Familie schon verstorben sind, denen hätten die Ohren geklingelt so hat meine Mutter bei Ihrem Besuch an Ostern letzten Jahres über die doch so versoffene Bande hergezogen. Mir gingen Irgendwann mal die Argumente aus und ich habe es gelassen mich mir Ihr über diese Thema weiter zu unterhalten. Ja ich habe noch oder auch wieder Kontakt zu meinen Eltern. Es wäre wünschenswert wenn dieser inniger von mir wäre,aber ich werde nicht über meinen Schatten springen. Es ist einfach Zuviel vorgefallen. Obwohl Kontakt zu meinen beiden haben wir immer gehabt wenn auch nur recht eisigen damals. Weil es kann nicht sein das meine Kinder sich von den beiden prügeln lassen müssen, und so das gleiche durchmachen was ich erleben durfte. Ich werde es nicht zulassen das meinen etwas geschieht. 
Wie soll ich eine Familie aufbauen wenn ich von einer anderen zerstört werden soll. Streitpunkte gibt es heute bei uns auch immer wieder und die werden dann auch bereinigt. Meisten sind es Familienmitglieder oder Bekannte die meinen sich in Sachen einmischen zumessen von der Sie keine Ahnung haben. Hier kommt es immer wieder vor das ich nur ein paar passende Worte verlauten lasse und es ist alles geklärt. War ich doch in meiner nassen zeit schon meist über Einmischungen nicht so erfreut habe ich das auch gesagt. Heute wenn ich auch nur ansatzweise anfange mich zu regen gehen viele schon in Deckung. Ganz schlimm ist es im Berufsleben. Wenn mir was nicht passt dann gibt es Feuer aber das nicht so knapp. 
Hier fiel dann auch schon mal öfters der Satz saufe doch endlich weiter dann haben wir unsere Ruhe. Ich kann darüber nur schmunzeln denn das wird nicht passieren das habe ich mir geschworen. Außerdem sind das doch eh nur hirnamputierte Vollpfosten die die Schnauze nicht aufkriegen und zu allem nur immer Amen rufen. Mittlerweile schaut man mich an wenn wieder was ist und was ich dazu zusagen habe. Auch aus der Ebene über mir wird geschaut was ich meistens dazu sage. Auch holt man sich von mir Anregungen wie man doch was durchsetzen könnte Auch familiär geht es doch teils derbe bei uns zu. Aber meist nur dann wenn meine beiden Halbstarken meine sie müssten die Füße auf den Tisch legen und einen auf großen Mann machen. War ich früher als Alki schon unausstehlich und pruddelig , so ist das heute nicht besser geworden. Ich finde krass was man mit ein paar Worten zur rechten Zeit angebracht alles erreichen kann. 
War mir früher doch vieles gleichgültig regt es mich heute doch schon mal mehr aus. Ein Weltmeister im Motzen und Pruddeln bin ich geworden.Das wird meine bessere Hälfte sicher bestätigen. 
So das ich schon das eine oder andere male gestoppt werden musste. Teilweise erschrecke ich mich dann wieder vor mir selbst das ich doch so viel Courage im *Ausdruck im Forum nicht gewünscht* habe. 
Aber andere wollten ja das ich nicht mehr Trinke und mit den Konsequenzen daraus sollen Sie nun auch leben. 
Der letzte Satz hört sich einfach für mich beschi..en an. Aber dennoch ist es so das mich andere ( Andreas) erst darauf stoßen mussten bis ich mal reagiert habe. 
Das wir auch schon über längere Zeit ein gespanntes Verhältnis zu unserem Nachbar haben ist vielen schon bekannt. Neulich kam es zu einem Ereignis was mich dann doch wieder etwas zum nachdenken angeregt hat.Wir hatten uns einen Heizkörper fürs Bad gekauft. Ich hatte diesen mit Wasser gefüllt und den Regler auf und festgeschraubt. Mein Nachbar war in seiner Garage am sägen, was nicht weiter störte weil das oft so war. Ich war dann eine ganze Zeit im Haus mit weiteren Vorbereitungen zur Montage beschäftigt. Und wollte nur noch kurz eine Zigarette rauchen. Ungewöhnlicherweise war ich diesmal in den Garten gegangen um zu rauchen. Beim Rauchen hab ich auch das Au was Er geschrien hat gehört. Ich sah Ihn dann nur noch in seinen Garten laufen, und rufen „hol was zum abbinden“ und gleich darauf ein ganz entsetztes rufen des Namens „Klaus“. 
Ich weiß bis heute noch nicht was nicht geritten hat aber ich war mit einem Satz hinterm Zaun und bin zu denen gelaufen. 
Er hatte sich den Daumen abgerissen und die vier anderen Finger der rechten Hand 
waren eingeschnitten. Ich habe dann geholfen Ihn zu versorgen. Ich hab Ihm dann die Schlagader abgedrückt damit es nicht so Blutet. Und den Krankenwagen gerufen. 
Wäre das 2 Jahre früher geschehen ich hätte auf dem Absatz kehrt gemacht und ins Haus gegangen. So egal waren mir diese Leute , weil es immer etwas zum nörgeln und schimpfen gab. Das Mondkalb hat mich nur mit riesigen Augen angestarrt und ist weggerannt.. 
Seit dieser Zeit sagt man sich wenigsten mal wieder guten Tag. 
Mittlerweile wird es immer besser das man miteinander reden kann. 
„was habe wir uns über 3 Jahre alles an den Kopf gekloppt“ 
Ich hab im weiteren Verlauf mit vielen abgerechnet, was ich mir Handschriftlich alles in die Biographie geschrieben habe. 
Dies ist auch nur ein kleiner Abriss von dem was um mich und mein Alkoholproblem geschehen ist. 



Ich kann dazu nur sagen Krasser S* 
Auch meine Geschichte hat einmal ein Ende. Dies ist aber nur die getippte und verwendbare Kurzform der mittlerweile 300 Seiten umfassenden handschriftlichen Variante. 
Ich weiß auch nicht ob diese Geschichte Je mal fremd gelesen wird.

Es wäre ein Vertrauensbruch mir gegenüber. 
Und es ist mein Leben 


Und hier rufe ich meinem damaligen Freund zu V* endlich ich brauch dich nicht mehr. 

So das war´s 

Eure grammatikalische Naturkatastrophe 
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sim 3
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Anmeldungsdatum: 12.06.2016
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 17. Jul 2016 08:49    Titel: Antworten mit Zitat

starker tobak gutzufuss !

bin dabei alles zu lesen, sehr interessant und spannend geschrieben.
mir fehlen noch 1-2 seiten oder so.
hab ja Wochenenddienst auch dazu.

hardcore erzeuger ! ( echt kaltherzig )
nur gut, dass ihr Geschwister auch zusammengehalten habt !

ja so Verhaltensmuster der Eltern, hat man als Kind wie ein schwamm aufgesaugt und kommen in extremen Situationen doch durch, ob man will oder nicht.
hab mich auch schon dabei ertappt, dass ich genau die Sachen, welche ich bei meiner Mutter gehasst hab und nie machen wollte, dann doch an den tag gebracht hab.
Leider !

kann dich verstehn...
LG sim
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Yez
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 20.04.2016
Beiträge: 2587

BeitragVerfasst am: 18. Jul 2016 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gutzufuss ,

oh man , dass ist echt der Hammer.

Anfangs wollte ich auf Grund der Länge deines Textes nicht lesen .

Konnte gestern nicht schlafen und habe begonnen.

Tja , zu deiner Kindheit möchte ich nicht viel sagen ,
nur soviel, dass ist mir leider sehr bekannt.
Erst dachte ich , du schreibst über meine Kindheit.
Der einzige Unterschied ist , dass beide Eltern von mir auch Alkoholiker sind .

Somit kenne ich die Problematik sehr gut .

Aus Respekt zu deinem Erfolg, habe ich bis zum Ende gelesen.
Wenn jemand diesen Weg schafft und zu seinen Fehlern und Schwächen steht ,
dann kann ich nur sagen : Hut ab !

Bin ein wenig stolz auf dich , auch wenn wir uns nicht kennen.

Wünsche dir wirklich von Herzen , dass du es schaffst , deinen neuen Weg weiter zu gehen . !
Sicherlich wird es noch sehr viele Steine geben .
Dafür benötigst du ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Du hast eine Partnerin , die die ganze Sch ... mitgemacht hat .
Von deinen Kindern mal ganz zu schweigen.
Das ist heute die absolute Ausnahme .

Jetzt habe ich eine Bitte an dich !
Lass dir etwas schönes einfallen und überrasche deine Frau mit etwas besonderem.
Bedanke dich für ihre Loyalität und jahrelange Unterstützung.
Sie hat es wirklich verdient.
Vielleicht kannst du auch deine beiden Söhne mit einbeziehen.

Auf jeden Fall, wünsche ich dir weiterhin,

ganz viel Kraft und Energie

Liebe Grüße

Yez
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Gutzufuss
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Anmeldungsdatum: 29.06.2016
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 18. Jul 2016 21:51    Titel: das Leben ist schön , von einfach war nie die Rede Antworten mit Zitat

@ Yez Und alle die Mitlesen



Wir sind ständig unterwegs, und immer wieder habe ich kleine Überraschungen eingebaut. (schick Essen oder Musicalbesuche)
Von daher ist alles in Ordnung.

Heute würde die Geschichte etwas anders schreiben
.
Ich hatte damals mit meinem Leben zu kämpfen und ich war mit mir selbst nicht zufrieden.
Das was ich angestellt habe ist geschehen.
Ich kann es nicht rückgängig machen obwohl ich das gerne täte.

Mein großer Sohn ist mir gegenüber heute noch immer recht reserviert.
Aber Er hat seine Gründe dafür.
Wir reden sehr viel miteinander und Er hat auch gesehen das ich mich geändert habe.

Ich weiß, eine bessere Frau hätt ich nicht finden können.
Sie hat mich so angenommen wie ich war.
Damals schon als Alkoholiker.
Sie ist sehr stark und ich liebe Sie einfach.

Am 03.04.2017 feiern Wir unsere Silberhochzeit. ("JO, das gibt es noch")
Ich habe geplant mit Ihr nach Berlin zufahren.
Und dadurch das wir Beide gern ins Musical gehen habe ich die Absicht Karten für die Blue Man Group zu besorgen.

Was ich aber noch klären muss ist das , das ich unsere Kinder auch dabei haben will


Na ja . Meine Kindheit war wirklich nicht mit viel Gefühl und Liebe gesegnet.
Aber auch ich habe in meinem Leben dadurch gelernt.

Ich kann auch heut Verständnis für meine beiden Jungs aufbringen wenn diese mal auf Tour sind.
Es quält mich zwar wenn ich weiß das Sie dann auch was trinken, aber ich habe auch lernen müssen, das ich die Welt nicht anhalten und den Alkohol vom Planeten schütten kann.

Im August sollen es bei mir 6 Jahre der Abstinenz werden.
Wobei ich sagen muss das 1. Jahr nach den Therapie war das schwerste.

Bei mir ging es dann erst wieder vorwärts ab dem Zeitpunkt ab den ich zu mir sagen konnte ." B... Du bist Krank, Du bist Alkoholiker, und wenn Du leben willst dann trinke keinen Alkohol.

Wie in dem anderen Tread zum kontrollirten Trinken schon geschrieben will ich hier niemanden bekehren .

Diese Entscheidung trifft jeder für sich , und nur für sich ganz allein.

Es bringt nichts wenn ich nur meinem Partner zuliebe damit aufhöre.



Wie auch in der Geschichte geschriebn habe ich es selbst jahrelang versucht zu kontrollien, hat bei mir nie funktioniert.

Deswegen hast einfach den Kopf nicht hängen und steht wieder auf.

Das Leben ist schön und Interessant, von einfach war nie die Rede.




Wer dazu FRagen hat darf diese gern Stellen..




Euer Gutzufuss
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Priemelchen
Anfänger


Anmeldungsdatum: 18.07.2016
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 19. Jul 2016 00:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gutzufuß,

Danke für deine Geschichte,
sie hat mich sehr berührt. Crying or Very sad
Ich trinke selbst seit dreieinhalb Jahren nicht mehr
und kann vieles, was du schreibst, genau so unterschreiben.

Was mich noch interessiert (falls du dich dazu äußern magst)
ist das Thema Partnerschaft und Coabhängikeit.
Da sammeln sich ja zu nassen Zeiten die irrsten Verstrickungen an.
Mein Mann trinkt zB gar keinen Alkohol,
hat mir aber oft meine Flaschen besorgt.
Er ging darin auf, mir alles abzunehmen
und beruflich, privat alles zu managen und am
laufen zu halten. Auf der anderen Seite war er hilflos und machtlos,
mich so zu sehen. Das haben wir im Nachhinein
alles therapeutisch aufgedeckt und können offen darüber reden.
Diese Verhaltensmuster lassen sich bis heute
nicht komplett auflösen und wir fallen manchmal in unsere alten Rollen zurück, auch wenn der Alkohol jetzt weg ist. Wenn es mir schlecht geht, falle ich gern in meine alte Opferrolle zurück - mein Mann ist davon wild angetriggert und würde sich am liebsten für mich aufopfern... Wir haben ein imaginäres Co-Schwein, wenn wir unsere alten Rollen enttarnen, schmeißen wir im Geiste ein paar Euros ins Schwein Very Happy. Mittlerweile ertappen wir uns recht schnell. Wink

Kennst du das auf eine Art auch? Wie geht ihr damit um?

Ich wünsche dir alles Gute
Priemelchen
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Gutzufuss
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 29.06.2016
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 21. Jul 2016 22:12    Titel: Antwort zu Coabhängigkeit Antworten mit Zitat

@ Primelchen

Natürlich beantworte ich Dir Deine Fragen

Es kann sein das noch ein kurzer Text vom Handy vorwegkommt. Habe ich abgebrochen ist zu klein um mehr dazu zu schreiben.



Also das kann ich von meiner Frau nicht sagen.

Sie ist Diabetiker, und trinkt gelegentlich mal ein Gläschen, was für mich auch vollkommen in Ortnung ist.

Alkohol hat Sie mir nie oder nur sehr wenig besorgt.

Aber Sie hat sich um alles andere was bei uns in der Familie geschehen ist gekümmert.

Sie hat mich damals vieleicht noch nicht als Alki sondern als Alkoholgefährteten kennen gelernt.


Den Alk habe ich meisten auf dem rückweg von der Arbeit besorgt.
Waren ca. 3 Km zu Fuss. Hatte keinen Führerschein also war laufen angesagt.
Hier habe ich dann abens angefangen den tag für mich mit einem Feierabenbier ausklingen zu lassen.

Was mir aber auffällt ist , das ich heute nach fast 6 Jahren (August ) von Ihr noch immer kontrolliert werde.
Ich kann das Akzeptieren, weil ich habe Sie ja auch schließlich Jahrelang immer wieder hinters Licht geführt.

So langsam kann Sie Aufgaben abgeben, aber es wird dann auch wieder kontrolliert. Das ist OK.

Ich wollte auch nur aus einer Antwort auf den vorhergehenden Tread antworten.
Hier ging es um das kontrolierte Trinken.

Für mich absoluter Schwachsinn.

Ich laufe doch auch nicht mit dem brennenden Feuerzeug an einem offenen Benzintank vorbei,
irgendwann fliegt mir doch die ganze sache um die Ohren.

Also warum spiele ich mit dem Feuer, wenn ich doch genau weiß, das ich mir dann die Finger daran verbrennen werde.

Da fällt es mir doch deutlich leichter ganz auf den Alkohol zu verzichten.
Dann weiß ich für mich das mich daran keine Schuld trifft wenn etwas geschieht.


Aber auch 3,5 Jahre sind schon eine tolle Leistung. Ebenfalls Hut ab dafür.


Der Weg dahin ist für niemanden leicht.
Aber Der der diesen Weg gegangen ist weiß wieder wie das Leben läuft.



Weiterhin eine gute Abstinenz

Gutzufuss


Würde mich über weitere Unterhaltung freuen.
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Gutzufuss
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Bronze-User


Anmeldungsdatum: 29.06.2016
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 21. Jul 2016 22:26    Titel: Geschichte und Hintergrund Antworten mit Zitat

@ Priemelchen

Wie Du in meiner Geschichte gelesen hast war die Aufgabenstellung dies , das ich mich auf 10 Din a 4 Seiten vorstellen sollte.
Ich der Maulfaule hatte beim 1. Versuch gerade mal mit Mühe und Not eine halbe Seite voll.

Es sollten aber genau 10 Seiten sein.

Im 2. Anlauf hat mich dann der rappel gepackt, und ich habe die 10 Seite dann zusammen bekommen.
Sie wurde vom Betreuenden gelesen und mir kommentarlos wieder übergeben.
Ich habe mir abends meine Geschicht nochmals durchgelesen und habe diese dann einfach weitergeschrieben.

Am Ende kam ein Blattwerk von stolzen 386 handschriftlichen Seite heraus.

Das was hier im Forum steht ist auch nur eine gebrauchsfähige Kurzform meines Lebens.

Erst als ich alles was mich belastet hatte hier in dieser Geschichte niedergeschrieben habe hatte ich Ruhe vor dem Alkohol. Hier konnte ich dann für mich annehmen, Du bist Alkoholiker und das ist gut so.

Ich hab bei der handschriftlichen Variante der Geschichte auch auf keine Grammatik oder Rechtschreibung geschweige denn Satzbau geachtet.

Einfach alles was belastet hier niedergeschrieben und gut war es damit..




einen lieben Gruß

Gutzufuss
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Priemelchen
Anfänger


Anmeldungsdatum: 18.07.2016
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 21. Jul 2016 23:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gutzufuß,

Wahnsinn, da hast du deine gesamte Lebensgeschichte zu Papier gebracht!
Das kann so heilsam sein - was man aufgeschrieben hat,
kann man loslassen. Ich mache das oft, wenn
ich in Grübelschleifen festsitze. Den Gedankenwirrwarr in ein
Buch gekritzelt, dann muss ich es nicht mehr zerdenken.

da sieht man mal, wie unterschiedlich sich die Sucht
in der Partnerschaft auswirkt. Kontrolliert hat mich mein Mann kaum,
auch nach meiner Therapie nicht. Was mir aber bekannt vorkommt,
ist das Neuverteilen und Abgeben von Aufgaben.
Das ist für beide Seiten nicht leicht und ich bin heilfroh,
dass wir alles offen besprechen können.

Derzeit erlebe ich das ganze Aufgabenverteilen erneut -
ich hab eine große OP und Chemotherapie hinter mir.
Konnte fast ein Jahr lang nicht am Familienalltag teilnehmen.
Jetzt erobere ich nach und nach meinen
Verantwortungsbereich zurück, das erinnert mich stark
an die Zeit des Trockenwerdens:
wieder lernen, auf eigenen Füßen zu stehen, sich nicht
überfordern und achtsam mit sich sein.

Ich finde auch, dass kontrolliertes Trinken für mich nicht
funktionieren kann. Hüte mich aber sehr, zu missionieren.
Jeder geht seinen Weg und muss seine eigenen Erfahrungen
machen. Ich habe mich zu Trinkzeiten ja permanent kontrollieren
wollen: nur eine bestimmte Menge, nur zu Hause, nur zu bestimmten
Uhrzeiten. Pah, das war Selbstbetrug und geklappt hat es nie.
Ich muss mich jetzt nicht mehr quälen, ich bin zufrieden abstinent.
Und das entscheide ich jeden Tag neu.

LG
Priemelchen
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Gutzufuss
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 29.06.2016
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 23. Jul 2016 18:46    Titel: Ich wollte auch niemanden damit missionieren Antworten mit Zitat

Hallo Primelchen
Ich hab und hatte auch nie die Absicht hier jemanden missionieren zu müssen oder wollen.

Diese Entscheidung trifft wohl jeder für sich

Meine Geschichte stammt aus einem anderen Tread hier im Forum
Dort haben wir uns über Lebensgeschichten unterhalten. Ich hab dann auch gesagt das ich meine Geschichte schon vor 3 Jahren ins Netz gestellt habe.
Heute würde ich diese Geschichte aber ganz anders schreiben.
Der damalige Hass auf mich ist heute nicht mehr da




Gurß
Gutzufuss
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Soltau
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 06.11.2014
Beiträge: 1623

BeitragVerfasst am: 23. Jul 2016 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
In einem volltrunkenen Zustand habe ich dann auch mal meinen damals 3 jährigen Sohn (Grad so groß wie ein Tisch)geschlagen das dieser sich überschlagen hat.
Auch bin ich meiner Frau gegenüber auch schon Handgreiflich geworden.


Es ist wie ein Wunder Gutzufuss, dass deine Frau bei dir geblieben ist.

Was das wohl für Ambitionen waren, habt ihr darüber mal gesprochen?

Liebe allein glaube ich kaum, die Liebe geht nach einiger Zeit, wenn man nur noch erniedrigt und gedemütigt wird.
Hatte sie Angst vorm Alleinsein oder was war das genau, weshalb sie blieb?

Es ist natürlich phänomenal, dass sie durch gehalten hat, sonst gebe es eure neue Chance nicht. Ich beispielsweise würde, egal, wie die Umstände sind, niemals bei einer Person bleiben, die mein Kind geschlagen hätte, ich wäre sofort gegangen - sie blieb?!

Soltau
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benni72
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 17.11.2015
Beiträge: 73

BeitragVerfasst am: 25. Jul 2016 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gutzufuss,

ich habe deine Geschichte eines Nachtes gelesen mit meiner 2. Flasche Wein!
Ich habe es genossen, oder doch nicht?, aber es war sehr interessant, emotional und spannend!

Potztausend!
Meine Kindheit war im Vergleich zu deiner wie im Bilderbuch!
(auch wenn ich mich beklage...)
Ich kann das gar nicht verstehen, ... manchmal bin ich stinksauer auf meine Tochter, könnte sie zum Mond schießen, will auch hart und streng sein, aber dann kommt sie zu mir mit ihren Prinzesinnen-Augen und sagt "Papa ich hab dich so dolle liiieb!" und ich bin wie auf dem Tablett serviert.
Sie kann mit mir schmusen, Bussies, Spielen, Buch anschauen und was sie auch immer will (ich weiss... Wink )

Ok es war eine andere und härtere Zeit und Emotionen sollten (dank unserem Katholizismus, sorry wenn ich als Atheist das so schreibe) eher verborgen bleiben.
Aber...

Ein bisschen instinktive Menschen- und Kinderliebe?

Wir sind ja keine Roboter die von der Kirche und der Härte des Lebens programmiert werden?!

Keine Ahnung wie schrecklich das sein muss!
Und alle Achtung für dich, Gutzufuss!
Daß du das jetzt so meisterst und dir eine neue, glückliche Zukunft aufbaust! Very Happy

Meine Mutter hat uns alleine erzogen und sie hat es nicht auf allen Ebenen perfekt gemeistert, (Finanzielle Probleme, ihr Alkoholkonsum,... und weil sie zu weich war, uns immer alle Wünsche erfüllt hat). Aber Liebe und körperliche Nähe, davon können wir nicht behaupten daß uns was gefehlt hat.

Noch eine Frage:
Deine Geschwister, haben sie auch getrunken, nach den Erlebnissen in diesem Kindheits-und Jungend-Trauma?
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benni72
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 17.11.2015
Beiträge: 73

BeitragVerfasst am: 25. Jul 2016 22:39    Titel: Antworten mit Zitat

@soltau,

zu deinem vorigen Post an Gutzufuss über die Liebe,

Auf dem Grabstein meiner Mutter hat mein älterer Bruder den Satz "Liebe ist das einzige was wächst, wenn man es verschwendet" gravieren lassen.

Ich habe es bis heute nicht verstanden, aber ich glaube da ist was wahres dran...
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Gutzufuss
Bronze-User
Bronze-User


Anmeldungsdatum: 29.06.2016
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 29. Jul 2016 22:52    Titel: Die Menschen sind alle verschieden Antworten mit Zitat

@ Soltau


Wir sind zusammen gewachsen. Zu Beginn habe ich auch noch nicht soviel getrunken und konnte mit dem Alk auch umgehen.
meine frau selbst kommt aus einen großen Haushalt und hat sich von Kindesbeinen an auch immer durchsetzen müssen.
Daher hat Sie mir damals als mein Sohn dann nicht mehr zu mir wollte, und panische Angst vor mir hatte. Gleich bregriffen was geschehen ist. Das hat Sie mir dann auch zu verstehen gegeben. Auserdem schreibt Sie eine recht deutliche Handschrift.

Wir hatten uns zur damaligen Zeit auch schon einiges aufgebaut.
Ich war damals Selbstständig und verdiente ordentlich. war aber durch diese Tätigkeit auch fast nie Zuhause. und so schlich sich dann auch der Alk in mein Leben. Tagelanges Leben auf den Autobahnen Deutschlands beschäftigt und prägt jemanden schon.

Ich hatte einen Kleintransporter laufen, und meine Frau ist teilweise tagsüber auch noch gefahren. (bis der kleine kam)
Leider bedingt durch den Führerscheinentzug musste ich das aufgeben, und wie das nun mal so ist blieben dabei auch ein haufen Schulden übrig.

In der Ehegemeinschaft stehen aber beide für Schulden gerade. Aber wenn es anders gekommen wäre vielleicht hätte Sie mich auch verlassen.

Ja Liebe. Was ist Liebe für mich?

Ich habe in meiner Frau einen richtig guten Menschen gefunden, der mir damals wie auch heute immer den richtigen _Weg gezeigt hat.
Sie ist ein nach allen Seiten offener Mensch, und begegnet doch jedem mit dem Ihm gebührenden Respekt.
Ich vertraue Ihr , und Sie vertraut mir . Für dieses Vertrauen habe ich erst wieder lange kämpfen müssen.
Weil doch meine Glaubwürdigkeit während des Trinken`s stark gelitten hat.
Ich denke Wir geben uns gegenseitig Halt und Geborgenheit.

Solch einen Menschen kann man nur Lieben.



Gutzufuss
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