AD(H)S und Amphetamine

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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3265

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2022 08:53    Titel: AD(H)S und Amphetamine Antworten mit Zitat

Meine Frage richtet sich an Betroffene, wie an Praxx...

Ich weiß, dass dies sehr spät von mir kommt. Der Fokus lag schlicht nicht darauf, bzw nur phasenweise. Aber das Thema verlässt mich nicht. Im Gegenteil, nüchtern kommt es zum Vorschein.

Grundsätzlich lehnte ich Medikamente ab, wie Ritalin/Amphetamin. Mir war offenbar auch nicht ganz klar, wie hoch der Leidensdruck sein kann. Ich dachte immer, da kann man doch auch anderes tun, sich mehr/anders mit den Kindern beschäftigen und in manchen Fällen trifft das wohl auch zu. Und so ebenfalls bei Erwachsenen.

Meine neue Nachbarin (Bruder bekam als Kind bereits die Diagnose, bei ihr hat man das vllt übersehen, Mädchen sind zuweilen unauffälliger) und ihr Freund (Diagnose steht schon lange) nutzen Amphetamine. Im Missbrauchsmodus. Er sagt, Ritalin hätte sich nicht gut angefühlt, als wäre er "ein anderer". Da ich das Zeug nie ausstehen konnte, sah ich für mich auch keine Gefahr und probierte eine kleine Menge am Morgen. Ich dachte, wenn es schief geht, kann ich immer noch mit Gaba oder Dia dagegen steuern, was ich in meiner Hausapo habe.

Was dann geschah, lässt sich für mich kaum "packen". Früher wurde ich davon unruhig, konnte es allenfalls auf Partys mit viel Alk vertragen. Solo niemals. Kaum setzte die Wirkung ein, wurde ich ruhiger, weit konzentrierter und meine Psyche drehte sich. Das letzte mal, fühlte ich mich so, bevor das Hormonchaos begann. Offenbar regulierte es meine Botenstoffe.

Ich konnte kaum fassen, was das ausmacht. Dass ich es nun nicht nur vertrug, sondern dass es mich "normal" macht, ist ein Schock für mich. Einerseits.

Andererseits war ich begeistert. Nun - was tun? Dass ich mich darauf nicht einstellen kann, versteht sich von selbst - nicht, weil es illegal wäre, sondern verunreinigt. Man kann nie sagen, wie viel der Wirkstoffgehalt ausmacht zudem. Und das Suchtpotential von nicht retardiertem ist hoch, wie ich annehme. (und sehe es bei anderen) Also keine Option. Damit fange ich erst gar nicht an.

Hat jemand Erfahrung mit diesen Stoffen bei vorliegender Diagnose? (nicht als Partydroge)

Vllt liest ja jemand mit, der eingestellt wurde. Ich suche gerade eine "bequeme" Adresse in der Nähe, dies anzugehen mit Rezeptblock.

Liebe Grüße in die Runde!
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3265

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2022 09:02    Titel: Antworten mit Zitat

P.S. Konkret geht es um Dexamphetamin (Attentin), off-label für Erwachsene.
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Praxx
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Anmeldungsdatum: 25.07.2014
Beiträge: 3197

BeitragVerfasst am: 23. Apr 2022 02:43    Titel: Antworten mit Zitat

Alle Stimulantien (außer Kokain) wirken bei ADHS gleich.
Dexamphetamin ist bei uns für Erwachsene als Fertigpräparat nicht zugelassen, kann aber als Rezepturarzneimittel verordnet werden.
Zudem steht Lisdexamphetamin zur Verfügung (Elvanse). Das ist ein Pro-Drug, das erst im Körper in das wirksame Dexamphetamin umgewandelt wird. Dieser Vorgang stellt auch eine eingebaute Retardierung dar - es gibt anhaltende, gleichmäßige Wirkstoffspiegel. Allerdings ist Elvanse gegenüber MPH mehrfach teurer und die Verordnung muss sehr gut begründbar sein.

LG

Praxx
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3265

BeitragVerfasst am: 24. Apr 2022 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Dir, Praxx,

das heißt übersetzt, wenn ich Ritalin, ect nicht vertrage, kann ich darauf bestehen, bei belegter Diagnose Abklärung. Bzw der Arzt wird vllt von selbst drauf kommen, wenn ich frage, welche Möglichkeiten wir sonst noch haben. Inzwischen habe ich gesehen, dass es in D nicht zugelassen ist. Aber wir haben trotzdem Möglichkeiten Wink (off label mit guter Begründung, was mir leicht fallen dürfte, daran soll es nicht scheitern)

Inzwischen stimmt die Struktur des Tages, wie manches andere. Raum für "Verbesserungen" habe ich selbstverständich. Was bleibt, ist die veränderte Psyche ab einem klar definierten Zeitraum, inkl datierter med Verläufe...

Möglich auch, dass sich T3 nicht vernünftig umwandelt (trotz Selen & co), entgegen T4, das jedoch hauptsächlich mehr im zentralen NS,.. wirkt. Enzyme kontrollieren u.a. den intrazellulären Spiegel, jener von einigem anderem mehr noch abhängt. Seit den "Abfällen", kann ich das tageweise mit mehr sex Hormon kompensieren, was jedoch nicht immer aufgenommen zu werden scheint, da "fehlt einfach was" - altes Problem, nur um einiges milder.

Im Übrigen wirkt eine Einnahme etwa 2 Tage nach, samt gutem Aufwachen mit normalem Antrieb (an mir gemessen lebenslang zuvor), dann kommt die "Schwere" zurück gen 4. Tag, die wirklich alles betrifft. Und da sind wir auch bei der zellülären Verfügbarkeit von T3, anderen Botenstoffen, im Zusaammenhang mit dem gesamten neuroendokrinem System.

Ich bin zudem keine "Kickjägerin" mehr, bleibe hier wie im Ausland bewusst im "Gleichklang". Und auch das, ist eben gänzlich anders, als je zuvor. (Da nichts mehr überdeckt werden kann.)

Ein Österrreicher hat das wissenschaftlich aktuell sehr genau ausgearbeitet - ein sehr erfahrener Behandler. Praxx, ich hänge Dir die paper demächst an...(warum Amphetamine für Erw. die erste Wahl darstellen in vielen Fällen, inkl Leitfaden zur Behandlung) Es ist keineswegs so, dass die Stoffe gleich gut wirken.

Doch es ist schon netter, wenn man sich mit Betroffenen austauschen kann. Vllt mal ein Forum suchen...wollte halt nicht woanders anfangen und wieder viel texten...Von Nebenwirkungen berichten alle - sie sind jedoch weit milder i.d.R , als die Stoffwechselstörung selbst.

"Gefühle" waren und sind natürlich die gleichen, wie ehedem. Nur mit dem "kleinen" Unterschied, dass ich dem heute wenig mehr entgegen zu setzen habe, weil mein Hormon-/Transmitter System schlapp machte direkt nach OP. Auf eine Achterbahn der Emotionen kann ich gut verzichten in Zukunft. Außerdem geht es tendentiell runter seit Jahren, würde ich ein Kürvchen darstellen...("normal" nach Literatur - lediglich das warum ist etwas mager m.M.n.)

Was mir garantiert nicht fehlt bis heute, sind Opiate. Meine Güte, das ist doch auch eher ungewöhnlich, dass man so gar nichts entbehrt in der Richtung...das Zeug liegt hier rum, es blieb ne Menge übrig aus all den Jahren. Nur die Oxys habe ich aus dem Haus geschafft, weil sie unmittelbar "Beruhigung und Konz" versprechen. Also u.a. das, was mir zuweilen abgeht. Außerdem war auffällig, dass es mir psychisch schnell besser ging, weil mein Hormonsystem es mir dankte zudem, auf diese Wirkung konnte ich sehr schnell verzichten (juhu, ich fühle wieder) körperliches hielt länger an. Ich lernte zu unterscheiden, was von was kommt.

Eine kleine Menge stabilisiert meine Psyche 3 Tage, trotz dass die Halbwertszeit im Schnitt bei 10 Std liegt. (wiederholter Versuch, da ich es noch nicht wirklich glauben konnte. Moron inkl - > gleiches Ergebnis, noch abgrenzbarer, da bei ihm die beruhigende Wirkung weit ausgeprägter ist, was sich von der Diagnose ableitet...) Bis hin, dass der Zigaretten Konsum min auf 1/4 absinkt, sie schmecken vor allem morgens nicht dann. Das Verlangen ist damals in dem Maße gestiegen, wie die Botenstoffe verrutschten. Ich rauchte früher nie vor 11 - 12 Uhr. Und schon gar nicht eine nach der anderen. Gut, es ist klar, daran gibt es offensichtlich nichts mehr zu rütteln. Ohne Arzt ist das nicht zu machen, aber anderes, das auf jeden Fall dazu gehört.

Da sind wir ja schon länger dran,...die Idee mit den Medis kam zuletzt - und tatsächlich durch Zufall. Der Rezeptblock ist eine Art Sicherheit, dass man "nicht aushalten muss", was der Kopf zuweilen poduziert, bzw was nicht. Das Geschehen ist erschwert, da es nicht allein um Dopamin/Noradrenalin,..geht bei mir.

Das in Einklang zu bringen, steht derzeit mit an. Ich nehme nach und nach rein, was zur Verfügung steht, wie yoga, Massagen, Bewegungsabläufe/ samt Augenbew., Vagus, Nahrung, ...was eine ganze Menge ist. (am besten fkt yoga, welches ich gezielt aussuchte -> es steigert das Körperempfinden/- gesunde "Spannung/Haltung" wirkt auf die Psyche ein, Achtsamkeit steigt, innere Balance, usw)

Im Laufe der Monate in den Tagesablauf fest integriert, ohne so viel Raum/Zeit zu fressen, wie derzeit noch, was am hilfreichsten ist. Es dauert auch da, bis sich eine gewisse Routine einstellt - ich möchte sehen, wie so ein "Baukasten" aussehen kann, ganzheitlich. Ich würde ja sagen, das wird spannend. Aber erst mal ist es einfach nur anstrengend. Wie alles andere auch zuvor. Ich freue mich schon auf den Tag, wo ich sagen kann: es läuft, ohne ständig so viel lernen zu müssen und meine Energie da rein zu stopfen. ...diese beständig hohen Anforderungen fressen Zeit, in der man einfach nur leben könnte. Nicht, dass ich das verlernt hätte - ich kann auch mal nix tun und mich gut fühlen. (Früher der Normalzustand.) Also ja, auch diese Herangehensweise zeitigt Erfolge, die beginnen, anhaltend zufrieden zu machen. Wären diese "Aussetzer" nicht, wenn ich meine Routine verlasse und gewisse Reize auf mich einfluten...

Es geht nicht um "Merkfähigkeit", jene ist trainierbar, auch bei allem, was nicht unmittelbar interessiert. Dafür benötige ich keine Chemie. "Langfristige Bonbons" sind eine große Hürde, das schon. Am besten wäre, der "Baukasten" reicht, aber nach dem Unterschied? ...ob es richtig ist, diese Stoffklasse zu bemühen, sieht man ohnehin erst bei kontrollierter vernünftiger Anwendung im Zeitverlauf. Wink
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Dr.Mabuse
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Anmeldungsdatum: 19.02.2015
Beiträge: 4054

BeitragVerfasst am: 25. Apr 2022 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hi dakini

Wünsch dir viel erfolg bei deinem Vorhaben

Wir Süchtige neigen ja immer dazu mehr zu nehmen wie gut ist

Ich bin jedenfalls so

Ich wünsch dir was...
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3265

BeitragVerfasst am: 26. Apr 2022 10:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Doc,

hm, Männer sind n.m. Erfahrung echte Stabsauger. -> ein bischen provokativ, liest sich das... Ist aber schlicht so, ob meine Buddys oder Ex-Partner (bis auf wenige Ausnahmen). Ich bin hingegen eine absolute "Vorratstante" bei allem möglichen, auch bei Medis. Aber es gibt auch Stoffe, da hab ich das Nachsehen und solche meide ich. (keine Süßigkeiten, Oxys im Haus, usw)

Aber ja, Sucht ist Sucht und sie kann sich beliebig bei allem möglichen ausbreiten, bzw "süchtiges Verhalten". Ich könnte auch heute noch in "Einkaufsräusche" verfallen. ...das ist nix anderes, als Kontrollverlust. Das Belohungssystem außer Rand und Band. Oder PC. Ist umlegbar auf so vieles. Als Kind schob ich mir Berge von Süßigkeiten rein, das hat mich beruhigt und mir ein heimeliges Gefühl vermittelt.

Das kann zwar nur mit Anfangskontrolle gehen, aber dann sollte sich die Motivation durch anderes mit speisen, denn der Wille allein, erlahmt zwangsläufig iwann . Es muss was her, was besser ist als der Dreck, den man sich zuführte...Ich finde, das Leben hat so viel zu bieten, dass jeder was finden kann, was ihn begeistert. (aber ich weiß heute auch, wie deftig es kommt, ist man "dauerdepressiv" -> das Warum spielt lediglich eine Rolle bei der Bewältigung. Auf jeden Fall geht dann nicht mehr viel, jeder Schritt bedeutet Höchstanstrengung.

Bei mir ist es so, dass ich nur von sehr wenigem noch, zu viel zuführte. Das war ein langer Weg im Leben, der mit dem Wegfall von Süßigkeiten begann, größere Mengen Alkohol ausschloss iwann, usw - "abgewöhnt" und so geht das mit (fast) allem. Außer mit 1-2 Stoffen und die kann/will/muss ich meiden.

Zurück zum Amphetamin. Eine kleine Menge ist mehr - für mich! Kein Stoff, den ich übermäßig zuführen könnte - ich vertrage es dann nicht mehr. Dann kippen die Vorteile sofort. (muss aber auch sagen, dass die ehemals 150 mg Lyrika zur Nacht, nerval zu beruhigen, niemals mehr wurden in 5 Jahren. Auch das ist für Süchtige nicht alltäglich) -> man verändert sich doch auch im Leben, lernt sich besser regulieren. So kenne ich das.

Ich kann wohl ausschließen, dass da Fehler passieren in Sachen "Menge". Ärzte verordnen zwar oft mehr, als ich schlucken kann. (Das war bei Insidon auch so: 3x /Tag? Was ne irre Menge - bei Bedarf eine reichte völlig.) Aber in dem Fall wird das wohl kaum so sein, da sind sie sicher etwas vorsichtiger, zudem ich das ganz sicher nicht "aus der Hand gebe". Das entscheidet man doch selbst, wo die Dosis liegt, die man benötigt. Ich bin noch nicht soo überzeugt. Ja, es ist eine Hilfe, aber am liebsten ist mir: bei Bedarf. Nicht jeden Tag. Pausen. So stelle ich mir das vor. Mir ist halt voll bewusst, was ein "Gift" das ist...

Ich werde nie super gut sein, gleich was ich mache, bis auf wenige Ausnahmen. Andere vollbringen Höchst Leistungen, da staune ich nur. Kinder, Mann, Beruf, noch was dazu...Und ja, ich gebe zu, das imponiert mir. Damit wäre ich völlig überfordert. Aber es ist nicht so, dass ich das anstrebe, enge Grenzen überschreiten lernen/ sich anstrengen, ja.

Aber auch, wenn ein Mensch sich bemüht, umsetzt - das reicht doch schon. Wofür ich nix übrig habe, ist immer das gleiche. Mir ging es selbst Jahre so. Das war das Schlimmste, auf der Stelle zu treten..

Und ich denke schon, dass ich sehe, wo es gefährlich werden kann, so gut sollte man sich kennen ab nem gewissen Alter. Das gilt für alle Bereiche. Ich würde jedoch niemals ausschließen, nach meinen Erfahrungen, dass mal was verrutscht. Allerdings kann ich es mir derzeit echt nicht vorstellen, dass ich meine guten Jahre damit noch mal verbringe. Vieles ist anders im Außen, dafür sorgte ich. Im "Innen" darf noch renoviert werden - und iwann restaurieren wir unser außen, lach**. Wink
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mikel015
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 4041

BeitragVerfasst am: 3. Mai 2022 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

dakini hat Folgendes geschrieben:
. Aber es gibt auch Stoffe, da hab ich das Nachsehen und solche meide ich. (keine Süßigkeiten, Oxys im Haus, usw)

:



Kluge Entscheidung mit den Oxy's...


Meine Oxy's sind nur ein paar Armlängen entfernt und gut erreichbar. Innerlich klopf ich mir oft auf die Hände nicht nach mehr zu greifen. Sowas ist oft ein innerer Kampf auch wenn sich der Verstand sagt: "nein mann, du hast es endlich geschafft auf eine niedrige Dosis zu kommen , lass es" dann sagt der innere Sucht-Schweinehund : "ach komm es schadet dir doch nicht..."Es ist manchmal echt anstrengend...
Mittlerweile bin ich der Meinung das man leider den Bezug zur Realität verloren hat wenn man glaubt, durch irgendeine Substanz dauerhaft intensiver und besser leben zu können.
Tja, wenn nicht der Mensch den Konsum, sondern der Konsum den Menschen definert, kommt man aus der Nummer sehr schecht wieder raus.

Jo... und von Pharma Amphe habe ich nicht so den Plan.
Habe immer noch die Hälfte von nem Zehnerriegel Ritalin (mal geschenkt bekommen) hier seit längere Zeit liegen ,vertrage ich irgendwie nicht,ne Pille hat genügt um mich an der Grenze zwischen verschnarcht und Irrsinn zu halten... Very Happy
Das Pep oder Speed das ich kannte kam aus holländischen Küchen.
Tränten dir nach ner Line die Augen weil es höllisch in der Nase brannte , war es gutes Zeug...Wink
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dakini
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 3265

BeitragVerfasst am: 6. Mai 2022 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Mikel,

hm, ich war schon immer erstaunt, wie Du das schaffst, ich weiß nicht, wann ich mir zutrauen kann, sie bei mir zu lagern. Schätze, das lasse ich. Sie liegen gut, wo sie sind. Hydro, Tramdol, Tex, Dias,...ect setzen eher Staub an. Oxy wird immer die Ausnahme sein, wie damals H. Shit, ein gutes (Schmerz) Medi - aber nicht für mich.

Die Leute, wo Amphe herkommt, leben damit jeden Tag - beides AD(H)Sler. Sucht, keine Frage. Deshalb lieber vom Rezeptblock, hab ja nen Termin vor der Brust. Das Zeug ist schon recht sauber - insofern man das überhaupt sagen kann. Und wirkt, wie gewünscht - aber es hat NW! Man ist hyperfokussiert, muss mit der Dosis verdammt aufpassen, weiß ja nie, wieviel das eigentlich ist. . (Doch der Knaller: es beruhigt.) Auch das ist ein Grund, warum lieber "legal". Ich fand den Stoff immer sinnlos (und ekelig) , außer selten, um durch zu feiern. Wie wir darauf runter schauten! Pures Gift im Gegensatz zu gutem Koks...wer nimmt schon so einen Dreck? Aber es hilft heute. Niemals hätte ich das auch nur angenommen...ich doch nicht!

Im Grunde denke ich, solange es ruhig zu geht, die Reize gering gehalten werden können, ist es unnötig. Ts, das darf man sich einrichten -geht das überhaupt? Klar im Grünen...Hier ist es mir entschieden zu laut in warmen Monaten. Das sagen jedoch auch Nachbarn, die nicht so "empfindlich" sind. Doch das ist es nicht allein. Überall ist es voll hier und das Leben verlangt einem einiges ab - immer bezogen auf den eigenen Kopf...auch wenn man keinen Job machen muss, den man nicht mag. Manchmal höre ich:" kannst Dich doch nicht in Watte packen"...

Cool doch, dass Du mit geringer Dosis hinkommst. Bei Dir war es doch eh immer anders, Du hast es völlig anders integriert. Ein anderes Leben...hatte nie den Eindruck, dass es Dich groß einschränkt. Im Vergleich. Für mich erfüllte es einige Zwecke. Von gegen Schmerz bis Wattierung und Konz. Nicht erstrebenswert. Bin froh, dass ich das Zeug von der Backe habe. Ich wiederhole mich, doch das war schon ne Hausnummer körperlich vor allem, aua! Hat einiges an Wille erfordert und mehr.

Im Grunde geht es mir ja recht gut. Eben mit Einschränkungen, die man "beheben könnte", aber es stört mich allein auch schon, daran zu denken, am Tropf der Pharma zu hängen - noch weniger allerdings, wollte ich das illegal. Bin auf die Psychiaterin gespannt Ende Juni. Solange keine depri Phasen kommen, geht´s na klar.

Das ist das Schlimmste, wenn der Stoffwechsel versagt - da kannste machen, was auch immer - das Gehirn lässt sich kaum beeindrucken, das war neu. Und ist bleibend tendentiell, befürchte ich. Hab ja einiges an Literatur durch, man darf sich immer an sich selbst orientieren - allerdings leider schon richtig, was dazu zu lesen ist, dass später im Leben es sich drehen kann: von allzeit agil zu depressiv (kurz ausgedrückt)...Man kann immer zuarbeiten, aber ob das reicht, ist für mich die Frage. Manche Tage, stehe ich mit Energie auf, an anderen hab ich nahezu ein Morgentief.

Meine Güte, ich hätte doch niemals gedacht, dass es so besch... kommen kann, weil sich meine Hirnchemie dreht. Für mich waren das immer Jammerlappen, die nicht vom Stoff weg kamen, obwohl die Entscheidung zum cut getroffen wurde - heute weiß ich, dass es "Zustände" gibt, die alles erschweren können. (Mal ganz abgesehen von Sucht.) Wie unwissend man war. Echt, sowas braucht kein Mensch! ...Wink
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