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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 2848

BeitragVerfasst am: 7. Mai 2021 14:24    Titel: Antworten mit Zitat

Marle hat Folgendes geschrieben:

Schutzmechanismen - außerhalb - Alkoholismus?

(Ich ahne zwar, was Du damit meinst, aber ganz sicher bin ich mir nicht.)

Grüßle
Marle

Sorry! Soll natürlich SUCHT-Mechanismen heißen!
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Nooria 24
Gold-User
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Anmeldungsdatum: 12.03.2016
Beiträge: 684

BeitragVerfasst am: 7. Mai 2021 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hat die Auto-Karotte mal wieder zugeschlagen? Laughing

Vielleicht betreffen meine Fragen auch den Alkoholismus - und nur ich hatte sie mir nicht gestellt. . . Rolling Eyes

Weißt Du zufällig, ob und in welchem Zeitraum sich die Gehirnchemie (Rezeptoren) nach jahrzehntelangem Konsum regeneriert und wie man sich sinnvollerweise in der Zeit vor einem Rückfall schützt bzw. wie sehr die Psyche leidet?

Es hieß immer und heißt es wohl auch oft noch: Komplette Abstinenz ist erforderlich, bevor man mit einer Psychotherapie beginnen kann - und damit meine ich nicht nur illegale sondern auch legale Substanzen wie beispielsweise Benzos. Nun habe ich gehört, dass nur noch die Bescheinigung des Substi-Arztes vorliegen muss, dass man beikonsumfrei ist. Stimmt das und findet sich das in irgendeiner Verordnung oder einem Gesetz?

Nooria
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 2848

BeitragVerfasst am: 7. Mai 2021 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Nooria 24 hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht betreffen meine Fragen auch den Alkoholismus - und nur ich hatte sie mir nicht gestellt. . . Rolling Eyes

Ich glaube, es war Quasi vor Kurzem, der geschrieben hat, dass seiner Wahrnehmung nach inzwischen in den KHs und Suchtstationen nicht mehr sehr viel Unterschied zwischen den Süchten gemacht wird.
Was zum Teil sicher stimmt.
Zumindest von der Verhaltensstörung, die durch die Sucht ausgelöst wird, gibt es m. E. nicht wirklich gravierende Unterschiede.
Und auch, was die "Gehirnchemie" anbetrifft, ähneln sich die Vorgänge doch sehr stark.
Zitat:
Weißt Du zufällig, ob und in welchem Zeitraum sich die Gehirnchemie (Rezeptoren) nach jahrzehntelangem Konsum regeneriert

Also unsere Körper sind schon Wunderwerke. Manchmal unglaublich, bei welchen Schädigungen sie sich "regenerieren", oder zumindest weitgehendst wieder normalisieren können.
Auf Deine konkrete Frage nach dem Zeitraum, wird Dir aber m. E. niemand eine Antwort geben können, weil das doch sehr individuell verschieden ist.

Bei Alkohol gab es mal eine Untersuchung, die zeigte, dass sich die Schädigung an der "weisen Gehirnsubstanz" (zuständig für Gedächtnisbildung und Lernen) noch über 6 Wochen nach Beginn der Abstinenz fortbildet.

Da häufig Komorbiditäten bei Sucht allgemein, angesprochen hier speziell Alkoholismus und/oder Benzodiazepine Sucht, u.a. Depression, Psychosen, Angst und Panikstörungen, extreme Leistungs- und Stimmungsschwankungen sind, die allesamt durch die diversen Prozesse (Glückshormone) ausgelöst werden, dauert der Weg zurück in eine normale, körpereigen in Gang gehaltene Balance sehr lange.
Oft werden deswegen entsprechende "Hilfsmedikamente", vorzugsweise Antidepressiva verordnet.

Wobei ich es (bzgl. o.g. Störungen und Krankheiten) nicht selten so miterlebt habe, dass es weniger vom Zeitraum der betriebenen aktiven Sucht, als viel mehr von dem Punkt abhängig war, wann Betroffene sehr aktiv von innen heraus einfach nicht mehr zurück in die Sucht wollten.
Wird also, m. E., sehr stark "auch" von der subjektiven Wahrnehmung abhängig sein.
Zitat:
und wie man sich sinnvollerweise in der Zeit vor einem Rückfall schützt bzw. wie sehr die Psyche leidet?

Ich glaube, sorry für den flapsigen Ausdruck, "Edel-Junkies" und "Edel-Alkis", die bereits diverse Therapien und Einrichtungen durchlaufen haben, und die mehr oder weniger therapie- und beratungsresistent sind, wird es nicht gefallen, wenn ich jetzt schreibe:
Die Möglichkeiten, wie man "sinnvollerweise die Zeit bis zu einer einigermaßen sicheren Stabilität", und damit zu einem "Sicherheitsnetz" gegen Rückfälle finden kann, kennt eigentlich jeder.
Niedrigschwelligst - das Forum hier. Dann die bekannten Selbsthilfegruppen. Professionell die Suchtberatungen (ambulant), und/oder therapeutisch geführte Therapiegruppen. Außerdem LZT.
Suchtberatung und LZT sind (relativ) kurzzeitige Hilfsmaßnahmen.
SHG und Austausch mit anderen, in ihrer Abstinenz erfahrene Betroffene, sind m. E. langfristig ausgelegt.
So eine Sucht, die ausnahmslos in jeden noch so kleinen Winkel eines Körpers, der Psyche, ins soziale und berufliche Leben eingreift, und das i.d.R. über viele Jahre, kann man nicht so einfach mit ein bisschen Entgiftung und "gutem Willen" wieder wegbekommen. Ist meine persönliche Meinung und Eigenerfahrung!
Bei Alkoholismus - aber nicht nur - gibt es inzwischen ganz gute Anti-Craving-Medikamente.
Zitat:
Es hieß immer und heißt es wohl auch oft noch: Komplette Abstinenz ist erforderlich, bevor man mit einer Psychotherapie beginnen kann - und damit meine ich nicht nur illegale sondern auch legale Substanzen wie beispielsweise Benzos. Nun habe ich gehört, dass nur noch die Bescheinigung des Substi-Arztes vorliegen muss, dass man beikonsumfrei ist. Stimmt das und findet sich das in irgendeiner Verordnung oder einem Gesetz?

Meines Wissens gibt es therapeutische Richtlinien und Vorgaben, ab wann mit einer Therapie begonnen werden kann.
Bei Alkohol ist das tatsächlich die absolute Nüchternheit. (Macht wenig Sinn jemand zu therapieren, der mit Promille gegenübersitzt.)
Allerdings gibt es inzwischen ja auch die sogenannten "KT-Gruppen". So viel ich weiß - aber bitte nicht verbindlich! - werden auch solche Patienten, die KT betreiben können, heutzutage z. B. bei der Caritas ambulant therapiert. In stationären Einrichtungen garantiert nicht.
In den Suchtkliniken, die ich kenne, bei Alkohol die Null-Promilleregel.
(ggf. werden bis zu zwei Vorfälle nach entsprechender Intervention sogar noch toleriert)
Drogisten von illegalen Drogen (Heroin) bekamen ihr Methadon während der Therapie. BK war ein absolutes Ausschlusskriterium. (Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht (sicher).
Medikamentensüchtige wurden regelmäßig kontrolliert. Patienten, bei denen ein entsprechender Spiegel auftrat, mussten i.d.R. gehen.

Allerdings: Bei meinem Benzo-Entzug wurde nach 3 Wochen Entzug bereits niedrigschwellig mit einer Therapie begonnen. (Ich war da schon ziemlich herunterdosiert, litt aber immer noch stark an den Entzugssymptomen.)

Da meine ärztlich verordneten Schmerzmittel von vorneherein mit angegeben waren, durfte ich sie in Selbstverwaltung weiter nehmen. Gelegentlich wurde aber kontrolliert.

Grüßle
Marle
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joe
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1065

BeitragVerfasst am: 10. Mai 2021 07:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Quasi, alle anderen,
ich war das ja nicht, mit den 22 cleanjahren. meine spirituelle haltung dazu ist dankbarkeit. ich bin dankbar für die menschen, die auf meetings gehen und sie ermöglichen. diese energie hält mich clean und ermöglicht mir einen anderen lebensweg.
das verlangen drogen zu nehmen wurde von mir genommen. tatsächlich weiss ich nicht so wirklich warum, oder wie das passiert ist.
ich konnte aufhören, weil ich um hilfe gebeten habe.
drogen sind nicht die lösung, sondern mein problem. die lösung ist das, was mir geschenkt wurde. ein einfaches spirituelles programm für komplizierte leute. auch bekannt als die 12 schritte von NA.
Nur für heute bewege ich meinen arsch aufs meeting, rufe jemanden an, teile meinen kram und die lösung.
(dank Corona muss ich gar nicht sosehr meinen arsch bewegen, ich kann einfach online oder per telefon aufs meeting)

nur mut, du weisst ja eh bescheid was du machen kannst.
es gibt keinen knüppel der dich hindert.
das ist echt wichtig... GIBTS NICHT.
alles einbildung.

bis denne.
Joe, nur für heute clean
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2475

BeitragVerfasst am: 13. Mai 2021 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Joe.

Bist du eigentlich Sponsor? oder hast du selbst einen Sponsor?

Du bist ja nun schon sehr lange bei den NA und meines Wissens nach gehört es mit dazu anderen zu helfen.
Wie waren deine Erfahrungen damit?

Ich hätte gerne wieder eine Gruppe. Vllt. schau ich mal in einem Onlinemeeting vorbei. Kostet ja nichts.

VG ,

Haschi
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joe
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1065

BeitragVerfasst am: 16. Mai 2021 09:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Haschi,
im 12. schritt geht es darum, das weiterzugeben, was ich bekommen habe. dazu gehört das prinzip sponsorschaft in beide richtungen.
die intensität dieser beziehung ist bei den menschen allerdings unterschiedlich. glücklicherweise gibt es auch dazu keine vorschriften. ich nehme das was ich brauche, den rest lass ich liegen. der spruch passt dazu auch ganz gut.
die erfahrungen mit sponsorschaft sind also auch da recht individuell.
es gibt ein ganzes buch über sponsorschaft.
das fürs erste.
viel kraft, alles liebe beim einfach mal machen
Joe, nur für heute clean
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Haschgetüm
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2475

BeitragVerfasst am: 16. Mai 2021 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Joe,

hm. Mich hätten deine persönlichen Erfahrungen interessiert.
Aber trotzdem danke Wink

VG,

Haschi
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joe
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1065

BeitragVerfasst am: 16. Mai 2021 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Haschi,
tja, meine persönlichen erfahrungen.
ich habe jetzt meinen 3. sponsor in 22 jahren. er ist ein wenig älter, etwas länger clean. was ich ausserdem schätze sind seine erfahrungen mit gewaltfreier kommunikation.
ich finde es gut einen mann so zu vertrauen, das ich ihm alles erzählen kann, auch angelegenheiten, die ich mit meiner frau nicht so ohne weiteres bereden kann.
wir telefonieren etwa einmal die woche miteinander, fragen kurz ab wies uns so geht, checken den stand meiner schrittearbeit. (aktuell mal wieder 6.schritt)
wenns brennt kann ich diesen menschen immer anrufen.
ich schätze seine weisheit und das er mich auf dinge hinweist, auf die ich selber nicht komme.
für mich ist es ein interessanter lernprozess, von einem anderen menschen etwas anzunehmen, oder auch um hilfe zu bitten.

ich hoffe, das hilft dir weiter.
liebe gruesse
joe clean 24h
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Haschgetüm
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2475

BeitragVerfasst am: 19. Mai 2021 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Joe. Danke dir. Finde ich toll so jemanden zu haben.
Über meine Sucht kann ich nur mit meiner Therapeutin sprechen, aber da werde ich wohl nicht ewig hingehen.
Versuche aktuell meine Scheu zu überwinden ein Meeting zu besuchen. Keine Ahnung was mich eigentlich abhält.
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Maximus96
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Anmeldungsdatum: 29.11.2012
Beiträge: 314

BeitragVerfasst am: 14. Jul 2021 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ich war zweimal auf 'nem Treffen von den NAs. Es scheint definitiv zu funktionieren. Andererseits befremdete es mich irgendwie. Diese "Dogmen", die wie Mantras immer und immer wieder aufgesagt werden ... dann dieses "Teilen".

Teilen hieß in dem Fall, etwas zu erzählen von sich, dabei jedoch ohne jegliche Resonanz. Danach durfte der nächste teilen oder es ging weiter im Programm.

Ich habe großen Respekt vor den NAs und AAs, denn es scheint ja tatsächlich so gut wie kaum etwas anderes zu funktionieren. Leider habe ich bis jetzt keinen Zugang dazu gefunden. Dieses Quasi-Religiöse schreckt mich irgendwie ab.

Schade eigentlich, denn ich denke, das könnte mir (und nicht nur mir) wirklich helfen.
Dieses "...wir gaben zu, dass wir der Sucht ggü. machtlos waren", das finde ich schon sehr interessant.

Warum auch immer, es scheint ja zu funktionieren.

Ansonsten ist es leider, glaube ich, wie Mikel das in einem anderen Thema beschrieben hat. Gibt nur 2 Möglichkeiten bei Suchtdruck: Durchhalten oder Nachgeben. Von so richtig krassem Suchtdruck kann man sich, finde ich, nicht ablenken. Bzw. nach der Ablenkung kommt er direkt wieder. Zermürbend ist das manchmal.

Tja, die Sucht kennt halt zahlreiche Tricks.

MAXI
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Quasimodus
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1693

BeitragVerfasst am: 6. Aug 2021 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

ES funktioniert, wenn man seinen Arsch hochkriegt und zum meeting geht, egal was es gerade für Gründe gibt , es nicht zu tun.
Z.Zt. sind ja auch Zoom o Telegram meetings aktuell.
Ich war das 1. mal vor 25 Jahren bei NA und hatte ebenfalls einen Höllen Respekt, andererseits dachte ich auch , das ist so ein religiöses Ding, was mMn nur zu einem Teil so ist.
Ich war in meinem Leben nur zu Pflichtterminen in der Kirche, einen Gott gab es für mich nicht.
Das hat sich mit den Jahren geändert.
Zufälle gibt es nicht, und manchmal passieren Dinge , die schwer mit Logik zu erklären sind.
NA spricht ja von einer höheren Macht, was das letztlich für einen ist, ich mein, meine höhere Macht kann auch ne Mülltonne sein, aber iwas ist da, daran glaube ich mittlerweile.
Ich glaube auch, dass jede/r bekommt was er/sie/es verdient, einen Art von Gerechtigkeit.
Ich geh nicht zur NA , weil ich nicht clean bin.
Wenn es dann im Chor heisst " nur für heute bin ich clean " , da fühl ich mich scheisse.
Aussen vor halt.

Was ich gut finde, dass es Literatur gibt bei NA, da sehe ich mich 1:1 im Spiegel , da gibt es auch nix wegzudiskutieren, die Wahrheit schmerzt.
Ich bin immer noch beim 1. Schritt, Kapitulation.
Ich kenne wen , der hat die 12 Schritte schon 20mal durch, 19 Jahre clean, und mit clean meine ich total abstinent.
Da werde ich nicht mehr hinkommen, aber ich muss gestehen, dass ich bei manchen NA Sitzungen Gänsehaut hatte, wenn manche Leute teilten.
Ich war mal aufm Deutschland meeting in Bochum, iwann Anfang 2000, ich fühlte mich so klein mit Hut, die Leute waren so herzlich, da kam ich garnicht drauf klar.
Ich verschwand dann immer fürne Stunde im Auto, ich hielt das schwer aus, war gerade mal 2 Monate clean.

Es funktioniert, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Man muss sich ja nicht jeden Schuh anziehen, aber regelmässige meetings sind mega wichtig, und wenn man sich mal traut zu teilen, das befreit ungemein.

Ich lege mir auch Steine in den Weg, indem ich sage , ich bin nicht clean , also geh ich nicht.
Solange ich nicht abnicke im meeting, ist es eigentlich ok hinzugehen oder sehe ich das falsch ?
Wo soll ich denn sonst hingehen ?
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Haschgetüm
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Anmeldungsdatum: 26.03.2015
Beiträge: 2475

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2021 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Quasi,

das Gefühl kenne ich zu gut. "Ich gehe nur hin wenn ich clean bin."

Bei den NAs darf man aber auch sonst teilnehmen. Ich habe aber gelesen es gibt Meetings, bei denen man dann nicht sprechen soll. Dann darf man nur stiller Teilhaber sein.

Ich selbst hab ja keine guten Erfahrungen gemacht meine Gedanken und Wünsche nach Konsum mit der Gruppe zu teilen. Ich wäre fast rausgeflogen, weil ich die anderen so getriggert habe. Ich habe von meinen Rückfällen erzählt oder von meiner Schmachterei. Ich denke also man sollte in jedem Fall versuchen nüchtern zu sein, wenn auch nicht clean. Und man sollte ein wenig auf seine Wortwahl achten. Verherrlichung kann andere negativ beeinflussen.

VG
Haschi
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joe
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 28.12.2007
Beiträge: 1065

BeitragVerfasst am: 8. Aug 2021 20:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, ich schreibs gerne noch mal.
"die einzige Voraussetzung um am meeting teilzunehmen, ist der Wunsch mit drogennehmen aufzuhören. niemand muss clean sein. wenn du heute was genommen hast, schlagen wir vor, höre erst mal zu und rede nach dem meeting mit jemanden von uns"
lass dir Telefonnummern geben und nutze sie auch.
na ja, usw. gibt noch eine ganze Menge Tipps. kann jede Person befolgen, oder auch seinlassen.
bis denne
Joe, nur fuer heute clean.
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Quasimodus
Platin-User
Platin-User


Anmeldungsdatum: 04.02.2015
Beiträge: 1693

BeitragVerfasst am: 9. Aug 2021 00:37    Titel: Antworten mit Zitat

ja, so habe ich das auch in Erinnerung, dass die einzige Voraussetzung ist , der Wunsch ist aufzuhören, egal was man drin hat.
Und wenn das wen triggert Haschi, ist das sein Problem.
Da musst du an deinen Arsch denken , wo soll man denn hingehen wenn es einem guttut da zu sein und zuzuhören und cleane Leute zu treffen.
Also ich merke das, dass da was rüberkommt mit dem ich mich identifizieren kann.
Und wenn ich erstmal nur den Kaffe zubereite und zuhöre, das triggert wohl kaum jemanden, und wenn, dann ist mit dem Typ was nicht ganz i.O, würd ich sagen.
NA ist eben auch ein Spiegel der Gesellsxhaft mit all den positiven und negativen Eigenschaften, wie Neid und Missgunst.
Nur weil einer 3 Monate länger clean ist als ich und sich feiern lässt, das imponiert mir nicht, wenn er mir schräg kommt.
Es sind noch genug andere da .
Es geht um nicht mehr als zu überleben in der schrägen Welt in der wir nunmal alle leben.
Ausserdem muss man seine Gruppe erstmal finden, und das dauert eben, strange Leute kennenzulernen, das gibts auch bei NA, ich denke auch, es gibt regionale Abweichungen vom Prinzip, kommt halt immer auf die Anwesensenden an.
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Marle
Platin-User
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Anmeldungsdatum: 06.10.2016
Beiträge: 2848

BeitragVerfasst am: 9. Aug 2021 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Und wenn das wen triggert Haschi, ist das sein Problem.

Ich glaube ja eher, dass es mit dieser Einstellung zu einer SHG zu Deinem Problem wird Wink

Grüßle
Marle
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