Bin ich Alkoholiker? (10-12 Flaschen Bier am Tag á 0,5 L)

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Marle
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1335

BeitragVerfasst am: 19. Feb 2018 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Power-Müller,

wundert mich ja schon, Dein Nickname. Da müsstest Du schon die Power haben, so einen Entzug mal durchzuziehen.

Das ein Entzug in 2-3 Tagen über die Bühne geht, ist natürlich völliger Quatsch. Das ist so eine Ente von Alkis, die sich ihre Sucht schönreden.
Alkoholismus steckt schon ganz schön tief in den Knochen und Organen.
Ein stationärer qualifizierter Alkoholentzug dauert in der Regel 5 – 7 Tage. Das ist die Zeit, in der erst mal der Körper entgiftet wird.
Aber damit ist es nicht getan. Bringt ja nix, wie es leider sehr oft der Fall ist, wenn die Leute in ein paar Tagen entgiftet werden, um rauszugehen und gleich wieder weiter zu saufen.
So folgt dann meist, zumindest in den qualifizierten Entzugsstationen, eine anschließende Motivationsbehandlung. Nenn es meinetwegen Therapie. Die soll bewirken, dass sich die Patienten ihre weitere Vorgehensweise mit ihrer (eventuellen) Genesung überlegen. Oder, ob sie halt so weitermachen möchten, wie’s bislang lief. Dann war alles für die Katz.
(Die GKs haben inzwischen einen Riegel für die Drehtürpatienten vorgeschoben. Wenn einer also nach wenigen Tagen oder Wochen gleich wieder dort aufschlägt, wird bestenfalls eine Notentgiftung und Versorgung von 3 Tagen vorgenommen, und dann heißt es Tschüß.)

Dein Problem, so scheint’s beim Lesen Deiner Zeilen, ist wohl, dass Du (außer in Deiner Arbeit) mit Dir nichts anzufangen weißt. Ist irgendwie auch wieder logisch. Weil Du ja jetzt eine Menge Freizeit allein mit dem Saufen verbringst und nach einem gewissen Alk-Pegel gar nicht mehr in der Lage bist, etwas Sinnvolles „mit Dir“ anzufangen.
Daran merkst Du dann schon, wie tief die Sucht schon bei Dir in Dein Leben eingegriffen hat. Sie hat Dich quasi „reduziert“: Saufen – Schlafen – Arbeit – Saufen – Schlafen.

Um aus diesem öden Kreislauf rauszukommen, wird’s garantiert nicht reichen, „bloß den Alk wegzulassen“. So funktioniert Suchtstillstand nicht.
Aber es ist Deine Entscheidung. Wenn Dir der – relativ geringe – Aufwand für ein buchstäblich neues und besseres Leben zu hoch ist, während es Dir jetzt reicht, wie Du alkoholmäßig vor Dich hinvegetierst, dann mach es eben.
Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, es sei denn Du wärst die berühmte Ausnahme unter Millionen, wird es so, wie’s jetzt schon jämmerlich ist, nicht bleiben.

Nach und nach wird das Nervengift Deine Organe und Deine Gehirnchemie so schädigen, dass Du die Signale (Kotzen, Sch .., Depressionen, zwischen Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt, permanent das Gefühl am Verrecken zu sein, usw.) deutlich zu spüren bekommst.
Dein Tremor wird dann die geringste Nebenwirkung sein.

Ich glaube Dir auch nicht wirklich, dass die Gründe Deiner Angst vor der Entgiftung der Wahrheit entsprechen. Ich glaube vielmehr, dass Du Deinen Freund Alkohol so innig liebst, dass Du Dir ein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen kannst. Er hat schon in jedem Deiner Lebensbereiche den größten Raum eingenommen – und Du hast Angst vor dem riesigen Loch, das sich dann auftut, wenn er weg ist.
Außerdem wirst Du in der Zeit der Entgiftung quasi „ausgeliefert“ sein, eben auf Hilfe angewiesen sein. Und danach geht’s dann ans Eingemachte: An Dich und Deine all Deine menschliche Defizite.
Da bist Du nicht allein. Die meisten haben davor, vor dem, was in ihnen verbogen und verzogen ist und wieder gerade gebogen werden muss, um die Sucht überhaupt zum Stillstand bringen zu können, erbärmliche Angst.

Wegen der anderen Gründen, eventueller Krampfanfall (ca. 15 – 20%) oder schweren Komplikationen während des Entzugs, mach Dir mal keine Gedanken. Das ist nämlich wirklich „easy“. (Von so einem Krampfanfall bekommst Du selbst fast nichts mit.)

Zitat:
An alle Alkis die trocken sind bleibt es!


Danke! Weil ich „die andere Seite“ bestens kenne, will ich da garantiert nie mehr zurück. Mein Lebensgefühl, meine Lebensqualität ist um so viel höher und besser, dass ein Tausch schlicht hirnrissig wäre. Wer wählt schon freiwillig jämmerliches, qualvolles Verrecken?
Hier im Forum kannst Du lesen, wie sich das meist auswirkt ...
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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4001

BeitragVerfasst am: 19. Feb 2018 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Haschgetüm hat Folgendes geschrieben:
... tötet schneller. ...
:


Naja, ist eher relativ, aber schnell oder gar schneller gehts i.d.R. nicht, im Gegenteil, das dauert! Machts aber nicht besser, denn wenn nach jahrelangem übermässigem Alkkonsum ( egal ob Bier, Wein oder Schnaps) irgendwann die Krampfadern der Speiseröhre so laut Beifall klatschen, dass sie platzen, Pankreas nur noch urbs nuschelt, die letzten 2 verbliebenen Zellen in der Leber nicht mal mehr hicks lallen können und ein Grossteil der Hirnzellen kein Bock mehr auf den ganzen Scheiss hat und sich auf Nimmerwiedersehen verdrückt...dann gehts schnell , aber man hat noch Zeit, jede Sekunde seines Elends zu genießen ...Confused

Hier noch nen paar lustige Fotos hinter denen sich z.T. unzählige witzige Geschichten verbergen ... muss man gelesen haben!



https://www.google.de/search?biw=360&bih=296&tbm=isch&sa=1&ei=QLGJWtqYHsrYgAbdnq74Cw&q=leber+eines+alkoholikers&oq=leber+eines+alkoholikers&gs_l=mobile-gws-img.12..0.54962.60530.0.62206.26.17.0.0.0.0.247.2940.0j10j6.16.0...0...1c.1j4.64.mobile-gws-img..19.7.1562...0i7i30k1j0i13k1.133.f5GJJHFB0jo

https://www.google.de/search?q=bauchspeicheldrüse+eines+alkoholikers&prmd=imvn&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwj4gaL6na_ZAhXGYlAKHbIiDpIQ_AUICSgB&biw=360&bih=559#imgrc=_&isa=y

Prosit! N!
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1335

BeitragVerfasst am: 19. Feb 2018 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

nebukadnezar hat Folgendes geschrieben:
Machts aber nicht besser, denn wenn nach jahrelangem übermässigem Alkkonsum ( egal ob Bier, Wein oder Schnaps) irgendwann die Krampfadern der Speiseröhre so laut Beifall klatschen, dass sie platzen, Pankreas nur noch urbs nuschelt, die letzten 2 verbliebenen Zellen in der Leber nicht mal mehr hicks lallen können und ein Grossteil der Hirnzellen kein Bock mehr auf den ganzen Scheiss hat und sich auf Nimmerwiedersehen verdrückt...dann gehts schnell , aber man hat noch Zeit, jede Sekunde seines Elends zu genießen ...Confused
Prosit! N!


Och, nachdem ich diese Nebensächlichkeiten schon bei Anderen miterlebt habe: Das sind eher noch die harmlosesten Nebenwirkungen. Wenn die Varizien platzen, verblutet man halt still und leise nach innen. Und wenn Dr. Korsakow zuschlägt, schnallt man's sowieso nicht mehr, was da abgeht. Der Vorteil ist dann, dass man vergisst, dass man nochmal Alk trinken möchte.

Es gibt aber noch einige andere, sehr, sehr qualvolle Auswirkungen, die dann in den Stunden, Tagen und oft Wochen bis zum endgültigen Tod so auf die Hölle vorbereiten, dass das Fegefeuer der Katholiken eine wundervolle Party sein wird.
Wink
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Schlaumeier
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Anmeldungsdatum: 05.06.2015
Beiträge: 1598

BeitragVerfasst am: 19. Feb 2018 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Mal abgesehen von moeglichen "kleinen Wewehchen" wie Leberzirrhose, Zahnausfall, Schleppscheisse oder Verdummung, welche alle bei hohem Alkoholkonsum eintreten koennen, empfinde ich den Verlust der eigenen Wuerde, die meist einhergehende Absenkung der Lebensqualitaet und den Verlust zozialer Kontakte ausserhalb der Parbankszene vorm naechsten Aldi als Grund genug den Einstieg zum Ausstieg aus dem Suff in sein Lebensmodell einzuarbeiten.
Marle hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
An alle Alkis die trocken sind bleibt es!


Danke! Weil ich „die andere Seite“ bestens kenne, will ich da garantiert nie mehr zurück. Mein Lebensgefühl, meine Lebensqualität ist um so viel höher und besser, dass ein Tausch schlicht hirnrissig wäre.

Marle hats ja mit einem Satz auf den Punkt gebracht.

Ich habe hier den einen oder anderen am Alk verrecken sehen. Das tragische ist das man durch den Suff auch schnell mal ne eigentlich kleine Krankheit / Infektion gross werden laesst, seis weil man sie schlicht nicht bemerkt oder nicht Ernst nimmt, genauso wie man sein eigenes Leben nicht mehr Ernst nimmt. Dann wirds richtig elendig.
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power-mueller
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Anmeldungsdatum: 02.01.2012
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 19. Feb 2018 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Nabend zusammen !

@All, habe mir jeden Beitrag gut durch gelesen, und danke nochmal dafür !


Ihr versteht mich leider nicht, keiner von euch Sad , wie ich hier so raus lese habe hab ich anscheinend irgendwelche Defizite! Ihr meint "Ach der Müller geht in ne Entgiftung und danach ist alles schön, alles ist wieder gut" dass Glaube ich eher weniger, wie soll es denn weiter gehen nach der Entgiftung Mhhh...? Genau ich lerne die Frau meines Lebens kennen, wir gründen eine Familie bekommen Kinder und alles wird gut... Wenn ihr meint das mit mir was nicht stimmt keine Ahnung war noch nie beim Psychologen oder Psychiater. FAKT IST: Ich habe mich als Kind schon nie für Mädchen interessiert (auch nicht für Jungs) Shocked , diese dumme Gehabe erst" geht Männlein hin gängelt bzw. Ärgert ein Mädchen auf dass er Spitz ist, danach Zickt das Mädchen was rum "Bohhr... gib mir meine Tasche wieder (oder was anderes) paar min Später sind die sich am ablecken und am nächsten Tag zusammen
Shocked . Männer sind noch viel dümmer als Frauen und wenn ich sehe wie eine Frau über einen Mann immer mehr Oberwasser gewinnt, dann Freue ich mich und bin froh dass ich keine alte habe wirklich, ich schreibe dass nicht aus Verdruss! Und zurück zum Thema ich komm aus der Entgiftung, (Schutzglocke weg) wie stellt ihr euch dass vor wie ich meine Freizeit gestallten soll ? Computer Spiele spielen? zum Nerd werden? Fernseh gucken? Sich ne Beschäftigung suchen wie ein ADHS Kind (mit ner Zahnbürste die Wohnung ausfegen Hauptsache man hat was zu tun und ist beschäftigt Shocked ) und ich werde es lieben wenn ich kein Alkohol mehr trinke wie Scheiße lange es dauern wird bis ich endlich einschlafe( wie wo ich noch ein Kind war), wie schön es sein wird 1h-2h wach im Bett zu liegen nach zu grübeln, mich zu Ärgern bis ich endlich einschlafe da freue ich mich am meisten drauf! Jaaaa... Die Realität ist zum kotzen schön ! Wenn ich irgendwelche Defizite habe, hätte man dass damals beheben sollen als ich noch Jung war aber nicht mehr jetzt! Life is Pain ne, deshalb hat man ja auch Nerven im Zahn damit es schön weh tut damit Mensch die keine Krankheit haben auch ein bisschen Leid haben ne... Gott ist halt en Huhrensohn, lässt sich Nie blicken hat trotzdem ein gutes Image Evil or Very Mad Ich brauche keine Liebe und Geborgenheit ich bin kein Jammerlappen ( und ich wurde auch nicht missbraucht oder unsittlich angefasst)


LG
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2394

BeitragVerfasst am: 19. Feb 2018 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

Joar. Ist doch mal ne Aussage.

Und was willste jetzt stattdessen machen? Oder einfach weiter?
Ist ja durchaus legitim. Muss man halt nur wissen was man will.
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1335

BeitragVerfasst am: 19. Feb 2018 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ihr versteht mich leider nicht, keiner von euch , wie ich hier so raus lese habe hab ich anscheinend irgendwelche Defizite! Ihr meint "Ach der Müller geht in ne Entgiftung und danach ist alles schön, alles ist wieder gut" dass Glaube ich eher weniger, wie soll es denn weiter gehen nach der Entgiftung Mhhh...?


Ich glaube, wenn ich Dich so lese, dass Du es bist, der nicht versteht.
Niemand hat geschrieben, dass es einfach wäre.
Niemand schrieb, dass nach der Entgiftung ohne weitere Maßnahmen alles gut wird.
FAKT IST: Du hast keinen Plan, was Du aktiv gegen Deine Sucht machen kannst.
FAKT IST: Ein Idiot bleibt ein Idiot, ob er nun besoffen oder nüchtern ist.
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nebukadnezar
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Anmeldungsdatum: 26.08.2015
Beiträge: 4001

BeitragVerfasst am: 19. Feb 2018 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

In Ermangelung einer mit zehn Fingern zu bedienenden Tastatur und nur dem zur Verfügung stehenden mit einem Daumen zu bedienenden Smarty , hier nur die blanke Wahrheit: Bier schmeckt!... evtl. noch zu ergänzen um: zu viel Bier zu lange gesoffen macht blöd! ( nur eigene Erfahrung)

LG N
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power-mueller
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 02.01.2012
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 19. Feb 2018 21:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ihr habt ja Recht ich muss mir helfen lassen ! Ist wirklich nicht schön so jeden Tag besoffen sein! Wie schon geschrieben in nem andren post von mir, ohne Alk war besser!

LG
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1335

BeitragVerfasst am: 19. Feb 2018 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wie schon geschrieben in nem andren post von mir, ohne Alk war besser!


Was ich Dir in jedem Fall versprechen kann: Wenn Du es richtig angehst, wird es jetzt, nach dieser Sch ...Erfahrung, noch viel besser, wie jemals zuvor!
Du wirst Dinge schätzen lernen, die Du zuvor nicht einmal wahrgenommen hast. Wink
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power-mueller
Bronze-User
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Anmeldungsdatum: 02.01.2012
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 20. Feb 2018 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Marle hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Wie schon geschrieben in nem andren post von mir, ohne Alk war besser!


Was ich Dir in jedem Fall versprechen kann: Wenn Du es richtig angehst, wird es jetzt, nach dieser Sch ...Erfahrung, noch viel besser, wie jemals zuvor!
Du wirst Dinge schätzen lernen, die Du zuvor nicht einmal wahrgenommen hast. Wink


Hey @ all ! Habe jetzt nur mal Marle Zitiert ( wie man mehrere Zittert K.A wie es geht Very Happy) Muss zugeben hab auch en bisl viel Stuss geschrieben weil ich sauer bin auf "mich selbst", weil ich finde dass ich mit meinen 10 -12 Flaschen Bier am Tag noch noch ein Liebes Kindergarten Kind bin unter den "Richtigen Alkis" (Manche trinken mehrere Flaschen Schnaps am Tag) fühle ich mich eher noch Jungfräulich.. Nesthäckchen mäßig... Weil ich keinen Schnaps trinke. Ich finde früher wurde viel viel mehr getrunken (60er-70er Jahre) mein Vater etwas ältere Generation geb. 1945 Leider Tod (durch COPD nicht durch Alk) Freitags Mittags von der Arbeit nach Hause gekommen, geduscht... umgezogen und dann ist mein Vater erstmal ordentlich saufen gegangen Shocked Montag morgens wieder gekommen, geduscht, umgezogen Kaffee getrunken... Und dann ist der Mann Arbeiten gegangen Shocked (Wohl gemerkt als er in meinem Alter war, und mein Vater hat NIE Drogen genommen wie Speed gab es damals noch nicht als Droge, und auch nur Bier getrunken) dass schaffen heute vielleicht grade mal Leute unter Drogen Shocked Mein Vater ging außer Mittwochs jeden Tag in die "Bude"(Kneipe) und als er wieder kam ging es zu Hause weiter (c.a 4-6 Flaschen die er dann noch nach der Kneipe getrunken hat) Und ich kack hier ab mit meinen piss 10-12 Fläschen Bier, so dass es mich im Leben behindert halt durch den Tremor das Ärgert ungemein, und kotzt mich an wenn ich ehrlich bin Crying or Very sad Ich hoffe dass ich nach der Entgiftung wenigsten mal am Wochenende en Bier trinken kann (wo Alk auch hingehört in die Gesellschaft) ! Früher waren die Menschen halt noch resistenter als Heute! Werde gucken dass ich Max. 5 tage entgift, 14 Tage geht nicht sonst gehen meine Zimmerpflanzen ein! Naja... muss ich gucken was nach der Entgiftung auf mich zukommt!


@all: Muss ich jetzt ein Leben führen wie ein Moslem, Nicht rauchen, Nicht trinken? hat hier jemand, der entgiftet hat schon mal einen Rückfall gehabt bzw. Ist es möglich mal am Wochenende einen trinken zu gehen ohne dass man rückfällig wird?


War auch schon mal bei einer Drogenberatung aber die wollten dass ich paar Monate in so en Dorf fahre (nach einer Entgiftung)!


LG
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Dr.Mabuse
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3114

BeitragVerfasst am: 20. Feb 2018 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Müller...

Es gibt keine schlechten oder gute Alkoholiker...in dem Sinn..
Ob du jetzt 12 Flaschen Bier oder 2 Flaschen Schnaps trinkst ändert am Grundproblem soweit erstmal nix...

Genau die Gedanken wie du sie jetzt hast,hatte ich auch ..."Ich trink ja nur Bier"
Ob jetzt ein Reicher in seinem 500000 Euro Phenthause seine 12 Bier trinkt,oder ein Obdachloser auf der Parkbank seine 12 Bier trinkt,macht rein von der Sache her keinen Unterschied...

Du kannst es ja für dich ausprobieren in Entgiftung zu gehen und die Tage danach mal zu schauen wie sich das Leben ohne Alkohol anfühlt...

Ohne Kreislaufgulasch am Morgen und ohne Entzugserscheinungen...



Vor der Klinik und dem Entzug,brauchst du keine Angst zu haben...

Was deine letzte Frage betrifft mit nur Wochenends mal trinken sind die Prognosen sehr sehr schlecht...

Gibt wohl 1-2% die das Schaffen...du müsstest dein Leben halt so in den Griff kriegen,das du auf Alkohol als Problemlöser nicht mehr angewiesen bist...

Probiers aus mit der Entgiftung...was hast du zu verlieren?
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Dr.Mabuse
Foren-Guru
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 3114

BeitragVerfasst am: 20. Feb 2018 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

Und nochwas ...

Dich kann kein Mensch zwingen nach der Entgiftung in Langzeittherapie zu gehen oder in irgendein Dorf zu fahren...

Auch davor brauchst du keine Angst haben...
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 1335

BeitragVerfasst am: 20. Feb 2018 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Power-Müller,

dass man Stuss schreibt und redet, ist eigentlich unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ziemlich normal.

Du unterliegst in Bezug auf Deinen Alkoholkonsum einem großem Irrtum.
1. Ist Bier zwar ein „weiches“ alkoholisches Getränk, aber wie hier schon veranschaulicht, ist es vom Alkoholgehalt eher ganz am oberen Level.
Nochmal: Du könntest ca. 3 harte Schnäpse statt einer Halbe Bier trinken. Das wäre dann die gleiche Menge an Alkohol.

2. Es gibt Alkoholabhängige, die bereits bei viel, viel weniger wie Deine 10 -12 Flaschen Bier/Tag süchtig geworden sind. Die hängen dann aber genauso am Stoff, wie Du, oder wie einer der eine Kiste am Tag wegputzt.

3. Es gibt sogenannte „Missbraucher“, die jahrelang einen hohen riskanten Alkoholkonsum haben – und nicht abhängig werden. Die können dann von heute auf morgen ohne nennenswerte Entzugssymptome mit dem Alkohol aufhören.

4. Ich weiß nicht, was Dein Vater gearbeitet hat, aber früher haben zum Beispiel die Gipser und Maurer (heute heißt das Stuckateur) oder auch Schmiede und Schlosser eine sehr kräftezehrende und dementsprechend auch schweißtreibende Arbeit verrichtet. Dann haben sie entsprechend viel transpiriert, also geschwitzt und damit einen großen Anteil des Alkohol buchstäblich „ausgeschwitzt“.
Zudem war die Bewegung, und damit die Durchblutung der gesamten Organe eine ganz andere.

10 – 12 Flaschen Bier sind unter Alkoholikern eine hohe Hausnummer. Vergiss mal einfach den Vergleich mit Wodka oder anderen Spirituosen, weil siehe oben: Der ist schlicht falsch.

Zitat:
Ich hoffe dass ich nach der Entgiftung wenigsten mal am Wochenende en Bier trinken kann (wo Alk auch hingehört in die Gesellschaft) !


Das kommt ganz drauf an. Da Du jetzt – Deiner Schilderung nach – bereits unter Kontrollverlust leidest, sonst würdest Du einfach mit dem Alkoholkonsum aufhören können, wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit immer wieder dann, wenn Du mal ein Bier (oder schlimmstenfalls auch nur einen Schluck) Alkohol konsumierst, erneut einen Kontrollverlust erleiden.
Aber es gibt tatsächlich Beispiele, wenn auch sehr, sehr seltene, die können irgendwann einmal nach einer gewissen Zeit der Abstinenz wieder kontrolliert Alkohol konsumieren.

Viel häufiger, genauer geschrieben „bei den meisten“ Suchtkranken ist es aber so, dass sie eine Zeitlang „vermeintlich“ wieder kontrolliert konsumieren können – und es dann binnen Kurzem wieder eskaliert.

Das sind Erfahrungen, die im Grunde genommen jeder Suchtkranke selbst machen muss, damit er irgendwann (oder auch nie) kapiert: Kontrollverlust ist gleichbedeutend mit entweder absolut abstinent – oder eben absolut nass. Das ist wie schwanger sein. Ein bisschen schwanger gibt’s auch nicht.

Zitat:
Früher waren die Menschen halt noch resistenter als Heute!

Sieh oben: Das ist schlicht Unsinn.

Zitat:
Werde gucken dass ich Max. 5 tage entgift, 14 Tage geht nicht sonst gehen meine Zimmerpflanzen ein! Naja... muss ich gucken was nach der Entgiftung auf mich zukommt!


Als, wie ich meine, erfahrener Alkoholiker (absolut abstinent) schreibe ich Dir, dass „die Voraussetzungen“, unter denen Du eine Entgiftung in Betracht ziehst, für Dich äußerst ungünstig stehen. Ich würde mich ehrlich freuen, wenn Du mich eines Besseren belehren könntest!
Aber aller Voraussicht nach wirst Du unter den Voraussetzungen über kurz oder lang wieder dort stehen, wo Du jetzt stehst.
Unter Alkis sagt man: Du hast einfach Deinen ganz persönlichen tiefsten Tiefpunkt in Deinem Leben noch nicht erreicht, um zu verstehen, in welcher Lebensgefahr Du Dich befindest.
Dieser Tiefpunkt ist sehr individuell: Beim einen reichts, wenn er den Führerschein verliert, beim nächsten, wenn seine Frau sich von ihm trennt (das kann ja bei Dir nicht passieren) und wieder ein anderer kapiert es erst, wenn er obdach- und mittellos in der Gosse liegt.

Zitat:
hat hier jemand, der entgiftet hat schon mal einen Rückfall gehabt bzw. Ist es möglich mal am Wochenende einen trinken zu gehen ohne dass man rückfällig wird?


Ja, ich hatte schon viele Rückfälle, bis ich endgültig (hoffentlich, weil das weiß ich erst, wenn mal die letzte Klappe fällt) trocken geworden bin.
Und ja, ich habe relativ lange Zeiten geglaubt, ich könnte ohne rückfällig zu werden wieder kontrolliert mit Alkohol umgehen. (ein paar Jahre, dann ein paar wenige Jahre, dann ein Jahr …)
Letzten Endes ist mein Konsum immer eskaliert, und irgendwann war es so, dass wenn ich wieder angefangen habe, dann war ich binnen 2-3 Tage wieder bei meinem alten Level.

Zitat:
War auch schon mal bei einer Drogenberatung aber die wollten dass ich paar Monate in so en Dorf fahre (nach einer Entgiftung)!


Wenn ich’s bis jetzt richtig gelesen habe, dann glaubst Du von Dir, dass Kiffen das sekundäre Problem wäre. (Mir fiel es kinderleicht mit dem Kiffen und anderen Drogen aufzuhören). Letztlich kannst nur Du selbst das beurteilen. Am besten, indem Du einfach mal einige Wochen, besser Monate die Finger von Drogen weglässt.
Die Drogenberatung, nichts dagegen, war meiner Meinung nach für Dich in Bezug auf Alkohol die falsche Anlaufstelle. Besser wäre da eine Suchtberatung für Alkoholiker. Warum Alkoholismus in vielen Drogenberatungen immer noch eine „weiche Sucht“ ist und sehr sekundär behandelt wird, weiß ich nicht. Tatsächlich gibt es sehr viel mehr Alkoholabhängige, wie Drogenabhängige. (Hat auch etwas mit der Legalität von Alkohol und der Illegalität von Drogen zu tun.)

„Zwingen“ kann Dich niemand zu irgendetwas in Bezug auf Deine Sucht – und es wird Dich auch niemand dazu zwingen, es sei denn Du würdest aufgrund Deines Konsums straffällig und würdest gerichtliche Auflagen bekommen.
Es ist einfach nur Dein Leben, das vor die Hunde geht, und den Leuten von der Suchtberatung ist es im Grunde genommen genauso egal, was Du damit machst, wie mir. Traurig und schade ist’s allemal.
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Mohandes59
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 05.12.2014
Beiträge: 1592

BeitragVerfasst am: 20. Feb 2018 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Müller,

haben je schon ein paar Leute ganz gute Sachen zu dem Thema gesagt - hier noch ein paar Gedanken von mir (habe nicht alles gelesen bzw. teilweise nur quer).

1. Wenn ich die Bilder sehe, die Nebu gepostet hat, wird mir schlecht! Seltsamerweise hindert das kaum einen Alki am trinken. Ich lag mal mit einem im Zimmer, ein guter Typ, der wußte alles über Alc und hielt stundenlange Vorträge - konnte aber seine Finger nicht vom Stoff lassen. Er war jünger als ich, sah aber wie ein alter Mann aus. Ging am Rollator. Kaum entlassen fing er wieder an zu trinken. Typischer 'Drehtürpatient'.

2. Natürlich bist Du Alkoholiker! Bei 10-12 Flaschen.

3. Keine Bange vor der Entgiftung. Ob 1 oder 2 Wochen (die Zimmerpflanzen erstmal egal) - es geht um DEIN Leben! Auch keine Angst vor der Schlaflosigkeit. Es dauert, aber der Körper regeneriert sich und der gesunde Schlaf kommt wieder.
Ich habe mal bei einem Methadon-Entzug 7 Tage überhaupt nicht geschlafen. Ging nicht - du bist halbtot vor Schmerz und Müdigkeit aber wenn du einschlafen möchtest zucken die Beine. Aber auch das ging vorbei.

4. Stelle Dir mal vor, in ein paar Monaten bist Du clean, nicht mehr süchtig, gesund. Geld sparst Du auch noch, vielleicht ist ein kleiner Urlaub drin (10 Flaschen x 30 Tage x 3 Monate ...).

5. Reduziere Dich nicht auf Deine Sucht! Sie ist ein Teil von Dir und wird es immer bleiben. Aber es gibt so viel mehr im Leben! Vielleicht entdeckst Du neue oder alte Hobbies, Modellbau, Briefmarken, Sprachen, fotographieren, was auch immer. Oder Du entdeckst, wie schön die Natur ist. Durch den Wald zu laufen, ein Garten. Menschen.

Ist DEIN Leben. Und DU machst Dein Leben, niemand anderes. DEINE Entscheidung - weiter trinken (und flüchten) oder DEIN Leben mit schönen Dingen und Gedanken zu erfüllen!

LG Mohandes
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